Cover-Bild Das Amulett der Sekhmet
Band der Reihe "Das Amulett der Sekhmet"
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15,80
inkl. MwSt
  • Verlag: Principal Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 387
  • Ersterscheinung: 22.09.2025
  • ISBN: 9783899692785
Stefanie Schürmann

Das Amulett der Sekhmet

Bd. 3: Bedrohliche Strömungen
Nachdem Mara Manilius in Athen bei Marcus Antonius abgesetzt hat, reist sie weiter nach Rom. Dort hat Octavius seine familiäre Situation geordnet, steht aber weiterhin vor dem Problem, Sicilia unter seine eigene Kontrolle zu bekommen indem er Sextus und seinen Piraten das Handwerk ein für alle Mal legt. Nur wenn er es schafft, die Getreideversorgung Roms auf sichere Füße zu stellen und die Mägen der Einwohner dauerhaft zu füllen, wird man ihn nicht als politischen Versager betrachten.
Der dazu erforderliche Seekrieg stellt ihn, der bisher nur zu Land gekämpft hat, dabei vor ungeahnte Probleme, zu deren Lösung er die Hilfe aller seiner Freunde gebrauchen kann. Mit unguten Gefühlen folgt Mara dem jungen Imperator auf seinen Unternehmungen.
Marcus Antonius stürzt sich zeitgleich enthusiastisch in den Feldzug gegen die Parther. Er weiß, dass er bei einem Sieg die politische Führungsposition im Römischen Reich für sich selbst sichern kann. Jedoch ist der parthische Großkönig alles andere als untätig, was Brutus vor schier unlösbare Probleme stellt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Geschichte fesselnd wie ein Krimi

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Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ...

Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ist ein Machtkampf zwischen Octavius und Antonius entbrannt, die beide die alleinige Macht im Römischen Reich anstreben. Zu diesem Zweck versuchen sie ihre Einfluss, in den ihnen zugedachten Gebieten zu festigen.

In diesem Teil der Geschichte sind Mara und Brutus zu ihrem Bedauern gezwungen, getrennte Wege zu gehen, was mir aber ein spannendes Lesevergnügen beschert. So bin ich Augenzeuge des Kampfes zwischen Pompeius Sextus und Octavius vor Sicilia und begleite mit Brutus Antonius auf seinem Feldzug gegen die Parther.

Der überwiegende Teil des Buches beschäftigt sich mit Octavius, was mir persönlich gut gefallen hat, da ich das Geschehen hier packender fand. Octavius Krieg gegen Sextus spielt überwiegend auf See ab. Zu Beginn scheinen sich alle Götter gegen Octavius verschworen zu haben, denn er muss einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen. Ich vermute jedoch, es lag daran, dass er einfach den Seekrieg nicht beherrschte. Die Lage ändert sich, als sich der Pirat Menodoros auf seine Seite schlägt. Mit seinem nautischen Wissen und seinem Hang zu ungewöhnlichen Manövern hat er mich sehr an den Seehelden Horatio Nelson erinnert. Sextus und seine Kumpane fand ich nur verabscheuungswürdig. Die Seeschlachten werden lebendig und anschaulich geschildert und manches technisches Detail hat mich wirklich überrascht.

Antonius macht sich siegessicher auf, dem Partherkönig Phraates IV zu bezwingen. Dabei hat jener bereits seine Intrigen gesponnen und seine Fallen gestellt. Antonius erkennt das nicht und führt seine Legionen ins Verderben. Vielleicht war er abgelenkt, da er seine Zukunft mit Kleopatra plant. Obwohl Antonius der Angreifer ist, hätte ich ihm den Sieg gegönnt. Allzu grausam und arrogant erschien mir der Partherkönig. Bei Antonius Rückzug werden Erinnerungen an Napoleons Russlandfeldzug wach. Ich wurde in meiner Meinung bestärkt, dass Kriege nichts heroisches anhaftet, sondern nur Leid bringen.

Durch eingestreute Anekdoten und viel direkter Rede zeichnet die Autorin ein lebhaftes Bild der damaligen Zeit. Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung, denn Brutus und Mara sind immer noch getrennt, der Machtkampf nicht entschieden.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Zwischen Intrigen und Imperien – Maras Reise durch Rom

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Stefanie Schürmanns „Das Amulett der Sekhmet – Band 3“ ist ein packender Band der Reihe, der ohne die ersten beiden Bände kaum zu verstehen ist. Wer Maras’ Abenteuer in Athen und ihr Wirken bei Marcus ...

Stefanie Schürmanns „Das Amulett der Sekhmet – Band 3“ ist ein packender Band der Reihe, der ohne die ersten beiden Bände kaum zu verstehen ist. Wer Maras’ Abenteuer in Athen und ihr Wirken bei Marcus Antonius kennt, wird auch diesen Band umso mehr genießen. Der Einstieg nach den turbulenten Ereignissen in Athen führt die Leserschaft direkt nach Rom, wo Octavius seine familiären Angelegenheiten geregelt hat, aber weiterhin vor der enormen Aufgabe steht, Sicilia unter Kontrolle zu bringen und die Getreideversorgung Roms sicherzustellen.

Besonders gut gefällt mir, wie Schürmann historische Fakten geschickt in die Handlung einwebt, ohne dass es lehrbuchhaft wirkt. Die Darstellung des römischen Alltags, der politischen Machtspiele und der militärischen Herausforderungen vermittelt ein lebendiges Bild der Zeit. Der Seekrieg gegen Sextus’ Piraten wird ebenso spannend geschildert wie Marcus Antonius’ Feldzug gegen die Parther – man spürt die Spannung, die historischen Risiken und die strategischen Überlegungen.

Stilistisch überzeugt Schürmann durch flüssige, bildhafte Sprache, die historische Details elegant mit fiktiven Elementen verbindet. Die Figuren sind sorgfältig gezeichnet: Mara bleibt sympathisch, reflektiert und handelt stets nachvollziehbar, was sie sehr menschlich macht. Gleichzeitig erinnert ihre Entschlossenheit ein wenig an klassische Helden wie Ben Hur – eine Mischung aus Mut, Loyalität und innerer Stärke, die die Leserschaft leicht mitfiebern lässt.

Die Reise durch Rom, die politischen Intrigen, der dramatische Seekrieg und die Partherfeldzüge werden so dargestellt, dass man sich sowohl in der Handlung verliert als auch einen Eindruck von der historischen Epoche bekommt. Wer die ersten beiden Bände kennt, wird die Entwicklungen und Charakterbindungen noch intensiver nachvollziehen können. Ohne Vorwissen fehlt leider etwas Kontext, aber die Spannung bleibt erhalten.

Insgesamt ist „Das Amulett der Sekhmet – Band 3“ eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Historie und Figurenentwicklung. Schürmann zeigt, dass historische Romane nicht nur Fakten vermitteln, sondern durch spannende Geschichten und sympathische Figuren lebendig werden. Besonders Maras Perspektive macht die Handlung greifbar, und man verfolgt gespannt, wie politische Macht, Krieg und persönliche Loyalität ineinandergreifen. Für Fans der Reihe und historischer Abenteuer ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Gelungene Fortsetzung

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„...Sie ließ sich die Geschehnisse der letzten Monate nach dem Tod von Labienus und ihrer glücklichen Flucht aus Asia Minor durch den Kopf gehen. Brutus war kurz nach ihrer Ankunft in Antiochia nach Seleukia ...

„...Sie ließ sich die Geschehnisse der letzten Monate nach dem Tod von Labienus und ihrer glücklichen Flucht aus Asia Minor durch den Kopf gehen. Brutus war kurz nach ihrer Ankunft in Antiochia nach Seleukia aufgebrochen…“

Mit diesen Gedanken knüpft Mara an die Geschehnisse des zweiten Bandes an. Momentan lässt sie sich von Kleopatras 8jährigen Sohn die Sehenswürdigkeiten Alexandrias zeigen.
Die Autorin hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben, der belegbare Geschehen und Persönlichkeiten in eine fiktive Zeitreise bettet. Die Geschichte spielt einmal im Westen, zum anderen im Osten des Römischen Reiches.
Mara reist nach Rom. Dort hat Octavius dafür gesagt, dass er Lydia heiraten kann. Doch für sein Privatleben bleibt ihm wenig Zeit. Er muss endlich die Seepiraten unter Sextus besiegen, um die Getreidetransporte für Rom zu sichern. Allerdings ist Octavius ziemlich beratungsresistent. Das bekommt auch Mara zu spüren:

„...Nur die Götter wissen, ob Sextus so schlau ist, seine Flotte ebenfalls zu teilen. Wenigstens muss ich mir nicht vorwerfen lassen, keinen Versuch unternommen zu haben, diesen Sturkopf von Octavius umzustimmen…“

Die Schlachten werden ausführlich beschrieben, ehrlich gesagt, manchmal zu ausführlich. Allerdings hat Octavius das Problem, dass mehrmals das Wetter gegen ihn ist. Das kostet ihn wertvolle Schiffe. Hinzu kommt, dass Octavius und Marcus Antonius sich gekonnt aus dem Weg gehen, wo eine Zusammenarbeit besser wäre. Lydia legt den Finger in die Wunde.

„...Du kannst deinen Mittriumvir nicht ewig ignorieren. Feuer bekämpft man am besten durch vorausschauendes Handeln und nicht mit einem Eimer in der Hand, wenn es bereits lichterloh brennt…“

Octavius` Schwester Octavia, die mit Marcus Antonius verheiratet ist, hat es mit ihrem Mann auch nicht einfach.

„...Was tut man nicht alles, um dickköpfigen Politikern eine angenehmes Beratungsumfeld zu verschaffen…“

Marcus Antonius glaubt, endlich die Parther besiegen zu können. Bei denen ist zur Zeit Brutus, Maras Lebensgefährte. Doch Marcus Antonius hat seine Gegner unterschätzt.
In diesem Teil stehen die Kämpfe im Vordergrund. Mara und Brutus spielen eher eine untergeordnete Rolle.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Schlachtengetümmel

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Caesar ist tot, der Bürgerkrieg in der römischen Republik nur scheinbar durch das Triumvirat dreier starker Männer befriedet. Doch auch äußere Feinde bedrohen den Frieden. So kämpft Octavius gegen die ...

Caesar ist tot, der Bürgerkrieg in der römischen Republik nur scheinbar durch das Triumvirat dreier starker Männer befriedet. Doch auch äußere Feinde bedrohen den Frieden. So kämpft Octavius gegen die Piraten, die das Mittelmeer unsicher machen und Unterstützung durch den korrupten Statthalter von Sicilien finden. Auf Marc Anton kann er dabei nicht zählen, denn dessen Truppen sind gebunden im Krieg gegen die Parther. Und dabei droht ihm Verrat aus den eigenen Reihen.
In diesem Buch wimmelt es von unzähligen Schlachtgetümmeln, zu Lande und zu Wasser. Diese sind für sich immer packend geschrieben. In ihrer Häufung wurden sie mir zum Schluss hin allerdings etwas viel.
Die Atmosphäre ist gut eingefangen und das römische Leben in seinen üppigen sowie entbehrungsreichen Zeiten in farbigen Bildern beschrieben. Das Glossar enthält einige, wenn auch nicht alle Fachbegriffe, die hier kundig einfließen. Schön wäre dazu noch eine Karte gewesen, denn die Einzelheiten, die sehr häufig wichtig sind, wenn die Bewegung der Truppen oder die Feldzüge aus verschiedenen Richtungen gegen den auf Sizilien verschanzten Sextes, werden zwar detailliert beschrieben, sind ohne Karte aber bisweilen auch verwirrend.
Gerade mit ihren fiktiven Figuren, wie z. B. den Piraten, hat die Autorin schon sehr lebendige Charaktere erschaffen. Auch den realen Personen, die die Vorlage für die hier handelnden Charaktere bieten, kommt der Leser sehr nah, manchmal schon ein wenig zu nah: Man kann sich bei dem großen Octavius manchmal nur schwer vorstellen, dass er selbst hinter einem in Seenot geratenen „Matrosen“ herspringt, um ihn aus dem Meer zu ziehen, oder sich mit wenigen Getreuen durch die Büsche schlägt, um einem Hinterhalt zu entgehen. Aber es macht den späteren Divus Augustus durchaus etwas menschlicher.
Die Figur der Mara ist als solche ganz interessant, auch wenn ich eher glaube, dass die Ehefrauen oder Geliebten der Herrscher mehr Einfluss auf diese haben, als eine Frau, die noch dazu aus einer anderen Zeit kommt. Dieser Teil der Geschichte, die Möglichkeit der Zeitreise durch das Portal eines Amuletts ist für mich ein wenig befremdlich. Zum Glück kommt er hier nur marginal vor, denn die Geschichte läuft auch prima ohne diesen Part. Da erscheint mir eine gewogene Gottheit, die einen Pfeil lenkt oder ein Heilmittel schickt, plausibler oder eher passender als durch ein Zeitportal eingeschleustes Penicillin oder Satellitenkarten.
Wer auf Schlachtbeschreibungen steht und antiken Stoff à la Gladiator oder den Untergang von Pompeji sowie Kleopatra mag, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.

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