Starke Atmosphäre und sehr gelungene Wendungen
Nach 15 Jahren eröffnet ein altes Sommercamp erneut seine Pforten, welches geschlossen hatte, nachdem drei Mädchen spurlos verschwunden sind. Um die alten Wogen zu glätten und ein bisschen publicity zu ...
Nach 15 Jahren eröffnet ein altes Sommercamp erneut seine Pforten, welches geschlossen hatte, nachdem drei Mädchen spurlos verschwunden sind. Um die alten Wogen zu glätten und ein bisschen publicity zu betrieben, lädt die Betreiberin unter anderem alte Campbewohner ein, damit diese als Betreuer dort arbeiten. Darunter auch die Person, die sich damals die Hütte mit den Verschwundenen teilte.
Gleich zu Beginn war ich Feuer und Flamme für dieses Buch.
Der Grund ist hierbei nicht nur das Thema, was mich irgendwie ein bisschen an sehr bekannte Horrorfilme erinnerte, sondern auch das Setting und die düstere Atmosphäre.
Die Geschichte beginnt zunächst noch recht ruhig, sodass man Zeit hat, sich einen Überblick über das Camp, die Personen und die Umstände zu verschaffen. Nach und nach treten seltsamen Begebenheiten auf, die im Laufe des Buches immer weiter zunehmen und sich nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügen.
Neben den aktuellen Ereignissen erfahren wir mittels Rückblenden auch, was sich damals zugetragen hat und rollen die Geschichte langsam auf.
Die Parallelen aus beiden Zeiten fand ich spannend. Wobei ich mitunter das Gefühl hatte, dass unsere Protagonistin in der Gegenwart manchmal zu sehr in der Vergangenheit gefangen war. Das zeigt jedoch auch, welches Trauma das damalige Ereignis ausgelöst hat.
Bis zum Ende hat mich das Buch gefangen genommen, da ich ständig am rätseln war, wer für das Verschwinden der jungen Frauen verantwortlich war und welches Geheimnis Vivian und auch Emma auf der Spur sind bzw. waren.
Durch die unterschiedlichen Wendungen und die Erzählperspektive hat es der Autor perfekt geschafft, auch mich in die Irre zu leiten, da die Indizien und Beweise auf bestimmte Personen zu lenken.
Von mir gibt es an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung!