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Veröffentlicht am 16.08.2019

Otto der Patriarch

Otto
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"OTTO" von Dana von Suffrin ist ein Roman über einen pensionierten Ingenieur, der als Patriarch über seine Familie, auch noch als Pflegefall, herrscht.

Immer wieder verlangt er nach seinen Töchtern Timna ...

"OTTO" von Dana von Suffrin ist ein Roman über einen pensionierten Ingenieur, der als Patriarch über seine Familie, auch noch als Pflegefall, herrscht.

Immer wieder verlangt er nach seinen Töchtern Timna und Barbi, die so schnell als möglich seiner Bitte nachkommen, oder soll man sagen seinem Befehl. Denn Otto ist nicht einfach, als Jude hat er einiges durchgemacht. In seinen Augen kümmert sich keiner um ihn und das stellt die Familie vor einige Harausforderungen. Er bittet seine Tochter Timna ein Buch über seine Lebensgeschichte zu schreiben.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Timna erzählt. Der Schreibstil ist etwas holprig und verlangt Aufmerksamkeit, sodas für mich kein richtiger Lesefluß entstand. Das hängt aber auch mit der Sprache der Siebenbürgen zusammen, die Otto begleitet. Skurril und manchmal humorvoll. Immer wieder tauchen Anekdoten auf, die nichts Neues bringen und oft zeitlich etwas durcheinander geraten sind.

Das Buch ist schön gestaltet, das Cover einfach aber sehr ansprechend.
Leider hat es aber meine Erwartungen nicht erfüllt.

Veröffentlicht am 16.08.2019

Leider nichts für mich

Blutsbande
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"Blutsbande" von Carin Gerhardsen ist der 6. Fall für Kommisar Sjöberg.

Lillemor und ihr Bruder müssen in ihrer Kindheit mit ansehen wie ihre Mutter bei einem tragischen Unfall ertrunken ist. Ihre Tante ...

"Blutsbande" von Carin Gerhardsen ist der 6. Fall für Kommisar Sjöberg.

Lillemor und ihr Bruder müssen in ihrer Kindheit mit ansehen wie ihre Mutter bei einem tragischen Unfall ertrunken ist. Ihre Tante nimmt sich ihrer an.
Jahre später werden in Stockholm immer wieder tote Katzen gefunden, die anscheined ertränkt wurden. Als eine Psychologin ermordet wird konzentriert sich das Team auf diesen Fall. Bald steht fest, das die Katzenmorde etwas damit zu tun haben.

Den Einstieg fand ich sehr spannend und habe mich auf das weitere Lesen gefreut, wurde aber enttäuscht. Verwirrt haben mich die vielen Protagonisten, mal mit Vornamen, mal mit Nachnamen in die Geschichte eingebracht. Oft konnte ich keine Zusammenhänge feststellen. Immer wieder versucht die Autorin den Leser auf eine neue Spur zu führen, was für mich keine Sinn ergab. Die Zeitsprünge taten dann auch noch ihr Übriges dazu.
Der Schreibstil ist klar und flüssig, dennoch habe ich mich durch das Buch gequölt.
Schade, hatte mehr erhofft, vielleicht sollte man vorher den einen oder anderen Band lesen und kommt somit besser klar.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Ewiger Hass

Nichts wird dir bleiben
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"Nichts wird dir bleiben" ist der neue Psychothriller von Christian Kraus.

Der Psychoanalytiker Thomas Kern muss mit ansehen wie sich seine junge Patientin in den Tod stürzt. Damit beginnt ein Albtraum ...

"Nichts wird dir bleiben" ist der neue Psychothriller von Christian Kraus.

Der Psychoanalytiker Thomas Kern muss mit ansehen wie sich seine junge Patientin in den Tod stürzt. Damit beginnt ein Albtraum für den Arzt. Er wird beschuldigt junge Mädchen missbraucht zu haben, als Beweis gilt sein Computer. Seine Familie und Freunde wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Dann meldet sich der Privatdetektiv Goldmann bei ihm und der Stein kommt ins Rollen.

Christian Kraus, selbst Psychiater, weiß wie man den Leser von Anfang an packt. Sein Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Man kann sich bildlich in die Situation einfinden.
Die Protagonisten kommen glaubhaft rüber und der Autor versteht es keine unnötigen Nebensächlichkeiten aufkommen zu lassen.
Seine verschiedene Gedankengänge finden sich langsam zu einem Ganzen zusammen, sodaß der Spannungsbogen konstant auf hohem Niveau bleibt.
Christian Kraus hat sich mit seinem dritten Psychothriller ganz oben in der Reihe der besten Autoren für mich eingereiht.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Konnte mich leider nicht überzeugen

Im Schatten des Schleiers
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Alleine schon des Covers wegen habe ich mich auf das Buch gefreut. Diese schönen Augen lassen einen nicht mehr los.
Maryam Heidari Abwazi schreibt in ihrem Buch " Im Schatten des Schleiers" über ihr Leben ...

Alleine schon des Covers wegen habe ich mich auf das Buch gefreut. Diese schönen Augen lassen einen nicht mehr los.
Maryam Heidari Abwazi schreibt in ihrem Buch " Im Schatten des Schleiers" über ihr Leben im Iran und wie sie entkommen kann.
In drei Teilen unterteilt erfahren wir wie Maryams Kindheit verlief. Ein Leben voller unterdrückung und Angst. Als Ahwasi geborene hat man keinerlei Recht im Iran und als Frau/Mädchen sowieso nicht.
Maryam lernt den christlichen Glaube kennen und und findet heimlich Halt darin. Sogar vor ihrem Ehemann muß sie ihren Glauben verheimlichen um ihn zu schützen.
Sie wird verhaftet und verbringt eine schreckliche Zeit im Gefängnis.
Sie flieht aus ihrer Heimat und findet schließlich in Duisburg eine neue Bleibe.

Da ich sehr gerne Erfahrungsberichte lese, war ich jedoch etwas enttäuscht von dem Buch.
Die kurzen, mitunter gedankenlosen Sätze habe ich oft nicht zuordnen können. Es fehlte an Emotion, die ich erwartet hatte von so einem Buch.
Die kurzen Kapitel hatten ihr Gutes, da man das Buch leicht aus der Hand legen konnte. Allerdings kam ich dadurch auch langsam voran.
Mir war der Abschnitt wie sie zum christlichen Glauben kam viel zu lang. Die Beschreibung der Fluch hingegen widerum zu kurz.

Leider hatte ich viel mehr erwartet und kann daher nur 2 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Zwei verschiedene Welten

So schöne Lügen
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"So schöne Lügen" von Tara Isabella Burton ist ein Roman bei dem man in die Welt der Reichen und Schönen eintaucht.

Louisa, 29 Jahre, möchte eigentlich Schriftstellerin sein. Doch bisweilen schlägt sie ...

"So schöne Lügen" von Tara Isabella Burton ist ein Roman bei dem man in die Welt der Reichen und Schönen eintaucht.

Louisa, 29 Jahre, möchte eigentlich Schriftstellerin sein. Doch bisweilen schlägt sie sich mit Gelenheitsjobs so durchs Leben. Dann lernt sie Lavinia kennen, bei deren Schwester sie Kindermädchen macht. Sie ist fastziniert von Lavinia, die sich alles leisten kann und möchte nicht mehr von ihrer Seite weichen, schnell begreift sie wie man es der Freundin Recht machen kann. Schließlich möchte sie am Protz teilhaben.

Das Cover ist wunderschön, es läßt einen die Glitzerwelt schon erahnen. Der Schreibstil ist flüssig, aber manchmal sehr vulgär, das hat mir weniger gefallen. Auch die langen Kapitel machten es schwer eine Pause einzulegen.
Die Charaktere sind für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Auf der einen Seite die anfangs naive Louisa und auf der anderen Seite die überzogene Lavinia. Die sich durch Online-Fotos in Szene setzt und eine heile Welt vorteuscht, Ganz krasse Gegensätze in die ich mich nicht unbedingt versetzen konnte. Allerdings habe ich auch noch keinen Einblick in das Glitzerleben gehabt.
Was die Autorin allerdings gut rüber gebracht hat, ist wie eine Freundschaft manipuliert werden kann und man schnell den Überblick in einer Schaffenswelt aus Lügen verliert.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt, wenn man mal wieder mit seiner Welt unzufrieden ist. Ich würde mich jedenfalls in der Glitzerwelt nicht wohl fühlen.