Cover-Bild Tödlicher Stoff

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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Oktober Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 191
  • Ersterscheinung: 10.09.2018
  • ISBN: 9783946938446
Beate Baum

Tödlicher Stoff

Ein Sherlock-Holmes-Krimi
John Watson traut seinen Augen nicht: Sherlock Holmes vergeudet seine Zeit im Internet mit Facebook & Co? Immerhin treibt ihn der Fall der toten Obdachlosen hinaus auf Londons Straßen.
Mycroft Holmes ist mit den Folgen des Brexit-Entscheids geplagt. Er braucht Sherlocks Hilfe, um das Schlimmste zu verhindern. So geraten der Detektiv und John in ein edles Landhotel. Wo auch BBC-Reporterin Deborah Bellamy mit von der Partie ist. Im Doppelzimmer mit Sherlock Holmes?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2019

Wer zog die Fäden?

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„...“Ich betreibe Studien“, behauptete Sherlock. „Ansonsten das, was die gesamte Menschheit in diesen Netzwerken macht: Lebenszeit vergeuden“...“

Sherlock Holmes ist in der Gegenwart angekommen. Doch ...

„...“Ich betreibe Studien“, behauptete Sherlock. „Ansonsten das, was die gesamte Menschheit in diesen Netzwerken macht: Lebenszeit vergeuden“...“

Sherlock Holmes ist in der Gegenwart angekommen. Doch er langweilt sich. Dr. Watson kennt das schon. Wenn Sherlock nichts zu tun hat, bekommt er schnell ein Suchtproblem. Dieses Mal sind es Facebook und Co. Bei obigen Zitat geht es um die Frage, warum sich Sherlock mit dem Internet beschäftigt.
Nach dem Treffen mit Mycroft, Sherlocks Bruder, ändert sich das. Der braucht Sherlocks Hilfe, damit der Brexit nicht aus dem Ruder gerät. Gleichzeitig ist die politische Schicht beunruhigt, weil sich die Anzahl der toten Obdachlosen häuft.
Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben, in dem sie gekonnt brisante politische Themen anpackt und gleichzeitig zeigt, welche Folgen der Brexit haben könnte. Um die Handlung auf eine konkrete Frage zuzuspitzen: Wie verhält sich das ausländische Klientel, das nicht weiß, was mit ihm nach dem Brexit passiert?
Dabei kreiert die Autorin interessante Protagonisten: einen Obdachlosen, der als Informant für Sherlock arbeitet und dessen ersten Fall in einem Buch verewigt hat; einen jungen Wissenschaftler, der für seinen Erfolg alles tut, und eine Redakteurin der BBC, von der Watson spekuliert, ob sie für Sherlock mehr ist als eine Mitarbeiterin.
Sehr spannend finde ich das Verhältnis der Brüder Mycroft und Sherlock. Sie sind wie Feuer und Wasser. Eine Aussage Mycrofts auf die Frage, in welche Situation ihn Sherlock nun gebracht hat, beleuchtet diese Beziehung:

„...In die gleiche wie früher, wenn ich dein Spielzeug aufräumen und die Wohnung hinter dir wieder in Ordnung bringen musste. Bloß, dass die Wohnung jetzt England ist...“

Die Ermittlung im Fall der Obdachlosen führt schnell zu einer Teillösung. Sherlock findet heraus, wer für deren Tod verantwortlich war und welche Methode gewählt wurde. Der Täter lebt nicht mehr, und er muss Hintermänner gehabt haben, die ihn geschickt manipuliert haben. Die Suche danach benötigt Zeit. Welche Rolle spielt dabei das Internet. Sherlock stellt dazu eine interessante Frage:

„...Letzten Endes ist es reine Mengenlehre: Wer von denen, die da interagieren, kennt sich auch in der Realität?...“

Begeistert bin ich von Sherlocks logischen Schlussfolgerungen, seiner exakten Beobachtungsgabe und seinen ab und an durchblitzenden Humor. Andererseits gefällt mir an ihm weniger, dass er Watson wie eine Statisten behandelt, der da zu sein hat, wenn er ihn braucht. Erstaunlich, dass der sich das gefallen lässt.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Gern mehr davon!

Veröffentlicht am 06.03.2019

Sherlock Holmes vor dem aktuellen Thema Brexit

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Nachdem ich den BBC Sherlock gesehen habe bin ich von der Idee die historische Figur Sherlock Holmes in die Gegenwart zu versetzen sehr begeistert. Der Autorin gelingt dies – für meine Begriffe - in diesem ...

Nachdem ich den BBC Sherlock gesehen habe bin ich von der Idee die historische Figur Sherlock Holmes in die Gegenwart zu versetzen sehr begeistert. Der Autorin gelingt dies – für meine Begriffe - in diesem Buch sehr gut, wobei die „Messlatte“ bei diesen berühmten Vorbildern sehr hoch liegen dürfte, da wohl sehr rasch der Vergleich gezogen wird.
Sherlock ist gewohnt spitzfindig und ich mag seine Kombinationsgabe und sein Resümee zu noch so kleinen Details sehr! Mir geht es dabei wie Dr. Watson (der leider in dieser Geschichte leicht verärgert rüberkommt) und brauche die Erläuterungen zu Sherlocks Überlegungen. Aber auf diese Gedankenspiele muss man natürlich auch erst mal kommen!
Mehrere Obdachlose werden in London tot aufgefunden und es scheint, sie seien eines natürlichen Todes gestorben. Anfänglich kein interessanter Fall für Holmes, der sich lieber mit den sozialen Medien beschäftigt (und auch da setzt er sehr kreativ seine Fähigkeiten ein!)
Letztendlich macht er sich jedoch in die Spur und entdeckt Abscheuliches, woran der Brexit keinen geringen Anteil hat.
Die Auflösung ist für meine Begriffe eindeutig gelungen - damit ist es ein überaus stimmiges Ende und es bleiben keine Fragen offen! Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 27.02.2019

Sherlock Holmes in der Neuzeit!

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In dem Roman „Tödlicher Stoff“ ermitteln Sherlock Holmes und John Watson im neuzeitlichen London im Obdachlosenmillieu und das mit Hilfe von Facebook und Co.

Da ich ein großer Fan von Sherlock Holmes ...

In dem Roman „Tödlicher Stoff“ ermitteln Sherlock Holmes und John Watson im neuzeitlichen London im Obdachlosenmillieu und das mit Hilfe von Facebook und Co.

Da ich ein großer Fan von Sherlock Holmes bin, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist sicherlich keine leichte Aufgabe, eine Berühmtheit wie Sherlock neu zu erfinden und in einen ganz neuen Rahmen zu packen. Aber ich muss sagen, dass das der Autorin ziemlich gut gelungen ist. Man erkennt Sherlock Holmes Eigenarten gut wieder: Er ist sehr intelligent, neigt zu Extremen, hat Schwierigkeiten, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und hat wenig Verständnis dafür, dass andere nicht eine so rasche Auffassungsgabe haben oder ihm nicht folgen können. Viele seiner Handlungen kann man erst im Nachhinein verstehen. Dass Sherlock in diesem Roman recht modern ist und viel im Internet surft, um zu recherchieren, hat mir gut gefallen und war für mich sowohl ein wenig amüsant, aber auch authentisch. Auch die Streitereien mit seinem Bruder Mycroft haben mir gut gefallen.

John Watson war ein wenig anders als im Original, aber das hat mich nicht gestört. Er ist eine gute Ergänzung zum eher kühlen Sherlock und ist menschlicher und mitfühlender. Es scheint ihn dennoch ein wenig zu ärgern, dass Sherlock ihm so überlegen ist. Diese Version von John Watson fand ich dessen ungeachtet in sich stimmig und authentisch.

Den Fall fand ich absolut spannend und vielschichtig und die Auflösung hat mich sowohl überrascht als auch überzeugt. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und so hat mich dieses Buch wirklich gut unterhalten. Bei einer Fortsetzung wäre ich auf jeden Fall mit dabei!

Veröffentlicht am 27.02.2019

Modern

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Das Buch zeigt das modernes Ermittler-Team Holmes und Watson. Die beiden berühmten Detektive werden in die heutige Zeit (speziell England) katapultiert und das sorgt für den Leser als großes Amüsement. ...

Das Buch zeigt das modernes Ermittler-Team Holmes und Watson. Die beiden berühmten Detektive werden in die heutige Zeit (speziell England) katapultiert und das sorgt für den Leser als großes Amüsement. Sicher, man muss sich schon auf die Geschichte einlassen, denn allzu fantastische Fans werden hier vermutlich enttäuscht, aber ich fand die beiden Männer in diesem Buch toll, auch wenn sie charakterlich schon ein wenig vom Original abweichen. Das Buch ist eine tolle Unterhaltung und auch der Fall, an dem sie arbeiten, ist spannend und unterhaltsam. Dazu kommt ein schönes Cover und ein gelungener Schreibstil. Ich werde das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 20.02.2019

modernen Holmes

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Mit "Tödlicher Stoff" erschien bereits der zweite moderne Sherlock Holmes Krimi der deutschen Journalistin und Schriftstellerin Beate Baum.
Dabei greift sie die Figuren von Sherlock Holmes und seines Assistenten ...

Mit "Tödlicher Stoff" erschien bereits der zweite moderne Sherlock Holmes Krimi der deutschen Journalistin und Schriftstellerin Beate Baum.
Dabei greift sie die Figuren von Sherlock Holmes und seines Assistenten Dr. John Watson auf und transportiert diese in die moderne, gegenwärtige Zeit. Holmes Genie und die unglaubliche Kombinationsgabe bleiben dabei erhalten, die Art der Ermittlung ändert sich jedoch. In der Gegenwart spürt Holmes nicht mit Lupe, Kontrastpulver und Pinsel auf, sondern mithilfe von Facebook und Co.
In "Tödlicher Stoff" nimmt sich Holmes der unerklärlichen Todesfälle mehrerer Obdachlosen an. Dabei stösst er nicht nur auf einen Skandal im Bereich der Medikamententests, sondern unterstützt auch seinen Bruder Mycroft, welcher sich mit den Folgen des Brexit-Entscheids herumplagt.
Die relative kurze Geschichte (191 Seiten) liest sich flüssig und ist gut verständlich. Die Figuren entsprechen in vielen Punkten der Originalvorlage, wobei sie meines Erachtens hier schlechter wegkommen. Watson ist meist etwas übel gelaunt und ärgert sich fast ständig über Holmes. Dieses hingegen erscheint mehr als unhöflich und unsympathisch.
Der Plot wird zügig und linear vorangetrieben, unerwartete Wendungen sucht man vergebens.
Das Buch verspricht etwas Unterhaltung für 2-3 Stunden, der moderne Holmes kommt aber bei Weitem nicht an das Original heran.