Muntere, unterhaltsame Story, mäßig spannend, zu viele Personen
Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlichMir hat der Roman auch recht gut gefallen. Die Anzahl der Personen fand ich etwas viel. Allerdings hatte ich nicht die ersten Bände der Serie gelesen; wenn man die regulären Figuren alle kennt, ist es ...
Mir hat der Roman auch recht gut gefallen. Die Anzahl der Personen fand ich etwas viel. Allerdings hatte ich nicht die ersten Bände der Serie gelesen; wenn man die regulären Figuren alle kennt, ist es sicher einfacher. Im Großen und Ganzen waren sie mir fast alle sympathisch, bis auf Loebell, den ich für zu egoistisch hielt. Das Konzept, nach dem es verschiedene Parteien gibt, die ermitteln, war interessant und ungewöhnlich, ich hätte mir aber grössere Überschneidungen gewünscht; man kriegt nicht wirklich mit, was andere Leute ausser Loebell an Detektivarbeit leisten. Der Text ist wendig, quirrlig und abwechslungsreich; dabei helfen die vielen verschiedenen Figuren, die teils etwas skurill gestaltet sind. Auch die Dramaturgie trägt dazu bei mit Wendungen, netten, gut eingeknüpften Details und temporeichen Gesprächen, die Nebenschauplätze betreffen... oder eben nicht. Am Ende stellt sich heraus, dass der Leser die Story selbst auflösen kann, wenn er genug aufpasst. Das finde ich gut und fair. Auch dass die Geschichte nur mäßig spannend ist, mochte ich; das Buch trifft sehr gut das Genre Cosy Crime. Gekonnt und dekorativ eingefügt in den Plot wurden Örtlichkeiten und Infos über Berlin und Potsdam. Am besten gefallen haben mir Tuans Beiträge und ich fand es lustig, dass ein Partyboy unvermutet historische Kurzvorträge ausspuckt wie ein Geschichtslehrer. Ich bewerte dieses Buch mit 4 Sternen.