Wenn Gefühle zu Magie werden
Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen ...
Mit Magicalia erzählt Jennifer Bell eine fantasievolle Abenteuergeschichte, die Magie, Freundschaft und Emotionen auf besondere Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht Bitsy, deren Leben völlig aus den Fugen gerät, als ihr Vater entführt wird. Die Suche nach ihm führt sie gemeinsam mit ihrem besten Freund Kosh in eine verborgene magische Welt, in der sogenannte Magicores, aus Emotionen geborene Kreaturen, existieren. Gleichzeitig beginnt eine weltumspannende Reise voller Rätsel, Gefahren und magischer Entdeckungen.
Die enorme Kreativität der Geschichte kann von den ersten Seiten a überzeugen. Das Konzept der Magicores wirkt frisch und originell, besonders weil Emotionen direkt mit Magie verknüpft werden. Dadurch bekommt die Fantasywelt eine emotionale Tiefe, die über reine Abenteuerhandlung hinausgeht. Die Idee, Erinnerungen und Gefühle als Quelle von Magie zu nutzen, sorgt zudem für viele spannende und auch berührende Momente. Das Abenteuergefühl ist durchgehend stark spürbar. Die Reise durch verschiedene Länder und bekannte Orte verleiht der Handlung Dynamik und Abwechslung, gGleichzeitig sorgt das hohe Tempo dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Überzeugen kann auch die Freundschaft zwischen Bitsy und Kosh. Ihre Dynamik wirkt authentisch, unterstützend und warmherzig. Diese Beziehung gibt der Geschichte emotionalen Halt und macht viele Szenen besonders greifbar. Bitsy selbst wirkt mutig, nahbar und glaubwürdig, gerade weil sie nicht perfekt ist und sich erst nach und nach in der neuen Welt zurechtfinden muss. Die Magicores selbst gehören klar zu den Highlights. Die Vielfalt der Kreaturen, ihre Verbindung zu Emotionen und die bildhafte Darstellung machen sie zu einem echten Herzstück der Geschichte. Man kann sie sich gut vorstellen, was auch durch die Illustrationen noch zusätzlich unterstützt wird. Der Schreibstil selbst ist leicht zugänglich, lebendig und gut auf jüngeres Leser abgestimmt, ohne dabei zu simpel zu wirken. Gleichzeitig werden Themen wie Familie, Identität, Vertrauen und Selbstfindung auf eine Weise eingebaut, die emotional funktioniert, ohne belehrend zu wirken.
Ein fantasievolles, warmherziges und sehr kreatives Abenteuer, das besonders durch seine originelle Magieidee und die starke Freundschaftsdynamik überzeugt. Eine Geschichte, die Spaß macht, emotional berührt und gleichzeitig Lust auf weitere Bände weckt.