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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Roman über Verlust und Freundschaft

Unter Wasser
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Marissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt ...

Marissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt Marissa einfach nicht los.

Die Handlung des Buches setzt viele Jahre nach der Naturkatastrophe ein, Marissa ist bereits erwachsen. Schnell merkt man, dass bei der jungen Frau eine gewisse Melancholie mitschwingt, die sich erst durch die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit verstehen lässt. Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise, die tiefe Verbundenheit, die zwischen Marissa und ihrer Freundin Arielle besteht, zu zeigen und die Gefühle der Protagonistin nachvollziehbar zu machen. Bücher über Verluste gibt es viele, aber nur selten wird der Verlust einer Freundin oder eines Freundes porträtiert, der lange Jahre nachhallt. In einer Stelle des Buches fragt sich Marissa, ob es berechtigt ist, so lange zu trauern, obwohl es sich bei Arielle "nur" um eine Freundin und kein Familienmitglied handelt. Diese Szene ist mir sehr in Erinnerung geblieben. Ansonsten verläuft sich die Handlung leider ein wenig und mir fehlte eine klare Linie. Die Autorin schafft es zwar sehr gut, die Atmosphäre und Gefühle der Figuren einzufangen, schöpft aber nicht immer das ganze Potential der Geschichte aus. Im Großen und Ganzen würde ich das Buch aber weiterempfehlen und hätte auch Lust, mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Schöne, realitätsnahe Geschichte

Ich erzähle von meinen Beinen
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Wally wird in die Schule gerufen, da ihre Tochter am Schulhof ihre ADHS-Medikamente an die Mitschülerinnen und Mitschüler weitergibt. Ein Glück, dass es sich bei den vermeintlichen Medikamenten nur um ...

Wally wird in die Schule gerufen, da ihre Tochter am Schulhof ihre ADHS-Medikamente an die Mitschülerinnen und Mitschüler weitergibt. Ein Glück, dass es sich bei den vermeintlichen Medikamenten nur um harmlose Nahrungsergänzungsmittel handelt, die Wally ihrer Tochter anstelle der Medikamente verabreicht. Tatsächlich ist sie es, die ab und zu die ihrer Tochter verschriebenen Medikamente einnimmt. Es hilft ihr, etwas Ordnung in dem Chaos, das sich täglich in ihrem Kopf abspielt zu finden.

ADHS ist momentan in der Buchwelt ein oft aufgegriffenes Thema. Als Mutter ist man ohnehin oft am Limit, die Herausforderungen des täglichen Lebens dann auch noch mit Formen von ADHS zu meistern, ist eine Challenge der Wally gegenüber steht. Als Leserin bin ich ihr durch den Alltag gefolgt und habe erfahren, wie sie die Welt sieht und erlebt. Die Erfahrungen haben sich für mich sehr authentisch angefühlt und das Buch hat mich durchwegs in den Bann gezogen. Auch wenn nicht immer ein roter Faden erkennbar war, habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt und Wally Seite für Seite mehr ins Herz geschlossen. Ein wirklich schönes und realistisches Buch!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Spannend!

Happy Head
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Seb darf am Programm "Happy Head" mitmachen. Bei diesem sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie sie zu glücklichen Menschen werden und sich dabei unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen stellen.

Das ...

Seb darf am Programm "Happy Head" mitmachen. Bei diesem sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie sie zu glücklichen Menschen werden und sich dabei unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen stellen.

Das Setting des Buches erinnerte mich sehr an die erfolgreiche Netflix-Serie Squid Game. Nur sind es hier statt emotionslose Männer und Pink Psychologen, die den Jugendlichen Anweisungen geben und schon von Beginn an, zweifelt man als Leserin bzw. Leser, dass das Programm tatsächlich nur das Wohl der Jugendlichen im Sinn hat. Das Camp ist sehr futuristisch und nach dem Belohnungsprinzip aufgebaut: wenn du den Anweisungen Folge leistest, steigst du auf und erhälst Benefits. Mir hat diese dystopische Stimmung gut gefallen, wobei sich das Buch meiner Meinung nach eher an eine jugendliche Zielgruppe richtet.

Die Charaktere sind sehr einfach gestrickt. Es gibt die typische Streberin, den Rebellen, der sich gegen die Regeln auflehnt und die Unruhestifter. Hinsichtlich der Personen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, aber davon abgehen, habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ambivalentes Leseerlebnis

Prep
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Lee fühlt sich fremd im Internat. Mit ihrem Stipendium unterscheidet sich ihr finanzieller Hintergrund von den anderen und es fällt ihr schwer, Freunde zu finden. Bis sie schließlich Martha kennenlernt, ...

Lee fühlt sich fremd im Internat. Mit ihrem Stipendium unterscheidet sich ihr finanzieller Hintergrund von den anderen und es fällt ihr schwer, Freunde zu finden. Bis sie schließlich Martha kennenlernt, die mit ihr auf einer Wellenlänge zu sein scheint.

Im Roman begleitet man Lee bei ihrem Leben im Internat. Man begleitet sie im Unterricht, verfolgt die kleinen Dramen mit ihren Zimmer-Mitbewohnerinnenen und erfährt, wie einsam sie sich in diesem Établissement fühlt. Dann kommt auch noch eine Schwärmerei für den beliebtesten Jungen in ihren Jahrgang hinzu. Kurz um, der perfekte Teenie-Roman, wäre da nicht der sachliche Schreibstil. Dieser lässt die Geschichte erwachsener wirken als ihre Charaktere und führt dazu, dass sich das Buch auch von älteren Leserinnen und Lesern gut lesen lässt. Dennoch muss ich sagen, dass mir in der Geschichte die Höhepunkte gefehlt haben. Es passieren immer wieder ein paar High-school-Dramen, die kurzzeitig Spannung in die Story bringen, doch meistens plätschert die Geschichte eher unaufgeregt dahin. Die fünfhundert Seiten waren mir daher zu viel und haben den Roman in die Länge gezogen.

Rückblickend kann ich nicht genau sagen, was die Absicht der Autorin mit diesem Buch war. Es war unterhaltsam, aber nicht spannend. Es war gut geschrieben, aber hatte auch Längen. Ein sehr ambivalentes Leseerlebnis für das ich 3 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Herkunft, Identität und Wissenschaft - ein gelungener Roman!

Real Americans
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Lily Chen arbeitet als Praktikantin in New York als sie den reichen Matthew kennenlernt und sich in ihn verliebt. Zwei Welten prallen aufeinander und sie beschließt, ihren gemeinsamen Sohn Nick alleine ...

Lily Chen arbeitet als Praktikantin in New York als sie den reichen Matthew kennenlernt und sich in ihn verliebt. Zwei Welten prallen aufeinander und sie beschließt, ihren gemeinsamen Sohn Nick alleine großzuziehen.

Der Roman erzählt generationsübergreifend die Geschichte einer Familie mit chinesischen Wurzeln, die in Amerika lebt. Im ersten Abschnitt geht es um Lily, im nächsten um ihren Sohn Nick und den Abschluss macht die Geschichte von Lilys Mutter. Die Hauptthemen des Buches - Identität, Herkunft und Wissenschaft - tauchen dabei in allen drei Parts auf und bieten ein interessantes Grundgerüst. Nicht immer konnte das Buch die Spannung jedoch aufrecht erhalten. Gerade die Geschichte von Nick wies einige Längen auf. Dieser einzige Nachteil wurde durch die lebhafte Darstellung der Charaktere und der flüssige Schreibstil der Autorin wettgemacht. Mich konnte das Buch jedenfalls überzeugen und so vergebe ich gerne fünf Sterne.

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