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15,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Dead Soft Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: historisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantastische Literatur
  • Seitenzahl: 442
  • Ersterscheinung: 02.02.2018
  • ISBN: 9783960891772
Elea Brandt

Unter einem Banner

Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden.
Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen.
Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2021

Ein wundervolles Buch über Zusammenhalt, egal was kommt

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Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen, konnte es kaum aus der Hand legen. Elea Brandt hat eine wundervolle Geschichte geschaffen, die sich spannend liest, liebevoll ist und eine tolle Balance hat. ...

Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen, konnte es kaum aus der Hand legen. Elea Brandt hat eine wundervolle Geschichte geschaffen, die sich spannend liest, liebevoll ist und eine tolle Balance hat. Es ist nicht nur Krieg, nicht nur Liebe, nicht nur Diplomatie. Es ist all das, wunderbar ausgewogen und nichts davon ist zu viel oder zu wenig (okay, mehr Liebe geht immer :D). Davon ein Prequel und Sequel lesen zu können, wäre mega. Aber das Buch an sich ist eine Wucht.

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Veröffentlicht am 07.05.2018

Reykan und Bendrik

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Reykan leidet noch immer unter dem Verlust seines Geliebten ,den er in der letzten Schlacht verlor.Er hat genug vom sinnlosen Kämpfen ,gibt sich seinen Depressionen hin und trinkt.Doch dann gibt es einen ...

Reykan leidet noch immer unter dem Verlust seines Geliebten ,den er in der letzten Schlacht verlor.Er hat genug vom sinnlosen Kämpfen ,gibt sich seinen Depressionen hin und trinkt.Doch dann gibt es einen Putsch und der König zwingt ihn durch eine List seinen Sohn zu beschützen.Doch Benrik ist ein verwöhntes Bürschlein,arrogant,anspruchsvoll und sehr jung.
Im Laufe der gefahrenvollen Reise kommen sich die beiden zwangsläufig näher und in Reykan kommen Gefühle auf,die er eigentlich nicht mehr zulassen will,schon gar nicht für Bendrik.
Reykan und Bendrik schlagen zusammen manchen Kampf und die beiden werden einander immer zu getaner.

Das gesamte Paket aus Kampf,Liebe ,Verrat und Tod passt wunderbar .Die Charaktere sind toll und man liebt und leidet mit ihnen und man freut sich für den sympatischen Reykan ,das er wieder eine neue Liebe und Aufgabe findet ,die ihn aus seinem emotionalen Tief heraus holt ,wenn auch nicht ganz freiwillig. So sehr er sich anfänglich dagegen wehrt an Bendrik gekettet zu sein so nimmt er es doch dank seines Pflichtgefühls auf sich und verteidigt den jungen Schnösel mit seinem Leben.

Ein Buch das man nicht aus der Hand legen konnte.Schönes mittelalterliches Setting das einen gefangen nimmt und einen in eine Welt voller Gefahren katapultiert, in der am Ende die Liebe siegt.

Das Buch hat gehalten was das tolle Cover versprach : eine Geschichte so mystisch und geheimnisvoll wie das Cover mit einem Helden ,den man einfach nur mögen muss

Veröffentlicht am 18.04.2018

Spannender und mitreißender Mittelalterroman.

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Reykan, einer der höchsten Offiziere unter der Flagge des Königs Renard kämpft eine aussichtslose Schlacht um das Ansehen der Krone. Seine Truppen unterliegen dem Reich Notia und Reykan verliert nicht ...

Reykan, einer der höchsten Offiziere unter der Flagge des Königs Renard kämpft eine aussichtslose Schlacht um das Ansehen der Krone. Seine Truppen unterliegen dem Reich Notia und Reykan verliert nicht nur den Krieg, sondern auch seinen Gefährten, dem seit fast zwanzig Jahren sein Herz gehörte.
Er fängt an zu trinken, verfällt in Depressionen und hadert mit seiner Berufung, Soldat zu sein.

Renard aber befördert ihn zu einem seiner Leibwächter und Reykans Pflichtbewusstsein kettet ihn an eine Aufgabe, die er so nicht ausführen wollte.
Als die Königsstadt Arlis überfallen wird und ein Putsch stattfindet wird König Renard getötet und nimmt Reykan das Versprechen ab, seinen Sohn Benrik zu beschützen und in Sicherheit zu bringen.

Eine Aufgabe, die Reykan mehr als widerstrebt, ist der offen homosexuell lebende Benrik doch ein selbstgefälliger und verwöhnter junger Prinz, weltfremd und voller Allüren.

Die beiden machen sich auf eine Reise, die sie überraschend immer näher zusammenbringt. Während Gefahren und Intrigen an jeder Ecke lauern und sie mehr als einmal um ihr Leben bangen müssen fangen sie an, sich mehr und mehr zu verstehen, aufeinander verlassen zu können und voneinander zu lernen.

Jedoch steht Benrik die große Aufgabe bevor, das Reich seines Vaters von den Putschisten zurückzuerobern - wird er es schaffen? Wie wird es weiter- und ausgehen für ihn und Reykan?




Für mich ein sozusagen halb-neues Genre. Mittelalter und Fantasy immer gerne - Gay Romance in diesem Zusammenhang noch Neuland für mich.
Und ich bin wirklich begeistert.
Vom Buch, vom Aufbau, von den Charakteren - und auch von der „mal ganz anderen“ Liebesgeschichte.

Man fällt mit dem Buch in die Schlacht sozusagen, ohne großen Firlefanz steht man zwischen den brennenden Zelten und sterbenden Soldaten. Es bleibt keine Zeit, sich zurecht zu finden, man ist kurz überfordert und ist dann mittendrin im Kampfgetümmel. So wie es den Soldaten vermutlich selber auch geht. Und man kämpft und leidet mit, man friert und fühlt mit ihnen. Der Schreibstil zieht einen hinein in eine wirklich dramatische Situation - und auf einmal ist man auch im Bilde über Reykans sexuelle Orientierung.
Und auch hier wird man nicht blumig und romantisch an die Hand genommen und zum blondgelockten Gefährten gezogen, sondern sie küssen sich einfach. Ende. Ohne Vorrede. Ach so. Ok, die beiden sind also zusammen. So ist das halt. Ist eben einfach selbstverständlich, dass sich zwei mögen. Ob Mann und Frau oder Mann und Mann.
Und dann ist er schon tot, Reykans große Liebe. Und auch hier, zum Dritten: ohne letzte Worte, ohne Liebesschwüre mit dem letzten Atemhauch, er ist einfach tot. Gestorben in der großen Schlacht und ohne Vorbereitung ist Reykan alleine.

Und das gefällt mir alles wahnsinnig gut.
Das „es ist wie es ist“ in diesem Buch. Das „nimm es hin“. Es wird gekämpft, es wird gestorben, es wird geliebt. Punkt.
Nicht alles muss einem persönlich gefallen, aber die Fakten sind so wie sie sind.

Auch die Charaktere. Lange nicht Jeden muss man mögen - oder nicht sofort.
Benrik, der Prinz ist sicherlich auf den ersten Blick ein verwöhnter Schnösel, aber seine treffsicheren, ironischen Bemerkungen und seine oft offensichtliche Fassade machen ihn schneller sympathisch als ihm vielleicht selber lieb ist.
Er legt eine faszinierende Wandlung hin, vom weltfremden Königssohn zum Selbst-Gekrönten mit Sinn und Verstand. Viel Realismus legt er an den Tag und charmant klar sieht er sich und seine eigenen Fehler. König möchte er sein und wird er - aber er weiss um seine (noch) bestehenden fehlenden Qualifikationen, spricht sie offen an, nimmt Hilfe an und durchdenkt.
Ein schlauer Junge, der garantiert ein besserer und wesentlich menschlicherer König sein wird als sein Vater.

Auch mit Hilfe seiner vielleicht nicht unbedingt besseren, aber manchmal beruhigenden Hälfte Reykan.
Natürlich kommen sich die Beiden nicht nur auf „beruflicher Ebene“ näher, das ist schon Jedem klar. Spätestens wenn man die Herren bei ihrem ersten Trainingskampf und ihrem gegenseitigen Angezicke erlebt weiss man: da geht noch was.
Aber dieses eine Mal geht es nicht zackzack, sondern es entwickelt sich. Und das auch mit Stolpersteinen, trauert Reykan doch seinem verstorbenen Partner noch hinterher.

Und er trauert nicht nur um den Partner, sondern auch um sich selbst. Anstrengend ist er manchmal, der prinzipientreue Soldat, der … ist er denn der Held? Vieles macht er falsch durch seine Regelkonformitäten, sein „ich muss das machen obwohl es falsch ist“. Man kann ihm eigenständiges Denken gar nicht absprechen, denn er denkt ja durchaus drüber nach, dass König Renard gerne mal falsche Befehle gibt. Aber alles Denken hilft nichts wenn man doch brav salutiert und entgegen seiner eigenen Moralvorstellungen handelt.
Harrenstein, der große Putschist, der hats direkt erkannt. Und damit einen kurzen Moment im Buch, wo man ihn nicht ganz so furchtbar findet.
Vielleicht schafft Benrik ja, Reykan ein bisschen lockerer zu machen, ein bisschen davon abzubringen, nur zu folgen.

Immerhin ergänzen sich Beide hervorragend - wie man im Laufe der sehr spannenden Reise des Buches immer wieder feststellt. Langweilig wird es zu keiner Passage, viele kleine und große Dramen und Gefahren sorgen dafür, dass man immer und gerne am Ball der Geschichte bleibt, weiterlesen und wissen möchte, wie es ausgeht. Mit Reykan und Benrik, mit dem Königreich.

Ein in sich wunderbar harmonierender Aufbau der Geschichte, plastische und gut vorstellbare Charaktere mit teils spannenden Entwicklungen und ein schlüssiges Ende, das alle Fäden zusammenführt. Ein wirklich schönes Buch, ich würde mich freuen, wenn es noch weitergehen würde.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Krieg, Tod, Gewalt und zwei großartige Protagonisten mit perfekter Gay-Würze!

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~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Reykan unser Protagonist, sehnt sich nach Ruhe und Frieden, doch beides ist ihm leider nicht vergönnt. Statt endlich den ganzen Schlachten den Rücken zu kehren, ...

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Reykan unser Protagonist, sehnt sich nach Ruhe und Frieden, doch beides ist ihm leider nicht vergönnt. Statt endlich den ganzen Schlachten den Rücken zu kehren, muss er mit ansehen, wie der König vor seinen Augen stirbt und so bleibt ihm letztlich nichts anderes übrig, als den Kronprinzen Benrik zu beschützen und ihn in Sicherheit zu bringen. Dabei ist Benrik alles andere als angenehm und so sind Auseinandersetzungen unvermeidbar. Hinzukommen ihre Feinde, die unerbittlich Jagd auf den Kronprinzen machen und so ist das Chaos perfekt.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Nachdem ich wie so oft den Klappentext nur angelesen habe und mich so komplett überraschen lassen konnte, was mich erwarten würde, bin ich wirklich begeistert über die Entwicklung der Charaktere, den Handlungsstrang und vor allem der angenehmen Liebesgeschichte, die sich nach und nach entwickelt.
Nach dem Buch >Die Prinzen< hatte ich keine Gay-Liebesgeschichte mehr, die mich so gefesselt und in ihren Bann gezogen hat. Vorallem wohl deshalb, weil die Handlung auch aufregend, gut durchdacht und sehr actionreich ist und die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht. So etwas finde ich großartig. Elea weiß einfach, wie sie Dinge beschreiben muss, damit das Buch wie ein echter Film im Kopf abläuft.
So etwas liebe ich einfach <3
Auch die ganze düstere Atmosphäre und die ganzen Intrigen verleihen dem Buch die perfekte Würze. Das einzige, mit dem man als Leser klarkommen muss, ist die Gewalt und die Kämpfe im Buch. Die Autorin beschönigt nichts, wodurch die ganzen Auseinandersetzungen aber gerade deshalb echt wirken.

Kurzum:
Wer Lust auf Kriegsgeschichten hat, nichts gegen eine gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte und vor allem ein dickes Fell wegen all der Kämpfe und anderen Grausamkeiten besitzt, wird dieses Buch sicher genauso sehr lieben wie ich : )

Ich bin jedenfalls sehr froh, durch die Fantasywoche eine ganz neue deutsche Autorin kennengelernt zu haben und freue mich schon auf weitere Werke von Elea Brandt <3

Veröffentlicht am 01.03.2018

Zwischen Liebe und dem Horror des Krieges

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Inhalt:
Reykan ist Soldat durch und durch, doch die Schrecken und der Horror des Krieges machen ihm schwer zu schaffen. Zu viel hat er im Krieg verloren. Er hofft auf Frieden und ein ruhiges Leben, doch ...

Inhalt:
Reykan ist Soldat durch und durch, doch die Schrecken und der Horror des Krieges machen ihm schwer zu schaffen. Zu viel hat er im Krieg verloren. Er hofft auf Frieden und ein ruhiges Leben, doch als der König in seinen Armen stirbt, scheint alle Hoffnung verloren. Plötzlich findet er sich selbst auf einer Reise durchs Land wieder, um den verwöhnten Kronprinzen Bendrik zu beschützen. Als er feststellt, dass mehr hinter Bendrik steckt als er zunächst dachte, muss Reykan nicht nur gegen die Gefahren die auf sie lauern kämpfen, sondern sich auch über seine Gefühle klar werden.

Rezension:
"Unter einem Banner" habe ich im Rahmen der Fantasywoche 2018 gelesen und hatte vorher nie über das Buch oder die Autorin gehört. Daher bin ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde komplett überrascht!

