1643: Zwei Jahre sind vergangen, seit Georg nach Nermberg zurückgekehrt ist. Entschlossen ringt der feinfühlige Mann mit einem Leben, das ihm weiterhin fremd ist. Einzig die Liebe zu Ianthe und die Hoffnung, seine rätselhafte Schwester zu finden, geben ihm die nötige Kraft, sein Schicksal zu einer Zeit in die Hand zu nehmen, da
Menschlichkeit als Schwäche angesehen wird.
Währenddessen ist Pascale erwachsen geworden. Sie folgt ihrem ungestümen Lebenspfad und verbringt einige Zeit unerkannt bei den Kaiserlichen. Auf der Suche nach ihrem Bruder Georg trifft sie auf Jan von Graalfs. Die beiden illegitimen Nachfahren der verfeindeten Adelsgeschlechter finden zueinander, doch ihre Zuneigung steht unter einem unglücklichen Stern. Das dunkle Erbe des Hieronymus von Graalfs bedroht die herzoglichen Geschwister und ihre Weggefährten noch immer.
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Wie schreibt man eine Rezension zum dritten Teil einer Opulenten Historischen Reihe ohne zu viel zu verraten ? Wir werden es herausfinden...
Opalus ist der 3. Band aus der Nemberg Saga von Autorin und ...
Wie schreibt man eine Rezension zum dritten Teil einer Opulenten Historischen Reihe ohne zu viel zu verraten ? Wir werden es herausfinden...
Opalus ist der 3. Band aus der Nemberg Saga von Autorin und Illustratorin Anne Bernhardi.
Wir befinden uns in den Jahren zwischen 1636-1648 . Mitten im Getümmel des 30 Jährigen Krieges und begleiten unsere Helden Georg und Pascale bei ihren Abenteuern.
500 Seiten voll Leid , Liebe und Hoffnung ... es war viel zu kurz
Anne Bernardi schafft es mit ihrer leichten Art diesen historischen Wälzer einfach wirken zu lassen. Ihre Figuren sind einem vertraut , man möchte ihnen auf jedem Weg beistehen .
Da hier zum Ende alle handlungsstränge zusammen geführt werden sollte man natürlich die Vorgänger Liontu und Orioni zuerst lesen , bevor man sich diesem Schatz zuwendet.
Dann gibt es noch diese Wunderschönen Zeichnungen im Buch , die einem die Geschichte noch näher bringen .
Mit Opalus ist es Anne Bernhardi eindrucksvoll gelungen, ihre Nermberg-Saga abzuschließen. Sie hat mich sofort in die düstere, aber faszinierende Zeit des Dreißigjährigen Krieges hineingezogen. Besonders ...
Mit Opalus ist es Anne Bernhardi eindrucksvoll gelungen, ihre Nermberg-Saga abzuschließen. Sie hat mich sofort in die düstere, aber faszinierende Zeit des Dreißigjährigen Krieges hineingezogen. Besonders gut hat mir Georgs innerer Konflikt zwischen Pflicht, Vergangenheit und Liebe gefallen, der unglaublich feinfühlig dargestellt wurde. Seine Suche nach einem Platz im Leben – in einer Welt, in der Empathie als Schwäche gilt – hat mich besonders berührt.
Auch Pascale wächst über sich hinaus. Ihr ungestümer Weg, ihre Stärke und ihre Begegnung mit Jan von Graalfs sorgen für Spannung, Emotionen und einige dramatische Wendungen. Die Verbindung der beiden verfeindeten Adelsgeschlechter verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe und verknüpft die Erzählstränge auf gekonnte Weise miteinander.
Anne Bernhardi verbindet historische Details mit einer lebendigen, bildhaften Sprache, die ohne unnötige Brutalität auskommt, aber dennoch die Härte dieser Epoche spürbar macht. Besonders gelungen finde ich, wie sie Liebe, Loyalität und Hoffnung als leise, aber starke Kräfte durch die Geschichte hindurchwirken lässt. Die Illustrationen, die die Autorin selbst geschaffen hat, runden das Leseerlebnis perfekt ab und geben der Welt von Nermberg einen ganz eigenen Charakter.
Für mich ist „Opalus” ein mitreißendes, emotionales und atmosphärisch starkes Finale, das alle Fäden zusammenführt und die Figuren würdevoll abschließt. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane mit Tiefe, Gefühl und kraftvollen Charakteren lieben – und ein schönes Beispiel dafür, wie beeindruckend Selfpublishing sein kann.
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, ...
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen. Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten.
Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg. Als Fahnenflüchtiger sucht er Zuflucht bei einem Arzt, erlernt dessen Beruf und hilft jahrelang den Kranken um und im Ort Steinlingen. Sein Exil wird jedoch entdeckt und er von seinem Widersacher und unrechtmäßigen Herzog von Nermberg gefangen und inhaftiert. Ianthe, seine erste und einzige große Liebe schafft es ihn zu befreien. Aber wird es den Beiden auch gelingen den Widersacher nieder zu kämpfen und ihre Liebe zu leben?
Allein schon die Heimkehr ins Georgs Vaterstadt hat kaum überwindbare Hindernisse.
Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt.
Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend.
Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen.
Im zweiten Band Orioni, entführt uns die Autorin nach Frankreich in den Ort La Roque Gageac, wo Heinrich Orioni sich vor Verfolgern, Nermberger Soldaten, in Sicherheit bringen will, die ihn zu seiner Verurteilung nach Nermberg schaffen sollen. Was nur er weiß, hier lebt Pascale, eine uneheliche Zeugung Wilhelm von Wichtern, Georgs Vaters. Diese Schwester des Helden aus dem Band Liontu hat Orioni mehr oder weniger dazu gebracht verkleidet ihm und den Nermberger Soldaten zu folgen. Zahlreiche Abenteuer warten auf sie und ein Wunsch wächst in ihr, der Wunsch ihren Vater kennen zu lernen. Orioni wird jedoch kurz Nermberg von den Soldaten gefasst. Pascale trifft auf ihren schwerkranken Vater Wilhelm von Wichtern, den sie an seinen in den Kriegswirren verschollenen Sohn Georg erinnert. Sein Gegenspieler Hieronymus von Graalfs sieht in Pascale eine Gefahr, da er die Herrschaft des von Wichtern an sich reißen will. Reisinger einer der Landsknechte die Pascale ermorden sollen steht vor einem großen Dilemma. Soll er wirklich dem Befehl folgen und das Mädchen töten? Und Pascale, falls sie es überlebt, wird sie noch die Zeit haben sich mit ihrem Vater gut zu stellen. Was bringt ihre Zukunft? Hat sie überhaupt noch eine Zukunft?
Und nun, mit dem dritten Buch, Opalus, soll sich der Kreis schließen. Wird es ihr gelingen endlich eine sichere Zukunft in den Wirren des großen Krieges aufzubauen, oder gar ihren verschwundenen Bruder zu finden und ihm zu helfen sein Erbe anzutreten?
Die Vorgeschichte verspricht einen ganzen Strauß weiterer Abenteuer und hochkarätige Spannung.
Was gibt es noch zu einem Buch zu sagen? Vieles! Und darum möchte ich hier auch einen Kompetenteren zitieren, mit einem Auszug aus dem ‚Stern der Ungeborenen‘ von Franz Ferfel, einem ausgewiesenen Kenner historischer Romane. Hier seine Worte, dem die Nermberg Trilogie in jeder Hinsicht gerecht wird:
„Leser sind nicht gutmütig. Sie sind und sollen sein höchst unerbittliche Gläubiger ihres Autors. Sie haben auf Treu und Glauben für ein Buch ebensoviel Geld aufgebracht wie für eine mäßige Mahlzeit in einem mäßigen Restaurant, die Flasche Wein nicht mit eingerechnet. Sie haben damit das volle Recht erworben, von ihrem geistigen Traiteur, dem Autor, das Voll-Entsprechende auf seinem Gebiet zu fordern. Da das Geistig-Nährende in unserer Welt einen weit billigeren Marktpreis besitzt als das physische Nahrungsmittel, so haben die Leser vom Autor zu fordern: Mehrere Tages- oder Abendstunden intensiver Spannung, Unterhaltung feinster Art, deren man sich nachher nicht zu schämen braucht, echte seelische Erschütterungen, lautes und leises Lachen, dann und wann auch durch Tränen gewürzt, leichteste Verständlichkeit, die gute Möglichkeit, sich in die geschilderten Gestalten ohne Mühe einzufühlen, rasches Tempo der dargestellten Geschehnisse und vor allem möglichst wenig Beschreibungen.“
Opalus spielt im Dreißigjährigen Krieg, aber wer denkt, dass es nur ein historischer Nacherzähler ist, wird überrascht. Die Autorin hat eine eigenständige Geschichte geschaffen, mit den meisten Charakteren ...
Opalus spielt im Dreißigjährigen Krieg, aber wer denkt, dass es nur ein historischer Nacherzähler ist, wird überrascht. Die Autorin hat eine eigenständige Geschichte geschaffen, mit den meisten Charakteren neu erfunden und dem fiktiven Ort Nermberg. Gerade das macht das Buch richtig spannend – historische Atmosphäre trifft auf lebendige Figuren und eine packende Handlung. Besonders gefallen hat mir die starke Frau, die sich ihren Weg erkämpft und dabei richtig Mut zeigt.
Die klassischen Zeichnungen lockern die Geschichte schön auf und geben den Szenen nochmal eine besondere Note. Für mich war es kurzweilig und fesselnd, obwohl die Epoche eigentlich Neuland für mich ist – ich kam trotzdem gut zurecht.
Ich würde unbedingt empfehlen, die ersten beiden Bände vorher zu lesen. Ohne Zusammenfassung wäre ich wahrscheinlich nicht so gut ins Buch gekommen, denn man bekommt dadurch einfach das ganze Bild der Geschichte mit.
Alles in allem ein tolles Buch für alle, die Geschichte spannend mögen, starke Figuren lieben und Lust auf ein fesselndes, eigenständiges Abenteuer haben. Für mich hat sich das Lesen auf jeden Fall gelohnt!
Eigentlich sollte doch alles im reinen sein, jetzt, da Georg seinen Titel und sein Land zurück hat. Eigentlich. Doch da ist die Ungewißheit über seine Halbschwester Pascale. Georg hätte sie gern an seiner ...
Eigentlich sollte doch alles im reinen sein, jetzt, da Georg seinen Titel und sein Land zurück hat. Eigentlich. Doch da ist die Ungewißheit über seine Halbschwester Pascale. Georg hätte sie gern an seiner Seite, wäre wieder eine Familie, doch Pascale ist verschwunden und niemand weiß, wo sie steckt.
Dabei müsste man gar nicht so weit weg nachsehen, nämlich im Lager der Kaiserlichen ...
Dies ist der dritte Teil einer Saga. Die Autorin war so nett und hat mir eine Zusammenfassung der ersten beiden Bände zukommen lassen, sodass ich auf dem Laufenden war. Zunächst war es doch ein klein wenig verwirrend, zugegeben, aber ich kam gut ins Buch hinein und die Verwirrung war spätestens auf Seite 20 Geschichte.
Bernhardi schreibt sehr gut, die Figuren sind lebendig und man bibbert die ganze Zeit mit ihnen mit. Gerade Pascale, die den Großteil des Romans im Mittelpunkt steht, ist gut herausgearbeitet und eine interessante Frau, und das nicht nur, weil sie einen guten Teil ihrer Geschichte in Männerkleidern verbringt. Pascale wurde von den Kaiserlichen Soldaten als möglicher Spion gefangen genommen, so spielt also ein nicht unwesentlicher Teil der Handlung in eben diesem Lager und der Leser erlebt dort ihr Leben mit. Gerettet von einem alten Bekannten, dem Soldaten Reisinger, wird sie von ihm unter seine Fittiche genommen. Er bringt ihr das Fechten bei und befiehlt ihr, sich selbst zu verteidigen. Nicht dass er nicht hilft, oh nein. Und so kommt es mit der Zeit, wie es kommen muss.
Die Fechtszenen sind sehr gut erzählt und meist authentisch. So wurde gekämpft, mit Rapier und Dolch, nicht wie heute mit nur einer Waffe. Man nannte es das "dreckige" Fechten und es wurde überwiegend eben von Soldaten und Söldnern angewandt, aber auch von den meisten, die am Leben bleiben wollten. Man setzte eine Reihe schmutziger Tricks ein, damit man den Gegner besiegen konnte. Also ja, hier stimmt alles.
Was ein bisschen hochgegriffen ist, ist die eine Folterszene im Roman. 50 Peitschenhiebe. Eigentlich hätte Pascale bewusstlos sein müssen, da die wenigsten mehr als 20 bei Bewusstsein überstehen können, wenn überhaupt. 50 ist sehr hoch gegriffen und mir ist kein Fall bekannt, in dem so viele Peitschenschläge "verordnet" wurden. Aber das nur am Rande.
Was ich ebenfalls erwähnen sollte an dieser Stelle: Der Roman ist bebildert an verschiedenen Stellen. Sehr schöne Zeichnungen der Autorin selbst. Man erlebt es selten, dass Erwachsenen-Bücher so geschmückt werden, es ist also mehr als erwähnenswert und um einiges Mehrarbeit, die Bernhardi sich hier gemacht hat. Mein Kompliment dafür!
Die Zeit, gegen Ende des 30 Jährigen Krieges, wird gerade im Bereich des Heerlagers ein wenig ausführlicher geschildert, während die Handlung in und um Nirnberg dagegen vom Krieg nicht zuviel mitbekommen zu haben scheint. Es finden dort keine Plünderungen und Raubmorde statt, oder zumindest werden sie im Roman nicht erwähnt. Der eine Graf, der sich den Kaiserlichen Verbänden anschließen möchte, ist Wochen unterwegs, was darauf schließen lässt, dass die Kriegshandlungen tatsächlich weiter entfernt statt finden. Gerade hier hätte ich mir ein wenig mehr erwartet über den Schrecken des Krieges und die Entvölkerung der Landstriche. Aber der Schrecken des Lagerlebens wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Ein solider Roman, flüssig zu lesen, mit nachvollziehbaren Figuren. Wer historische Romane mag, der wird mit Opalus auf seine Kosten kommen.