Cover-Bild Something she lost

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7,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Cross Cult
  • Genre: Krimis & Thriller / Horror
  • Ersterscheinung: 11.09.2019
  • ISBN: 9783959819725
Christopher Golden

Something she lost

Stephanie Pannen (Übersetzer)

Michael und Jillian Dansky haben alles, was man sich wünschen könnte – eine glückliche Ehe, erfolgreiche Karrieren, eine strahlende Zukunft. Doch ein kleiner Fehler in einer düsteren Oktobernacht ändert alles. Nach einer Halloweenparty döst Michael am Steuer kurz ein – und als er wieder aufwacht, ist nichts mehr, wie es war.

Michael kann gerade noch rechtzeitig bremsen, als er das kleine Mädchen auf der Straße sieht. Aus Sorge um das Kind bringt er sie nach Hause – aber das Gebäude, in dem sie zu leben behauptet, steht leer, und das Mädchen verschwindet mit den Worten: "Komm und finde mich!" Doch jemand – oder etwas – will verhindern, dass Michael das Mädchen wiederfindet. Plötzlich wird Michael verfolgt. Und seine Frau Jillian scheint wie ausgewechselt, eine grausame und rachsüchtige Person, die Michael kaum noch wiedererkennt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2019

Besser als erwartet

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Mir hat das Buch gefallen.
Es beginnt ganz harmlos mit lustigen Beschreibungen von Partygästen in Kostümen, wird dann etwas mysteriös und baut langsam eine subtile Art der Spannung und des Horrors auf. ...

Mir hat das Buch gefallen.
Es beginnt ganz harmlos mit lustigen Beschreibungen von Partygästen in Kostümen, wird dann etwas mysteriös und baut langsam eine subtile Art der Spannung und des Horrors auf. Lange zeit wird man im Dunklen über die Geschehnisse gelassen, aber es wird nie langweilig. Dann kommt die Betonpfeilerfabrikmethode (ein Zaunpfahl hätte genügt), die mir etwas weniger gefallen hat. Kurzfristig geht die angenehme Subtilität der Geschichte verloren und man wird sehr hart mit dem Horror vergangener Tage konfrontiert, nur um dann wieder in die Subtilität der Geschichte und anscheinend nicht nachvollziehbare Persönlichkeitsänderungen einzutauchen.
Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass mir der Großteil des Buchs gefallen hat und ich angenehm unterhalten wurde, das Buch kaum aus den Händen legen wollte und mich über die eine oder andere überraschende Wendung freuen konnte.
Leider hat mir der Schluss nicht besonders gefallen, aber das ist oft bei Büchern dieser Art so. Es wird Spannung aufgebaut, eine geheimnisvolle Handlung wird nach und nach aufgebaut und lässt Nerven zerreißen und dann kommt das Ende und das ist: Platt.
Im Fall von Something she lost fand ich es zu actionlastig und dadurch zum Anfang der Geschichte nicht passend.
Sieht man aber darüber hinweg (und manch gute Filme haben ein besch.... Ende, obwohl man sich bis dahin gut unterhalten hat) und übersieht auch manch belanglose (und unwichtige) Nebenstränge, wird man (bei einer nebelverhangenen Nacht) gut unterhalten.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Guter Anfang - mehr auch nicht

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Auf der Halloween-Party, die Michael und Jillian alljährlich besuchen, ist noch alles in Ordnung: Sie treffen Freunde, Geschäftspartner und Kollegen, man lacht, trinkt, amüsiert sich. Doch der Heimweg ...

Auf der Halloween-Party, die Michael und Jillian alljährlich besuchen, ist noch alles in Ordnung: Sie treffen Freunde, Geschäftspartner und Kollegen, man lacht, trinkt, amüsiert sich. Doch der Heimweg verändert alles: Jillian, offensichtlich betrunkener als gut für sie ist, fällt sofort in Tiefschlaf, und auch Michael am Steuer fühlt sich zusehendes benommener. In letzter Sekunde kann er einem Mädchen am Straßenrand ausweichen. Erschrocken bietet er der Kleinen an, sie heimzufahren – doch das Haus, zu dem sie ihn lotst, wirkt verlassen und seit Jahrzehnten unbewohnt. Plötzlich verschwindet das Mädchen, nicht ohne Michael ein rätselhaftes „Komm und finde mich“ zuzurufen. Am nächsten Morgen ist Michael versucht, alles als einen schlechten Traum abzutun, doch das Mädchen lässt ihm keine Ruhe. Er macht sich tatsächlich auf, ihrer Aufforderung Folge zu leisten und ‚sie zu finden‘, doch das Haus und die Straße, die dorthin führt, ist nicht wiederzufinden. Zudem verändert sich Jillian mit jedem Tag mehr: die einstmals liebenswürdige, freundliche Frau wird zusehends gehässiger, feindseliger, gewalttätiger. Hat diese unselige Halloweennacht etwas damit zu tun?

George R. R. Martin, der Autor der „Game of Thrones“-Reihe, hält das Buch laut Klappentext für „wunderbar atmosphärisch und angsteinflößend“, Stephen King meint gar, es sei „ein brillanter Roman voll übernatürlicher Spannung“. Ich würde den beiden, die ich als Autoren durchaus schätze, wirklich gern zustimmen – aber ich kann es leider nicht. „Something She Lost“ hat im Grunde genommen alle Zutaten, die es für einen spannenden (Horror-)Roman braucht: Eine undurchdringliche Nacht (und es ist auch noch Halloween!), ein verlassenes großes Haus, das am nächsten Tag wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint, ein kleines Mädchen in Not und die drastische Persönlichkeitsveränderung der geliebten Ehefrau (wer denkt da nicht an Besessenheit?). Und tatsächlich fängt das Buch sehr vielversprechend und spannend an: Jillians todesähnlicher Schlaf, Michaels plötzliche Benommenheit, die zunehmend beklemmende Autofahrt über verlassene Straßen, das kleine, zarte Mädchen, das düstere Haus … doch leider wird diese anfängliche, gut konstruierte Spannungskurve mit jeder Seite flacher und flacher und flacher. Jillians Wandlung kommt eher plump daher, natürlich bekommt Michael ganz, ganz schnell Probleme in seinem Job, weil er sich mehr der Suche nach dem kleinen Mädchen widmet als seinem Projekt (und ich meine, wirklich schnell: Nach zwei, drei Tagen wird die berufliche Situation für den angeblich geschätzten Art Director schon brenzlig. Plausibel?!), schließlich tauchen auch noch gruselige Weibsbilder am Wegesrand auf, die Michael eine Heidenangst einjagen, die für mich als Leserin allerdings eine gewisse unfreiwillige Komik aufwiesen, und die Erklärung des Ganzen – ja, es ist etwas Übersinnliches, das darf es bei einem dem Horrorgenre zugeordneten Roman aber natürlich auch sein – war vergleichsweise schwach. Nach einem gelungenen Start letztlich leider ein Rohrkrepierer. Schade!