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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2021

Nett, aber nicht mehr

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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Ich habe mich sehr gefreut, zu sehen, dass John Green ein neues Buch veröffentlicht hat. Zum einen bin ich ein großer Fan von seinen Jugendbücher, zum anderen habe ich einige Zeit lang auch sehr aktiv ...

Ich habe mich sehr gefreut, zu sehen, dass John Green ein neues Buch veröffentlicht hat. Zum einen bin ich ein großer Fan von seinen Jugendbücher, zum anderen habe ich einige Zeit lang auch sehr aktiv seinen Youtube Kanal verfolgt. Dass es sich bei diesem Buch um eine Art Sachbuch handelt hat mich daher nicht im mindesten abgeschreckt. Im Gegenteil, ich war sehr neugierig, was uns Green über das Leben in unserem Zeitalter erzählen würde.

Die Gestaltung gefällt mir sehr gut. Der Titel stich aus der Masse heraus und passt zu Cover, da es ebenfalls etwas exzentrisch wirkt.

Das Buch hat mir ganz gut gefallen, aber es reicht leider nicht an das Niveau seiner Romane heran. Einzelne Einträge hab ich sogar nur überflogen, da sie mich nur wenig angesprochen habe, andere hingegen fand ich sehr interessant. Das hing immer stark davon ab, wie sehr mich die jeweiligen Themen selbst betroffen haben. John Greens Schreibstil ist auch im nicht-fiktionalen Bereich sehr angenehm zu lesen. Wobei mir im Großen und Ganzen aber nicht ganz klar war, welche Message er mit diesem Buch jetzt eigentlich verfolgte. Ich hatte das Gefühl, John's Agent meinte "es wäre mal wieder Zeit für eine Buch-Veröffentlichung" und da nichts anderes zur Hand war, wurde es eine Anthologie aus einzelnen kurzen Aufsätzen.

Weiterempfehlen kann ich das Buch leider nicht, da es mir einfach zu durchschnittlich ist. Es war nett zu lesen, aber leider auch nicht mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen

GIRL A
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Der Klappentext von "Girl A" hat mich direkt neugierig gemacht. Bei der Protagonisten, das von der Zeitung als "Girl A" bezeichnet wurde, handelt es sich um eine Frau, die vor vielen Jahren vor ihrem Vater, ...

Der Klappentext von "Girl A" hat mich direkt neugierig gemacht. Bei der Protagonisten, das von der Zeitung als "Girl A" bezeichnet wurde, handelt es sich um eine Frau, die vor vielen Jahren vor ihrem Vater, der sie und ihre Geschwister in Gefangenschaft hielt und missbrauchte, flüchtete und somit sich und ihre Geschwister rettete. Die Geschichte setzt mit dem Tod ihrer Mutter ein, weshalb Girl A erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und Kontakt mit ihren anderen Geschwister aufnimmt.

Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und dadurch das die Informationen über das Leben in dem "Horror-Haus",wie es genannt wird, nur häppchenweise kommen, bleibt man bis zum Schluss gespannt, um zu erfahren, was sich hinter diesen Mauern tatsächlich alles zugetragen hat. Auch die Geschichte und Werdegegang der einzelnen Betroffenen ist interessant zu verfolgen, aber ich muss zugeben, dass für mich die Haupthandlung, in der es um das Erbe der verstorbenen Mutter ging, an mir immer ein wenig vorbeigingen. Die "überraschende" Wendung am Ende war für mich leider ein wenig vorhersehbar und konnte mich nicht so ganz mitreißen. Am spannendsten blieben wirklich die Rückblenden mit den Erinnerungen an die Zeit im Horror-Haus, da die Autorin die Atmosphäre sehr gut einfängt. Leider sprang sie auch oft zwischen den Perspektiven von Girl A, den Rückblenden und den anderen Geschwistern hin und her, sodass ich oftmals ein bisschen verwirrt war, an welcher Stelle der Geschichte ich mich gerade befinde. Das hat meinen Lesefluss leider zu oft unterbrochen und war für mich der größte Makel an diesem Buch. Das konnte selbst der mitreißende Schreibstil der Autorin nicht ganz herausreißen.

Rundum hat das Buch durchaus seine Stärken, aber ebenso seine Schwächen und bleibt somit für mich im Mittelmaß. Es war interessant zu lesen, aber es gibt viele andere Bücher, die ich eher empfehlen würde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2021

Wunderschöne Geschichte

Die Telefonzelle am Ende der Welt
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In dem Buch geht es um Yui und Takeshi. Beide haben einen geliebten Menschen verloren. Yui bei einem schlimmen Tsunami ihre junge Tochter und ihre Mutter. Takeshi seine Frau. Die beiden treffen aufeinander ...

