Cover-Bild Kopflos
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 143
  • Ersterscheinung: 11.09.2025
  • ISBN: 9783406836947
Ariana Harwicz

Kopflos

Roman
Silke Kleemann (Übersetzer)

Wir denken, wir wären nicht fähig, ein Verbrechen zu begehen, bis wir es tun

Stürmisch und jenseits aller Konventionen erzählt Ariana Harwicz von einer Leidenschaft, die sich selbst verzehrt. "kopflos" ist die Geschichte einer Entführung ein Roman, wie man ihn über Mutterschaft noch nie gelesen hat, sprachlich sensationell, emotional kaum zu fassen.

Menschen glauben zu wissen, wozu sie fähig sind. Sie denken, dass sie unter keinen Umständen ihre Eltern umbringen oder einem Kind etwas antun könnten. Sie denken, sie wären nicht fähig, ein Verbrechen zu begehen, bis sie es tun.
Ein Supermarkt in Frankreich. Lisa hofft, einen Blick auf ihre fünfjährigen Zwillinge werfen zu können, die mit ihrem Vater einkaufen sind. In einem Sorgerechtsprozess hat sie das Umgangsrecht mit den Söhnen verloren und darf sich dem Haus der Familie nicht mehr nähern. Ihre Kinder sieht sie nur noch einmal im Monat unter Aufsicht. Der Schmerz, das Heranwachsen ihrer Söhne nicht mehr Tag für Tag mitzubekommen, ist so überbordend wie ihre Emotionen. Ihre Pflichtverteidigerin verzweifelt an Lisa, die sich selbst zur größten Gefahr wird, während sie das Leben ihrer eigenen Familie observiert. Doch das Beobachten, das immer mehr zur Obsession wird, reicht irgendwann nicht mehr aus ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Eine zutiefst verstörende Geschichte

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Zweimal ist Lisa ihnen nach dem Urteilsspruch begegnet. Ein zarter Blickkontakt, ein leises Lächeln zwischen den Supermarktregalen. Genau dort lungert sie weiter rum, aber auch in den Herrentoiletten, ...

Zweimal ist Lisa ihnen nach dem Urteilsspruch begegnet. Ein zarter Blickkontakt, ein leises Lächeln zwischen den Supermarktregalen. Genau dort lungert sie weiter rum, aber auch in den Herrentoiletten, falls einer von ihnen Pipi machen muss. Sie sieht den Vater, wie er den Einkaufswagen mit Cava, Cocktails und Wein beläd. Artig und diszipliniert helfen sie ihm. Es wird sicher ein rauschendes Fest mit vielen Leuten und anderen Kindern.

Ihre Sozialwohnung ist zu schmal und heruntergekommen, um ihre Zwillinge zu empfangen. Die Treffen finden auf neutralem Boden unter Aufsicht einer Sozialarbeiterin statt. Während sie eineinhalb Stunden gezwungen mit ihren Jungs am Tisch sitzt, steht ihr Vater da und bläst Rauchwolken in die Luft. Es dauerte, bis sie eine Pflichtverteidigerin gefunden hat. Eine prüde Mittfünfzigerin, die ihr einen Dresscode verordnet: Weder Leder noch Animal Prints, keine tiefen Ausschnitte und Duschen wäre auch hilfreich, zumindest an den Besuchstagen. Und so sitzt sie einmal im Monat gleich nach dem Aufstehen am Loireufer herum, wartet, dass die Zeiger auf 15 Uhr 30 stehen und geht dann ins Zentrum. Die Tage des Wartens auf den monatlichen Besuch vertreibt sie sich mit nächtlichen Anrufen. Es gibt ihr ein gutes Gefühl, wenn er abnimmt und sie auflegt. Nicht zu wissen, wie sehr ihre Babys sie vermissen, macht sie verrückt. Obwohl sie die imaginäre Linie von zehn Kilometern rund ums Haus nicht überschreiten darf, schleicht sie bei Dunkelheit durch die Büsche und wirft einen Blick in die erleuchteten Fenster ihrer Söhne. Als jedoch der Schmerz sie aufzufressen droht, handelt kopflos.

Fazit: Du meine Güte, was war das denn? Ariana Harwicz, eine der wichtigsten Stimmen Argentiniens, hat die Leidensgeschichte zweier zerstörerischer Menschen kreiert. Die Erzählung beginnt mit der Protagonistin, Mutter von fünfjährigen Zwillingen. Ich erfahre, dass ihr wegen häuslicher Gewalt gegen ihren Mann, das Sorgerecht entzogen wurde. Lisa gammelt vor sich hin, lebt von Besuchstermin zu Besuchstermin, dazwischen verzehrt sie sich in der Obsession, ihre Kinder bei sich haben zu wollen. In kurzen Rückblicken, in Form ihrer Erinnerungen, erfahre ich das ganze Drama ihres Beziehungsgeflechts. Aus ihrer Sicht hat ihr Mann Gewalt gegen sie angewendet, die Tatsachen verdreht und mit Zeugen belegt, um das richterliche Urteil zu seinen Gunsten zu lenken. Die Persönlichkeit Lisas ist verblüffend unkonventionell gezeichnet. Sie wirkt wie eine toughe Frau, die sich wehrt, ein wenig verschlagen und berechnend und vor allem erstaunlich empathielos. Und genau dieser kluge Schachzug der Autorin macht Lisas Sichtweise unglaubwürdig. Im weiteren Verlauf der Geschichte, übrigens ein völlig irrer Trip, wird klar, dass es beiden toxischen Menschen gar nicht um die Kinder geht, sondern ums Gewinnen. Die Kinder sind Mittel zum Zweck, um beider verletztes Ego zu streicheln. Einzelne Szenen haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Entsetzlich mit anzusehen, wie dieser Machtkampf auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Schauderhaft eine Szene, in der Lisa in einer Bar landet. Die ganze Geschichte ist so verwirrend, dass ich mich verzweifelt auf die Metaebene gehangelt habe. Am Ende bin ich mir sicher, dass Lisa eine typische Borderline-Persönlichkeit ist, die weder eigene Grenzen noch die anderer akzeptiert und ihr Mann eine typische narzisstische Persönlichkeit mit Missbrauchserfahrungen durch die Mutter. Zwei zutiefst verstörte Seelen, die in dieser Kombination öfter anzutreffen sind. Und genauso verstörend kann dieser Horrortrip auf Lerser*innen wirken. Eine durch und durch toxische Beziehung, die wehtut, in einem Ausmaß, wie ich noch nie darüber gelesen habe.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Wut und Wahnsinn

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Meine Meinung

Ariana Harwicz’ Roman "Kopflos" ist ein wütender, fiebriger Monolog über Mutterschaft, Verlust und Wahnsinn. Der Klappentext hatte bei mir zunächst eine andere Vorstellung über die Geschichte ...

Meine Meinung

Ariana Harwicz’ Roman "Kopflos" ist ein wütender, fiebriger Monolog über Mutterschaft, Verlust und Wahnsinn. Der Klappentext hatte bei mir zunächst eine andere Vorstellung über die Geschichte ausgelöst. Ein etwas anderer Kampf um ihre Kinder, stattdessen bekam ich einen schonungslosen Strom aus Gedanken, Obsessionen und Körperlichkeit.

Der Schreibstil ist teilweise direkt, fast dokumentarisch, dann wieder makaber, grotesk, schwer erträglich. Harwicz zeigt das Leben ihrer Erzählerin nicht, sie schleudert es einem entgegen.

„Gehe rüber in die Bar der Kaputten, Arbeiter und anderen Abschaums der Gesellschaft, trinke an der Theke, gehe wieder zurück. Masturbiere lustlos, nur um etwas zu tun, so, wie man die Revolvertrommel weiterdreht beim Russisch Roulette.“ (ZITAT)

Solche Sätze bleiben hängen, nicht wegen ihrer Schönheit, sondern wegen ihrer Brutalität.


Manchmal kippt diese Direktheit ins Groteske. Wenn es heißt: „Der Hahn legt das Sperma im Kloakeneingang der Henne ab, wenn er sie befruchtet, gibt es Nachkommen, wenn nicht, Spiegeleier.“ (ZITAT) , dann wirkt das wie ein makabrer Kommentar völlig entblößt von Romantik oder Sinn.

Die Erzählerin ist keine Sympathieträgerin, sie ist unzuverlässig, obsessiv, manchmal verstörend klar. Gerade darin liegt die Stärke des Romans: Er verweigert jede einfache moralische Einordnung.

Es gibt in diesem Text keinen sicheren Ort. Selbst die zärtlichen Momente kippen sofort ins Bedrohliche.

