Was wäre wenn? Man kennt diese Gedanken. Aber meist beziehen sie sich auf längst vergangene Tage. Hier ist nun ein Buch das sich anschickt uns in eine mögliche Zukunft zu entführen. Wir sollten uns vorsehen, ...
Was wäre wenn? Man kennt diese Gedanken. Aber meist beziehen sie sich auf längst vergangene Tage. Hier ist nun ein Buch das sich anschickt uns in eine mögliche Zukunft zu entführen. Wir sollten uns vorsehen, es ist eine Zukunft, die uns Angst macht. Sie schwingt bei jeder Nachrichtensendung zwischen den Sätzen des Sprechers mit und versteckt sich zwischen den Zeilen der Tageszeitungen.
Ja, was wäre wenn Putin an unsere Haustür klopfen würde. Natürlich nur im bildlichen Sinne. Es ist eine alte Angst. Hieß es doch bereits bei den Römern: HANNIBAL ANTE PORTAS
Es ist also nicht vermessen, wenn ich hier von einer Urangst rede, die der Autor in diese Seiten gegossen hat.
Es ist ihm gelungen durch sein Fachwissen und sorgfältige Recherche ein überzeugendes militärisch fundiertes Werk zu einem aktuellen Thema zu schaffen. Damit verspricht er solide Unterhaltung und Spannung pur. Ein lesenswertes Buch, unterhaltsam und lehrreich. Zugleich der Auftakt zu einer Reihe, die weitere Höhepunkte verspricht.
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, ...
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen.
Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten.
Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg. Als Fahnenflüchtiger sucht er Zuflucht bei einem Arzt, erlernt dessen Beruf und hilft jahrelang den Kranken um und im Ort Steinlingen. Sein Exil wird jedoch entdeckt und er von seinem Widersacher und unrechtmäßigen Herzog von Nermberg gefangen und inhaftiert. Ianthe, seine erste und einzige große Liebe schafft es ihn zu befreien. Aber wird es den Beiden auch gelingen den Widersacher nieder zu kämpfen und ihre Liebe zu leben? Allein schon die Heimkehr ins Georgs Vaterstadt hat kaum überwindbare Hindernisse. Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt.
Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend. Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen.
Im zweiten Band Orioni, entführt uns die Autorin nach Frankreich in den Ort La Roque Gageac, wo Heinrich Orioni sich vor Verfolgern, Nermberger Soldaten, in Sicherheit bringen will, die ihn zu seiner Verurteilung nach Nermberg schaffen sollen. Was nur er weiß, hier lebt Pascale, eine uneheliche Zeugung Wilhelm von Wichtern, Georgs Vaters. Diese Schwester des Helden aus dem Band Liontu hat Orioni mehr oder weniger dazu gebracht verkleidet ihm und den Nermberger Soldaten zu folgen. Zahlreiche Abenteuer warten auf sie und ein Wunsch wächst in ihr, der Wunsch ihren Vater kennen zu lernen. Orioni wird jedoch kurz Nermberg von den Soldaten gefasst. Pascale trifft auf ihren schwerkranken Vater Wilhelm von Wichtern, den sie an seinen in den Kriegswirren verschollenen Sohn Georg erinnert. Sein Gegenspieler Hieronymus von Graalfs sieht in Pascale eine Gefahr, da er die Herrschaft des von Wichtern an sich reißen will. Reisinger einer der Landsknechte die Pascale ermorden sollen steht vor einem großen Dilemma. Soll er wirklich dem Befehl folgen und das Mädchen töten? Und Pascale, falls sie es überlebt, wird sie noch die Zeit haben sich mit ihrem Vater gut zu stellen. Was bringt ihre Zukunft? Hat sie überhaupt noch eine Zukunft?
Und nun, mit dem dritten Buch, Opalus, soll sich der Kreis schließen. Wird es ihr gelingen endlich eine sichere Zukunft in den Wirren des großen Krieges aufzubauen, oder gar ihren verschwundenen Bruder zu finden und ihm zu helfen sein Erbe anzutreten? Die Vorgeschichte verspricht einen ganzen Strauß weiterer Abenteuer und hochkarätige Spannung. Was gibt es noch zu einem Buch zu sagen? Vieles!
Und darum möchte ich hier auch einen Kompetenteren zitieren, mit einem Auszug aus dem ‚Stern der Ungeborenen‘ von Franz Ferfel, einem ausgewiesenen Kenner historischer Romane. Hier seine Worte, dem die Nermberg Trilogie in jeder Hinsicht gerecht wird:
Leser sind nicht gutmütig. Sie sind und sollen sein höchst unerbittliche Gläubiger ihres Autors. Sie haben auf Treu und Glauben für ein Buch ebensoviel Geld aufgebracht wie für eine mäßige Mahlzeit in einem mäßigen Restaurant, die Flasche Wein nicht mit eingerechnet. Sie haben damit das volle Recht erworben, von ihrem geistigen Traiteur, dem Autor, das Voll-Entsprechende auf seinem Gebiet zu fordern. Da das Geistig-Nährende in unserer Welt einen weit billigeren Marktpreis besitzt als das physische Nahrungsmittel, so haben die Leser vom Autor zu fordern: Mehrere Tages- oder Abendstunden intensiver Spannung, Unterhaltung feinster Art, deren man sich nachher nicht zu schämen braucht, echte seelische Erschütterungen, lautes und leises Lachen, dann und wann auch durch Tränen gewürzt, leichteste Verständlichkeit, die gute Möglichkeit, sich in die geschilderten Gestalten ohne Mühe einzufühlen, rasches Tempo der dargestellten Geschehnisse und vor allem möglichst wenig Beschreibungen.
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der ...
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen. Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten.
Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg.
Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt.
Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend.
Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen.
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, ...
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen. Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten.
Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg. Als Fahnenflüchtiger sucht er Zuflucht bei einem Arzt, erlernt dessen Beruf und hilft jahrelang den Kranken um und im Ort Steinlingen. Sein Exil wird jedoch entdeckt und er von seinem Widersacher und unrechtmäßigen Herzog von Nermberg gefangen und inhaftiert. Ianthe, seine erste und einzige große Liebe schafft es ihn zu befreien. Aber wird es den Beiden auch gelingen den Widersacher nieder zu kämpfen und ihre Liebe zu leben?
Allein schon die Heimkehr ins Georgs Vaterstadt hat kaum überwindbare Hindernisse.
Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt.
Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend.
Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen.
Im zweiten Band Orioni, entführt uns die Autorin nach Frankreich in den Ort La Roque Gageac, wo Heinrich Orioni sich vor Verfolgern, Nermberger Soldaten, in Sicherheit bringen will, die ihn zu seiner Verurteilung nach Nermberg schaffen sollen. Was nur er weiß, hier lebt Pascale, eine uneheliche Zeugung Wilhelm von Wichtern, Georgs Vaters. Diese Schwester des Helden aus dem Band Liontu hat Orioni mehr oder weniger dazu gebracht verkleidet ihm und den Nermberger Soldaten zu folgen. Zahlreiche Abenteuer warten auf sie und ein Wunsch wächst in ihr, der Wunsch ihren Vater kennen zu lernen. Orioni wird jedoch kurz Nermberg von den Soldaten gefasst. Pascale trifft auf ihren schwerkranken Vater Wilhelm von Wichtern, den sie an seinen in den Kriegswirren verschollenen Sohn Georg erinnert. Sein Gegenspieler Hieronymus von Graalfs sieht in Pascale eine Gefahr, da er die Herrschaft des von Wichtern an sich reißen will. Reisinger einer der Landsknechte die Pascale ermorden sollen steht vor einem großen Dilemma. Soll er wirklich dem Befehl folgen und das Mädchen töten? Und Pascale, falls sie es überlebt, wird sie noch die Zeit haben sich mit ihrem Vater gut zu stellen. Was bringt ihre Zukunft? Hat sie überhaupt noch eine Zukunft?
Und nun, mit dem dritten Buch, Opalus, soll sich der Kreis schließen. Wird es ihr gelingen endlich eine sichere Zukunft in den Wirren des großen Krieges aufzubauen, oder gar ihren verschwundenen Bruder zu finden und ihm zu helfen sein Erbe anzutreten?
Die Vorgeschichte verspricht einen ganzen Strauß weiterer Abenteuer und hochkarätige Spannung.
Was gibt es noch zu einem Buch zu sagen? Vieles! Und darum möchte ich hier auch einen Kompetenteren zitieren, mit einem Auszug aus dem ‚Stern der Ungeborenen‘ von Franz Ferfel, einem ausgewiesenen Kenner historischer Romane. Hier seine Worte, dem die Nermberg Trilogie in jeder Hinsicht gerecht wird:
„Leser sind nicht gutmütig. Sie sind und sollen sein höchst unerbittliche Gläubiger ihres Autors. Sie haben auf Treu und Glauben für ein Buch ebensoviel Geld aufgebracht wie für eine mäßige Mahlzeit in einem mäßigen Restaurant, die Flasche Wein nicht mit eingerechnet. Sie haben damit das volle Recht erworben, von ihrem geistigen Traiteur, dem Autor, das Voll-Entsprechende auf seinem Gebiet zu fordern. Da das Geistig-Nährende in unserer Welt einen weit billigeren Marktpreis besitzt als das physische Nahrungsmittel, so haben die Leser vom Autor zu fordern: Mehrere Tages- oder Abendstunden intensiver Spannung, Unterhaltung feinster Art, deren man sich nachher nicht zu schämen braucht, echte seelische Erschütterungen, lautes und leises Lachen, dann und wann auch durch Tränen gewürzt, leichteste Verständlichkeit, die gute Möglichkeit, sich in die geschilderten Gestalten ohne Mühe einzufühlen, rasches Tempo der dargestellten Geschehnisse und vor allem möglichst wenig Beschreibungen.“
Über die Geisterbahn landet man sehr schnell in einer gewaltigen Schweinezucht, die zwar groß, aber leider nicht im besten Zustand ist. Die autodiegetische Erzählform reißt einen regelrecht in das furchtbare ...
Über die Geisterbahn landet man sehr schnell in einer gewaltigen Schweinezucht, die zwar groß, aber leider nicht im besten Zustand ist. Die autodiegetische Erzählform reißt einen regelrecht in das furchtbare Geschehen hinab, ins Regnum, ins Reich der Finsternis, so mag man annehmen. Man glaubt, in einem stinkenden See von Fäkalien ertrinken zu müssen. Dem genialen Autor gelingt es jedoch schon nach wenigen Absätzen, die Beziehung zwischen Protagonisten und Leser zu festigen. Da der Protagonist sich von Anfang an sicher ist, über den Fallstricken und Fäkalgruben seiner morbiden Existenz zu stehen, wird er sozusagen zum Leser, sowie der Leser sich seiner annimmt und auf ihn einlässt.
Viele Dinge sind nebulös. Man fragt sich beispielsweise: Handelt es sich wirklich um eine Krankheit, um eine Seuche, oder ist es ein Futtermittelzusatzstoff? Ist es ein Gift oder eine Zoonose? Ein Schuldiger ist rasch gefunden, es ist der kleine Bauer, nicht der Lange.
Logische Fehler darin mag ich der Denke des Protagonisten anlasten. Viren werden nicht aus Futtermittelzusatzstoffen entstehen, und ein Eber ist keine Sau. Aber was versteht ein Schwein schon von Hygiene oder von deutscher Sprache?
Erzählform: Autodiegetisch und damit die beste der möglichen Welten (G. W. Leibniz - passt so gut oder so schlecht wie auf unsere elende Wirklichkeit).
Logische Handlung: Sehr gelungen.
Protagonisten: Bildhaft und originell.
Obwohl ich vom Buch begeistert bin, finde ich das Ende etwas sehr weit abgehoben. Natürlich ist der unausweichliche Tod schwer in eine wie auch immer geartete Welt einzubauen, denn Sein und Tod sind zwei unvereinbare Zustände. Aus der Sicht ist das Ende sogar als gelungen zu betrachten.
Fazit: Sehr gelungener Roman des Genres. Jedem Leser mit gesunden Nerven uneingeschränkt zu empfehlen.