In dem Buch geht es um Yui und Takeshi. Beide haben einen geliebten Menschen verloren. Yui bei einem schlimmen Tsunami ihre junge Tochter und ihre Mutter. Takeshi seine Frau. Die beiden treffen aufeinander als sie sich zum "Telefon des Windes" aufmachen. Das ist eine alte Telefonzelle, die abgelegen auf einem Berg platziert wurde, damit Leute mit den Verstorbenen kommunizieren können, denn wenn man den Hörer abnimmt, hört man das Rauschen und die Stimmen des Windes.

Die Telefonzelle, die in der Geschichte eine große Rolle spielt, gibt es wirklich. Nach dem schlimmen Tsunamiunglück, das sich 2011 in Japan zugetragen hat, wurde die Telefonzelle von einem Bewohner aufgestellt, damit trauernde Menschen dort Trost finden können. Die Geschichten von Yui und Takeshi sind zwar erfunden, aber für viele, die schon geliebte Menschen verloren haben, sehr nachvollziehbar. Die Protagonisten sind mir leider bei der Erzählung tatsächlich etwas zu vage geblieben. Die Autorin konnte zwar deren Gefühle sehr gut transportieren, aber ansonsten gelang es mir nie, bei den Figuren ein Bild in meinem inneren Auge aufzubauen. Der Schreibstil der Autorin dagegen hat mir sehr gut gefallen. Ich kann nicht genau beschreiben wieso, aber er passt sehr gut zur japanischen Atmosphäre und der Thematik. Ich fühlte mich zwischen den Seiten geborgen, selbst bei den traurigen Stellen und auch wenn die Figuren für mich nicht ganz hervortraten, so taten es ihre Gefühle.

FAZIT:
Mit wundervollen Worten schildert die Autorin Laura Imai Messina eine berührende Geschichte über Verlust, Leiden, Hoffnung und Liebe. Auch wenn die Protagonisten ein wenig kurz kommen, so kann ich diese schöne Geschichte nur empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2021

Tolle Rezepte!

Simply Sofia
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"Simply yummy" steht auf der Rückseite des Buches und diese beiden Worte treffen es genau. In diesem Buch finden sich nämlich einige sehr leckere Rezepte, mit übersichtlichen Zutatenlisten und klaren Anweisungen, ...

"Simply yummy" steht auf der Rückseite des Buches und diese beiden Worte treffen es genau. In diesem Buch finden sich nämlich einige sehr leckere Rezepte, mit übersichtlichen Zutatenlisten und klaren Anweisungen, sodass das Nachkochen viel Freude bereitet. Besonders schön ist auch die Gestaltung und die Fotos, sodass auch das Durchblättern und Störbern viel Freude macht.

Eingeleitet wird das Buch mit allgemeinen Kapiteln über das Thema Yoga, achtsamer Lifestyle und Umwelt. Für Einsteiger in diese Thematik mag das bestimmt sehr spannend sein, aber für mich war es leider ein bisschen zu oberflächlich, da jedem Thema nur wenige Seiten gewidmet waren. Besonders zum Thema Yoga und Atemübungen hätte ich gerne mehr gelesen.

Rundum kann ich das Buch aber empfehlen und freue mich schon darauf, Sofias Rezepte nachzukochen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

Fesselnd!

Weiter Himmel
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Bei "Weiter Himmel" handelt es sich um den fünften Band in der Jackson Brodie-Reihe, wobei ich aber keinen der Vorgängerbände gelesen habe. In diesem Band steht nicht Jackson im Vordergrund. Er teilt sich ...

Bei "Weiter Himmel" handelt es sich um den fünften Band in der Jackson Brodie-Reihe, wobei ich aber keinen der Vorgängerbände gelesen habe. In diesem Band steht nicht Jackson im Vordergrund. Er teilt sich das Scheinwerferlicht mit den anderen Charakteren. Zu Beginn erscheinen sie wie Bilderbuchcharaktere, sehr einfach gezeichnet, mit "offensichtlichen" Motiven, Wünschen und Zielen und erst im Laufe des Romans entfaltet sich die wahre Dynamik der Geschichte und man wird in ihren Bann gezogen. Gerade diese Charaktervielfalt und die versteckten Seiten an den Charakteren fand ich faszinierend und sorgten dafür, dass ich das Geschehen gespannt verfolgt habe.

Atkinson spielt geschickt mit den Erwartungen des Lesers, bringt viele interessante Wendungen hinein und hält die Spannung durchwegs aufrecht. Stellenweise erschien mir die Geschichte, besonders was das Ende betrifft, ein wenig zu konstruiert, da sich ein Puzzleteil beinahe zu nahtlos in das andere fügte. Trotzdem bot mir der Roman beim Lesen sehr viel Unterhaltung!

Fazit:
Kate Atkinson überzeugte mich mit einer fesselnden Atmosphäre, authentischen Charakteren und unerwarteten Wendungen. Manchmal waren mir die Zufälle und Ereignisketten ein wenig zu offensichtlich, aber davon abgesehen, ein wirklich interessanter Roman!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere