Ein Roman über Verlust und Freundschaft
Unter WasserMarissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt ...
Marissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt Marissa einfach nicht los.
Die Handlung des Buches setzt viele Jahre nach der Naturkatastrophe ein, Marissa ist bereits erwachsen. Schnell merkt man, dass bei der jungen Frau eine gewisse Melancholie mitschwingt, die sich erst durch die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit verstehen lässt. Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise, die tiefe Verbundenheit, die zwischen Marissa und ihrer Freundin Arielle besteht, zu zeigen und die Gefühle der Protagonistin nachvollziehbar zu machen. Bücher über Verluste gibt es viele, aber nur selten wird der Verlust einer Freundin oder eines Freundes porträtiert, der lange Jahre nachhallt. In einer Stelle des Buches fragt sich Marissa, ob es berechtigt ist, so lange zu trauern, obwohl es sich bei Arielle "nur" um eine Freundin und kein Familienmitglied handelt. Diese Szene ist mir sehr in Erinnerung geblieben. Ansonsten verläuft sich die Handlung leider ein wenig und mir fehlte eine klare Linie. Die Autorin schafft es zwar sehr gut, die Atmosphäre und Gefühle der Figuren einzufangen, schöpft aber nicht immer das ganze Potential der Geschichte aus. Im Großen und Ganzen würde ich das Buch aber weiterempfehlen und hätte auch Lust, mehr von der Autorin zu lesen.