Cover-Bild Nathan Kantereit
Band 2 der Reihe "Hibana Aidea"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Edition Hibana
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 88
  • Ersterscheinung: 14.09.2023
  • ISBN: 9783946423423
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Co Winterstein

Nathan Kantereit

Till Gerhard (Illustrator)

Nathan Kantereit ist ein verträumter, naiver, nicht mehr ganz junger Mann, der zum ersten Mal unsterblich verliebt ist: In ein Gemälde. Als aber dieses Gemälde verschwindet, muß sich der weltfremde Mensch auf ein Abenteuer einlassen: Die erste große Reise seines Lebens. Er reist diesem Gemälde nach in eine Welt, die ihm vollkommen fremd ist.
Co Winterstein erzählt in ihrer Novelle von einem erwachsenen Menschen, der mit kindlichem Gemüt all das erst entdecken muß, was Erwachsensein bedeutet. Die erste große Liebe, spät erlebt, stößt sein Leben vollkommen um.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2024

Empfehlenswert

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Nathan Kantereit: Wer Cos Debüt "Am Rand, mit den Füßen im Nichts" gelesen hat, der kennt den Protagonisten von Cos gerade bei @edition_hibana erschienenen Novelle schon. Er arbeitet als Aufseher in der ...

Nathan Kantereit: Wer Cos Debüt "Am Rand, mit den Füßen im Nichts" gelesen hat, der kennt den Protagonisten von Cos gerade bei @edition_hibana erschienenen Novelle schon. Er arbeitet als Aufseher in der Nationalgalerie. Und dort hängt Renoirs "Im Sommer", ein Porträt von Clara, in die sich Nathan unsterblich verliebt hat.

Nathan ist schüchtern. Er stottert, wenn er mit anderen sprechen muss, hat kaum soziale Kontakte. Seine kleine Wohnung schätzt er vor allem auch wegen der Anonymität des Gebäudes. Gleichzeitig ist er ein Schöngeist, ein genauer Beobachter seiner Umwelt. Und vor allem ist er zufrieden mit seinem Leben.

Zumindest bis zu dem Moment, indem man ihm Clara entreißt. Denn Clara ist nur eine Leihgabe... Und damit beginnt eine Reise, die Nathan verändern wird und ihn über sich selbst hinauswachsen lässt.

Co Winterstein hat eine kraftvolle Geschichte über einen liebenswerten Außenseiter geschrieben, der in der Kunst, in einer Figur auf einem Gemälde, Halt findet. Für mich ist die Novelle deshalb auch eine Geschichte über die Kraft der Kunst. Sie zeigt, welche Emotionen sie imstande ist auszulösen. Nathan taucht durch das Porträt in eine fiktive Welt ein und letztlich führt das dazu, dass sich ihm ganz neue reale Welten öffnen.

Und auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, so brauchen wir vielleicht alle in dieser Hinsicht ein bisschen mehr Nathan in uns, ein bisschen mehr Fantasie, Vorstellungskraft und Tagträumerei.

Ergänzt wird der Text durch die wunderbaren Bilder von Till Gerhard, die das Buch zu einem ganz besonderen Schatz im Buchregal machen.

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Veröffentlicht am 15.12.2023

"Nathan Kantereit" ist etwas Besonderes für mich - Eine großartige Novelle über den Wendepunkt eines Lebens

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Mir hat die Novelle hervorragend gefallen.

Das lag einerseits an der Sprache, die sehr klar ist. Die Autorin Co Winterstein versteht es, mit wenigen Worten Personen, Sachverhalte, Handlungen, Gedanken ...

Mir hat die Novelle hervorragend gefallen.

Das lag einerseits an der Sprache, die sehr klar ist. Die Autorin Co Winterstein versteht es, mit wenigen Worten Personen, Sachverhalte, Handlungen, Gedanken und Gefühle anschaulich zu machen und zu verdeutlichen. Die Vorstellungskraft wird hervorragend angeleitet.

Andererseits mochte ich die sehr respektvolle Darstellung des Nathan Kantereit, die ohne Klischees auskommt. Es wird bald klar, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Jedoch wird ebenso deutlich, dass er sein Leben im Griff hat und es darüberhinaus mit Qualität erfüllt. Trotzdem wird man dahin geführt, diesem sympathischen Menschen etwas mehr Freude zu wünschen.

Die Geschichte ist kurz (88 Seiten inklusive Autoren- und Illustratorenbiographien, Danksagung, Bilderverzeichnis und Bilder) und daher hatte ich keine Überraschungen erwartet. Dennoch fand die Autorin Raum auch dafür. Besonders positiv überrascht hat mich der Ausgang der Geschichte. Erwartet hatte ich ein tragisches Ende, denn was kann dabei herauskommen, wenn man sich in ein Gemälde verliebt? Doch für mich klang das Ende ziemlich vielversprechend. Ich habe es und die darin liegende Botschaft gemocht: "Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören". Dieses Zitat von Hermann Hesse macht den Auftakt der Novelle und bildet gleichzeitig ihren Rahmen.

Ich mochte ebendso, dass die Darstellung so konzipiert ist, dass auf Dingen, die nicht jeder kennen kann, kein Verständnis für die Geschichte aufgebaut wurde. Nathan ist Museumswächter und interessiert sich selbst sehr für Kunst. Daher wurden viele Künstler und Kunstwerke genannt und Bezug auf sie genommen. Ich denke, dass jemand, dem diese bekannt sind, die Novelle noch lieber mögen würde wegen der Bilder, die er dabei im Kopf hat. Wenn man sie jedoch nicht kennt, versteht man dennoch, was Nathan begeistert und was ihm missfällt. Man lernt ihn kennen.

Mir hat zudem die Aufmachung des Buchs sehr gefallen, die im Verlag hibana vielleicht so üblich ist. Die ersten und letzten Seiten sind farbig bzw. enthalten Gemäldedrucke. Weitere Gemälde von Till Gerhard, von dem auch das Cover stammt, sind im Inneren abgedruckt. Ich stimme der Beschreibung seiner Werke zu, die in seiner Biografie enthalten ist. In seinen Bildern lösen sich tatsächlich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf. Das geschieht ganz subtil durch Farben, die nicht ganz der Realität entsprechen, sondern einen Hauch psychedelisch sind. Oder Formen, die man im Detail so nicht erwarten würde; die den Blick anziehen und der Wahrnehmung eine Wendung geben. Ein weiteres nettes Detail war, dass bei den Buchstabengruppen st und qu die beiden Buchstaben mit einem Schnörkel verbunden waren.

Insgesamt war das Buch etwas Besonderes für mich.

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Veröffentlicht am 14.12.2023

Die Kunst der Selbstfindung

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Nathan Kantereit ist Einzelgänger und er liebt seine Arbeit in der Nationalgalerie - vor allem wegen eines Gemäldes von Renoir, dass die Schönheit Clara zeigt. Er kann an nichts anderes denken als an Clara ...

Nathan Kantereit ist Einzelgänger und er liebt seine Arbeit in der Nationalgalerie - vor allem wegen eines Gemäldes von Renoir, dass die Schönheit Clara zeigt. Er kann an nichts anderes denken als an Clara und tagträumt von ihr und ihren herbeigedachten Begegnungen. Eines Tages jedoch wird das Gemälde aus der Ausstellung entfernt und nach Italien verschickt. Nathan ist außer sich, gerät in Panik ob der Angst, Clara nicht mehr nahe sein zu können, also beschließt er kurzerhand ihr nachzureisen. Das erste Mal in seinem Leben tritt er alleine eine Reise an, getrieben von dem unbändigen Wunsch, sie wieder zu sehen. Schnell wird sein spontanes Abenteuer zu einer Selbstfindung, die Nathan die Welt auf eine ganz neue Art wahrnehmen lässt.

Co Winterstein zeichnet in Nathan Kantereit ein gefühlvolles Bild von der Liebe eines Mannes zu einem Gemälde. Das mag auf den ersten Blick traurig klingen, mit der wunderschönen Sprache der Autorin und der tiefgehenden Betrachtung von Nathans Wahrnehmung der Welt jedoch wird die Erzählung zu einem wohlig warmen Lesegenuss. Ich interpretiere die Geschichte auch als Erinnerung an alle, dass es sich durchaus lohnen kann, Ängste zu überwinden, Gewohnheiten zu hinterfragen und durch Leidenschaft oder Liebe neue Sichtweisen auf die Welt zu gewinnen. Nathan scheint aus der Zeit gefallen zu sein und in einer selbstgewählten Isolation zu leben, doch durch seine Liebe zu Clara wächst er über sich selbst hinaus. Kunst spielt in der Novelle eine wichtige Rolle, aber es geht nicht darum, sich in der Kunstwelt auszukennen, sondern darum, welchen Halt sie Menschen geben kann. Der Schreibstil wirkt entschleunigt und poetisch, es gelingt der Autorin die Figur Nathan so zu zeichnen, dass sich der oder die Lesende in seine Gedanken- und Wahrnehmungswelt hineinversetzen und mitfühlen kann. Abgerundet wird dieses kleine literarische Kunstwerk durch die wunderschönen Bilder, die dem Band der Künstler Till Gerhard beigesteuert hat.

Mein Fazit: eine absolut lesenswerte, kunstvolle Novelle, die den Leser*innen ein Lächeln ins Gesicht und ins Herz zaubert!

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Die Kunst zu leben

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"Nathan Kantereit" von Co Winterstein ist eine sehr angenehm zu lesende Novelle.
Nathan ist ein junger Mann, der allein lebt und der sein Leben ganz ruhig und geplant verbringt. Keine besonderen Vorkommnisse ...

"Nathan Kantereit" von Co Winterstein ist eine sehr angenehm zu lesende Novelle.
Nathan ist ein junger Mann, der allein lebt und der sein Leben ganz ruhig und geplant verbringt. Keine besonderen Vorkommnisse sozusagen.
Er arbeitet als Wärter in einem Museum und liebt seine ruhige und gleichmütige Arbeit sehr. Eine halbe Stunde dort, dann die Stelle wechseln, dann dort eine Stunde. So verplant er seine Tage und verbringt sie zwischen Wohnung, Supermarkt und Museum.
Mir kommt Nathan nicht fremd vor und auch nicht unglücklich oder einsam, er wird hier sehr gut gezeichnet und beschrieben.
Nathan verehrt Clara, ja er ist fast in sie verliebt. Nur dass Clara keine junge Frau der Gegenwart ist, sondern die Figur in einem Gemälde von Renoir.
Dann wird das Gemälde abgehängt, es ist verliehen an ein Museum in Italien. Nathan nimmt kurzerhand das erste Mal Urlaub und reist ihr nach.
Damit beginnt das erste große Abenteuer seines Lebens.
Die Geschichte ist hier so schön und einfühlsam erzählt, mir kam es vor, als wäre Nathan ein Bekannter von mir. Die Autorin findet hier schöne Worte für Nathans Mut zur Veränderung, zu der Kraft in sich selbst, die einen Traum wahr werden lässt. Zwar auf andere Weise als erwartet, aber es ist ein Aufbruch.
Unterstützt wird diese wunderbare Erzählung von ebenso wunderbaren Bildern von Till Gerhard, das hat gut gepasst.

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Tiefgründige Novelle

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Nathan Kantereit ist ein introvertierter Mann, der sich in seinem relativ ereignislosen Leben gut eingerichtet hat. Er arbeitet als Museumswärter und dort hat er auch seine große Liebe gefunden. Clara ...

Nathan Kantereit ist ein introvertierter Mann, der sich in seinem relativ ereignislosen Leben gut eingerichtet hat. Er arbeitet als Museumswärter und dort hat er auch seine große Liebe gefunden. Clara heißt seine Angebetete, allerdings ist sie nicht aus Fleisch und Blut, sondern auf einem von Renoirs Gemälden zu sehen. Als das Gemälde in ein anderes Museum nach Italien gebracht werden soll, wirft es Nathan komplett aus der eingefahrenen Bahn. Plötzlich findet er den Mut und die Kraft sich zum ersten Mal alleine auf eine größere Reise zu begeben.
Co Winterstein schreibt knapp und präzise und schafft es dabei, dass der Leser ein gutes Gefühl für Nathan entwickelt. Trotz oder gerade wegen seiner Verschrobenheit fühlt man mit ihm und wünscht ihm nur das Beste. Er macht eine Entwicklung durch, denn er entdeckt seinen Mut und eine vorher nicht gekannte Entschlossenheit. Was er am Ende der Reise findet, das sollte jeder selbst lesen. Eine berührende Novelle, die durch eine schöne Sprache überzeugt. Das Cover und weitere Bilder, die zwischen den Seiten eingestreut sind, wurden von Till Gerhard gemalt. Sie passen wunderbar zu dieser Geschichte. Die ganze Aufmachung und auch das Schriftbild sind etwas ganz Besonderes. Daher gebe ich gerne meine Empfehlung ab, für ein Buch der leisen und zarten Töne.

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