wir treffen Beatrice und Florin wieder!
Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der "Mordgruppe" - Reihe um die Kommissarin Fina Plank und ihren chauvinistischen Kollegen Oliver. Das Buch beginnt mit einem Mord an einem Theater während ...
Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der "Mordgruppe" - Reihe um die Kommissarin Fina Plank und ihren chauvinistischen Kollegen Oliver. Das Buch beginnt mit einem Mord an einem Theater während des laufenden Theaterstücks, sodass gar nicht direkt bemerkt wird, dass es sich um eine echte Leiche handelt. Die Ermittlungen starten und wir begegnen den Kommissaren so wie wir sie bereits in Band eins kennengelernt haben. Das fand ich damals schon schwierig und fand mich hier direkt wieder in derselben Gefühlswelt wieder: Fina ist weiterhin unsicher und Oliver feuert das Ganze noch mit seinen unmöglichen Sprüchen an. Für mich grenzt das tatsächlich schon an Mobbing am Arbeitsplatz. Das Buch plätscherte für mich so vor sich hin, bis sich die Geschichte von Wien nach Salzburg verlegte.
Dort trafen wir dann für mich ganz unvorbereitet auf zwei meiner allerliebsten Charaktere: Beatrice Kaspary und Florin Wenninger aus der ersten Erwachsenen-Thriller-Reihe der Autorin! Die Reihe, die damals mit "Fünf" begann und nach vier Bücher leider zu Ende ging (meine Hoffnung auf eine Fortsetzung blieb bisher unerfüllt). Ab dem Punkt war ich Feuer und Flamme! Und ich gestehe, dass dies überwiegend mit den beiden Charakteren zu tun hatte. Die Ermitlungen an sich waren nicht wirklich spektakulär und obwohl wir auch in diesem Band immer Mal wieder den Eindruck bekommen, dass im Hintergrund jemand seine Strippen zieht, ist es dieses Mal nicht so häufig und eindrucksvoll wie noch in Band eins. Jedoch habe ich langsam das Gefühl bekommen, dass es diesem Jemand um Fina persönlich geht! Und daher bin ich in dieser Hinsicht sehr auf Band 3 gespannt. Diesen zusätzlichen Twist hat die Autorin ganz interessant gestaltet! Vor allem, da ich die Fälle ansonsten in dieser Reihe nicht so besonders finde.
Beatrice und Florin machten die Geschichte für mich auf der persönlichen Ebene der Charaktere viel sympathischer, aber auch die Tatsache, dass Fina einen sehr interssanten Tipp eines Kollegen bekommt, wie sie Oliver ein für allemal zum Schweigen bringen kann. Obwohl sie sehr skeptisch ist und der Kollege ihr keine Details außer einem Stichwort nennt, nutzt sie dieses auch und wir erleben ab dann einen sehr veränderten Oliver! Das war schon mächtig! Zum Ende des Buches hin, erfahren Fina als auch wir dann auch worum es dabei geht und warum Oliver so heftig darauf reagiert. Auch hier eine nette Idee der Autorin und ich bin gespannt, wie Oliver im dritten Band dargestellt wird! Schade nur, dass man solche Menschen nur mit Dingen stoppen kann, die für sie gefährlich werden könnten. Das gibt mir irgendwie kein gutes Gefühl - auch nicht im Hinblick auf unsere Gesellschaft. Denn in der Regel hat man ja gegen solche Personen nichts in der Hand.