Das Buch gehört zum Genre der "Gay-Romance", welches ich zuvor nie gelesen hatte und daher ech t gespannt war. Im Grunde ist es letztendlich natürlich nicht viel anders als die Romance-Geschichten zwischen Mann und Frau, eben nur zwischen zwei Männern. Ich persönlich habe damit absolut kein Problem, aber ihr solltet es im Hinterkopf behalten wenn ihr es lest. Denn ja, die Sexszenen werden gut beschrieben, was ich aber als wichtig empfinde... schließlich sieht es bei anderen Romancebüchern nicht anders aus. Ich erwähne es auch nur, weil ich weiß das es (leider!) immer noch genug Menschen gibt die damit ein Problem haben. Bevor ihr euch am Ende also darüber aufregt, sage ich dies euch vorher.

Nun aber zur Rezension!

"Unter einem Banner" überzeugt durch mehere Aspekte. Beginne wir mal mit den Protagonisten. Reykan und Bendrik sind zwei super ausgearbeitete Charaktere, die so real wirken wie du und ich. Meiner Meinung nach, hätten die beiden auch in einem meiner ehemaligen Geschichtsbücher vorkommen können. Insbesondere da es in einem mittelalterlichen Setting spielt. Sie wirkten real, menschlich und waren alles andere als perfekt. Bendrik z.B. hat viele Macken: er ist verwöhnt, jammert viel und ist stur. Doch gerade die Entwicklung seines Charakters wurde von Elea Brandt unglaublich gut ausgearbeitet. Es kommt schleichend, nicht zu plötzlich. Man merkt wie er sich verändert aber fühlt sich nicht erschlagen von der plötzlichen Veränderung. Beim lesen habe ich gemerkt, wie gut die Autorin ihre Charaktere ausgearbeitet hat und ihnen Raum zur eigenen Entwicklung gegeben hat.

Auch den Handlungsort bzw. die Welt wurde klasse ausgearbeitet. Viele Aspekte aus der Zeit des Mittelalters wurden hervorragend recherchiert, übernommen und durch eigene Aspekte ergänzt. Man merkt, dass die Autorin sich mit diesem Zeitalter auskennt. Daher wirkt die Welt unglaublich real.

Elea Brandts Schreibstil ist einfach klasse! Das Buch ließ sich so flüssig lesen, dass die Seiten nur so flogen. Zudem sind dem Zeitalter angemessene Wörter und Begrifflichkeiten im richtigen Kontext genutzt worden, woran man erneut merkt, wie gut sie sich damit auskennt. Die Beschreibungen von Szenen und Personen sind hervorragend gelungen, da man sich sofort als Teil der Welt fühlt. Sie schafft es mit einer Leichtigkeit Bilder im Kopf des Lesers zu kreieren und Emotionen zu übertragen. Ich bin begeistert von ihrer Art zu schreiben!

Ein Aspekt der mich schlussendlich überzeugen konnte wäre, dass Elea Brandt viele wichtige Themen in ihrem Roman anspricht. Nicht direkt, sondern durch die Handlung und ihre Charaktere. So muss Reykan mit den Erlebnissen des Krieges klar kommen und leidet deutlich unter einen posttraumatischen Belastungsstörung und den Folgen, welche daraus resultieren. Schlafprobleme, Alkoholkonsum, Flashbacks und Alpträume. Es zeigt, was Krieg aus Soldaten macht und wie es das Leben eines Menschen für immer verändern kann. Das Leid des Krieges, die Momente des Kampfes, des Todes und des Verlusts werden dem Leser knallhart vor Augen geführt. Dies lässt sie Szenen äußerst realistisch wirken und man mag sich kaum vorstellen, dass es noch heute so in Kriegszeiten abläuft. Das Buch zeigt die Abgründe der Menschheit in Zeiten des Krieges, aber auch wie wichtig Hoffnung, Liebe und Vertrauen ist.

Auch die Problematik der Homosexualität und der Anerkennung durch die Gesellschaft werden aufgegriffen. Vorurteile, Ablehnung und Zweifel als ständiger Bestandteil des Lebens.

Fazit:
"Unter einem Banner" konnte mich auf voller Länge überzeugen und gehört zu einem meiner Mustreads. Ich hätte am liebsten noch mehr Kapitel gelesen und würde sofort wieder ein die Welt Reykans abtauchen.

Die Charaktere wirken real und haben Ecken und Kanten. Ihre Entwicklung wurde klasse ausgearbeitet und fast hatte man beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin ihnen nur einen Stups gegeben hat und sie sich von selbst entwickelt haben. Das Trauma des Krieges wurde durch Reykans Charakter gut verdeutlicht und scheint gut recherchiert. Aber auch für die Romance-Fans ist natürlich gesorgt. Die Liebesgeschichte ist toll ausgearbeitet und entwickelt sich genau im richtigen Tempo. Von einem kleinen Funken, zu einem großen Feuer. Dieses Buch ist es definitiv wert, gelesen zu werden.