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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2026

Ein einfühlsames Kinder-Sachbuch über ADHS

Konfetti im Kopf
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„Konfetti im Kopf“ von Doreen Aldugan hat mich besonders durch seine warme und zugängliche Art überzeugt, das Thema ADHS kindgerecht zu erklären. Statt auf Schwierigkeiten zu fokussieren, wird der Blick ...

„Konfetti im Kopf“ von Doreen Aldugan hat mich besonders durch seine warme und zugängliche Art überzeugt, das Thema ADHS kindgerecht zu erklären. Statt auf Schwierigkeiten zu fokussieren, wird der Blick bewusst auf Stärken, Vielfalt und individuelle Bedürfnisse gelenkt. Das macht es für betroffene Kinder sehr entlastend, da deutlich wird: Anderssein ist nichts Negatives.
Besonders gelungen finde ich die klare Botschaft, dass jedes Kind einzigartig ist – mit eigenen Stärken und Schwächen – und genau so angenommen werden darf. Diese Haltung zieht sich konsequent durch das gesamte Buch und fördert spürbar mehr Verständnis und Akzeptanz im familiären Alltag sowie in der Schule.
Das Cover passt sehr schön zum Titel und vermittelt direkt das Bild von „Konfetti im Kopf“. Auch die Illustrationen haben mir gut gefallen, da sie das Thema anschaulich und kindgerecht unterstützen, ohne zu überladen zu wirken.
Sehr hilfreich sind außerdem die alltagsnahen Tipps im Umgang mit ADHS, die sowohl für Eltern als auch für das Umfeld gut umsetzbar sind. Sie wirken realistisch und unterstützen den Alltag, ohne belehrend zu sein.
Für mich persönlich hat das Buch viele wichtige Impulse gesetzt, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr inhaltliche Tiefe gewünscht hätte. 4,5/5 Sterne
 

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Wenn alles tu viel wird

Pause
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Lena Kupke ist mit Pause ein ehrlicher und einfühlsamer Roman gelungen, der zeigt, dass im Leben nicht immer alles perfekt läuft. Besonders die Dialoge zwischen Hanna und ihren Eltern wirken unglaublich ...

Lena Kupke ist mit Pause ein ehrlicher und einfühlsamer Roman gelungen, der zeigt, dass im Leben nicht immer alles perfekt läuft. Besonders die Dialoge zwischen Hanna und ihren Eltern wirken unglaublich authentisch und wie direkt aus dem echten Leben gegriffen. Mich hat beeindruckt, wie realistisch die familiären Konflikte und Missverständnisse dargestellt werden.
Einfühlsam werden Themen wie Versagensängste, Selbstzweifel und das Gefühl, nicht genug zu sein, behandelt. Hanna kämpft mit der Angst zu versagen und fühlt sich dabei oft unverstanden. Ihre Eltern haben nie gelernt, offen über Gefühle zu sprechen, verschließen sich eher und sind mit der Situation völlig überfordert. Dadurch bleibt Hanna oft auf sich allein gestellt.
Auch in ihrem Freundeskreis und in ihrer Beziehung findet Hanna kaum den Rückhalt, den sie in dieser schwierigen Zeit dringend bräuchte. Gerade diese Einsamkeit macht die Geschichte stellenweise schmerzhaft, aber auch sehr glaubwürdig und berührend.
Der Schreibstil ist bildhaft, leicht verständlich und gleichzeitig tiefgründig. Ein bewegender Roman über Krisen, familiäre Muster und den schwierigen Weg zurück zu sich selbst.
Wer ehrliche Geschichten über familiäre Beziehungen und persönliche Krisen mag, sollte diesem Buch eine Chance geben. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Berührend, emotional und tiefgründig

Eine Liebe ohne Sommer
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Als Rosa Nikolas zufällig im Treppenhaus begegnet, entwickelt sich zwischen den beiden schnell eine intensive Beziehung. Doch immer wenn Rosa Fragen zu seiner Vergangenheit stellt, weicht Nikolas aus. ...

Als Rosa Nikolas zufällig im Treppenhaus begegnet, entwickelt sich zwischen den beiden schnell eine intensive Beziehung. Doch immer wenn Rosa Fragen zu seiner Vergangenheit stellt, weicht Nikolas aus. Seine Verschlossenheit hinterlässt bei ihr viele offene Fragen und zunehmend auch Selbstzweifel. Wie gut kennt sie den Mann, den sie liebt, eigentlich wirklich?
Als Nikolas plötzlich verunglückt, bleibt Rosa mit ihrer Trauer und vielen unbeantworteten Fragen zurück. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie Menschen aus seinem Umfeld und entdeckt Schicht für Schicht neue Facetten seines Lebens. Allmählich setzt sich ein Bild zusammen, das ihr hilft, sowohl Nikolas als auch ihre gemeinsame Beziehung besser zu verstehen.
Besonders gelungen fand ich die zentrale Frage des Romans: Wie gut kann man einen Menschen überhaupt kennen? Während Rosa verschiedene Facetten der Trauer durchlebt, lernt sie auch, die Welt zunehmend aus Nikolas’ Perspektive zu betrachten. Dieser Perspektivwechsel und die emotionale Tiefe der Geschichte haben mich nachhaltig berührt und immer wieder zum Nachdenken gebracht.
Der Roman erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen – Vergangenheit und Gegenwart. Dadurch bleibt die Handlung durchgehend spannend und die einzelnen Puzzleteile fügen sich Stück für Stück zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Besonders gefallen hat mir, dass selbst scheinbar nebensächliche Details am Ende ihre Bedeutung entfalten.
Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Er ist angenehm locker und transportiert die Schwere der Themen Liebe, Verlust und Trauer, ohne dabei bedrückend zu wirken. Die authentisch gezeichneten Figuren – allen voran einige eigenwillige Nebencharaktere – sorgen immer wieder für humorvolle Momente und verleihen der Geschichte zusätzliche Lebendigkeit.
An manchen Stellen hätte die Handlung etwas straffer erzählt werden können, da sich einzelne Passagen etwas ziehen. Da ich jedoch unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen, fiel dieser Kritikpunkt für mich kaum ins Gewicht.
Trotz der Themen Verlust und Trauer ist „Eine Liebe ohne Sommer“ ein hoffnungsvoller Roman, der lange nachhallt. Wer emotionale und tiefgründige Geschichten über Liebe, Verlust und die Frage mag, wie gut wir einen Menschen wirklich kennen können, sollte diesem Debütroman unbedingt eine Chance geben. 4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Drei Frauen, ein Buchclub und ein Sommer voller Veränderungen

