Cover-Bild Wenn unsere Welt kippt
(4)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 24.09.2025
  • ISBN: 9783733608941
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Jandy Nelson

Wenn unsere Welt kippt

Eine große Coming-of-Age-Saga der Autorin von »Über mir der Himmel«
Barbara König (Übersetzer)

Drei Geschwister. Ein geheimnisvolles Mädchen. Eine schicksalhafte Begegnung.
Willkommen in Paradise Springs – einer Kleinstadt voller Hitze, Staub und Magie inmitten des Wine Country Kaliforniens und Heimat der Fall-Familie. Die 12-jährige Dizzy Fall ist eine grandiose Kuchenbäckerin, sieht Geister und wäre am liebsten eine Romanheldin. Der 17-jährige Miles Fall ist zugleich hochbegabt und Sportskanone, Hundefanatiker und unfassbar schön. Aber auch verloren und auf der Suche nach dem Jungen seiner Träume. Wynton Fall brilliert als 19-jähriger Geigenvirtuose und fährt sein Leben dabei konsequent gegen die Wand. 
Als Cassidy, ein geheimnisvolles Mädchen mit regenbogenfarbigem Haar in Paradise Springs auftaucht, wirbelt sie die Welt der drei Geschwister durcheinander. Doch bevor Dizzy, Miles und Wynton herausfinden, wer Cassidy wirklich ist, passiert die Katastrophe. Nur Cassidy kann die Fall-Familie wieder zusammenführen …
Ein kaleidoskopisch erzählte Coming-of-Age-Familien-Roman voller Rivalitäten, Geheimnisse, Roadtrips, Leidenschaft, Verrat und Liebe. Eine moderne Familiensaga, die mitten ins Herz trifft und sofort nach Erscheinen auf die New-York-Times-Bestsellerliste sprang.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Geri in einem Regal.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von Geri.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2025

Ein Buch, wie eine wärmende Decke

0

Ein Buch, dass mir das Gefühl einer warmen Decke vermittelt hat. Dieses Gefühl, wenn man es sich an einem nassen und kalten Herbstabend mit dieser Decke auf der Couch gemütlich macht. Erst fröstelt man ...

Ein Buch, dass mir das Gefühl einer warmen Decke vermittelt hat. Dieses Gefühl, wenn man es sich an einem nassen und kalten Herbstabend mit dieser Decke auf der Couch gemütlich macht. Erst fröstelt man noch und dann umhüllt einen eine wohlige Wärme – ähnlich der Umarmung eines geliebten Menschen. Und genauso verhält es sich mit diesem Roman. Die Geschichte der drei Geschwister Dizzy, Miles und Wynton – alle drei sind gebrochen. Sie würden es nie zeigen, aber der Schmerz sitzt so tief. Es ist die Sehnsucht nach ihrem Vater, der die Familie verlassen hat. Aber ihnen begegnet, wie Dizzy es ausdrücken würde, ein Engel. Ein junges tätowiertes Mädchen mit „Regenbogenhaar“. Sie berührt alle drei und nur dieses Mädchen Cassidy kann nach einem schlimmen Schicksalsschlag die Wunden heilen lassen. Nur wo findet man diesen Engel?
Die Geschichte wird von allen drei Geschwistern erzählt – jeder hat seine eigenen Kapitel. Somit bekommen wir einen sehr tiefen Einblick in das Leben der Familie Fall und deren Vorfahren. Auch Cassidy berichtet von dem unsteten Leben mit ihrer Mutter – immer auf der Suche nach dem Glück. Und sie berichtet von den drei Verraten, die ihr Leben prägten. Aber Cassidy ist überzeugt, dass wenn die Welt kippt, mit all dem Leid auch Freud überläuft.
Ein Buch, das intensiv ist, das Mut macht und den Leser gefühlt umarmt. Ich empfehle es gern nicht nur an ungemütlichen Herbsttagen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein mitreßendes Familienepos

0

„Wenn unsere Welt kippt“ von Jandy Nelson ist ein über 600 Seiten umfassendes Familienepos, das mit zarter Melancholie und funkelnder Sprache vom Erwachsenwerden, vom Verlust und von der Macht der Liebe ...

„Wenn unsere Welt kippt“ von Jandy Nelson ist ein über 600 Seiten umfassendes Familienepos, das mit zarter Melancholie und funkelnder Sprache vom Erwachsenwerden, vom Verlust und von der Macht der Liebe erzählt. Die Geschichte entfaltet sich aus wechselnden Perspektiven der Figuren und webt so ein fein gesponnenes Netz aus Erinnerungen, Sehnsüchten und Geheimnissen.

Im Zentrum stehen die drei Geschwister Fall – Dizzy, Miles und Wynton –, Nachkommen einer alten kalifornischen Winzerfamilie. Jeder von ihnen trägt eine besondere Gabe in sich: Dizzy sieht Farben in Gerüchen, Miles besitzt einen scharfen, fast übermächtigen Verstand, und Wynton spielt die Geige mit einer Hingabe, die alles um ihn herum zum Schweigen bringt. Gemeinsam wachsen sie bei ihrer Mutter Bernadette auf, einer begnadeten Köchin und Restaurantbesitzerin, die seit dem Verschwinden ihres Mannes jeden Abend ein Mahl für den, der nicht zurückkehrt, zubereitet. In diesem Ritual liegt Trost – und Schmerz zugleich.

Eines Tages tritt Cassidy in ihr Leben, ein Mädchen voller Geheimnisse und Widersprüche. Sie rettet Dizzy vor einem Sattelschlepper, verbringt mit Miles Stunden des Lesens und Redens, und begegnet schließlich Wynton, dessen Musik und stille Traurigkeit sie tief berühren. Mit ihr zieht ein fremder Wind in die Welt der Falls ein – einer, der Vergangenes aufwirbelt und Verborgenes an die Oberfläche trägt.

Zu Beginn fiel es mir nicht leicht, in die Geschichte hineinzufinden. Jandy Nelson wirft ihre Leserschaft mitten hinein in das Geflecht aus Erinnerungen, Gedanken und Stimmen – erst allmählich beginnen sich die Fäden zu verknüpfen, und das große Bild tritt hervor. Doch sobald man sich diesem Rhythmus hingibt, entfaltet der Roman seine ganze Tiefe. Nelson zeichnet ihre Figuren mit einer Zärtlichkeit, die berührt, und mit einem Blick, der das Unausgesprochene sichtbar macht.

Zwar wird „Wenn unsere Welt kippt“ als Coming-of-Age-Roman und Jugendbuch beworben, doch ist es in Wahrheit eine Geschichte für Leserinnen und Leser jeden Alters – ein Buch über die Unsicherheit des Lebens, das Ringen um Identität und die leise Erkenntnis, dass Erwachsenwerden nie ganz aufhört.

Auch die äußere Gestaltung verdient Erwähnung: Das Buch liegt trotz seiner Fülle angenehm in der Hand, das Cover ist ein Blickfang, und die kunstvoll mit Ranken verzierten Seiten verstärken den märchenhaften Zauber, der zwischen den Zeilen schimmert.

Fazit: „Wenn unsere Welt kippt“ ist ein vielstimmiger, poetischer Roman, der zum Nachdenken anregt und zugleich zum Träumen verführt – eine Geschichte, die bleibt, wenn man das Buch längst geschlossen hat.

Veröffentlicht am 13.10.2025

Schöne, komplexe Familiengeschichte

0

Das Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Familie, die viele Schwierigkeiten zu bewältigen hat. Dabei gibt es zahlreiche recht komplexe Verflechtungen sowohl innerhalb als auch außerhalb, sodass ...

Das Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Familie, die viele Schwierigkeiten zu bewältigen hat. Dabei gibt es zahlreiche recht komplexe Verflechtungen sowohl innerhalb als auch außerhalb, sodass man nicht immer so ganz leicht durchblickt. Insgesamt ist das Buch jedoch gut gelungen und sehr interessant.

Die Charaktere sind vielseitig, ungewöhnlich und dadurch spannend. Oft haben sie Gemeinsamkeiten, von denen sie nichtmals etwas ahnen, sodass ihre Probleme untereinander überhaupt erst entstehen. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass man mehr miteinander kommunizieren muss.

Es ist teilweise sehr (ein bisschen zu sehr) märchenhaft, aber insgesamt schon ganz cool.

Veröffentlicht am 13.10.2025

Eine turbulente Familiengeschichte

0

Die drei Geschwister Wynton, Miles und Dizzy leben in Paradise Springs, doch für sie ist es kein Paradies. Jedes der Kinder hat mit eigenen Probleme zu kämpfen, und alle drei betrauern immernoch den Verlust ...

Die drei Geschwister Wynton, Miles und Dizzy leben in Paradise Springs, doch für sie ist es kein Paradies. Jedes der Kinder hat mit eigenen Probleme zu kämpfen, und alle drei betrauern immernoch den Verlust ihres Vaters, der vor Jahren spurlos verschwunden ist.
Da taucht ein geheimnisvolles Mädchen mit Regenbogenhaaren auf.

Ich fand das Buch insgesamt ganz solide, auch wenn es mich nicht völlig begeistert hat. Der Einstieg fiel mir ein wenig schwer, zunächst habe ich nur langsam in die Geschichte gefunden. Mit der Zeit hat mich der Schreibstil dann doch mitgerissen, aber die übernatürlichen Elemente waren für mich am Anfang einfach ein wenig too much. Man weiß lange Zeit nicht, in welche Richtung die Geschichte geht und sie dümpelt so vor sich hin, mit vielen Rückblenden und Erzählungen. Dafür, dass das Buch mit 600 Seiten eh schon etwas länger ist, passiert halt nicht ganz so viel - wegen mir hätte man da ruhig einiges rauskürzen können.
Die meisten Charaktere waren für mich nachvollziehbar und nur beim "großen Geheimnis" hatte ich so meine Probleme. Die Beweggründe der Figur konnte ich nicht so richtig nachvollziehen - immerhin ist er ein Erwachsener und hat auch Verantwortung.
An einigen Stellen bin ich mir auch nicht sicher, ob das Buch wirklich für Kinder geeignet ist, da es auch um Gewalt und Drogen geht, diese Themen aber nicht wirklich weiter reflektiert werden.
Insgesamt eine Geschichte mit Stärken und Schwächen. Für mich kein Highlight, aber auch kein Fehlgriff.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere