Cover-Bild Heimliche Zeilen
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eisele Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 26.02.2026
  • ISBN: 9783961612789
Clare Chambers

Heimliche Zeilen

Roman | Ein zarte und humorvolle Geschichte über zweite Chancen von der Autorin von „Scheue Wesen“
Wibke Kuhn (Übersetzer)

Die Geschichte einer heimlichen Liebe und die Möglichkeit der Wiedergutmachung
Christopher Flinders führt ein unscheinbares Leben im ländlichen Yorkshire und pflegt mit Ausnahme seiner Ex-Frau Carol und seines exzentrischen Bruders Gerald wenig Kontakt zur Außenwelt. Kaum zu glauben, dass er einmal Träume vom Schreiben hatte, diesen Träumen sogar zum Greifen nahe gekommen war: entdeckt vom berühmten Lektor Owen Goddard und mitgerissen in eine neue Welt. 
Damals hatte er sich zwischen Dinnerpartys und späten Schreibnächten in eine Frau verliebt, die ihm unerreichbar schien. 
Was als naive Schwärmerei begann, ergriff mehr und mehr Besitz von ihm. Aus verstohlenen Blicken wurden Eingeständnisse, aus vieldeutigen Worten die ersten heimlichen Treffen. Und dann beging Christopher einen unverzeihlichen Fehler, der ihn sein ganzes weiteres Leben lang verfolgt – bis ihn zwanzig Jahre später eine Begegnung zwingt, sich der Vergangenheit zu stellen. 
Was, wenn seine Erinnerungen trügen und es noch Hoffnung auf Wiedergutmachung gibt?  

»Eine unserer talentiertesten Autorinnen.« The Guardian

»Einen Roman von Clare Chambers zu lesen ist ein wenig so, wie wenn man einen bescheidenen Bungalow betritt und sich in einer Kathedrale wiederfindet.« Sunday Times

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Ganz großes Kopfkino

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Ganz großes Kopfkino!

Zum dritten Mal hat es Clare Chambers geschafft, mich mit einer emotionalen Geschichte zu verzaubern. Die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit ihrer Figuren ist einzigartig.

Aus der ...

Ganz großes Kopfkino!

Zum dritten Mal hat es Clare Chambers geschafft, mich mit einer emotionalen Geschichte zu verzaubern. Die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit ihrer Figuren ist einzigartig.

Aus der Sicht von Christopher Flinders erleben wir eine Story, deren Komplexität dafür sorgt, dass sie nicht eine Sekunde langweilig wird. Ich bin förmlich an den Seiten geklebt, um zu erfahren, was als Nächstes passieren wird.

Es geht um gescheiterte Ehen und eine zerbrochene Freundschaft. Um den Wunsch, ein berühmter Autor zu werden, und der Einsicht, dass nicht jedes hochgelobte Buch ein Bestseller wird. Ferner erleben wir eine Bruderliebe, die nach vielen Jahren wieder erwacht. Schuldgefühle und eine große Liebe, die durch Irrtümer und Schweigen kaum noch auf ein Happy End hoffen lassen, geben dem Geschehen eine besondere Note.

Im letzten Drittel mochte ich besonders den feinen englischen Humor, der mich zum Lachen gebracht hat. Ungeahnte Wendungen haben mich ziemlich überrascht, da ich sie nicht kommen sah.

Ich bin zwischen Yorkshire und London hin und her gependelt. Geheime Zeilen haben mich an Christophers Vergangenheit teilhaben lassen, die auch 20 Jahre später an Aktualität nichts verloren haben, da ihre Auswirkungen stets gegenwärtig sind.

In Yorkshire habe ich Schafe blöken gehört und der häufig prasselnde Regen hat mich bis auf die Haut durchnässt. Eine Heimgeburt durfte ich auch miterleben, da Wind, Regen und Überflutungen eine Fahrt ins Krankenhaus unmöglich machten. Der bildliche Schreibstil hat mir durchgehend das Gefühl gegeben, mit dabei zu sein.

Die Figuren wirken authentisch und mir waren alle sympathisch, samt ihren Ecken und Kanten. Ich habe das Gefühl, sie persönlich zu kennen. Eigentlich tue ich das wirklich. Ich empfehle Euch, die Geschichte selbst zu entdecken, und ich bin mir sicher, wir werden uns begegnen. Ich war nämlich überall und zu jeder Zeit mit dabei.

