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Veröffentlicht am 13.01.2021

Gute Storie, leider kein Thriller

Der Bewohner
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Von der Polizei verfolgt flieht Thomas Brogan und findet in einem verlassenem Reihenhaus Unterschlupf. Auf seiner Erkundungstour stellt er fest das die Dachböden der angrenzenden Häuser miteinander ohne ...

Von der Polizei verfolgt flieht Thomas Brogan und findet in einem verlassenem Reihenhaus Unterschlupf. Auf seiner Erkundungstour stellt er fest das die Dachböden der angrenzenden Häuser miteinander ohne Trennwände verbunden sind. Für Brogan Überlebenswichtig, denn so kann er sich erst einmal versorgen. Colette spielt da eine ganz große Rolle in seinem Leben, vom Dachboden kann er genau in das Schlafzimmer blicken.

Der Bewohner von David Jackson wird als Thriller angekündigt. Das empfand ich leider gar nicht so. Für mich eher ein Softthriller. Die Storie wird aus der Perspektive des Serienkillers geschildert. Anfänglich war ich irritiert, da sich der Protagonist immer mit seinem zweiten Ich unterhält. Da habe ich mit mir gerungen das Buch aus der Hand zu legen, das empfand ich als nervig, aber der leichte Spannungsbogen machte mich dann doch neugierig wie die Geschichte ausgeht. Den Schreibstil ansich fand ich fließend und die Storie gut. Leider für einen Thriller einen zu sachten Spannungsbogen. Klar und deutlich wird hier die Persönlichkeitsspaltung dargestellt und manchmal könnte man sogar Mitleid empfinden wenn man in die Vergangenheit des Killers sieht. Angezogen hat der Thriller auf den letzten 30 Seiten, wo das Lesen dann richtig spass gemacht hat und der Serienkiller seinem Ruf alle "Ehre" macht. Schade, denn die Spannung dieses Endspurtes hätte ich mir schon viel früher gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Durchaus möglich

Sterbewohl
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Olivia Monti beschreibt in ihrem Kriminalroman "Sterbewohl" eine Situation die gar nicht mal so unreal sein könnte.

Es gibt keine Demokratie mehr in Deutschlan. Der Staat hat kein Geld mehr und Menschen ...

Olivia Monti beschreibt in ihrem Kriminalroman "Sterbewohl" eine Situation die gar nicht mal so unreal sein könnte.

Es gibt keine Demokratie mehr in Deutschlan. Der Staat hat kein Geld mehr und Menschen die dazu nichts mehr beitragen können, die Lage zu verbessern möchte man auf eine saubere weise derManipulation loswerden.

Anna, Max, Fred und Nagja werden in das Luxushotel Paradies auf der Insel Fehmarn eingeladen, um dort an einem Seminar teilzunehmen, wie ich den Staat entlasten kann und die Pille Sterbewohl aus Überzeugung nehme. Die Einnahme der Pille ist freiwillig, die vier Rentner sind skeptisch.

Ein außergewöhnliches Cover, das schon erahnen läßt, hier kommt Spannung auf.

Der fließende, schnörkellose Schreibstil erzeugt einen Lesefluß, bei dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.*

Wenn mn hinter den Zeilen liest, könnte so etwas durchaus möglich werden. Natürlich mag man daran gar nicht denken, aber wie beeinflußbar ist doch die Menschheit. Da werden Vergleiche mit Hitler gezogen und wenn man an so manche Diktatur auf dieser Welt denk, könnte das durchaus möglich werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2020

Amsterdam im Aufbau

Krone der Welt
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Der Roman beginnt im Jahre 1585, wo Antwerpen von den Spaniern belagert wird. Es gelangen keine Güter mehr in die Stadt und das Leben ist besonders hart. Da gelingt einigen Bewohnern die Flucht über den ...

Der Roman beginnt im Jahre 1585, wo Antwerpen von den Spaniern belagert wird. Es gelangen keine Güter mehr in die Stadt und das Leben ist besonders hart. Da gelingt einigen Bewohnern die Flucht über den Seeweg, darunter auch die Geschwister Vincenz, Ruben und Betje mit ihrem Vater. Es verschlägt sie nach Amsterdam wo jeder der drei Geschwister seinen steinigenWeg gehen muß.

Sabine Weiß hat mit ihrem Roman "Krone der Welt" ein großes Werk erschaffen. Ein hilfreiches Personenverzeichnis mit gekennzeichneten historischen Persönlichkeiten, sowie ein umfangreiches Glossar erleichtern dem Leser das Zurechtfinden.
Ein angenehm verständlicher Schreibstil und charakterlich glaubhaften Protagonisten lassen den Leser durch das Buch gleiten, daß immerhin 679 Seiten bietet.
Am Anfang waren mir allerdings die Handlungen um Krieg und Politik etwas zuviel. Auch hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht das über Ruben und Betje mehr eingegangen würde. Ganz deutlich spürt man die Auseinandersetzungen zwischen Katoliken und Calvinisten. Beeindruckend die Geschichte um den Ausbau Amsterdams, als wäre man mittendrin.
Der Schluß läßt einiges offen, sodaß ich mir durchaus vorstellen könnte, daß eine Fortsetzung folg.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Berührend

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder
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Kinderklinik Weißensee von der Autorin Antonia Blum beschreibt unter dem Titel "Zeit der Wunder" vortrefflich was Wesentliche des Buches.

