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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2026

Der Abschluss

The Monet Family – Shine Bright Like a Diamond
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Es wird auch zum Schluss um Hailie nicht langweilig. Sie und Adrien sind verliebt – nur das Problem ist die Familie. Was Kettensägen beim ersten Familiendinner für eine Bewandtnis haben, dass erfährt man ...

Es wird auch zum Schluss um Hailie nicht langweilig. Sie und Adrien sind verliebt – nur das Problem ist die Familie. Was Kettensägen beim ersten Familiendinner für eine Bewandtnis haben, dass erfährt man nur hier. Und ob Adrien danach noch Hailies Partner sein will?
Aber auch so passiert noch einmal ungemein viel und die Zusammengehörigkeit der Monets wird wieder auf die Probe gestellt.

Alles in Allem hat mir der Abschluss gut gefallen. Er liest sich flüssig und genau wie im vorigen Band wechseln die Erzählperspektiven. Diese Vielschichtigkeit macht den Roman rund. Einen Punkt Abzug gebe ich, weil zum Schluss ein bisschen viel „rosa Zuckerguss“ aufgetragen wurde. Aber ein leichtes Sommerbuch und man sollte wenigstens einige Vorgängerbände kennen. Sonst kann es sein, dass man keinen richtigen Zugang findet.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Vorstadt-Idylle

Alles ihre Schuld
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Man stelle sich vor, man will sein Kind vom Playdate abholen und dann ist es nicht dort und an der Adresse wohnt eine völlig fremde Frau, die keine Ahnung hat, wovon man spricht. Diesen Alptraum ...


Man stelle sich vor, man will sein Kind vom Playdate abholen und dann ist es nicht dort und an der Adresse wohnt eine völlig fremde Frau, die keine Ahnung hat, wovon man spricht. Diesen Alptraum erlebt Vanessa Irvine. Ihr Sohn Milo sollte eigentlich bei Jacob sein. Nur das ist er nicht und Jacob lebt nicht an der Adresse. Auch ist Jacobs Mutter zur Zeit in Frankreich und Milo ist definitiv nicht bei ihrem Sohn. Eine fieberhafte Suche beginnt. Wer ist das Kindermädchen, dem
Milo folgte. Woher kennt er sie? Langsam sehr langsam öffnet der Roman den Abgrund in der beschaulichen Vorstadt. Schicht um Schicht häutet sich die Geschichte und legt finstere Hintergründe offen bis eine Wunde bleibt, die sich nicht mehr schließen wird. Mir hat vor allem der
Schreibstil sehr gut gefallen, der unblutig ist und trotzdem das Grauen wachrüttelt. Beim nächsten Mal wird man sich überlegen, wem man sein Kind anvertraut. Eine klare Leseempfehlung gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Freundschaft

Der Sommer, der uns blieb
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Was bleibt von einer Freundschaft, wenn eine des Trios über Jahre verschwunden ist und sich nie zu gemeldet hat. Britta, Pia und Martin unzertrennliche Freunde bis zu dem verhängnisvollen Sommer, der alles ...

Was bleibt von einer Freundschaft, wenn eine des Trios über Jahre verschwunden ist und sich nie zu gemeldet hat. Britta, Pia und Martin unzertrennliche Freunde bis zu dem verhängnisvollen Sommer, der alles verändert hat.
Am besten an diesem Buch hat mir der Epilog gefallen. Hier hatte ich zum ersten Mal eine Verbindung zu den Figuren. Sie sind mir sonst fremd und blass erschienen. Und ab der Mitte war es für mich ziemlich ersichtlich, wohin „die Reise geht“. Ich finde, dass die Autorin auch sprachlich erst ganz zum Schluss ihr Können gezeigt hat. Leider hatte der Rest des Buches für mich zu viele Längen. Kürzer und mit nicht so blumiger Sprache und den „inneren Kindern“ - dann wäre das ein schöner Sommerroman - such wenn das Thema bissl ausgekaut ist. So bleibt er farblos für mich.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Das unsichtbare Imperium

Bakterien – die heimlichen Helden
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Erfrischend und mitreißend erzählend, nimmt Peter Wohlleben uns mit in die Welt der kleinen Lebewesen. Da wo ganze Dynastien nur einen Tag Bestand haben, aber sich trotzdem öfter als die Menschheit ...


Erfrischend und mitreißend erzählend, nimmt Peter Wohlleben uns mit in die Welt der kleinen Lebewesen. Da wo ganze Dynastien nur einen Tag Bestand haben, aber sich trotzdem öfter als die Menschheit bis heute reproduziert haben. Es sind nützliche aber auch gefährliche Gesellen und wir übersehen sie so oft. Sie produzieren eigene Antibiotika oder zellteilungshemmende Substanzen, die eventuell die Chemotherapie ergänzen oder sogar ersetzen können. Peter Wohlleben fragt sich, ob sie uns im Endeffekt steuern. Und das Ganze wird locker erzählt, so dass ich vergessen habe, dass ich gerade ein Fachbuch lese. Die Themen sind so aufbereitet, dass man immer wieder wow und Aha Momente hat. Natürlich bleibt das Buch an der Oberfläche, aber es soll ja auch von der breiten Masse gelesen und kein wissenschaftlicher Wälzer sein. Ich fand es unterhaltsam und ungewöhnlich informativ. Ich empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Ein Schocker a la Stephen King

Komm spielen
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Ein Buch was sich in zwei Zeitebenen bewegt. Einmal in der Realität, wo Annie Blunt nach mehreren Schicksalsschlägen versucht Ruhe in ihr und das Leben ihres Sohnes zu bekommen und den Sommer ...

Ein Buch was sich in zwei Zeitebenen bewegt. Einmal in der Realität, wo Annie Blunt nach mehreren Schicksalsschlägen versucht Ruhe in ihr und das Leben ihres Sohnes zu bekommen und den Sommer auf dem Land und nicht in New York verbringt.
Doch diese Ruhe wird ihr von Tag zu Tag mehr genommen, denn ihr Sohn beginnt sich immer merkwürdiger zu verhalten. Der zweite Zeitstrang spielt kurz nach den Attentaten des 11.09. in der Kleinstadt Lucknow, wo sich in letzter Zeit mysteriöse Ereignisse häufen. Menschen und Haustiere verschwinden und es kommt zu ungewöhnlichen und tragischen Unglücksfällen. Das Buch lässt sich sehr spannend lesen. Die Sprache ist sehr klar und die beiden Zeitebenen ergänzen sich grandios. Einen Punkt Abzug gebe ich dafür, dass es sich eher um Horror als um einen Thriller handelt, was ich so aus dem Klappentext nicht herausgelesen habe. Aber wer beide Genre mag, dem wird es bestimmt gefallen. Ich fand es jedenfalls super.

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