Er lebt zurückgezogen, mit Meerblick, edlem Whiskey und einem Arsenal an Prepaid-Handys. Wenn es darum geht, Probleme zu lösen, die andere nicht mal aussprechen wollen, ist Carl die erste Adresse. Unsichtbar, aber allgegenwärtig, lenkt er ein Netzwerk aus Profis, Abhängigen, Opportunisten und Verlorenen – jeder käuflich, jeder ersetzbar. Carl verkauft keine Produkte. Er verkauft Lösungen. Und Loyalität ist das einzige Zahlungsmittel, das er nicht verhandelt.
Doch als sich Risse im System zeigen – ein Job geht schief, ein Mädchen beginnt zu zweifeln, ein Auftragnehmer denkt zu viel – wird klar: Auch Carl kann nicht alles.
Das Cover ist in ansprechenden Farben gehalten und macht neugierig auf den Inhalt des Buches. Ein Alt-Mafioso muss seine Nachfolge regeln und ein amerikanischer Tycoon will den Mörder seiner ...
Das Cover ist in ansprechenden Farben gehalten und macht neugierig auf den Inhalt des Buches. Ein Alt-Mafioso muss seine Nachfolge regeln und ein amerikanischer Tycoon will den Mörder seiner Tochter ausfindig machen. Die beiden suchen Hilfe bei Carl, der ein ganz besonderes Business betreibt - nämliche Dienstleistungen der kriminellen Art. Für die beiden Fälle setzt er seine besten Mitarbeiter (Ridley, ein Mathe-Ass, der es gerne krachen lässt und Betty, eine begnadete Beschafferin der Branche, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt) ein. Doch die beiden kommen schnell an ihre Grenzen und die Aufträge laufen ziemlich aus dem Ruder.
Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Besonders gefallen haben mir die spritzigen Dialoge dieses etwas anderen Thrillers!
Auch im kriminellen Milieu läuft nicht immer alles nach Plan. Für solche Fälle ruft man Carl zu Hilfe, um alles wieder gerade zu biegen. Carl, ein gerissener Problemlöser, der weiß wie er seine Crew einsetzen ...
Auch im kriminellen Milieu läuft nicht immer alles nach Plan. Für solche Fälle ruft man Carl zu Hilfe, um alles wieder gerade zu biegen. Carl, ein gerissener Problemlöser, der weiß wie er seine Crew einsetzen muss und welche Strippen zu bewegen sind. Die Mafia hat Probleme? You better call Carl. Eine Millionärstochter wird ermordet? You better call Carl.
Ein außenstehender Erzähler berichtet die Geschehnisse in kleinen Episoden, wobei jedes Kapitel aus der Sicht von einem anderen Mitarbeiter Carls sowie ihm selbst handelt. Eine Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt zu bekommen und einen größeren Überblick zu erhalten gefiel mir schon immer am besten. Leider war es für mich nicht immer leicht, gleich herauszufinden, von wem das jeweilige Kapitel handelt. Selbst in den Kapiteln wurde des Öfteren hin und her geswitched und irgendwann ging mir dann einfach der rote Faden verloren. Dabei ist er ja eigentlich vorhanden, in Form von Carls Telefonaten, die er mit seinen Mitarbeitern führt und damit zu einem allumfassenden Verbindungsglied wird. Ein wenig hat es mich an die Erzählweise von Tarrantino erinnert.
Zu Beginn war ich wirklich neugierig auf Carl und seine Arbeitsweise. Ich stellte ihn mir als ein charmantes und cleveres Genie a la Raymond Reddington vor. Die Ernüchterung kam leider sehr schnell. In meinen Augen ist Carl einfach ein unsympathischer Krimineller, der seine Mitarbeiter mit Gewalt unter Kontrolle hält. In den häufig eingeschobenen Monologen ist er sich fast nur am selbstbemitleiden. Seine ständigen Stimmungsschwankungen waren für mich schwer auszuhalten. War er doch mal ehrlich sympathisch, sodass ich ihn hätte mögen können, war er in der nächsten Sekunde hochgradig aggressiv und unter der Gürtellinie. Einzig eine Szene ließ mich meine Gefühle gegenüber Carl überdenken. Ich weiß bis heute nicht, ob ich ihn vielleicht doch unterschätzt habe oder es ihn noch egoistischer für mich macht. Carl deutete mal an es mit der Verschlüsselung seiner Geschäfte am Telefon manchmal zu übertreiben. Genau dieses Gefühl hatte ich teilweise beim Lesen der Geschichte. In meinen Augen ging es weniger um die Fälle an sich, sondern mehr um Carls Mitarbeiter. Besonders Ridley ist mir da in Erinnerung geblieben. Seine Hintergrundgeschichte hat mich am meisten berührt sowie das, was das Schicksal noch für ihn bereit hält.
Während die aktuellen Fälle in Bearbeitung sind, erfährt man als Leser immer wieder zwischendurch, quasi Schnipselweise, mehr über die Vergangenheit von Carl und seinen Mitarbeitern. Also die Geschehnisse, die sie ins Hier und Jetzt gebracht haben und mit welchen Traumata sie bis heute zu kämpfen haben.
Der derbe bisweilen vulgäre Schreibstil mag manchmal abschreckend wirken aber passt meiner Meinung nach sehr gut zum rauen Umgangston, der in diesem Milieu herrscht.
An sich hätte ich diesen Roman schon echt mögen wollen. Die langsame Erzählart und die Hintergründe der meisten Protagonisten gefielen mir echt gut. Auch, dass die Fälle so abliefen bzw. so ausgingen hätte ich auch noch verkraften können, wie das sehr offene Ende. Aber ganz ehrlich? Carl hat es einfach versaut. Sein widerlicher Charakter legte sich einfach wie ein Schatten über die ganze Geschichte.