Nach einem schweren Schock, wie sie ihre Mutter verlieren, haben ...

Kinderklinik Weißensee von der Autorin Antonia Blum beschreibt unter dem Titel "Zeit der Wunder" vortrefflich was Wesentliche des Buches.

Nach einem schweren Schock, wie sie ihre Mutter verlieren, haben die Schwestern Marlene und Emma doch noch Glück als sie im Waisenhaus Zuflucht finden. Schnell kristalisiert sich heraus, das sie als Kinderkrankenschwestern ihr Leben verschrieben haben. Wobei Marlene sich strebsamerweise als Ärztin sieht. Ein steiniger Weg beginnt.

Mich hat schon alleine das hinreisende Cover angezogen. Ein kleiner Junge blickt sehnsüchtig auf ein beschützendes Gebäude.
Die Autorin hat einen feinfühligen Schreibstil und hat mich emotional genau getroffen.
Wie schwer kann das Schicksal mit Kindern umgehen und doch schlagen sie sich durch und man fühlt wie stark sich der Mensch entwickeln kann. Die Charaktere der Protagonisten kommen glaubhaft rüber und in keinster Weise schnulzig. Man erlebt die Kinderschuhe der heutigen Medizin, wie wichtig ist Sauberkeit und Hygiene. Auch kommt die Dramatik der Liebe nicht zu kurz. Der Leser leidet mit und es kommt immer wieder zum hoch wie geteilt doch der Stammesdünkel war. Freud und Leid liegen beieinander und zum Schluß erfährt man Blut ist doch dicker als Wasser.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergeb sehr gerne 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2020

Schrei nach Vergeltung

Der Krieger des Herrn
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"Der Krieger des Herrn" von Tom Melley ist der 1. Band der Templer-Reihe und Vorgeschichte des zweiten Bandes "Die Gebote des Templers"
Die Geschichte beginnr im Jahre 1190 in Sachsen. Walter von Westereck ...

"Der Krieger des Herrn" von Tom Melley ist der 1. Band der Templer-Reihe und Vorgeschichte des zweiten Bandes "Die Gebote des Templers"
Die Geschichte beginnr im Jahre 1190 in Sachsen. Walter von Westereck wird behütet im Kloster erzogen. Danach wird er auf dem Rittergut seines Vaters zum Knappen ausgebildet. Der Erzfeind seiner Familie Konrad von Lauenau bestreitet ein Ritterturnier und Walter muß unfreiwillig teilnehmen. Dort lernt er die bezaubernde Tochter Jolande kennen, die ihn bittet sie aus den Fängen ihres Halbbruders zu befreien. Er glaubt ihr nicht und reist wieder ab. In der Zwischenzeit hat ihr Halbbruder Wilfried , Walters zuhause Burg Westereck in Schutt und Asche gelegt und seinen Vater kaltblütig ermordet. Walter schwört Rache und verfolgt Wilfried und Jolande, die der Blutschande und Sippenmordes verurteilt, ins Heilige Land ziehen sollen um sich ihrer Sünden rein zu waschen.

Meine Meinung:
Sehr glaubhafte Protagonisten. Walter ist ein wohlerzogener Junge mit anfänglichem Schalk im Nacken. Er nimmt sein Ritterdasein sehr ernst. Hingegen kommt Wilfried gnadenlos unsympathisch rüber. Es wirken viele Protagonisten mit, aber der Leser verliert in keinster Weise den Überblick. Mit den eigearbeiteten Gedankengängen der Protagonisten hat mich Tom Melley immer wieder begeistern können. Sie sind spannend und amysant und lockern das Geschehene etwas auf. Die derbe Sprachwahl passt hervorragend in das Mileu und ist keinesfalls anrüchig. Bei den Ritterturnieren und Schlachten ist man mittendrin und kann sich bildlich in das Mittelalter versetzen.
In diesem Roman findet sich alles wieder, Freundschaft, Hass, Liebe, tiefer Glaube und Schmerz. Langsam baut sich der Spannungsbogen auf und man fiebert mit den Protagonisten mit.
Der Schluß war überraschend und macht Lust auf den Nachfolgeband.
Die hervorragende Recherche machen aus fiktiven und gelebten Personen einen abgerundeten Roman.
Am Ende befindet sich ein Glossar, das verschiedene Begriffe aus dem Buch erleutert. Unbedingt lesen sollte man den nachfolgenden spannenden Personenindex und das Nachwort.
Alles in Allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und mich von Anfang an in den Bann gezogen************************

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere