Wenn Träume platzen
Unser Haus mit Rutsche Laylas Papa hatte so viele Träume. Doch all seine Hoffnungen, Wünsche und ‚Träume werden von der Realität zerbrochen und daran zerbricht auch er.
Diese Dunkelheit, diese Traurigkeit zieht sich ...
Laylas Papa hatte so viele Träume. Doch all seine Hoffnungen, Wünsche und ‚Träume werden von der Realität zerbrochen und daran zerbricht auch er.
Diese Dunkelheit, diese Traurigkeit zieht sich durch die Geschichte – zieht sich durch Laylas Leben und das ihres Bruders. Es ist eine melancholische Grundstimmung, die mich eingesogen hat. Laylas Art zu erzählen, hat mir ihre Kindheit und Jugend so angenehm bildhaft vor Augen geführt. Ihre Maman sehr chic, die Großmutter mütterlicherseits sehr streng, die väterlicherseits lieb und doch so fremd (Layla trifft sie nur einmal) und ihr Babe, der selbst seinen Platz im Leben noch suchte und der dann immer weiter in seine Religion abgedriftet ist.
Auch die Jugendjahre von Layla und ihrem Bruder, die in mir ein Gefühl der Verlassenheit aufkommen lassen haben. Die Autorin zeigt eindringlich auf, wie Probleme der Eltern, die erst verdrängt dann mit Macht ans Licht kommen, eine ganze Familie ins Unglück stürzen.
Mit hat das Buch trotz seiner Schwermut sehr gut gefallen und ich habe es nahezu am Stück gelesen. Ich empfehle es gern weiter – nur depressiv sollte derjenigen, der es liest aus meiner Sicht nicht sein.