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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2026

Ruhig und mystisch

Die Rätsel meines Großvaters
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Ein japanischer warmherziger Cosy-Krimi, der durch seine besonderen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Kaede und ihrem Großvater lebt und durch eine besondere Atmosphäre getragen wird.
 
Kaedes ...

Ein japanischer warmherziger Cosy-Krimi, der durch seine besonderen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Kaede und ihrem Großvater lebt und durch eine besondere Atmosphäre getragen wird.
 
Kaedes Großvater hat Demenz, aber seine Liebe zu Rätseln und Knobeln hat er nicht verloren. So wird er auch im hohen Alter noch um Rat gefragt und für seinen Spürsinn sowie seinen legendären Halluzinationen geschätzt. Der Schreibstil ist ruhig und die vielen kleinen Rätsel stehen eigentlich gar nicht so im Mittelpunkt. Vielmehr ist es die berührende Geschichte rund um Kaede und dem Fensterputz-sensei. Traumatische Erlebnisse und die Trauer um geliebte Menschen holen die zwei immer wieder ein. Ein alter Widersacher ist auch wieder dabei und beängstigt Kaede. Die gemeinsame Liebe zur Kriminalliteratur ist sehr berührend und führt oftmals zur Lösung des Rätsels. Es zeigt sich, dass auch Menschen mit Demenz durchaus gefordert werden können, auch wenn die lichten Momente dafür genutzt werden müssen.
 
Japansiche Literatur ist meistens durch zwischenmenschliches geprägt. So auch in dieser Fortsetzung des Autors Masateru Konishi. Ruhig und mystisch der Schreibstil. Insgesamt ein tiefgründiger, ehrlicher und zum Nachdenken anregender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Witzig und schräg

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Eine neue Fortsetzung der Familie Grauses mit all ihren schrägen und witzigen Charakteren. In diesem Band sollen Muh und Wolfi, die andersartige Wesen sind, in eine normale Schule gehen. Einziger Haken: ...

Eine neue Fortsetzung der Familie Grauses mit all ihren schrägen und witzigen Charakteren. In diesem Band sollen Muh und Wolfi, die andersartige Wesen sind, in eine normale Schule gehen. Einziger Haken: Sie dürfen zusammen mit ihrer Familie sieben Wochen lang nicht 77 Punkte erreichen. Wer Familie Grauses schon kennt, der weiß, dass dieses Vorhaben sehr schnell schief gehen kann. Muh und Wolfi treten bereits am ersten Tag in so viele Fettnäpfchen, dass es schon wieder lustig ist. Ottilie, ein Mädchen aus der Nachbarschaft mit eigenen Selbstwertproblemen, möchte die zwei tatkräftig unterstützen.
 
Ich habe das Buch meinen Kindern vorgelesen. Leider kennen wir die vorherigen Bände nicht, so dass uns der Anfang etwas schwer viel, weil es eine nahtlose Fortsetzung des vorherigen Bandes war. Eine Vorstellung der gesamten Familie sowie deren besonderen Fähigkeiten wäre hilfreich gewesen. Auch sind wir erst nach und nach hinter Ottilies Selbstvertrauensschwierigkeiten gekommen. Schön zu lesen ist, wie Ottilie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Weiterhin möchte ich den Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Muh, Wolfi und Ottilie hervorheben. Der lebendige Schreibstil ist altersgerecht, witzige Passagen haben uns schmunzeln lassen. Einzelne schwarz-weiß Illustrationen ergänzen den Text perfekt. Nach und nach sind wir mit den einzelnen Figuren warm geworden und haben besonders Ottilie ins Herz geschlossen. Die lustigen Wortkombinationen sind einfach zu herrlich. Insgesamt ein tolles Abenteuer, bei denen sich besonders die einzelnen Figuren weiterentwickeln und beim Lesen vom normalen langweiligen Schulalltag ablenkt. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Fantasievolles Ferienprogramm

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!
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Die School of Talents-Reihe ist für uns neu und ich habe sie allabendlich meinen Kindern (10,7) vorgelesen. Auch ohne Vorkenntnisse sind wir gut in die Geschichte gestartet. Alva und Elwin werden auf eine ...

Die School of Talents-Reihe ist für uns neu und ich habe sie allabendlich meinen Kindern (10,7) vorgelesen. Auch ohne Vorkenntnisse sind wir gut in die Geschichte gestartet. Alva und Elwin werden auf eine Mission in die Sternwarte geschickt. Dort nehmen sie mit anderen Kindern an einem extrem langweiligen Ferienprogramm teil. Da beiden vorher kein Missionsauftrag geschildert wurde, haben sie nichts weiterzutun, als sich selbst aufregende Sachen auszudenken. Langsam baut sich die Spannung auf und geübte Leser/Zuhörer kommen dem Missionsauftrag sowie Rätsel seitenweise näher. Dank seiner Verwandlungsmöglichkeit kann Elwin seinen Emotionen Luft machen. Fantasievoll und mit einem Hauch von Magie liest man gebannt von seinen unterschiedlichen Verwandlungen.  Beide Kinder nähern sich schrittweise an und anfängliche Zurückhaltung entwickelt sich zu einer Freundschaft und Zusammenhalt zwischen Alva und Elwin. Der Schreibstil ist altersgerecht, witzig und man kann der Geschichte gut folgen. Mir persönlich braucht das Buch zu lange, bevor es genügend Spannung aufbaut, bei der die Leser/Zuhörer selbst Detektiv sein können.
Insgesamt sind wir aber gerne der Geschichte gefolgt, wobei sie Luft nach oben hat. Andere Geschichten der School of Talents Reihe werden wir aber definitiv noch probieren. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Was wäre, wenn?

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen ...

Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen die Protagonisten durch kleine Veränderungen ihrem Leben eine neue Richtung geben können. Jules und Adam sind seit 35 Jahren verheiratet. Aber wie in vielen Beziehungen hat auch bei Jules und Adam, neben Kindern, der Alltag Einzug gehalten. Geldsorgen und verpasste Lebensträume sind hierbei ein Thema. Dann entdeckt Adam, dass er mit Hilfe seines alten Sonys und Kassetten-Mix-Tapes in die Vergangenheit reisen kann und dort so lange „gefangen“ ist, wie lange das Mix-Tape läuft. Kleine Veränderungen führen automatisch zum erhofften Glück, so die Annahme von beiden.
Tiefgründig beleuchtet das Autorenduo die Suche nach dem Glück und die Frage was wäre wenn. Emotional und ergreifend werden die einzelnen Charaktere und ihre Zerrissenheit dargestellt. Für mich als Leser werden zu viele Zeitreisen unternommen, so dass ich irgendwann den Überblick über Veränderungen zwischen dem Jetzt und der Zeitreise verloren habe. Zeitweise habe ich über einen Buchabbruch nachgefacht.
Die Idee der Zeitreise finde ich an sich gut. Die Konzentration auf eine Handvoll hätte der Geschichte keinen Abbruch getan. Die Entwicklung und das Erkennen des Problems von Jules und Adam hat mir jedoch gefallen. Die tiefgründige und ehrliche Antwort der Frage des Glücklichseins hat mich überzeugt. Jedoch kann ich aufgrund der viel zu abstrakten Handlung, trotz einiger Pluspunkte, nur 3 Sterne vergeben.
 

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Rückblende

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft ...

Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft kommen verdrängte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Ich-Erzählerin springt in ihren Erzählungen jedoch sehr zwischen Orte und Gedanken. Ihre kühle Reserviertheit war mir persönlich zu befremdlich. Manche Gedanken konnte und wollte ich nicht nachvollziehen und umso abstrakter wurden mir die Erzählung. Der Schreibstil der Autorin Brinkgreve ist versiert und gut lesbar, aber auch kühl und distanziert. Die Ehe der Ich-Erzählerin kommt in dieser Geschichte nicht gut weg und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum sie nicht einen Schlussstrich zieht. Als Fazit lässt sich sagen, dass mich das Buch überhaupt nicht erreicht und berührt hat und ich es nur sehr eingeschränkt empfehlen kann. 3/5 Sterne

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