Cover-Bild Du bist Ich
Band der Reihe "Ich-Bin-Trilogie"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: tredition
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Urban
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Seitenzahl: 112
  • Ersterscheinung: 13.10.2025
  • ISBN: 9783384307408
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Celina Weithaas

Du bist Ich

„Wen kümmert schon das Ende einer bitteren glanzlosen Geschichte?“

Klickende Kameras. Vergessene Versprechen. Grausame Geheimnisse.
Nathaniel, der Rattenfänger von New York, soll zum Tode verurteilt werden. Aria, die Zeit, will für ihn eine gerechte Strafe erstreiten.
Während Nathaniel auf sein Todesurteil hofft, wird Aria zu seinem ärgsten Feind. Erst führt sie Nathaniel vor, dann nimmt sie ihm den Schrecken und schließlich seinen letzten Traum.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Die Verhandlung

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Meine Meinung:

In dem zweiten Teil dieser Trilogie verfolgen wir nun also die Gerichtsverhandlung von Nathaniel. Vertreten wird er dabei von Aria.

Noch sehr genau konnte ich mich auch an den ersten Teil ...

Meine Meinung:

In dem zweiten Teil dieser Trilogie verfolgen wir nun also die Gerichtsverhandlung von Nathaniel. Vertreten wird er dabei von Aria.

Noch sehr genau konnte ich mich auch an den ersten Teil erinnern, was alles passiert ist, was Nathaniel für schreckliche Taten vollbracht hat und auch was das mit ihm gemacht hat, welcher Hintergrund dahinter steckt.

Umso gespannter war ich also nun seine Gerichtsverhandlung zu verfolgen, denn eigentlich will Nathaniel nur Vergeltung, über das was er getan hat.

Doch Aria hat dabei andere Pläne und erzählt nicht nur dem Richter und den Geschworenen eine Sicht von Nathaniel, die alles in ein anderes Licht rückt.

Und ich war wirklich sehr gefesselt, denn hier erfahren wir auch viel über die Vergangenheit von Nathaniel, wie er aufgewachsen ist, was er alles in seiner Kindheit schon erleben musste und wie er eigentlich zum Rattenfänger von New York geworden ist.

Dennoch gab es dabei auch so eine gewisse Düsternis von Aria. Bei dem sie über die Wünsche und das was Nathaniel wirklich will, übergangen ist. Sie stellt ihn in ein anderes Licht und das wirkt teilweise auch schon etwas makaber.

Obwohl auch dieser zweite Teil nicht sehr viele Seiten hat, so geht er dennoch an die Substanz. Weil man hier so viel mehr über Nathaniel herausfindet, viel mehr sein wahres Ich erkennt und es dabei so unvorstellbar ist, was Aria mit ihm vor hat.

Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit eine Gänsehaut und habe mich auch gefragt wie es jetzt wohl enden wird. Wird Nathaniels Wunsch nach Vergeltung doch in Erfüllung gehen, oder wird Aria ihr Ziel erreichen.

Ja und jetzt bin ich nach dem Ende doch sehr gespannt auf den letzten Teil.

Insgesamt ist hier allgemein die Stimmung wieder sehr bedrückend, düster und geht auch an die Substanz. Doch das ist auch genau das, worum es hier in dieser Geschichte geht. So vergebe ich auch 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

„»Wen kümmert schon das Ende einer bitteren glanzlosen Geschichte?« Klickende Kameras. Vergessene Versprechen. Grausame Geheimnisse.“

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ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ | ᵏᵒˢᵗᵉⁿˡᵒˢᵉˢ ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ

Wow, was für eine Fortsetzung!
Nach „Ich bin Du“ dachte ich ehrlich gesagt, mich könnte nichts mehr überraschen, aber dann kam „Du bist Ich“. Keine einfache Geschichte ...

ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ | ᵏᵒˢᵗᵉⁿˡᵒˢᵉˢ ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ

Wow, was für eine Fortsetzung!
Nach „Ich bin Du“ dachte ich ehrlich gesagt, mich könnte nichts mehr überraschen, aber dann kam „Du bist Ich“. Keine einfache Geschichte – sie ist intensiv, verstörend und gleichzeitig unglaublich emotional. 🥹

Die ersten zwei Drittel des Buches bestehen aus Arias Plädoyer vor Gericht, und trotzdem war es keine Sekunde langweilig. Alles wirkt noch detaillierter, ausdrucksstärker, intensiver. Man bekommt die Ereignisse aus Band 1 aus einer völlig neuen Perspektive – und plötzlich sieht man einiges in einem anderen Licht.

Ich habe gelitten, getrauert, gezweifelt, jede Seite hat sich angefühlt, als würde sie mich tiefer in diese dunkle, komplexe Welt ziehen. Eine Geschichte, die mich nicht loslässt. Definitiv nichts für schwache Nerven, aber genau das macht es so einzigartig. 🖤

Die Dynamik finde ich wieder unglaublich stark, die Spannung geradezu greifbar – und gleichzeitig bleiben so viele Fragen: Wer ist gut? Wer ist böse? Ist Nathaniel wirklich ein Monster – oder vielleicht doch das Opfer? Und was, wenn die Grenze dazwischen längst verschwommen ist?

Veröffentlicht am 24.10.2025

Wer ist gut und wer böse?

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Ich bin in das Buch wieder komplett rein geflogen und es war so gut! Aber der Schreibstil ermöglicht es, für die Verhältnisse von @celsfabelhaftebuchwelt sehr leicht aber es passt auch zu der Situation ...

Ich bin in das Buch wieder komplett rein geflogen und es war so gut! Aber der Schreibstil ermöglicht es, für die Verhältnisse von @celsfabelhaftebuchwelt sehr leicht aber es passt auch zu der Situation wo wir uns im Buch befinden. Im Grunde passiert Story technisch nicht so viel wie in Band 1 aber alles bekommt noch mehr kleine Fragezeichen und gleichzeitig betrachten wir die Ereignisse aus Band 1 hier nochmal aus einer völlig anderen Perspektive. Was unglaublich spannend ist. Es ist in dem Punkt wieder sehr mitreißend, man sieht manche Dinge nochmal anders. Bekommt Gründe für das Handeln präsentiert und trotzdem kann man sich nie sicher sein, wer hier am Ende wirklich gut oder böse ist. Was ja auch eine Zentrale Frage ist. Wie weit geht gut oder auch Böse. Was kann es für Gründe geben das man böse wird. Und sind diese Argument genug um einem Menschen zu verzeihen? Alles lässt sich gut begründen mit dem richtigen Argument und einem günstigen Blickwinkel, genau das zeigt uns dieses Buch. Auch bleibt es spannend was noch auf uns zukommt und wie diese Geschichte enden wird. Allen voran bin ich gespannt wer und wieso, welche Seile hier zieht um das maximale für sich selbst heraus zu holen. Besonders mit Blick auf den nächsten Teil bin ich neugierig.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Moralisch fragwürdige Themen und Fragen

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Die „𝐈𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧“-Trilogie basiert auf schweren, moralischen Zwiespälten, auf Schicksalen und Taten, mit denen Celina Weithaas Trauer und Wut verursacht, bodenlose Verzweiflung widerspiegelt. Die (Un-)Schuldfrage ...

Die „𝐈𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧“-Trilogie basiert auf schweren, moralischen Zwiespälten, auf Schicksalen und Taten, mit denen Celina Weithaas Trauer und Wut verursacht, bodenlose Verzweiflung widerspiegelt. Die (Un-)Schuldfrage immer im Hinterkopf. Triste Realität, Aussagen mit abscheulichem Wahrheitsgehalt, drumherum.

Wurden wir in Band eins in Form von Wirrungen, verschwommenen Erinnerungen und poetisch-melancholischen Gedanken durch Nathaniels Inneres geführt, mit einem unberechenbaren Psychopathen konfrontiert, einem, der so viel verloren hat und seine Fäden, mit denen er gleich einer Marionette tanzte, nicht sah, gibt uns Aria Karasaki eine neue Sicht auf den „Rattenfänger von New York“. Kalt, ja, aber auch präzise. Analytisch.

Hatte ich bei „𝐈𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧 𝐃𝐮“ das Gefühl, mich auf einer Odyssee aus verschachtelten, schnörkeligen und unklaren Sätzen zu befinden, durchwirkt von Hoffnungslosigkeit und Schmerz, in dem sich Realität und Illusion zu nichts weiter vereinen als unentschuldbarer Grausamkeit – denn nein, auch ein Opfer, das zum Täter wird, ist letztlich ein Täter –, besteht „𝐃𝐮 𝐛𝐢𝐬𝐭 𝐢𝐜𝐡“ aus einer rigorosen Verteidigungsstrategie und einem punktgenauen Plädoyer. Aria schenkt dem Mörder, der sein Leben lang kämpfte und verlor, besser sein wollte und scheiterte, nach dem Glück griff und zurück in den Morast gestoßen wurde, eine Tiefe, die viele verschiedene Empfindungen auslöst und einen inneren Strudel aus Diskussionen nach sich zieht. Nathaniel wird – ungewollt und vorgeführt – zu jemandem mit Gewissen und unverarbeitetem Trauma, wird zu einem verstörten Kind, gekleidet in die Haut eines Mannes. Wahnsinnig? Definitiv. Aber auch zer- und gebrochen.

»𝘕𝘢𝘵𝘩𝘢𝘯𝘪𝘦𝘭 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦 𝘈𝘥𝘦𝘭𝘪𝘯𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘵𝘦𝘳𝘯𝘦 𝘷𝘰𝘮 𝘏𝘪𝘮𝘮𝘦𝘭 𝘩𝘰𝘭𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘩𝘢𝘵 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘣𝘦𝘪 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘞𝘰𝘭𝘬𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘣𝘳𝘢𝘯𝘯𝘵.«

Diese – intensiv geschriebene, einnehmende und durchaus intelligent konzipierte – Reihe ist im sachten Thrill-Bereich anzusiedeln, fokussiert sich die Autorin auf unterschiedliche Aspekte, die die Psyche eines (Serien-)Killers betreffen. Die Atmosphäre – von Aufregung und Dunkelheit durchzogen –, die nachhaltig beschäftigenden Themen und Fragen wie auch der fast verzweifelte Ton, in dem wir Arias leidenschaftliche Ansprache verfolgen und somit auch den Rattenfänger (nochmal neu) kennenlernen, sorgen für Gänsehaut.
Celina geht auf Nathaniels brutale Vergangenheit – den Ursprung – und seine Taten ein, wobei in „Du bist ich“ zwar eine Übersicht dieser wartet, aber keine detaillierte Zeichnung. Nur geht bereits die Gewissheit über das Ausmaß, über die erlebten und verursachten Gräuel, nah. Ebenfalls relevant und in der Lage, einen Funken Verständnis zu entfachen, sind in diesem Teil die durch Erfahrungen geprägten Wert- und Moralvorstellungen, genau wie die Faktoren, die Nathaniels Handeln beeinflussten und begünstigten – begonnen beim lückenhaften, weil überforderten Sozial- und Rechtssystem über die Resignation der Politiker und die Ausbeutung von jenen, die am Minimum existieren.
Eine weder mit Fairness noch mit Gleichheit glänzende Welt.

»𝘐𝘴𝘵 𝘥𝘢𝘴 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘎𝘦𝘳𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵? 𝘋𝘢𝘴𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘡𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘭𝘢𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘢𝘮 𝘉𝘰𝘥𝘦𝘯 𝘓𝘪𝘦𝘨𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘢𝘮 𝘚𝘤𝘩𝘭𝘢𝘧𝘪𝘵𝘵𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘱𝘢𝘤𝘬𝘦𝘯, 𝘶𝘮 𝘪𝘩𝘯𝘦𝘯 𝘪𝘯𝘴 𝘎𝘦𝘴𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘻𝘶 𝘴𝘱𝘶𝘤𝘬𝘦𝘯?«

Hervorragend gelang Weithaas Arias nicht einschätzbare Rolle, ihre verwaschenen Intentionen, ihr Sehnen nach einer Gerechtigkeit, die es niemals geben wird. Ihr Mut, Nathaniel um seine Wahrheit, seine Erlösung zu berauben.
In „𝐈𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧“ geht es nicht um Schwarz und Weiß, um Richtig oder Falsch – sondern um die Nuancen dazwischen, um kleine Schattierungen, feine Unterschiede und das individuelle Abwägen.
Werden wir, Du und ich, zu TäterInnen, wenn wir für die Höchststrafe – den Tod – applaudieren?

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Faszinierend

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„Du bist Ich“ ist ein Buch, das „nur“ ca. 100 Seiten lang ist, das als zweiter Teil der Reihe „nur“ einen Ausschnitt von Nathaniel‘s Leiden aufzeigt. Und das irgendwie doch so viel bewegt. Ein Buch, das ...

„Du bist Ich“ ist ein Buch, das „nur“ ca. 100 Seiten lang ist, das als zweiter Teil der Reihe „nur“ einen Ausschnitt von Nathaniel‘s Leiden aufzeigt. Und das irgendwie doch so viel bewegt. Ein Buch, das für mich absolut fesselnd zu Lesen war. Nathaniels Geschichte ist (teilweise) etwas „makaber“ und auch Celina Weithaas‘ Schreibstil ein ganz eigener, was vielleicht nicht Jedermanns Sache ist. Aber wenn man sich in die Story einfindet, wenn man bereits den ersten Band oder andere Bücher der Autorin gelesen und sich wie ich in den Stil verliebt hat, kann man sich auch hier einfach in diese Geschichte stürzen. Ich habe „Du Bist Ich“ verschlungen. Das Wortbuilding der Autorin. Wie das halbe Buch aus einem Monolog besteht und man einfach nur auf die nächsten Worte wartet. Wie Abgründe der Charaktere einer Tiefgründigkeit und einem Verständnis gegenüber gestellt werden. Es war faszinierend zu erleben, was hier auf „nur“ ca. 100 Seiten geschaffen wurde. Zwar passiert vom Fortgang der Story der ganze Reihe gefühlt (!) nicht so viel, aber irgendwie wird trotzdem einiges in Bewegung gesetzt und lässt auf den finalen dritten Band warten (vor allem mit dem Ende!).

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