Cover-Bild Cinema Love
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 12.04.2025
  • ISBN: 9783608123876
Jiaming Tang

Cinema Love

Roman
Nicolai von Schweder-Schreiner (Übersetzer)

»Eine Geschichte mit echtem Herz« The Guardian
Ein herausragendes amerikanisches Debüt, das auf herzergreifende Weise von Liebe, Verlust und Migration erzählt. Zwei Männer, die einander lieben, und ihre Ehefrauen stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte, die vom post-sozialistischen China bis ins heutige New York führt. Ihre Leben, die von intimer Verbundenheit geprägt sind, machen dieses Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Während in einem Kino in der chinesischen Provinz Fuzhou alte Kriegsfilme laufen, finden Old Second und Shun-Er in der Privatsphäre der Vorführräume eine große, aber verbotene Liebe. An der Kinokasse verkauft Bao Mei Tickets an nervöse Männer, hütet ihre Geheimnisse, berät sie in ihrem Liebesleben und findet schließlich ihr eigenes Glück. Doch als Shun-Ers Frau die Homosexualität ihres Ehemanns aufdeckt, trifft sie eine verhängnisvolle Entscheidung, die die Leben aller Beteiligtenaus den Angeln hebt. Old Second und Bao Mei werden daraufhin in eine höchst ungewisse Zukunft in Amerika getrieben, wo sie feststellen, dass für viele Einwanderer der amerikanische Traum eben doch nur das ist: ein Traum. Zwischen den Reisfeldern Chinas und den Malls der USA entspinnt Jiaming Tang eine hochemotionale Geschichte um die Männer, die ihre Wahrheit nicht leben können, und die Frauen, die sie geheiratet haben.
»Nicht nur ein außergewöhnliches Debüt, sondern ein zukünftiger Klassiker« Jessamine Chan

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2025

Zu viele perspektivische und zeitliche Sprünge

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"Cinema Love" zeigte das Leben homosexueller Männer und ihrer nicht homosexuellen Partner auf einer ganz neuen Ebene.
Tangs Debütroman ist eindrücklich und besonders. Am Anfang steht das Leben in China. ...

"Cinema Love" zeigte das Leben homosexueller Männer und ihrer nicht homosexuellen Partner auf einer ganz neuen Ebene.
Tangs Debütroman ist eindrücklich und besonders. Am Anfang steht das Leben in China. Dort, wo Homosexualität nicht gerne gesehen wird und wurde. Ein Outing hatte Ausgrenzung zur Folge. Die Männer treffen sich im Arbeiterkino. Dort erleben sie, was Cinema Love ist. Doch Rückzugsorte für queere Menschen standen schon immer unter besonderer Beobachtung. Die Männer verlieren ein Stück ihrer Existenz, ein Stück ihrer Identität.
Die Geschichte erlebt einen Cut. Das Land in dem alles möglich ist: In Amerika wird soviel versprochen, doch die Realität zeigt nur Elend und Schufterei. Der Hauptteil ist geschrieben aus der Sicht der Frauen der homosexuellen Männer. Sie verfolgen ihre ganz eigenen Ziele, haben besondere Partnerschaften. Ist das Leben mit dem homosexuellen Pendant die große Liebe? A- oder ebenfalls Homosexualität? Oder waren es Ehen für die Green Card? Die Sichtweise wechselt fließend. Durch fehlende Orientierung in den Kapitelüberschriften, wusste ich oft nicht, ob ich mich nun in der Gegenwart - der Coronazeit - oder der Vergangenheit - ab 1970 - befand. Und welche Perspektive wird gerade erzählt? Dies störte ungemein den Lesefluss und sorgte für Verwirrung.
Zunächst war es spannend, die einzelnen Frauen kennenzulernen. Jedoch verlor sich das Buch in der Mitte in weniger relevanten Geschichten und so verlor ich im Mittelteil meine Aufmerksamkeit und Lust. Gegen Ende wurde es dann wieder spannend, als die Fäden zusammenführten. Teilweise fiel der homosexuelle Aspekt hinten weg und der Fokus lag auf dem Elend der Einwandererklasse. Wichtig, doch hier hätte der Fokus mehr auf dem Innenleben der homosexuellen Männer liegen können.
Der Einblick in die Geschichte homosexueller Männer war spannend, lehrreich. Es eröffnete mir eine neue Perspektive, einen Teil der Geschichte und ich musste mich auf eine besondere Art und Weise mit dem Thema auseinander setzen. Es ist keine leichte Lektüre. Vieles ist vielleicht durch die Übersetzung verloren gegangen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Verbotene Liebe

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Old Second und Shun-Er lieben sich, doch das ist in China verboten. Daher treffen sie sich – wie andere - heimlich in einem Kino in der Provinz. An der Kinokasse sitzt Bao Mei, welche die Geheimnisse der ...

Old Second und Shun-Er lieben sich, doch das ist in China verboten. Daher treffen sie sich – wie andere - heimlich in einem Kino in der Provinz. An der Kinokasse sitzt Bao Mei, welche die Geheimnisse der Männer hütet und die Frauen vertröstet. Als Shun-Ers Frau die Homosexualität ihres Ehemanns aufdeckt und eine Entscheidung trifft, hat das Einfluss auf alle Beteiligten. Ihnen steht eine ungewisse Zukunft in Amerika bevor.
Aufgrund der Leseprobe fand ich diese Geschichte interessant und wollte sie unbedingt lesen. Doch dann fand ich die Geschichte recht verwirrend, weil die Zeitsprünge nicht immer erkennbar waren. Die Handlung wurde dann ein wenig langatmig und die Spannung vom Anfang ging verloren. Die Handlungsorte sind sehr atmosphärisch beschrieben.
Die Beteiligten hoffen auf ein besseres Leben in Amerika, da immer vom American Dream die Rede ist. Doch dieser Traum bleibt für sie nur ein Traum. Ihre Lage dort ist hart und von Armut geprägt. Dazu kommt die ständige Diskriminierung. Ich konnte zu den Protagonisten aber keine Beziehung aufbauen, obschon sie authentisch dargestellt sind.
Dieser Roman befasst sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen und zeigt die Schwierigkeiten auf.
Es ist eine emotionale und bedrückende Geschichte, die mich aber nicht abgeholt hat.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Geschichte verliert sich

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Es gibt in China ein Arbeiterkino, in das die Männer nicht gehen, um einen der sich immer wiederholenden Filme zu sehen, sondern um ihre Homosexualität auszuleben. Das Kino ist eine Art geheimer Treffpunkt ...

Es gibt in China ein Arbeiterkino, in das die Männer nicht gehen, um einen der sich immer wiederholenden Filme zu sehen, sondern um ihre Homosexualität auszuleben. Das Kino ist eine Art geheimer Treffpunkt und Ausgangspunkt der Geschichte. Als das Geheimnis ans Licht kommt, schwindet der Rückzugsort und Treffpunkt der Männer und damit auch ein Teil ihres Glückes.

Dann gibt es einen Zeitsprung. Wie viele andere Chinesen sind auch einige der Männer nach Amerika ausgewandert, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Tatsächlich erwartet sie Arbeit zum Mindestlohn und ein Leben in unzumutbaren Behausungen. Weit weg vom "American Dream".

Der Schreibstil des Buches ist sehr fesselnd und mitreißend. Dennoch fiel es mir immer schwerer der Geschichte zu folgen, da ich nicht wusste, worauf sie hinauslaufen scheint. Man verfolgt das Leben einiger chinesischer Einwanderer, die unter schrecklichen Bedingungen in Amerika leben und gerade über die Runden kommen. Die Charaktere erscheinen mir ziemlich oberflächlich, abgebrüht vom harten Leben. Dadurch fiel es mir schwer, Sympathie für die Figuren aufzubringen. Sehr spürbar war jedoch das Leid, das in der Luft lag und die Hoffnungslosigkeit hinsichtlich aufgegebener Träume. Wäre für mich ein roter Faden erkennbar gewesen, hätte mich die Geschichte bestimmt mehr überzeugen können.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Interessant

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Zum Inhalt:
Das Kino in der chinesischen Provinz Fuzhou ist ein besonderer Ort, denn an der Kinokasse sitzt Boa Mei und verkauft Tickets an nervöse Männer, berät sie im Liebesleben und hütet ihre Geheimnisse. ...

Zum Inhalt:
Das Kino in der chinesischen Provinz Fuzhou ist ein besonderer Ort, denn an der Kinokasse sitzt Boa Mei und verkauft Tickets an nervöse Männer, berät sie im Liebesleben und hütet ihre Geheimnisse. Auch Old Second und Shun-Er finden Privatsphäre in den Vorführräumen. Doch als die Frau von Shun-Er die Homosexualität ihres Manns aufdeckt, bricht alles zusammen.
Meine Meinung:
Das Buch ist von der Thematik her sehr interessant, erfährt man doch sehr viel mehr über China und auch den Umgang mit der Homosexualität, die in China völlig verpönt ist. Dazu lernen wir viel über chinesische Einwanderer in der USA. Die Protagonisten sind interessant gestaltet und haben ihre Ecken und Kanten. Was mich etwas überrascht hat, war dass es um mehr Personen ging als der Klappentext vermuten lässt, machte für mich die Geschichte aber vielschichtiger. Der Schreibstil ist gut lesbar und ich habe mich durchaus unterhalten gefühlt.
Fazit:
Interessant