Cover-Bild Die Touristin
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 15.04.2026
  • ISBN: 9783746642901
Jess Ryder

Die Touristin

Diese Insel ist ein Traum. Und dein tödliches Verhängnis.
Melike Karamustafa (Übersetzer)

Willkommen im Paradies – von hier wirst du niemals entkommen.  

Gleißendes Sonnenlicht, weiß getünchte Gebäude vor wolkenlosem Himmel, schaukelnde Segelboote im malerischen Hafen. Als Juno zum ersten Mal die griechische Insel Inios betritt, ist sie von der Schönheit des Ortes geblendet. Dennoch hat sie ihr Ziel fest vor Augen: Juno will unbedingt ihren unbekannten Vater finden. Aber je länger sie bleibt, desto deutlicher zeigt sich die Insel als ein Ort der Schatten und Bedrohungen. Und für Juno könnte es schon bald zu spät sein, um zu entkommen. 

Ein atemberaubender Thriller vor einer Kulisse, die fast zu schön ist, um wahr zu sein – und der perfekte Ort für ein Verbrechen

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Griechische Tragödie

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Juno, deren Ehe in einer Krise steckt, beschließt sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Da das Verhältnis zu ihrer Mutter von Anfang an äußerst zwiespältig war und die Mutter nie dazu bereit war ...

Juno, deren Ehe in einer Krise steckt, beschließt sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Da das Verhältnis zu ihrer Mutter von Anfang an äußerst zwiespältig war und die Mutter nie dazu bereit war ihr irgendwelche Details zu verraten, muss sie sich bei ihren Recherchen auf Hinweise aus den geerbten Briefen ihrer Großmutter verlassen. Kurz entschlossen bucht sie eine Reise zu der kleinen Insel Inios. Doch ihre Hoffnung den Vater dort ausfindig zu machen, bekommt schnell einen jähen Dämpfer. Ihr anfänglicher Optimismus schwindet zusehends, als sie erkennen muss, dass dort das Patriarchat noch immer alles dominiert und bestimmt. Alle Warnungen ignorierend, taucht sie immer tiefer in die Vergangenheit ein. Im Vertrauen auf ihr Bauchgefühl trifft sie eine fatale Entscheidung. Zu spät erkennt sie die wahren Zusammenhänge und von welchem Irrglauben sie sich hat leiten lassen.

FAZIT
Ein ungewöhnliches Familiendrama, in dem Spannung und Urlaubsfeeling perfekt zu einer packenden Story verschmelzen.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Spannung pur

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Mit Die Touristin erschafft Jess Ryder einen fesselnden Psychothriller, der gekonnt mit Misstrauen, Geheimnissen und unterschwelliger Spannung spielt. Schon von den ersten Seiten an liegt eine unruhige ...

Mit Die Touristin erschafft Jess Ryder einen fesselnden Psychothriller, der gekonnt mit Misstrauen, Geheimnissen und unterschwelliger Spannung spielt. Schon von den ersten Seiten an liegt eine unruhige Atmosphäre über der Geschichte, die einen ständig daran zweifeln lässt, wem man wirklich vertrauen kann. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die eigentlich nur Abstand vom Alltag sucht, doch schnell in ein Netz aus Lügen, Beobachtungen und dunklen Geheimnissen gerät. Was zunächst wie eine harmlose Reise beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem nervenaufreibenden Spiel voller Unsicherheit und psychologischer Spannung. Besonders gelungen ist die bedrückende Atmosphäre. Jess Ryder versteht es, Orte und Situationen so zu beschreiben, dass man die unterschwellige Gefahr förmlich spürt. Die Handlung baut sich langsam, aber intensiv auf und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Die Figuren wirken vielschichtig und glaubwürdig. Gerade weil nicht immer klar ist, welche Absichten sie wirklich verfolgen, entsteht ein ständiges Gefühl der Unruhe. Dieses psychologische Spiel macht den Roman besonders packend. Der Schreibstil ist flüssig, modern und sehr atmosphärisch. Die kurzen Kapitel und überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die Touristin ist ein spannender Psychothriller voller Geheimnisse, Misstrauen und unerwarteter Wendungen. Perfekt für alle, die nervenaufreibende Geschichten mit dichter Atmosphäre und psychologischer Spannung lieben.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Atmosphärische Story, die nachhallt

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Ein Ort wie aus dem Bilderbuch: gleißende Sonne, weiße Häuser, das endlose Blau des Meeres – und doch liegt über allem ein kaum greifbarer Schatten. Genau in dieses scheinbare Paradies zieht es Juno. Nicht ...

Ein Ort wie aus dem Bilderbuch: gleißende Sonne, weiße Häuser, das endlose Blau des Meeres – und doch liegt über allem ein kaum greifbarer Schatten. Genau in dieses scheinbare Paradies zieht es Juno. Nicht für Urlaub, nicht für Leichtigkeit, sondern für Antworten. Und während sie Schritt für Schritt tiefer in die Insel eintaucht, merkt man schnell: Hier stimmt etwas nicht.

Was sofort packt, ist die Atmosphäre. Die Insel wirkt so lebendig, dass man sich fühlt, als würde man selbst durch die engen Gassen streifen, das Salz in der Luft schmecken und die Hitze auf der Haut spüren. Dieses Setting ist nicht nur Kulisse – es ist Herzschlag der Geschichte. Schönheit und Bedrohung liegen hier gefährlich nah beieinander.

Erzählt wird das Ganze auf mehreren Ebenen, die sich Stück für Stück ineinander verzahnen. In der Gegenwart folgt man Juno, die entschlossen ist, endlich ihre eigene Geschichte zu verstehen. Parallel dazu öffnen sich Fenster in die Vergangenheit: alte Briefe, Erinnerungen, Begegnungen – und eine leise, bittersüße Liebesgeschichte, die mehr verbirgt, als sie zunächst preisgibt. Gerade dieses Zusammenspiel aus damals und heute sorgt für einen Sog, der einen immer tiefer hineinzieht.

Die Spannung baut sich dabei nicht laut oder hektisch auf, sondern schleicht sich an. Es ist dieses konstante Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas brodelt. Kleine Hinweise, Andeutungen, ein Blick zu viel, ein Satz zu wenig – und plötzlich ist da dieses Unbehagen, das einen nicht mehr loslässt. Man will unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist und wie alles zusammenhängt.

Besonders stark sind die Figuren gezeichnet. Juno, suchend und gleichzeitig entschlossen, trägt die Geschichte mit einer intensiven emotionalen Tiefe. Und auch die Perspektiven aus der Vergangenheit fügen sich nahtlos ein und geben der Handlung zusätzliche Wucht. Alles wirkt greifbar, nah und echt. Und dann, wenn man sich fast zu sehr in der trügerischen Ruhe eingerichtet hat, zieht das Tempo an. Die Puzzleteile fallen zusammen, die Spannung verdichtet sich – und das Finale trifft unerwartet, emotional und absolut stimmig. Ein Ende, das nachhallt.

Fazit:
„Die Touristin“ ist kein klassischer, rasender Thriller – und genau das macht den Reiz aus. Es ist eine dichte, atmosphärische Geschichte, die von Geheimnissen, Beziehungen und einer Insel lebt, die ihre eigenen Regeln zu haben scheint. Perfekt für alle, die sich verlieren wollen – in einer Geschichte, die leise beginnt und einen am Ende umso stärker packt.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Familiengeheimnisse unter mediterraner Hitze

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Eine Frau reist auf eine kleine Mittelmeerinsel, nicht aus Fernweh, sondern aus einem inneren Druck heraus. Sie will endlich verstehen, wo sie herkommt, konkret: wer ihr Vater ist und warum dieses Kapitel ...

Eine Frau reist auf eine kleine Mittelmeerinsel, nicht aus Fernweh, sondern aus einem inneren Druck heraus. Sie will endlich verstehen, wo sie herkommt, konkret: wer ihr Vater ist und warum dieses Kapitel in ihrem Leben immer ein blinder Fleck geblieben ist. Während sie sich vor Ort vorsichtig an Menschen und Erinnerungen herantastet, entfaltet sich parallel die Geschichte ihrer Mutter in der Vergangenheit. Zwei Perspektiven, die sich zunächst unabhängig anfühlen, aber nach und nach immer enger ineinandergreifen ... bis klar wird, dass hier mehr verborgen liegt, als man anfangs vermutet.

Die Geschichte wirkt nicht wie ein klassischer Thriller, der einen sofort packt und durchzieht, sondern eher wie ein langsames Hineingleiten in etwas Unangenehmes. Es beginnt fast ruhig, beinahe unspektakulär und genau das macht es so effektiv. Diese unterschwellige Spannung baut sich leise auf, fast unmerklich, bis man irgendwann merkt, dass man längst mittendrin steckt. Juno ist dabei alles andere als glatt oder sympathisch im klassischen Sinne. Sie schwankt, zweifelt, passt sich an, zieht sich zurück und genau das kann auch mal nerven. Aber gleichzeitig macht es sie greifbar. Man versteht irgendwann, warum sie so ist, auch wenn man nicht jede ihrer Entscheidungen gutheißt. Ihre Entwicklung passiert nicht plötzlich, sondern eher in kleinen, glaubwürdigen Schritten.

Die Rückblicke haben für mich eine ganz eigene Wirkung. Sie fühlen sich intensiver an, emotional aufgeladener, teilweise auch widersprüchlich. Man merkt schnell, dass Erinnerungen nicht immer verlässlich sind und dass Menschen sich ihre eigene Version von Wahrheit zurechtlegen. Gerade diese Unschärfe fand ich spannend, weil sie einen als Leser ständig zweifeln lässt.
Was die Atmosphäre angeht, lebt das Buch stark vom Kontrast: diese helle, fast schon kitschige Inselkulisse und darunter ein Gefühl von Enge, von unausgesprochenen Dingen. Es ist nicht laut oder dramatisch, sondern eher dieses stille Unbehagen, das sich festsetzt. So ein Gefühl, dass hinter freundlichen Fassaden etwas kippen kann. Auch die Figuren rund um die Protagonistin bleiben bewusst schwer einzuordnen. Man weiß nie so genau, wem man trauen kann, und genau das sorgt dafür, dass man gedanklich immer dranbleibt. Es gibt keine klaren Schwarz-Weiß-Zeichnungen, sondern viele Grautöne.

Für mich ist das Buch kein typischer Pageturner im klassischen Sinn, sondern eher eines, das sich langsam entfaltet und dabei immer mehr Spannung aufbaut. Es lebt von Stimmung, von zwischenmenschlichen Dynamiken und von der Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einem am nächsten stehen. Und genau das bleibt auch nach dem Lesen noch hängen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Toxische Traditionen hinter paradiesischer Kulisse

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Toxische Traditionen hinter paradiesischer Kulisse

Die traditionellen weiß getünchten Gebäude, der strahlend blaue Himmel und die pittoreske Hafengegend begeistern Juno, eine 39‑jährige Engländerin, ...

Toxische Traditionen hinter paradiesischer Kulisse

Die traditionellen weiß getünchten Gebäude, der strahlend blaue Himmel und die pittoreske Hafengegend begeistern Juno, eine 39‑jährige Engländerin, als sie die Insel Inios betritt. Sie ist allerdings keine typische Touristin; sie sucht ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat. Doch es ist keine gute Idee, die Geister der Vergangenheit an diesem Ort voller gefährlicher Geheimnisse heraufzubeschwören …

Die Handlung entfaltet sich aus zwei Blickwinkeln auf mehreren Zeitebenen: Man lernt Estelle, Junos Mutter, kennen und erfährt, was sie in den Sommern 1984/85 auf Inios erlebt hat. In der Gegenwart erzählt Juno von ihrer ungewöhnlichen Kindheit, ihrer problematischen Ehe, warum sie ausgerechnet jetzt ihren Vater finden will, vor allem aber von ihren Erfahrungen auf der Insel.

Ich muss zugeben, dass mir Juno zunächst eher unsympathisch war: Ich empfand sie als passive People-Pleaserin, die sich nach den Erwartungen anderer richtet, um nicht zu enttäuschen. Im Laufe der Handlung macht sie allerdings eine tolle Entwicklung durch!

Estelle ist komplexer, widersprüchlicher: Sie ist bereits als Jugendliche charakterstark, steht für ihre Werte ein, doch sie hat sich in Inios verliebt und Liebe taucht alles in ein schmeichelndes Licht. Sie erkennt die Schattenseiten, will die Insel gleichzeitig als perfekten Zufluchtsort sehen, denn sie kann mit dem Leben, das im grauen, kalten Manchester auf sie wartet, nichts anfangen.

Der ausdrucksstarke Erzählstil voller lebendiger Eindrücke ist mitreißend, es gibt viele undurchsichtige Figuren, die von Misstrauen sowie Bedrohung geprägte Atmosphäre sorgt für Spannung und die Gegebenheiten einer kleinen Partyinsel werden perfekt genutzt!

“Die Touristin” ist ein fesselnder Thriller um mehr als nur ein dunkles Familiengeheimnis, der mit interessanten Charakteren, greifbarem Urlaubsflair und vielen erschütternden Enthüllungen im Rahmen einer ereignisreichen, ausgeklügelten Handlung überzeugt!

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