Cover-Bild Magicalia
Band 1 der Reihe "Magicalia"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 17.02.2026
  • ISBN: 9783446283435
  • Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Jennifer Bell

Magicalia

Friedrich Pflüger (Übersetzer), David Wyatt (Illustrator)

»Pokémon« trifft »Phantastische Tierwesen«: Jedes Gefühl erschafft ein magisches Wesen. Der packende Auftakt der Magicalia-Reihe von Jennifer Bell

Für alle, die schon immer wissen wollten, wo magische Tierwesen wirklich zu finden sind – und wie man sie heraufbeschwört. Als ihr Vater von einer mysteriösen Frau mit einem Hamstozeros – einer Kreuzung aus Hamster und Rhinozeros – entführt wird, entdecken Bitsy und ihr bester Freund Kosh unversehens eine geheime Welt voller Magie. Denn die seltsame Kreatur entpuppt sich als Magicore, ein aus Emotionen hervorgerufenes Tierwesen. Um den Vater zu retten, müssen die beiden ein magisches Relikt finden und dafür schnellstmöglich lernen, selbst Magicores heraufzubeschwören. Ausgestattet mit einem mächtigen Bestiarium namens Magicalia und einer gehörigen Portion Mut, begeben sich die beiden auf eine rasante Jagd, die sie um die ganze Welt führt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Wenn Gefühle zu Magie werden

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Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen ...

Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen gerät, als ihr Vater entführt wird. Die Suche nach ihm führt sie gemeinsam mit ihrem besten Freund Kosh in eine verborgene magische Welt, in der sogenannte Magicores, aus Emotionen geborene Kreaturen, existieren. Gleichzeitig beginnt eine weltumspannende Reise voller Rätsel, Gefahren und magischer Entdeckungen.

Die enorme Kreativität der Geschichte kann von den ersten Seiten a überzeugen. Das Konzept der Magicores wirkt frisch und originell, besonders weil Emotionen direkt mit Magie verknüpft werden. Dadurch bekommt die Fantasywelt eine emotionale Tiefe, die über reine Abenteuerhandlung hinausgeht. Die Idee, Erinnerungen und Gefühle als Quelle von Magie zu nutzen, sorgt zudem für viele spannende und auch berührende Momente. Das Abenteuergefühl ist durchgehend stark spürbar. Die Reise durch verschiedene Länder und bekannte Orte verleiht der Handlung Dynamik und Abwechslung, gGleichzeitig sorgt das hohe Tempo dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Überzeugen kann auch die Freundschaft zwischen Bitsy und Kosh. Ihre Dynamik wirkt authentisch, unterstützend und warmherzig. Diese Beziehung gibt der Geschichte emotionalen Halt und macht viele Szenen besonders greifbar. Bitsy selbst wirkt mutig, nahbar und glaubwürdig, gerade weil sie nicht perfekt ist und sich erst nach und nach in der neuen Welt zurechtfinden muss. Die Magicores selbst gehören klar zu den Highlights. Die Vielfalt der Kreaturen, ihre Verbindung zu Emotionen und die bildhafte Darstellung machen sie zu einem echten Herzstück der Geschichte. Man kann sie sich gut vorstellen, was auch durch die Illustrationen noch zusätzlich unterstützt wird. Der Schreibstil selbst ist leicht zugänglich, lebendig und gut auf jüngeres Leser abgestimmt, ohne dabei zu simpel zu wirken. Gleichzeitig werden Themen wie Familie, Identität, Vertrauen und Selbstfindung auf eine Weise eingebaut, die emotional funktioniert, ohne belehrend zu wirken.

Ein fantasievolles, warmherziges und sehr kreatives Abenteuer, das besonders durch seine originelle Magieidee und die starke Freundschaftsdynamik überzeugt. Eine Geschichte, die Spaß macht, emotional berührt und gleichzeitig Lust auf weitere Bände weckt.

Veröffentlicht am 26.02.2026

Spannend /Hörbuch

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Der Auftakt der Magicalia-Reihe ist sehr spannend und bietet einen tollen Auftakt in eine magische Welt, in der Magicors durch Gefühle heraufbeschworen werden können. Wie häufig in derartigen Büchern passiert ...

Der Auftakt der Magicalia-Reihe ist sehr spannend und bietet einen tollen Auftakt in eine magische Welt, in der Magicors durch Gefühle heraufbeschworen werden können. Wie häufig in derartigen Büchern passiert etwas Schlimmes (hier die Entführung von Bitsys Vater), was der Auslöser dafür ist, dass das oder die Kinder ihre besonderen Fähigkeiten entdecken. In diesem Fall verfügen sowohl Bitsy als auch ihr bester Freund Kosh über die Fähigkeit Magicors zu beschwören.

