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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2019

Gemütlicher Krimi aus den englischen Cotswolds

Cherringham - Folge 34
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Das Hörbuch „Cherringham – Das Rätsel von Brimley Manor“ ist Teil 34 einer Krimiserie, die in einer gemütlichen Kleinstadt in den englischen Cotswolds spielt und ins Genre Cosy Crime gehört.

Es ist das ...

Das Hörbuch „Cherringham – Das Rätsel von Brimley Manor“ ist Teil 34 einer Krimiserie, die in einer gemütlichen Kleinstadt in den englischen Cotswolds spielt und ins Genre Cosy Crime gehört.

Es ist das erste Hörbuch dieser Reihe, das ich gehört habe. Auch als Neueinsteiger kommt man sehr gut in die Geschichte und ist auch schnell vertraut mit den beiden Ermittlern. Die Stimme von Sabina Godec hat mir sehr gut gefallen, sie hat für mich perfekt zur gemütlichen Atmosphäre des Romans gepasst. Zusätzlich hat sie viele Passagen quasi mit einem Augenzwinkern gelesen und so die zum Teil sehr schrulligen Charaktere zum Leben erweckt.

Die Geschichte rund um das etwas eigentümliche Museum in Brimley Manor und die Angestellten, die alle irgendetwas zu verbergen haben, hat mir sehr gut gefallen. Die gemütliche Stimmung, die interessanten Charaktere und die Beschreibung der Örtlichkeiten haben das Hören zum einem Vergnügen gemacht. Es hat mir Spaß gemacht, das sympathische Ermittlerduo Sarah und Jack bei diesem Fall zu begleiten.

Dieser Roman ist auf jeden Fall ein Krimi der eher ruhigen, unblutigen Sorte und hat damit genau meinen Geschmack getroffen. Die Auflösung war schlüssig und passend und hat die Geschichte für mich perfekt abgerundet. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, noch weitere Hörbücher dieser Reihe zu hören. Für mich eine perfekte Unterhaltung für einen gemütlichen Abend oder für eine längere Autofahrt.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Ein ganz toller Roman - besonders für Katzenfans!

Die Katze im Lavendelfeld
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In dem Roman „Die Katze im Lavendelfeld“ von Hermien Stellmacher geht es um die Foodbloggerin Alice, deren Leben völlig aus den Fugen zu geraten scheint, aber die dennoch entschlossen ist, ihr Glück in ...

In dem Roman „Die Katze im Lavendelfeld“ von Hermien Stellmacher geht es um die Foodbloggerin Alice, deren Leben völlig aus den Fugen zu geraten scheint, aber die dennoch entschlossen ist, ihr Glück in der malerischen Provence zu machen.

So zauberhaft wie das Cover gestaltet ist, ist auch der gesamte Roman! Als Tierfreund bin ich durch das Cover und den Titel sofort aufmerksam geworden und es hat mir gut gefallen, dass die Katzen im Roman eine nicht zu unterschätzende Rolle erhalten haben und immer mal wieder in Erscheinung treten. An den Schilderungen ihrer Szenen merkt man, dass die Autorin wirklich Ahnung von Katzen hat – ich habe meine beiden Fellnasen oft wiederentdeckt.

Die Landschaftsbeschreibungen sind grandios; man fühlt sich wirklich in die Provence versetzt und kann beim Lesen fast den Lavendel riechen! Das sorgt für eine total schöne Urlaubsstimmung.

Die Charaktere sind alle sehr interessant und vielschichtig gestaltet und der Autorin gelingt es, auch so schwierige und traurige Themen wie die beginnende Demenz von Jeanine gekonnt und auf sehr einfühlsame Art und Weise zu schildern. Dabei wird der Roman niemals zu schwermütig oder melancholisch, sondern die Autorin versteht es meisterhaft, solche traurigen Momente mit der richtigen Dosis Humor wieder aufzufangen. Das gibt dem Roman sowohl Tiefgang als auch Leichtigkeit – eine perfekte Mischung. Ganz toll finde ich auch, dass Nebenfiguren wie der schrullige Immobilienmakler immer mal wieder auftauchen und den Roman bereichern!

Der Roman zeigt ganz klar, dass es im Leben etliche Schwierigkeiten und Rückschläge geben kann, dass man aber nie aufgeben sollte und dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen! Das Ende hat mir sehr gut gefallen; es war der perfekte Abschluss einer berührenden und unterhaltsamen Geschichte.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Vom Suchen und Finden des Glücks!

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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In dem Roman „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ von Kristina Günak geht es um Juli, die auf La Palma eine Auszeit nimmt und dabei nicht nur gute Freunde kennen lernt, sondern auch viel über sich selbst erfährt.

Das ...

In dem Roman „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ von Kristina Günak geht es um Juli, die auf La Palma eine Auszeit nimmt und dabei nicht nur gute Freunde kennen lernt, sondern auch viel über sich selbst erfährt.

Das war mein erster Roman der Autorin und ich muss gestehen, dass mich das Cover zunächst überhaupt nicht neugierig gemacht hat, ich finde es nicht sehr aussagekräftig. Allerdings hat die Beschreibung des Inhalts mein Interesse geweckt, gerade weil ich Romane liebe, in denen Tiere vorkommen. Und was soll ich sagen: Ich bin vom Roman nicht enttäuscht worden.

Ganz besonders toll hat mir der flüssige, lockere Schreibstil der Autorin gefallen. Hat man das Buch einmal zur Hand genommen, kann man es nur noch schwer aus der Hand legen. Der Humor der Autorin hat genau meinen Geschmack getroffen und ich musste mehr als einmal schmunzeln.

Die Protagonistin Juli ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine sehr einfühlsame junge Frau, die Menschen liebt und sich in jeden gut hineinversetzen kann. Auch ihre Tierliebe fand ich wahnsinnig sympathisch. Auch Quinn fand ich ziemlich gut gezeichnet. Ihn muss man etwas näher kennen lernen, um ihn zu verstehen. Das hat ihn sehr interessant gemacht.

Sehr beeindruckt hat mich, dass der Roman bei aller Leichtigkeit auch tragische Elemente enthält. Die Gratwanderung zwischen diesen Emotionen ist der Autorin sehr gut gelungen. So habe ich den Roman nicht nur als wirklich gute Unterhaltung empfunden, er hat mich auch zum Nachdenken gebracht, darüber wie schnell das Leben sich ändern kann und was wirklich im Leben zählt.

Was mir als Tierliebhaber überaus gut gefallen hat, war der große Anteil, den Tiere – insbesondere Hunde – an der Geschichte hatten. Bei den Beschreibungen kommt die große Tierliebe der Autorin gut zur Geltung; man merkt, dass sie wirklich Ahnung von Hunden hat.

Das Ende habe ich als sehr passend empfunden und es hat mir gut gefallen. Ein toller Abschluss eines beeindruckenden und schönen Romans! Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht das letzte Buch war, das ich von Kristina Günak gelesen habe.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Mord in den Dünen

Dünengeister
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In dem Kriminalroman „Dünengeister“ von Nina Ohlandt ermittelt Kommissar John Benthien in seinem 6. Fall zusammen mit seinem Team auf der Insel Sylt und stößt dabei nicht nur auf einen aktuellen Mordfall, ...

In dem Kriminalroman „Dünengeister“ von Nina Ohlandt ermittelt Kommissar John Benthien in seinem 6. Fall zusammen mit seinem Team auf der Insel Sylt und stößt dabei nicht nur auf einen aktuellen Mordfall, sondern auch auf ein uraltes Familiengeheimnis.

Dies ist mein erster Roman der Autorin, aber ich könnte mir vorstellen, dass es nicht mein letzter wird. Ich bin sehr gut in die Handlung gekommen und die Protagonisten waren mir schnell vertraut, obwohl ich sie nicht aus den vorigen Bänden gekannt habe. Die Ermittler sind mir sehr sympathisch und ich mag es, dass man auch privat etwas von ihnen erfährt, ohne dass das zu sehr von der eigentlichen Geschichte ablenkt.

Schon das Cover stimmt einen auf die Nordsee ein und auch während des Lesens habe ich mich an die See und auf die schöne Insel Sylt versetzt gefühlt. Ganz besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte den Leser auch in die Vergangenheit der Insel mitgenommen hat und dass man dadurch auch etwas über interessante geschichtliche Details kennen gelernt hat.

Die Protagonisten sind durchweg gut gezeichnet und besonders die Mitglieder der Familie Melander sind sehr interessant. Dabei sind sie nicht schwarz/weiß dargestellt, sondern haben viel Tiefe – wobei sich bei einigen sehr schnell Sympathie beziehungsweise Antipathie einstellt.

Der Schreibstil war sehr flüssig und die Handlung durchweg interessant, weswegen es ein Vergnügen war, es zu lesen. Besonders gut haben mir Formulierungen wie „Betüdelungssyndrom“ oder „Mischung aus Welpen- und Piratencharme“ gefallen.

Die Autorin hat im Laufe des Romans diverse falsche Fährten gelegt und die Auflösung wird dadurch umso spannender. Besonders gelungen fand ich die Anlehnung an die Romane von Agatha Christie, die sehr glaubwürdig rüberkam und dem Roman eine besondere Note verliehen hat. Die Auflösung fand ich sehr stimmig und gut entwickelt.

Das war ein ziemlich gelungener Roman über ein sehr sympathisches Ermittlerteam. Gern würde ich mehr von dieser Autorin lesen! Ein kleiner Cliffhanger verspricht zum Glück, dass es vermutlich ein Wiedersehen mit John Benthien und seinen Kollegen gibt.

Veröffentlicht am 09.03.2019

Ein Muss für jeden Fan von Sherlock Holmes!

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Im Roman „Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ ermittelt Arthur Conan Doyle höchstpersönlich in einem Mordfall und tritt damit in die Spuren seines berühmten Detektivs. Auch etwa hundert Jahre später ...

Im Roman „Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ ermittelt Arthur Conan Doyle höchstpersönlich in einem Mordfall und tritt damit in die Spuren seines berühmten Detektivs. Auch etwa hundert Jahre später laufen Ermittlungen, diesmal steht ein verschwundenes Tagebuch von Doyle im Mittelpunkt. Die Erzählung in zwei verschiedenen Zeitebenen ist dem Autor gut gelungen und der Roman ist Lesevergnügen pur – und das nicht nur für Fans des berühmten Detektives.

Bei dem Titel stand für mich definitiv fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich bin ein großer Fan von Sherlock Holmes und ich habe mir erhofft, durch dieses Buch seinen Erschaffer Arthur Conan Doyle näher kennen lernen. Und ich bin nicht enttäsucht worden. Der Autor hat es verstanden, das London der Zeit Doyles vor meinen Augen lebendig werden zu lassen. Man erfährt viel über den berühmten Autor und seine Zeitgenossen. Sogar die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst und der Schreibstil wirkt gehoben. Einige Wörter waren mir unbekannt und ich musste sie nachschlagen. Das hat mir alles wahnsinnig gut gefallen. Bei allem schreibt der Autor immer mit einem Augenzwinkern und einem herrlichen Sinn für Humor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Das trifft auch auf die Schilderungen der Gegenwart zu. Hier musste man sich mit den Protagonisten erst ein wenig anfreunden, aber das hat der Spannung und dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Besonders interessant fand ich die Einblicke in die "Baker Street Irregulars", einer Vereinigung von etwas exzentrischen aber hochmotivierten Sherlock-Fans.
Man wird auf mehrere falsche Fährten gelockt und verfolgt die Ermittlungen des Hobbydetektives Harold voller Spannung mit. Gut hat mir auch hier die sehr bildliche Sprache gefallen, wie z.B. bei Sätzen wie diesem: „Der Leichnahm von (…) lag da, wie Teig in den Teppich gedrückt.“

Die Verflechtung der beiden Handlungsstränge hat mir gut gefallen; die Auflösung und das Finale des Romans haben mir ziemlich gut gefallen und waren sehr stimmig. Der Epilog hat das Ganze noch schön abgerundet. Besonders gelungen fand ich die Nachbemerkungen des Autors über die „Collage aus belegter Wahrheit, wahrscheinlicher Wahrheit, möglicher Wahrheit und nachweislicher Falschheit“. Hier erfährt man, was im Roman Fiktion ist und was auf Fakten beruht. Dass man auf sehr kurzweilige Weise historische Fakten und Persönlichkeiten kennen lernt, fand ich besonders reizvoll an diesem Roman!

Mein Fazit: Ein sehr hochwertiger, unterhaltsamer Krimi, der auf sehr abwechslungsreiche Weise das London zur Zeit Arthur Conan Doyles zum Leben erweckt und der nicht nur etwas für Fans von Sherlock Holmes ist.