Cover-Bild Irmas Vormund
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7,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 220
  • Ersterscheinung: 17.03.2020
  • ISBN: 9783752898880
Bodo Krüger

Irmas Vormund

Eine Beziehungsgeschichte
Der Autor lebte bis zum 14. Lebensjahr auf einem Binnenschiff. Nach kurzer Schulzeit im Heim machte er eine kaufmännische Lehre und holte anschließend das Abitur nach. Er studierte Theologie und Philosophie und war bis zu seinem Ruhestand evangelischer Pastor.

In diesem Roman wird der Pastor und Vormund Arno Breslauer an einen länger geplanten und immer wieder aufgeschobenen Besuch bei seiner psychisch erkrankten Mutter erinnert, die schon seit Jahren in einer Klinik lebt. Der Brief der Stationsärztin kommt gerade in einer für den Pastor schwierigen Arbeitssituation. Nur oberflächlich vernarbte alte Wunden reißen beim Sohn wieder auf. Das wird zum Anlass für eine Reise durch das Leben der Mutter und zu den eigenen Wurzeln.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2022

Irmas Vormund

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Den ersten Teil, Simsons Planken, habe ich bereits gelesen und er endet damit, dass Bodo in einem Heim ist und endlich die Schule besuchen darf und kann, Inzwischen ist er Pastor, verheiratet und Vater ...

Den ersten Teil, Simsons Planken, habe ich bereits gelesen und er endet damit, dass Bodo in einem Heim ist und endlich die Schule besuchen darf und kann, Inzwischen ist er Pastor, verheiratet und Vater eine kleinen Sohnes. Da trifft plötzlich ein Brief der Nervenheilanstalt bei ihm ein, dass er doch einmal seine Mutter wieder besuchen soll, die seit Jahren dort ihr Leben verbringt. Bodo ist zu diesem Zeitpunkt beruflich sehr eingespannt und es vergeht wieder eine lange Zeit bis her sich endlich aufrafft, seine Mutter wieder zu sehen. Er schaut sich alte Fotos an. läßt sein Leben Revue passieren und dann haben wir auf Einblick in das Leben seiner Mutter. Die Kindheit war schwer und nicht glücklich, auch ihre Jugend war nicht frei von Schwierigkeiten und so lente sie den Schiffer kennen, den sie heiratete und auf seinen Kahn folgte. Die Mutter war hier total überfordert und wurde zur Alkoholikerin. Bodo besuchte schließlich seine Mutter und schloß mit ihre eine Art Frieden. Ein Buch, das sehr an die Substanz geht. Welch schwieriges und tristes Leben hatte die Mutter wie auch der Vater, sie konnten letztendlich ihrem Kind keine Liebe und Festigkeit geben. Ihc muß ehrlich gestehen, wie es der Junge geschafft hat, nicht auf die schiefe Bahn zu geraten, sondern sein Leben total in den Griff bekam und dann noch auf dem zweiten Bildungsweg ein Studium anfing und dieses auch beendet hat. Die 200 Seiten lesen sich sehr gut, jedcoh ich mußte beim Lesen immer wieder inhalten, so betroffen hat mich das Leben dieser Familie gemacht. Das Cover zeigt ein Schwarz-Weiß-Foto. Es zeigt den Autor als Kind und seine Mutter. Man denkt noch sehr lange über das Buch nach und kann ganz einfach nicht begreifen, wie tief manche Menschen sinken und dann keinen Ausweg mehr finden.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Ein tief bewegtes Leben

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Irmas Vormund ist ihr Sohn, Pastor Arno Breslauer. Er bekommt eines Tages einen Brief der Stationsärztin seiner Mutter, die ihn bittet doch ab und zu einmal einen Brief an seine Mutter zu schreiben, oder ...

Irmas Vormund ist ihr Sohn, Pastor Arno Breslauer. Er bekommt eines Tages einen Brief der Stationsärztin seiner Mutter, die ihn bittet doch ab und zu einmal einen Brief an seine Mutter zu schreiben, oder sie zu besuchen. Er weiß das hätte er schon lange tun sollen, aber immer wieder verschoben. In einem Brief an die Ärztin teilt er ihr seine Beweggründe mit.

Am Anfang tat ich mir etwas schwer mit den beschriebenen Personen. Familienvater, Pastor und Vormund sind ein und dieselbe Person. Für mich war der Erzählstil etwas befremdlich. Den fließenden, oft emotionalen Schreibstil hingegen fand ich sehr gut. Der Leser wird gepackt und leidet mit.

Arno Breslauer gleitet gedanklich in das Leben seiner Mutter ein. Sie hatte eine schwere Kindheit und einige Schicksalsschläge zu verkraften. Schließlich wurde sie physisch Krank und verbringt ihr restliches Leben in einem Pflegeheim. Auch die Kindheit von Breslauer war nicht einfach.Mit 14 wurde er vom Binnenschiff seiner Etern geholt und in einem Heim untergebracht. Er machte nach seiner Schulzeit eine kaufmännische Lehre und holte sein Abitur nach. Schließlich studierte er Theologie und Philosophie.

Der Briefaustausch mit der Ärztin seiner Mutter sind sehr bewegend und lassen tief in die Seele eines Menschen blicken.

Ein sehr emotionales Buch, das noch lange nachklingt. Man liest es nicht einfach so nebenbei, sondern schwelgt in Gedanken oft weg.

Ich gebe gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Sehr viel Dramatik!

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Über LOVELYBOOKS durfte ich das Buch " Irmas Vormund " testlesen.
Autor : Bodo Krüger

Handlung :
Der Autor lebte bis zum 14. Lebensjahr auf einem Binnenschiff. Nach kurzer Schulzeit im Heim machte ...

Über LOVELYBOOKS durfte ich das Buch " Irmas Vormund " testlesen.
Autor : Bodo Krüger

Handlung :
Der Autor lebte bis zum 14. Lebensjahr auf einem Binnenschiff. Nach kurzer Schulzeit im Heim machte er eine kaufmännische Lehre und holte anschließend das Abitur nach. Er studierte Theologie und Philosophie und war bis zu seinem Ruhestand evangelischer Pastor.

In diesem Roman wird der Pastor und Vormund Arno Breslauer an einen länger geplanten und immer wieder aufgeschobenen Besuch bei seiner psychisch erkrankten Mutter erinnert, die schon seit Jahren in einer Klinik lebt. Der Brief der Stationsärztin kommt gerade in einer für den Pastor schwierigen Arbeitssituation. Nur oberflächlich vernarbte alte Wunden reißen beim Sohn wieder auf. Das wird zum Anlass für eine Reise durch das Leben der Mutter und zu den eigenen Wurzeln.

Mein Fazit :
Schon nach den ersten Seiten war ich tief berührt von der Geschichte des Pastors Arno Breslauer. Er hat ein schweres Leben hinter sich: die Eltern Alkoholiker, seine Mutter Irma ist noch dazu an Schizophrenie erkrankt. Sie lebt jetzt in einer Anstalt und das alles hat sein Leben geprägt. Heute ist er Pastor und der Vormund seiner Mutter Irma......

Ich selbst arbeite in der Altenpflege als Fachkraft und habe in meiner Tour Patienten mit psychischen Erkrankungen, auch Schizophrenie. Die Betroffenen leiden phasenweise unter massiven Veränderungen ihrer Gedanken, Gefühle und ihrer Persönlichkeit. Die Krankheit kann mit Wahnvorstellungen einhergehen, die Patienten fühlen sich dann von anderen bedroht , schlagen um sich oder gehen auf andere Menschen ohne Grund los. Eine sehr schlimme Erkrankung und nicht einfach für die Patienten und ihre Angehörigen zu begreifen.

Als der bewegende Brief der Ärztin Dr. Meyer - Schwarzberger ihn erreicht und ihn um einen Besuch bittet, reißen bei Hr. Breslauer alte Wunden auf. Lange ringt er mit sich und schreibt der Ärztin einen sehr emotionalen Brief . Er versucht seine Beweggründe zu erläutern , warum er die Mutter nicht besuchen kann. Und auf Grund seiner Lebensgeschichte für mich voll nachvollziehbar. Spätestens da sind bei mir die Tränen geflossen. Der Brief geht dermaßen ans Herz , daß ich mich nicht mehr halten konnte und weinen mußte.

Der Schreibstil des Autors ist einfach und flüssig geschrieben, vorallem der Briefkontakt zwischen dem Pastor und der Ärztin ist sehr bewegend. Die Story ist sehr autentisch beschrieben , man fühlt sich sofort gefangen und möchte nicht aufhören zu lesen.

In seiner Nachtbereitschaft erinnert sich der Pastor an sein bewegtes , trauriges Leben und ich verspreche euch, es wird sehr emotional und sehr bewegend. Wir lernen Irma und ihre Lebensgeschichte kennen, wie sie den zeitigen Tod ihrer Mutter und ihres Bruders verkraften mußte.......Ihr Leben als Frau und Mutter , bis hin zu ihrer Erkrankung......