Eine klare Empfehlung. Danke, Clare Chambers.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein blauer Aquamarin

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Christopher Flinders ist noch jung und steht vor einer Entscheidung, die alles bestimmen könnte: einen sicheren, respektablen Beruf ergreifen oder den riskanten Weg des Schriftstellers wählen. Als er dem ...

Christopher Flinders ist noch jung und steht vor einer Entscheidung, die alles bestimmen könnte: einen sicheren, respektablen Beruf ergreifen oder den riskanten Weg des Schriftstellers wählen. Als er dem berühmten Lektor Owen Goddard begegnet, scheint sich eine Tür zu öffnen. Owen glaubt an Christophers Exposé, ermutigt ihn, die Geschichte zu Ende zu schreiben, und verspricht, sich für eine Veröffentlichung einzusetzen. Mehr noch: Er nimmt Christopher unter seine Fittiche, führt ihn in sein privates Umfeld ein, stellt ihn seiner Frau Clare und seinem Freundeskreis vor. Christopher geht bald bei den Goddards ein und aus – bis ein Ereignis alles verändert und das fragile Gleichgewicht zerbricht.

Aus dem Englischen wurde das Buch von Wibke Kuhn übersetzt.

Clare Chambers gelingt es von der ersten Seite an, eine Atmosphäre entstehen zu lassen, in der man sich augenblicklich wohlfühlt. Sofort ist man mitten im Geschehen und hat den Eindruck, den Ort und seine Menschen schon seit längerer Zeit zu kennen.
Besonders eindrucksvoll ist die Genauigkeit, mit der die Autorin ihre Figuren erschafft. Die Charaktere wirken durchweg authentisch, fast greifbar. Kleidung, Gesten und Eigenarten fügen sich zu klaren Bildern vor dem inneren Auge. Manche Figuren schließt man schnell ins Herz, anderen begegnet man mit einer gewissen Zurückhaltung. Diese Nähe und gleichzeitige Distanz entsteht ganz nebenbei, ohne jemals gezwungen zu wirken.

Auch der Aufbau der Geschichte ist klug gewählt. Wenn Christopher in einem Brief einen Blick zurück in die Vergangenheit gewährt, verschieben sich Perspektiven, Zusammenhänge werden sichtbar, und das, was zuvor nur undeutlich zu erahnen war, bekommt Konturen. Clare Chambers versteht es, Emotionen zu lenken, ohne sie mit Erklärungen zu überfrachten. Man fiebert mit, leidet mit, liebt mit, manchmal leise, aber immer intensiv.
Der Schreibstil der Autorin ist insgesamt sehr einnehmend und ruhig spannungsvoll. Man fühlt sich wohl beim Lesen und bleibt dennoch aufmerksam, getragen von der Frage, wie es weitergehen wird. Unerwartete Wendungen halten die Spannung hoch, auch wenn sich die Handlung gegen Ende des zweiten Teils kurzzeitig etwas dehnt. Doch die Geschichte findet rasch wieder zu ihrem Rhythmus zurück und mündet in ein stimmiges, gelungenes Ende.

Fazit:
Clare Chambers schenkt uns Zeit mit interessanten, authentischen Charakteren, die man nur sehr ungern am Ende der letzten Seite zurücklässt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine Liebesgeschichte

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Der Roman, Heimliche Zeilen, von der Schriftstellerin Clare Chambers fängt etwas schleppend an.
Mich störte, das die Eltern ihre Söhne so ungleich behandeln und nicht merken, das der ältere gefördert ...



Der Roman, Heimliche Zeilen, von der Schriftstellerin Clare Chambers fängt etwas schleppend an.
Mich störte, das die Eltern ihre Söhne so ungleich behandeln und nicht merken, das der ältere gefördert werden musste.
Der Roman wird von Christophers Sicht erzählt.
Seine Erinnerungen sind interessant geschrieben.
Der Schreibstil ist fesselnd und lebensnah.
Die Autorin versteht es faszinierend den Kern der Geschichte zu erfassen.
Sie zeigt da eine besondere Liebesgeschichte. Es gibt einige Missverständnisse, die den Roman bereichern.
Oft gibt es humorvolle Szenen.
Der Roman entwickelt sich wunderbar.
Es ist eine fesselnde Geschichte.

Veröffentlicht am 06.04.2026

Nachdenkliche Rückblicke

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Heimliche Zeilen erzählt die Geschichte des 45-jährigen Christophers, der sich mit den verpassten Chancen seines Lebens auseinandersetzt. Die nachdenkliche, ruhige Handlung wird in der Ich-Perspektive ...

Heimliche Zeilen erzählt die Geschichte des 45-jährigen Christophers, der sich mit den verpassten Chancen seines Lebens auseinandersetzt. Die nachdenkliche, ruhige Handlung wird in der Ich-Perspektive erzählt. Aber nicht nur verpasste Chancen werden thematisiert, auch Schicksale, Missverständnisse und die Liebe. Durch Rückblicke wird nach und nach die Vergangenheit von Christopher sichtbar, während der Leser versucht, seine Entscheidungen zu verstehen und einen neuen Blick auf ihn zu gewinnen. Die Geschichte entwickelt sich im Laufe des Lesens und die Zusammenhänge werden sichtbar.
Trotz seiner Entwicklung bin ich mit dem Protagonisten nicht ganz warm geworden. Er bleibt mir stellenweise fremd, und einige seiner Entscheidungen sind für mich schwer nachvollziehbar. Die beiden Brüder bilden nie eine Einheit und konkurrieren untereinander. Die Autorin nimmt sich viel Zeit mit der Entwicklung ihrer authentischen Charaktere und das merkt man deutlich beim Lesen.
Insgesamt ein Roman, der durch seine ruhige, nachdenkliche Handlung lebt und für die Leser bestimmt ist, die tiefgründige, unaufgeregte Handlungen lesen möchten. 4:5 Punkte

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Erneut ein weiteres feines Buch der Autorin

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HEIMLICHE ZEILEN
Clare Chambers
ET: 26.06.26

Christopher Flinders lebt zurückgezogen auf dem Land in Yorkshire. Mit seiner Ex-Frau Carol verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis, Kinder hat er ...

HEIMLICHE ZEILEN
Clare Chambers
ET: 26.06.26

Christopher Flinders lebt zurückgezogen auf dem Land in Yorkshire. Mit seiner Ex-Frau Carol verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis, Kinder hat er keine. Die einzige Familie, die ihm geblieben ist, ist sein Bruder Gerald – exzentrisch, rastlos und meist ohne festen Wohnsitz. Als Gerald nach dem Tod der Eltern in das gemeinsam geerbte Haus einzieht und einfach nicht mehr ausziehen will, gerät das ohnehin fragile Verhältnis der Brüder zunehmend unter Druck.

Bei einem weiteren Versuch, Gerald zum Ausziehen zu bewegen, entdeckt Christopher einen Brief in der Post. Die Absenderin Alex bittet ihn, ihr alles über einen gewissen Oven Goddard zu erzählen. Zunächst erwägt Christopher, höflich abzulehnen oder nur eine beschönigte Version der Wahrheit zu schildern. Doch schließlich entscheidet er sich dafür, ehrlich zu sein – und öffnet damit die Tür zu seiner eigenen Vergangenheit.

Zwanzig Jahre zuvor hatte Christopher sein Mathematikstudium kurz vor dem Abschluss abgebrochen, um Schriftsteller zu werden. Bei einem Dinner seines Lektors begegnete er einer außergewöhnlichen Frau. Aus einer vorsichtigen Freundschaft entwickelte sich eine tiefe Liebe, die abrupt endete. Die Gründe dafür müsst ihr allerdings selber hinausfinden.

HEIMLICHE ZEILEN ist bereits mein drittes Buch von Clare Chambers, und erneut überzeugt sie mit fein gezeichneten Figuren und einem unaufgeregten, bildhaften Erzählstil. Die Rückblicke in Christophers Vergangenheit verleihen dem Roman Tiefe und machen das Ende stimmig und nachvollziehbar.

Fazit:
Wer literarische Reisen nach Yorkshire oder London schätzt und leise, charaktergetriebene Geschichten mag, wird mit diesem Roman sehr gut unterhalten.
4/5

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