Der Buchclub am Strand
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Der Buchclub am Strand ist ein sommerlicher Feel-Good-Roman mit viel Herz und drei gelungen miteinander verwobenen Erzählsträngen rund um die Hauptprotagonistinnen. Jede der Frauen trägt ihre eigenen Sorgen ...

Der Buchclub am Strand ist ein sommerlicher Feel-Good-Roman mit viel Herz und drei gelungen miteinander verwobenen Erzählsträngen rund um die Hauptprotagonistinnen. Jede der Frauen trägt ihre eigenen Sorgen und Herausforderungen mit sich und versucht während des Sommers, ihr Leben neu zu ordnen, Vergangenes loszulassen und sich den eigenen Liebes- und Lebensfragen zu stellen. Gefühle, Ängste und Emotionen werden dabei authentisch beschrieben und machen die Figuren besonders nahbar.
Ein zentraler Bestandteil der Geschichte ist der gemeinsame Buchclub der drei Frauen. In lockerer und herzlicher Atmosphäre tauschen sie sich über Bücher aus – allerdings ohne den Anspruch eines literarischen Quartetts. Gerade diese Treffen verleihen der Handlung viel Wärme und zeigen, wie wichtig Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sein können. Die Entwicklung der Verbindung zwischen den Frauen gehört definitiv zu den größten Stärken des Romans.
Auch die romantischen Elemente fügen sich stimmig in die Geschichte ein. Anbahnende Liebesbeziehungen sorgen neben den emotionalen Themen für leichte und gefühlvolle Momente. Besonders die Themen Neuanfang, Selbstfindung und Freundschaft ziehen sich durch die gesamte Handlung und verleihen der Geschichte trotz ihrer Leichtigkeit auch emotionale Tiefe.
Der bildhafte Schreibstil von Susan Mallery macht es leicht, sich an die Küste von Los Lobos zu träumen. Die Schauplätze wirken lebendig und laden zum Abschalten und Wohlfühlen ein. Zwar ist die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar, dennoch verliert der Roman dadurch nichts von seinem Charme.
Insgesamt keine schwere Literatur, sondern eine emotionale und unterhaltsame Sommerlektüre mit Tiefgang. Besonders überzeugen konnte mich das Buch dabei nicht durch große Spannung oder literarische Komplexität, sondern vielmehr durch die emotionale Nähe zu den Figuren, die warmherzig erzählte Freundschaft zwischen den Frauen und die sommerliche Wohlfühlatmosphäre. 4/5 Sterne
 

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Vier Taylors, ein großer Traum

Die Taylors
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Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Neuanfang und große Träume. Teffy kommt auf eine neue Schule und hat erstmal richtig Angst, keine Freunde zu finden – ein Gefühl, das wahrscheinlich viele ...

Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Neuanfang und große Träume. Teffy kommt auf eine neue Schule und hat erstmal richtig Angst, keine Freunde zu finden – ein Gefühl, das wahrscheinlich viele kennen. Umso überraschender ist es, dass sie direkt drei Mädchen trifft, die zufällig alle Taylor heißen.

Schnell entsteht zwischen den vier eine Freundschaft, auch weil sie alle Taylor Swift Fans sind. Gemeinsam wächst der große Traum, unbedingt auf ein Konzert ihres Idols zu gehen. Da die Tickets aber teuer und schwer zu bekommen sind, versuchen sie einiges, um an Karten zu kommen. Dabei entsteht ziemlich schnell Druck: Entweder alle schaffen es zusammen – oder niemand. Und genau das bringt die Freundschaft ordentlich ins Wanken.

Nebenbei geht es auch viel um den Schulalltag, Unsicherheiten und Streit unter Freunden. Das wirkt ziemlich nah am echten Leben und teilweise auch authentisch. Im Mittelpunkt steht am Ende die Frage, was eine wirklich gute Freundin eigentlich ausmacht.

Teffy entwickelt sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter und wird nach und nach selbstbewusster, was schön zu verfolgen ist. Die Kapitel sind als „Playlist“ aufgebaut, was gut zum Musikthema passt und das Ganze nochmal ein bisschen auflockert.

Der Schreibstil ist einfach, bildlich und gut zu lesen, insbesondere gut geeignet für Selbstleser ab etwa 9 Jahren. Insgesamt eine schöne, warme Geschichte, die ruhig und feinfühlig erzählt wird. Nur ist die Handlung teilweise ein bisschen vorhersehbar. 4/5 Sterne

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