Der Autor nimmt uns mit auf eine sehr emotionale Reise in die Tiefen eines Familiendramas , was die Leser mit Sicherheit tief im Herzen berühren wird. Das Ende ist sehr traurig und auf jeden Fall anders wie ich erwartet habe.

Mich hat das Buch sehr berührt und von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.02.2022

Eindringlich und ungewöhnlich

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„Irmas Vormund“ ist in mehrerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Buch. Dies beginnt schon mit der Thematik – Arno Breslauer ist Vormund seiner psychisch erkrankten Mutter Irma und ringt in diesem autobiographisch ...

„Irmas Vormund“ ist in mehrerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Buch. Dies beginnt schon mit der Thematik – Arno Breslauer ist Vormund seiner psychisch erkrankten Mutter Irma und ringt in diesem autobiographisch geprägten Roman sowohl mit sich selbst wie auch mit der Beziehung zu seiner Mutter. Eine schwierige, schmerzliche Situation, die kontemplativ beleuchtet wird. Der Autor verknüpft einige Tage einer ohnehin schwierigen Lebensphase Arno Breslauers mit dessen Betrachtungen der Familiengeschichte, seiner Spurensuche.
Auch der Schreibstil weist Ungewöhnlichkeiten auf, zum einen durch die innere Distanz, die sich allmählich auflöst, zum anderen durch den Stil selbst. Die innere Wandlung von Distanz zur Innigkeit ist faszinierend, wir sind bei dieser emotionalen Reise dabei und sie wird anschaulich geschildert. Man merkt die Tiefe der Gedanken und Gefühle. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und hat mich nur teilweise überzeugt. Viele Formulierungen sind unbeholfen, die Angewohnheit, Teilsätze als Einzelsätze zu schreiben, irritierte mich häufig. Generell hätte m.E. ein Lektorat nicht geschadet. Andererseits finden sich aber auch ganz wundervolle Formulierungen und Sätze von solch emotionaler Wucht und Schönheit, daß ich sie mehrmals las. Insgesamt sticht der Schreibstil also schon durch diese Mischung heraus.
Die Familiengeschichte geht einige Generationen zurück und liest sich faszinierend. Es finden sich hier zahlreiche ungewöhnliche Ereignisse, die selbst schon Material für einen Roman ergeben würden. Sie sind leider etwas knapp geschildert, manche Fragen bleiben offen und vieles hätte ich gerne wesentlich ausführlicher gelesen, dies liegt aber, wie im Buch erwähnt wird, schlichtweg an fehlenden Informationen und ist nicht zu ändern. Das, was hier berichtet wird, ist jedenfalls vielseitig und lesenswert.
Die Lebenssituation Breslauers wird dafür ausgesprochen detailliert geschildert. Mir wurde die minutiöse Darstellung alltäglicher Details, bis hin zur Beschreibung der Mahlzeiten, oft zu viel, hier hätte einiges weggelassen werden können, was die Wirkung eher verstärkt hätte. Interessant sind die Einblicke in den Berufsalltag eines Pastors.
Ein wirklich bedauerliches – und leicht vermeidbares – Manko sind die zahlreichen Zeichensetzungs-, Formatierungs- und Tipp- bzw. Rechtschreibfehler. Der Buchsatz irritiert beim Lesen durch fast ständiges Zerschießen des Blocksatzes in der vorletzten Absatzzeile sowie Wortabstandsfehler und auch die willkürliche anmutende Zeichensetzung trübte mein Lesevergnügen ganz erheblich. Das ist gerade angesichts des lesenswerten Inhalts bedauerlich, hier sollte dringend nachgebessert werden.
Die Beziehung zwischen Breslauer und seiner Mutter berührt außerordentlich. Mit wohlgesetzten Worten wird deutlich gemacht, welche Verantwortung schon auf dem Kind ruhte, wie sehr alle Familienmitglieder unter der Krankheit Irmas litten und wie sehr sie auf sich allein gestellt waren. Bei der Beschreibung einer Spielszene aus der Kindheit schneidet ein Satz wie „Dann rannte der spätere Vormund auf seine Kind-Mutter zu“ ganz tief ins Herz, weil er die eigentlich so fröhliche Situation schon mit dem Schatten überlagert, der bald auf die Familie fallen wird. Auch Ausdrücke wie „Der kleine Vormund“ sagen sehr viel. Die Geschichte Irmas und Arnos berührt, macht traurig, zeigt aber auch Positives auf. Die philosophischen und religiösen Betrachtungen haben Tiefe und die innere Reise Breslauers verdient Bewunderung.

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