Es beginnt eine Jagd nach Koordinaten, um das Zeitrad zu finden und Bitsys Vater zu retten. Die Reise führt die beiden Kinder durch verschiedene Länder und Sehenswürdigkeiten. Diese werden toll beschrieben sowohl optisch, als auch geschichtlich ohne, dass es langweilig wird und trotzdem lernt der Leser etwas. Die Reise ist rasant und die Kinder müssen immer wieder fliehen und sich Herausforderungen stellen, um die Reise fortzusetzen. Sie werden gejagt von anderen Heraufbeschwörern und wissen nicht, wer Freund oder Feind ist.

Immer wieder müssen sich die beiden Kinder Herausforderungen stellen und ihren ganzen Mut zusammennehmen. Sie geben sich gegenseitig Halt und ihre Freundschaft scheint unerschütterlich zu sein. Dennoch scheinen sich die Figuren nicht wirklich zu entwickeln. Ich hatte erwartet, dass Bitsy und Kosh erwachsener werden und mehr über ihre Gefühle lernen, da die Gefühle ja die Magicors entstehen lassen. Vielleicht kommt dies in einem der späteren Bände, aber im ersten habe ich es schon vermisst.

Immer wieder hält das Buch für die beiden Kinder und den Leser eine Überraschungen bereit, die die Geschichte sehr spannend gestalten.

Die Hörbuchstimme ist sehr angenehm und führt sehr gut durch die unterschiedlichen Charaktere.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Hält nicht ganz was es verspricht

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Ich lese gerade alle Middle-Grade-Bücher, die mir in die Hände fallen, weil ich selbst an einem Projekt in diesem Genre arbeite. Magicalia von Jennifer Bell stand deshalb schon länger auf meiner Liste, ...

Ich lese gerade alle Middle-Grade-Bücher, die mir in die Hände fallen, weil ich selbst an einem Projekt in diesem Genre arbeite. Magicalia von Jennifer Bell stand deshalb schon länger auf meiner Liste, und der Klappentext hatte meine Erwartungen wirklich hochgeschraubt: Pokémon trifft Phantastische Tierwesen, Emotionen erschaffen magische Wesen, eine geheime Welt voller Abenteuer. Das klingt nach einem dieser Bücher, die sich einbrennen.

Die Realität ist: Magicalia ist ein solides, charmantes Kinderabenteuer mit einem der originellsten Worldbuilding-Konzepte, die ich seit einer Weile gelesen habe. Und gleichzeitig bleibt es hinter den eigenen Möglichkeiten zurück.

Was funktioniert wirklich gut: Die Welt ist liebevoll ausgearbeitet, bunt und fantasiereich. Die Magicores, diese aus Emotionen erschaffenen Tierwesen, sind ein tolles Konzept, und David Wyatts Illustrationen geben dem Ganzen noch mal eine extra Schicht Magie. Das Pacing ist kindgerecht, die Geschichte schnell und unterhaltsam, und Bitsy als Protagonistin ist grundsätzlich sympathisch. Für die Zielgruppe funktioniert das Buch.

Was mich gestört hat: Der Klappentext vergleicht das Buch mit zwei sehr großen Namen, und dieser Vergleich ist mutig bis gewagt. Pokémon lebt von emotionaler Bindung und Sammelfreude, Phantastische Tierwesen von Atmosphäre und Weltenaufbau. Magicalia hat Ansätze davon, aber keines davon wirklich tief. Das emotionale Konzept, Magie entsteht aus Gefühlen, wird kaum genutzt, um die Figuren wachsen zu lassen. Bitsy und Kosh bleiben über weite Strecken gleich. Die Antagonistin ist flach. Das tut weh, weil das Fundament für so viel mehr da gewesen wäre.

Mein Fazit: Drei Komma fünf Sterne, die ich gerne gebe, weil das Buch für Kinder zwischen acht und zwölf wirklich Freude macht und eine originelle Welt bietet. Für erwachsene Leserinnen, die sich Middle Grade aus einer handwerklichen Perspektive anschauen, oder für alle, die nach einem Buch suchen, das die großen Versprechen seines Klappentexts einlöst, gibt es hier einige unerfüllte Wünsche. Wer mit den richtigen Erwartungen rangeht, wird gut unterhalten.

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