Schwer zu sagen, ob ich eine Leseempfehlung geben kann. Ich denke hier sollte jeder selbst entscheiden, ob er sich auf die Geschichte einlassen möchte oder nicht. Ich persönlich bereue es nicht, hätte mir aber mehr erhofft.
Das Buch „Die Kurve“ ist von dem Autor Dirk Schmidt geschrieben.
Haben Sie ein Problem? Dann sollten Sie Carl kontaktieren. Carl, der ehemalige Leiter eines Jugendzentrums, betreibt ein Unternehmen, ...
Das Buch „Die Kurve“ ist von dem Autor Dirk Schmidt geschrieben.
Haben Sie ein Problem? Dann sollten Sie Carl kontaktieren. Carl, der ehemalige Leiter eines Jugendzentrums, betreibt ein Unternehmen, das kriminelle Dienstleistungen anbietet. Es ist zwar riskant, aber ein sehr lukratives Geschäft. Er übernimmt Aufträge aus der Unterwelt und hat für jedes Problem die passende Person zur Hand.
Die Erzählweise von Dirk Schmidt ist einzigartig, erfordert jedoch eine gewisse Eingewöhnung, da sie oft mit einem fragmentierten Stil spielt, der die Gedanken und Emotionen der Charaktere widerspiegelt. Trotz des interessanten Ansatzes fand ich, dass der Spannungsbogen in der Handlung etwas schwach ausgeprägt war. Es fiel mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren und in ihre Welt einzutauchen.
Das Ende der Geschichte war für mich besonders unklar und ließ viele Fragen offen, was zwar für einige Leser ansprechend sein mag, mich jedoch eher frustriert zurückließ. Insgesamt ist „Die Kurve“ ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch die Grenzen zwischen Gut und Böse in Frage stellt, aber es könnte für Leser, die eine klare und spannende Handlung suchen, enttäuschend sein.
Es ist schwierig, einen Hinweis auf die Story zu geben, da sich viele Erzählstränge umeinander winden. In dem ersten Erzählstrang geht es um einen Altmafioso und seine Tochter, die unter Umständen die ...
Es ist schwierig, einen Hinweis auf die Story zu geben, da sich viele Erzählstränge umeinander winden. In dem ersten Erzählstrang geht es um einen Altmafioso und seine Tochter, die unter Umständen die Nachfolge ihres Vaters antreten will oder soll. Ein Blutbad im Haus des Altmafiosos ist sozusagen die Einleitung. Dabei bekommt der alte Herr nicht mal etwas davon mit, was in seinem Haus passiert.
Eine wichtige Person ist Carl. An ihn kann man sich in allen Lebenslagen (außer für eine Telefonseelsorge) wenden und beliebige Lösungen von Problemen buchen. Seine wichtigsten Mitarbeiter sind Ridley und Betty. Ridley soll den Mafioso und seine Tochter beschützen und Betty sich um die Aufklärung des Mordes an einer Amerikanerin kümmern.
Die Kapitel sind jeweils mit dem Namen eines Akteurs überschrieben. Man könnte also annehmen, dass es sich im Kapitel nur um die Sichtweise dieser Person gehen würde. Aber nein. Immer wieder werden andere Erzählstränge und Rückblicke oft sehr unvermittelt eingeschoben. Das trägt nicht dazu bei, den ganzen Roman zu durchschauen. Immer wieder fragt man sich, wer ist das nun wieder? Ist der schon mal aufgetaucht? Dabei sind diese Einschübe immer nur kurz und hektisch und verursachen nur Durcheinander.
Ich habe schon bei vielen Büchern gesagt, dass sie zu lang waren und dadurch langweilig und anstrengend waren. Bei diesem Buch von Dirk Schmidt muss ich mal umgekehrt sagen: Dieses Buch wäre sicher besser geworden, wenn es an vielen Stellen etwas ausführlicher und eingehender geschrieben worden wäre. So bleibt es eben meist nur an der Oberfläche ohne Tiefgang.
Carl hat früher das Jugendzentrum "Die Kurve" in Herne geleitet und dort Menschen kennen gelernt, die ihm auch heute noch bei seinen nicht ganz legalen Dienstleistungen behilflich sind. Ein Alt-Mafioso, ...
Carl hat früher das Jugendzentrum "Die Kurve" in Herne geleitet und dort Menschen kennen gelernt, die ihm auch heute noch bei seinen nicht ganz legalen Dienstleistungen behilflich sind. Ein Alt-Mafioso, der Deutschland bereisen möchte um seine Geschäfte zu regeln oder ein amerikanischer Tycoon, der im Gefängnis sitzt und den Mörder seiner Tochter sucht. Carl hat die richtigen Kontakte. Wo er genau wohnt weiß keiner so richtig. Aber Carl hat mehrere Telefone und verspricht Lösungen. Er ruft seine Mitarbeiter an, bietet ihnen Geld oder setzt sie unter Druck. Denn er sieht und hört alles.
Das Cover zeigt den Jugendtreff und der Titel gehört dazu. Die Protagonisten werden teilweise recht schräg beschrieben und gehören zu diesem ungewöhnlichen Geschäftsmodell dazu. Die Handlung springt zwischendurch in die Vergangenheit und erklärt einiges. Trotzdem konnte mich diese Buch nicht richtig fesseln und ich hätte mir an Hand der Beschreibung mehr erwartet.