Gewinnen ist das Ziel.
Das Billardspielen dient der jungen Hauptfigur Fast Eddie Felson als Broterwerb, gepaart mit in bar vorab abgeschlossenen, stattlichen Preisgeldern für den Gewinner. Atmosphärisch wird die Abzockerei in ...
Das Billardspielen dient der jungen Hauptfigur Fast Eddie Felson als Broterwerb, gepaart mit in bar vorab abgeschlossenen, stattlichen Preisgeldern für den Gewinner. Atmosphärisch wird die Abzockerei in Billardsalons der 50-er Jahre in Amerika beschrieben, zwischen viel Whisky und Raucherei, bei konzentrierter Beleuchtung über dem Billardtisch. Neben Talent zeigt der charmante Fast Eddi sehr viel Ehrgeiz, in Chicago die Billardlegende Minnesota Fats zu übertrumpfen. Sein harter, zäher Weg dorthin mit Höhen und Tiefen wird begleitet von Charly, seinem zuverlässigen, ehrlichen Tingel-Freund und von dem Geschäftsfreund Bert mit seinem Netzwerk an Kontakten. Neben Männerfreundschaft und harter, krimineller Rivalität wird mit der Nebenfigur Sarah auch die Problematik mit Alkohol, Einsamkeit und dem Verliererstatus angesprochen. Der Schreibstil wirkt überzeugend in der Beschreibung der jeweiligen Spielsituation mit Spiel-Varianten in den Billard-Spielsalons, auch anschaulich nachvollziehbar für Laien. Letztendlich geht es hier am Billardtisch nicht nur um Geld, sondern auch um Stolz, Taktik, Durchhaltevermögen, Feingefühl, um Enthusiasmus für dieses Spiel, ohne irgendwelche Entschuldigungen oder Selbsttäuschung.
Man kann nicht immer gewinnen, klar!