In Momenten wie „ICH HAB SIE BEI MIR, hier sind sie, ich bin euphorisch, hab nichts unter Kontrolle, das ist Euphorie, nicht wahr?“ (ZITAT) zeigt sich der ganze Wahnsinn der Figur – ihre Liebe, ihre Zerrissenheit, ihre Unfähigkeit, zwischen Realität und Wahn zu unterscheiden.

"Kopflos" ist kein Roman, den man „genießt“. Er stößt ab, zieht hinein, lässt einen ratlos zurück. Harwicz schreibt kompromisslos und ohne Rücksicht auf Lesbarkeit. Das ist beeindruckend, aber auch anstrengend.

Die radikale Nähe in diesem Buch ist gleichzeitig das Faszinierende und das Erschöpfende. Kopflos verlangt viel, vielleicht zu viel – kein Roman zum Nebenbei-Lesen.


Klappentext

Ein Supermarkt in Frankreich. Lisa hofft, einen Blick auf ihre fünfjährigen Zwillinge werfen zu können, die mit ihrem Vater einkaufen sind. In einem Sorgerechtsprozess hat sie das Umgangsrecht mit den Söhnen verloren und darf sich dem Haus der Familie nicht mehr nähern. Ihre Kinder sieht sie nur noch einmal im Monat unter Aufsicht. Der Schmerz, das Heranwachsen ihrer Söhne nicht mehr Tag für Tag mitzubekommen, ist so überbordend wie ihre Emotionen. Ihre Pflichtverteidigerin verzweifelt an Lisa, die sich selbst zur größten Gefahr wird, während sie das Leben ihrer eigenen Familie observiert. Doch das Beobachten, das immer mehr zur Obsession wird, reicht irgendwann nicht mehr aus ...



Über die Autorin

Ariana Harwicz, geboren 1977 in Buenos Aires, ist eine der wichtigsten Autorinnen Argentiniens. Seit 2007 lebt sie auf dem Land in Frankreich. Ihr Roman "Die, My Love" machte sie international bekannt. Er war Roman des Jahres der argentinischen Zeitung La Nación und nominiert für den Man Booker International Prize. Ariana Harwiczs Romane wurden in mehr als 25 Sprachen übersetzt. 2025 feierte in Cannes die Verfilmung von "Die, My Love" Premiere, produziert von Martin Scorsese unter der Regie von Lynne Ramsay. Silke Kleemann Diplom-Übersetzerin, studierte Spanisch und Englisch und übersetzt lateinamerikanische Literatur. Ihre Arbeit als Übersetzerin wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. ihre Übersetzungen von Ariel Magnus und Katixa Agirre. Silke Kleemann lebt und arbeitet in München.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Mutterschaft auf der Rasierklinge

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Kopfkino im Ausnahmezustand! Ariana Harwicz schleudert mir in diesem Roman eine geballte Ladung Emotionen entgegen, die sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Mutterschaft, Sehnsucht und purem Kontrollverlust ...

Kopfkino im Ausnahmezustand! Ariana Harwicz schleudert mir in diesem Roman eine geballte Ladung Emotionen entgegen, die sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Mutterschaft, Sehnsucht und purem Kontrollverlust bewegen. Lisa – die Protagonistin – ist kein Charakter, den man mal eben sympathisch findet. Sie ist unbequem, sprunghaft, obsessiv. Und genau das macht diesen Text so spannend, weil ich als Leser das Gefühl habe, direkt in den brodelnden Kopf einer Frau hineinzufallen, die alles verloren hat und trotzdem nicht loslassen kann.

Die Sprache ist roh, fast wie ein Schlag in die Magengrube. Keine Nettigkeiten, keine Schleifen. Harwicz schreibt so, als hätte sie die Wörter direkt aus der Kehle gerissen. Und Silke Kleemann übersetzt das mit einer Wucht, die man beim Lesen fast körperlich spürt. Stellenweise fühlt es sich an, als würde man heimlich eine fremde Akte lesen – ein Protokoll aus Sehnsucht und Wahnsinn.

Natürlich: Wer hier auf klassische Familiengeschichten oder nette Erzählungen hofft, wird gnadenlos enttäuscht. Das Buch ist unbequem, und manchmal fragt man sich, ob man Lisa in den Arm nehmen oder ihr sofort die Polizei auf den Hals hetzen soll. Genau diese Ambivalenz macht den Reiz aus. Es ist keine „leichte Kost“, sondern ein literarischer Rausch, der mich trotz aller Beklemmung gefesselt hat.

Am Ende bleibe ich mit einem mulmigen Gefühl zurück – aber auch mit Bewunderung für eine Autorin, die sich traut, Tabus zu sprengen und die dunklen Seiten von Mutterschaft so gnadenlos offen zu legen. Für alle, die gerne mal Kopf voraus in den Abgrund springen, ist Kopflos definitiv die richtige Wahl. Vier Sterne von mir, weil ich das Ganze trotz aller Brillanz nicht in einem Stück runterlesen konnte. Zu intensiv, zu roh – aber eben auch unvergesslich.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

ambivalent und zerrissen

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Dieses Buch kostet genau so viel Kraft, wie das erste "Die, my Love". Es ist einfach eine Mischung aus Fantasie und Wahnsinn - ähnlich wie beim ersten schwankte ich zwischen: versteh ich - und ist sie ...

Dieses Buch kostet genau so viel Kraft, wie das erste "Die, my Love". Es ist einfach eine Mischung aus Fantasie und Wahnsinn - ähnlich wie beim ersten schwankte ich zwischen: versteh ich - und ist sie völlig verrückt. Genau das fesselt mich so an der Autorin, die absolute Fassungslosigkeit beim Lesen. In diesem Buch gehts wieder um Kinder, aber nicht wie im ersten Roman um das frische "Mutterglück", sondern um einen verlorenen Sorgerechtsstreit. Lisa hat das Sorgerecht für ihre Zwillinge verloren, darf sie nur noch unter Aufsicht und Begleiten sehen. Auch in diesem Buch sind es die Bilder, die Idee, die zur Obsession werden und Lisa verzweifeln und unkontrolliert werden lassen. Ich glaube, wenn man selbst Mutter ist, kann man diese Emotionen sogar in Ansätzen empfinden, und dennoch ist man immer gewillt sie zu schütteln. Dieser Schmerz, die Zerrissenheit und die Wut kann man in jedem Satz lesen und spüren. Ich liebe diese Romane - die, die mich an den Rand meiner Wohlfühlzone bringen und mich verletzlich und ambivalent zurück lassen. Dieses Buch halt, genau wie der erste Roman, definitiv nach und verdient Aufmerksamkeit!!

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Fatale Entscheidung

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»Er hat anderthalb Stunden, um sich zu entspannen, ich anderthalb Stunden, um Mutter zu sein.« (Seite 22)

Mitten in einem Sorgerechtsprozess gefangen, verliert Lisa irgendwann die Nerven, nachdem sie ...

»Er hat anderthalb Stunden, um sich zu entspannen, ich anderthalb Stunden, um Mutter zu sein.« (Seite 22)

Mitten in einem Sorgerechtsprozess gefangen, verliert Lisa irgendwann die Nerven, nachdem sie das Umgangsrecht mit ihren Söhnen verloren hat und sich dem Haus der Familie nicht mehr nähern darf. Ihre Söhne sieht sie einmal im Monat an einem neutralen Ort, allein zu sein mit ihnen wird ihr nicht erlaubt. Völlig kopflos trifft Lisa eine fatale Entscheidung und schlittert unausweichlich auf eine Katastrophe zu.

»Wenn die Angst die Seite wechselt, ist das Gerechtigkeit. Keine Anhörung in Sicht, auch keine Antwort vom Gericht, keine Strategie, keine Gegenüberstellung. Dieser Moment, in dem alles kippt, wo kann ich hinkommen und sie mitnehmen?« (Seite 46)

Für diese Erzählung hat die Autorin einen ungewöhnlichen Stil bevorzugt, das Buch liest sich nicht flüssig, es ist chaotisch und wirr. Dies passt zur Gemütslage der Erzählerin, die mich davon überzeugen möchte, nein, überzeugen will, dass es richtig ist, was sie getan hat. Ihre Erinnerungen vermischen sich mit Wahrheit und Lüge, eine passende Realität wird geschaffen, die zuweilen dazu führt, dass ich Situationen nicht einschätzen und auch nicht erkennen kann, was wahr ist und was nicht. Dies hört sich anspruchsvoll an und ist es auch, der Nachteil davon ist aber, dass ich zwischendurch den Faden verloren habe. Die Geschichte selbst ist darin versteckt, aus Andeutungen und Fragmenten reime ich mir diese zurecht, bin aber bis zum Schluss nicht sicher, ob ich dahinter gestiegen bin. Eine Auflösung liefert das Ende, einiges erklärt sich, anderes bleibt nebulös. Ich interpretiere eigenes hinzu und bin zufrieden, dass ich drangeblieben bin.

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