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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2021

Tolle Rezeptinspirationen!

Das HOW NOT TO DIET Kochbuch
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Der Autor Dr. Greger ist vor allem durch sein Buch "How not to die" bekannt geworden. Darin klärt er auf, wie Ernährung helfen kann, Krankheiten vorzubeugen und erklärt, mit welchen Lebensmitteln und Zubereitungsarten ...

Der Autor Dr. Greger ist vor allem durch sein Buch "How not to die" bekannt geworden. Darin klärt er auf, wie Ernährung helfen kann, Krankheiten vorzubeugen und erklärt, mit welchen Lebensmitteln und Zubereitungsarten man seinem Körper etwas Gutes tut. Nicht minder erfolgreich war sein Nachfolgewerk "How not to diet", in dem er beschreibt, wie man mit einer gesunden Ernährung Gewicht verlieren kann. Ich habe beide Bücher sehr interessiert gelesen und mir vor allem aus "How not to die" sehr viel mitgenommen. Sein Rezeptbuch setzt nun die theoretischen Konzepte in die Küchenpraxis um. Ich finde, das ist sehr gelungen.

In der Einleitung wird noch einmal kurz grundlegend geschildert, wie ein Gewichtsverlust auf gesunde Art und Weise erreicht werden kann. Knapp und handlich fasst Dr. Greger dabei einige Tipps und Tricks zusammen. Danach folgen auch schon die Rezepte. Da er viel Kohl, Hülsenfrüchte und Gemüse verwendet, trifft er mit seinen Rezepten genau meinen Geschmack. Wenn man allerdings kein großer Fan von Bohnen oder Linsen ist, fallen schon einige Gerichte weg. Auf die Nährstoffe bezogen fällt mir auf, dass die Rezepte sehr eiweiß- und ballaststoffkonzentriert sind, aber oft fehlen ein wenig die Kohlenhydrate und gerade Fett sind in den wenigsten Rezepten zu finden. Das finde ich sehr schade, da gesunde Fette einen wichtigen Teil der Ernährung ausmachen! Manchmal hätte ein Schuss Olivenöl , ein paar Nüsse oder ein Esslöffel Nussmuß die Rezepte bestimmt noch abgerundet.

Mir persönlich sagen die Rezepte sehr zu, da sie genau meinen Geschmack treffen. Ich finde sie auch sehr ausgewogen, da es sowohl sommerliche Salate, wie kräfte Aufläufe und wärmende Suppen gibt. Einzig bei den Desserts hätte ich mir ein bisschen mehr Variation gewünscht. Beeren mit Balsamico-Dressing kann ich auch ohne Anleitung zubereiten.

Abgesehen davon bin ich wirklich begeistert! Ich habe schon einige Rezepte ausprobiert und bis auf eines haben mir alle sehr gut geschmeckt und werden auch in Zukunft wieder von mir gekocht werden. Im Großen und Ganzen ist es somit ein gelungenes Kochbuch mit kleinen Mankos, die man durch eigene Spontanität und Varition der Rezepte aber ausgleichen kann. Deshalb vergebe ich 4 Sterne. (DP)

  • Gestaltung
  • Cover
  • Rezeptideen
Veröffentlicht am 25.07.2021

Fesselnd bis zum Schluss

Dreieinhalb Stunden
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Innerhalb von dreieinhalb Stunden müssen die Insassen des Zuges entscheiden: steigen sie aus oder fahren sie in die DDR, wo gerade eine Mauer gebaut wird?

Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf ...

Innerhalb von dreieinhalb Stunden müssen die Insassen des Zuges entscheiden: steigen sie aus oder fahren sie in die DDR, wo gerade eine Mauer gebaut wird?

Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Bis jetzt habe ich schon einige DDR-Bücher gelesen, aber noch nie ging es explizit um die Frage, ob man in der DDR leben will oder nicht. Bei vielen Menschen im Zug stand natürlich Familie und Heimat gegen den Aspekt der Freiheit. Das Buch konzentriert sich auch nicht nur auf eine Person, sondern enthält mehrere Perspektiven von unterschiedlichen Personen. Dadurch wird der Entscheidungsprozess sehr in den Vordergrund gerückt und gezeigt, dass es nicht immer EINE richtige Entscheidung gibt, sondern das jeder für sich entscheiden muss, was SEINE richtige Entscheidung ist. Daher fand ich den Aufbau wirklich sehr gelungen! Die einzelnen Figuren waren authentisch, wobei man trotz der häufig wechselnden Perspektiven genug Zeit hatte, jede Person ausreichend kennenzulernen. Der Schreibstil ist eher schlicht gehalten, ist gleichzeitig aber sehr fesselnd und somit bin ich nur so durch die Geschichte geflogen. Die Spannung wurde bis zum Schluss aufrecht gehalten!

FAZIT: Ein sehr empfehlenswertes Buch, das den Entscheidungsprozess in den Vordergrund rückt und trotz der zahlreichen Perspektiven authentische Figuren vermitteln!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Interessantes Buch!

Überhitzt
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Das Buch "Überhitzt" spricht ein wichtiges Thema an. Anders als viele andere Bücher über den Klimawandel steht nicht die Umwelt sondern der Mensch im Mittelpunkt und die Frage, welche Auswirkungen das ...

Das Buch "Überhitzt" spricht ein wichtiges Thema an. Anders als viele andere Bücher über den Klimawandel steht nicht die Umwelt sondern der Mensch im Mittelpunkt und die Frage, welche Auswirkungen das wechselnde Klima auf unsere Gesundheit hat.

Dazu schildern die beiden Autorinnen sehr ausführlich die Lage. Man merkt, dass für das Buch sehr gut recherchiert wurde, da zahlreiche Statistiken und Vergleichszahlen herangezogen werden. Diese Zahlen machten es oft möglich, noch besser zu verstehen, wie dringlich die Lage, in der wir uns befinden, tatsächlich ist. Stellenweise war es mir dann auch ein wenig zu viel und mehrmals im Buch werden verschiedene Begriffe genau definiert. Das hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, aber da drücke ich gerne ein Auge zu, da man diese Stellen dann ja einfach überspringen kann. Abgesehen davon war das Buch nämlich sehr spannend zu lesen und ich konnte es locker innerhalb eines Tages auslesen. Die Inhalte haben mich nachdenklich gestimmt und natürlich auch besorgt. Was mir beim Buch aber ein wenig fehlte, waren konkrete Ratschläge, was man denn nur im Bezug auf den Klimawandel für sich selbst und seinen Körper tun kann. Vom Klappentext hätte ich vermutet, dass dies der Hauptpunkt des Buches ist. Tatsächlich wird das aber ziemlich kurz am Ende in einer Art Liste mit Tipps abgehandelt, von denen die meisten sowieso schon zum Allgemeinwissen gehören (Sonnencreme, Wasser trinken, Zeckenimpfung etc.). Das fand ich etwas schade. Aber nichtsdestotrotz ein sehr interessantes Buch, das den Klimawandel von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2021

TOP - sowohl für Anfänge wie für Geübte!

Magic Fermentation
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Das Erste, das mir in den Sinn kam, als ich das Buch sah: "Wow, das ist ja ganz schön dick. So viel gibt es über Fermentation zu wissen?"

Tatsächlich. Auf den knapp 300 Seiten findet man nicht nur 150 ...

Das Erste, das mir in den Sinn kam, als ich das Buch sah: "Wow, das ist ja ganz schön dick. So viel gibt es über Fermentation zu wissen?"

Tatsächlich. Auf den knapp 300 Seiten findet man nicht nur 150 verschiedene Rezepte, sondern auch ganz viel Basis- und Hintergrundwissen zu den Grundlagen, der Geschichte, den Zutaten und den Utensilien der Fermentation. Selbst als kompletter Neueinsteiger fühlt man sich daher in diesem Buch gleich wohl. Die einzelnen Schritte sind gut und ausführlich erklärt und immer kommt der kecke Charme der beiden Autoren durch. Schon das Inhaltsverzeichnis verspricht eine gute Gliederung der einzelnen Themen und diese zieht sich auch durch das ganze Buch. Hier muss man wirklich nicht suchen, sondern nur finden.

Die Rezepte sind sehr ausgewogen. Man findet aus allen Bereichen viele detailierte Rezepte, die genau beschreiben, was zu tun ist. Neben den typischen Fermentationsgerichten wie Joghurt, Sauerteigbrot, eingelegtes Gemüse und Kimchi gibt es auch ausgefallene Rezepte wie selbstgemachter Mozzarella oder eingelegte Wassermelone. Außerdem geben die Autoren auch immer wieder Anstoß, selbst kreativ zu werden und einfach mal ganz mutig etwas auszuprobieren. Man wird somit von ihrer Begeisterung für die Fermentation förmlich angesteckt.


FAZIT: Ein tolles Kochbuch, dass Lust aufs Nachkochen und Ausprobieren macht! Es bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Kochbuchregal!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2021

Nett, aber nicht mehr

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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Ich habe mich sehr gefreut, zu sehen, dass John Green ein neues Buch veröffentlicht hat. Zum einen bin ich ein großer Fan von seinen Jugendbücher, zum anderen habe ich einige Zeit lang auch sehr aktiv ...

Ich habe mich sehr gefreut, zu sehen, dass John Green ein neues Buch veröffentlicht hat. Zum einen bin ich ein großer Fan von seinen Jugendbücher, zum anderen habe ich einige Zeit lang auch sehr aktiv seinen Youtube Kanal verfolgt. Dass es sich bei diesem Buch um eine Art Sachbuch handelt hat mich daher nicht im mindesten abgeschreckt. Im Gegenteil, ich war sehr neugierig, was uns Green über das Leben in unserem Zeitalter erzählen würde.

Die Gestaltung gefällt mir sehr gut. Der Titel stich aus der Masse heraus und passt zu Cover, da es ebenfalls etwas exzentrisch wirkt.

Das Buch hat mir ganz gut gefallen, aber es reicht leider nicht an das Niveau seiner Romane heran. Einzelne Einträge hab ich sogar nur überflogen, da sie mich nur wenig angesprochen habe, andere hingegen fand ich sehr interessant. Das hing immer stark davon ab, wie sehr mich die jeweiligen Themen selbst betroffen haben. John Greens Schreibstil ist auch im nicht-fiktionalen Bereich sehr angenehm zu lesen. Wobei mir im Großen und Ganzen aber nicht ganz klar war, welche Message er mit diesem Buch jetzt eigentlich verfolgte. Ich hatte das Gefühl, John's Agent meinte "es wäre mal wieder Zeit für eine Buch-Veröffentlichung" und da nichts anderes zur Hand war, wurde es eine Anthologie aus einzelnen kurzen Aufsätzen.

Weiterempfehlen kann ich das Buch leider nicht, da es mir einfach zu durchschnittlich ist. Es war nett zu lesen, aber leider auch nicht mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere