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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2019

Ein Krimi mit Gefühl

Winteraustern
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"Winteraustern" von Alexander Oetker ist ein Krimi in dem Luc Verlains zum 3.mal ermittelt.

Luc kehrt seit 15 Jahren aus Paris nach Hause in seine Heimtstadt. Sein Vater ist schwerkrank und er möchte ...

"Winteraustern" von Alexander Oetker ist ein Krimi in dem Luc Verlains zum 3.mal ermittelt.

Luc kehrt seit 15 Jahren aus Paris nach Hause in seine Heimtstadt. Sein Vater ist schwerkrank und er möchte die verbleibende Zeit mit ihm verbringen. Kurz vor Weihnachten möchte er mit ihm einen Sonnenaufgang auf dem Meer erleben. Als früherer Austernzüchter hat er eine leidenschaftliche Verbindung zum Meer und den Austernbänken vor Arcochon. Als sie einen verlassenen Austernfischer auf einer Sandbank entdecken, ahnt Luc noch nicht welch großer Fall ihm bevorsteht, denn es gibt da auch noch zwei tote junge Männer.

Für mich war es das erste Buch des Autoren. Frankreich-Krimis sind eigentlich nicht so mein Fall, da ich der französischen Sprache nicht mächtig bin und ich immer denke ich verlieren den Faden. Dies war hier nicht so. Die Protagonisten mit ihren fremden Namen gingen gleich in Fleisch und Blut über. Sie waren authentisch und sympathisch. Man konnte sich bildlich in die Landschaft versetzen und war dadurch mitten drin. Kurze Kapitel erhöhten den Lesefluß, allerdings plätscherte die Geschichte manchmal nur so vor sich hin, sodaß der eigentliche Mordfall etwas in den Hintergrund geriet.
Das Ende war für mich überraschend. Im Prolog wurde man auf den nächsten Fall vorbereitet, der sich allerdings, so scheint es, sich mehr um das private Leben von Luc handelt.
Für mich war das ein Kriminalroman, der mich sehr gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Bin begeistert

Von Oma mit Liebe
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"Von Oma mit Liebe" ein Backbuch mit den besten Kuchentratsch-Rezepten von Katharina Mayer.

Schon wieder ein Backbuch mit Oma-Rezepten, so war mein erster Gedanke. Aber alleine schon das ansprechende ...

"Von Oma mit Liebe" ein Backbuch mit den besten Kuchentratsch-Rezepten von Katharina Mayer.

Schon wieder ein Backbuch mit Oma-Rezepten, so war mein erster Gedanke. Aber alleine schon das ansprechende Cover und das schöne Innenleben ist es wert einen Blick hinein zu werfen.
Gleich zu Anfang lernen wir die Kuchenbäcker anhand eines Bildes kennen, das fand ich schonmal eine tolle Einführung, außerdem sieht man bei jedem Rezept wer diese leckeren Kuchen gebacken hat.
Eine Bandbreite verschiedenster Rezepte lernen wir kennen, ob es nun der klassische Marmorkuchen, raffinierte Torten oder ganz zeitgemäß mit modernen Zutaten wie Soja oder der Kuchen vegan ist. Genaue Angaben der Zubereitung und Zeitaufwand werden verständlich beschrieben. Sicherlich findet Jeder seine Rezepte zum Nachbacken. Untermalt wird das ganze mit nützlichen Tipps der Senioren, die im Inneren des Buches auch durch einige Interwievs das ganze auflockern.
Ein wunderbar modern gestaltetes Backbuch das ich sehr gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Spannend

Knotenstricker
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Ein einfaches Cover das die Autorin Hanna Miller da ausgewählt hat, dazu ein Titel unter dem ich mir nichts vorstellen konnte.

Annrose Pfeifer möchte mit ihrem Mann unbeschwerte Tage in ihrem neu erworbenen ...

Ein einfaches Cover das die Autorin Hanna Miller da ausgewählt hat, dazu ein Titel unter dem ich mir nichts vorstellen konnte.

Annrose Pfeifer möchte mit ihrem Mann unbeschwerte Tage in ihrem neu erworbenen Charlet in Südfrankreich verbringen. Um einige Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen möchte sie sich mit ihrem Kollegen in der Nähe einer Jagdhütte treffen. Doch der Tripp endet im Entsetzen, als ihr Mann plötzlich erschossen wird. Zuständig für die Klärung des Falls ist Kommissar Claret und vermutet das die Drogenmafia dahinter steckt.

Unter dem Titel Knotenstricker konnte ich mir nichts vorstellen und ging mit Neugier an das Buch heran. Nach anfänglich langsam aufgebauter Spannung wurde die Storie interessant. Die Charaktere sind sympathisch und kommen glaubhaft rüber. Die Kapitel sind nicht zu lang und man kommt in einen angenehmen Lesefluß. Die Gschichte zieht sich über mehrere Jahre hin, sodaß immer wieder Neues hinzu kommt. Der Leser lernt menschliche Abgründe kennen und leidet mit der Protagonistin mit.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich fühlte mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 05.11.2019

Sehr bewegend

Das Barackenmädchen
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An ihrem 90. Geburtstag erzählt Helene ihrer drängenden Enkelin ihre Geschichte, als sie mit ihrer Familie aus der beschaulichen Heimatstadt Brünn, in der heutigen Tschechei vertrieben wurde und alles ...

An ihrem 90. Geburtstag erzählt Helene ihrer drängenden Enkelin ihre Geschichte, als sie mit ihrer Familie aus der beschaulichen Heimatstadt Brünn, in der heutigen Tschechei vertrieben wurde und alles zurück lassen mußte.

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges werden die Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben und ihr Hab und Gut wird ihnen enteignet. Der Hass auf die Nazis ist so groß, das auch Alte, Frauen und Kinder dafür Verantwortlich gemacht werden.

Helene muß ihre große Liebe Jan, einen Tschechen, verlassen um ihrem Vater im Arbeitslager ein besseres Dasein zu ermöglichen. Eine schreckliche Odysse beginnt.

Der Autor Peter Mainka berichtet in diesem Roman über das Schicksal der Heimatvertriebenen aus dem 2.Weltkrieg. Helene, die Hauptprotagonistin durchlebt mit ihrer Familie dieses schlimme Schicksal und ist ihr Leben lang damit belastet. Sie ist eine starke junge Frau, die an die Grenzen ihres Lebens gerät. Peter Mainka schildert die Ereignisse so detailiert, als wäre man selbst mitten drin und der Leser fühlt mit und ist betroffen. Ein Thema das immer wieder bestürzt und nachdenklich macht, in einem Roman verpackt, bei dem man nicht aufhören kann weiter zu lesen. Ein sehr flüssiger Schreibstil, mit kurzen Kapiteln, die den Lesefluß beschleunigen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da meine Großeltern und Eltern von diesem Schicksal auch betroffen waren, konnte ich deren Leidensweg durch dieses Buch, nachvollziehen

Eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl von mir.


Veröffentlicht am 25.10.2019

Der Krieg macht vor Niemanden halt

Der Kinderzug
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Nach "Kaltenbruch"der zweite Roman der Autorin Michaela Küpper.

Im Jahre 1943 erreicht der Krieg Essen und man will die Kinder in Sicherheit bringen. Sie werden mit ihren Lehrern an einen sicheren Ort ...

Nach "Kaltenbruch"der zweite Roman der Autorin Michaela Küpper.

Im Jahre 1943 erreicht der Krieg Essen und man will die Kinder in Sicherheit bringen. Sie werden mit ihren Lehrern an einen sicheren Ort verschickt. Mit ihrer Lehrerin Barbara Salzmann und Dr. Ritter, der seine Familie dabei hat, landen sie auf Usedom. Dort fühlen sie sich erst mal wohl und es fehlt an nichts. Bis auch das gemütliche Heim geräumt werden muß. Für die Kinder und Lehrer beginnt eine Odysse, die der Nationalsozialissmus mit sich bringt.

Es wird hier ein bislang wenig bekanntes Thema der Kinderlandverschickung behandelt. Man kann sich denken welche Wunden diese Zeit auf den Seelen der Menschen hinterlassen hat.

Die Protagonisten sind authentisch und glaubhaft. Der klare Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluß. Anfangs noch ist die Geschichte von leichter Kost. Aber immer mehr spürt man förmlich wie belastend die Situation wird. Die Hauptprotagonistin Barbara muß förmlich über ihre Grenzen gehen, wenn sie den Kindern die erschütternden Briefe von zuhause vorlesen muß.

Michaela Küpper beweist durch ihre hervorragenden Recherchen, das sie zu den Großen der anspruchsvollen Literatur gehört. Dieser Roman liest sich nicht nur so einfach mal durch, sondern hinterläßt einen nachdenklichen, betübten Leser.