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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2020

Komplex, düster und hochspannend!

Je tiefer das Wasser
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Bereits die Leseprobe hat mich in ihren Bann gezogen und war natürlich, wie meistens, viel zu kurz. Deshalb habe ich das Ankommen des Buches schon sehnsüchtig erwartet. Zu groß war meine Neugier, wie sich ...

Bereits die Leseprobe hat mich in ihren Bann gezogen und war natürlich, wie meistens, viel zu kurz. Deshalb habe ich das Ankommen des Buches schon sehnsüchtig erwartet. Zu groß war meine Neugier, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird. Meine hohen Erwartungen wurden dann auch nicht enttäuscht - man hat es hier mit einer hochkomplexen Geschichte zu tun, die wundervoll die Nuancen, Dunkelheiten und verschiedenen Facetten von Beziehungen aufzeichnet.

Ich habe das Buch innerhalb eines Tages ohne viele Pausen durchgelesen, da mich die Geschichte nicht mehr losgelassen hat. Die Thematik - psychische Störungen und eine sehr verwobene, schwierige Familiengeschichte - machen es zu einem düstern Buch, doch ich finde die Autorin trifft genau den richtigen Stil, um damit umzugehen. Die Geschichte rund um Edith und Mae wird mir bestimmt noch lange Zeit im Kopf bleiben. Absolute Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Fesselndes Buch

Long Bright River
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Mickey ist Streifenpolizistin in Philadelphia, Alleinerzieherin von ihrem Sohn Thomas und nun auch noch auf der Suche nach ihrer drogenabhängigen Schwester Kacey. Diese scheint nämlich seit bereits einem ...

Mickey ist Streifenpolizistin in Philadelphia, Alleinerzieherin von ihrem Sohn Thomas und nun auch noch auf der Suche nach ihrer drogenabhängigen Schwester Kacey. Diese scheint nämlich seit bereits einem Monat verschwunden zu sein und selbst wenn sie schon lange keinen direkten Kontakt mehr zu ihr hat. Als dann plötzlich eine grauenvolle Mordserie in Philadelphia beginnt, macht sie sich Sorgen um ihre Schwester. Könnte es sein, dass die verschwundene Kacey dem Mörder bereits zum Opfer gefallen ist?

Ich habe mich riesig darauf gefreut, dieses Buch zu lesen, da die Meinungen eine außergewöhnliche Geschichte versprachen. Ich wünschte, ich hätte diese Meinungen zuvor nicht gesehen, da ich das Buch somit mit großen Erwartungen aufschlug und mich nicht ganz ungetrübt auf die Geschichte einlassen konnte. Ohne Frage handelt es sich hier um ein richtiges gutes Buch, das den Leser fesselt und seine Neugierde weckt. Allerdings habe ich während des ganzen Leseprozesses auf die "große Überraschung", die "große unerwartete Wende" gewartet, die allerdings nie kam. Natürlich gab es einige interessante Wendungen, die ich nicht vermutet hätte, aber vollends überrascht wurde ich von der Geschichte leider nicht.

Richtig begeistert hat mich hingegen der Schreibstil von Liz Moore. Sofort würde ich wieder ein Buch von ihr lesen! Sie schreibt zackig, ohne große Ausschweifungen und bringt die Emotionen der Figuren auf den Punkt ohne um den heißen Brei herumzureden. Mir gefiel diese direkte Art sehr gut, besonders da er auch zum Wesen der Ich-Erzählerin und Hauptfigur Mickey passte. Dadurch hatte man wirklich das Gefühl, in ihr Denken und ihre Welt einzutauchen. Abgesehen von der Protagonistin entwirft die Autorin weitere interessante Figuren, wobei mir besonders die etwas schrullige Nachbarin Mrs. Mahon gefallen hat.

Die Geschichte selbst entfaltet sich sehr stetig. Ständig kommen neue Hinweise und Überlegungen dazu und man ist als Leser durchwegs gespannt. Zum Ende hin ging es mir fast ein wenig zu schnell und glatt, aber ich denke, dass die Mordserie im Laufe des Buches sowieso immer mehr in den Hintergrund zu rücken schien und mehr Fokus auf die Familiengeschichte von Kacey und Mickey gelegt wurde. Deshalb würde ich das Buch auch nicht unbedingt als Thriller, sondern eher als Familiendrama bezeichnen.

FAZIT:
Eine fesselnde Geschichte, die durchaus noch mehr unerwartete Wendungen hätte vertragen können, aber mich dennoch gut unterhalten hat. Besonders der Schreibstil weckte für mich ein Gefühl der Authentizität und machten das Lesen zu einem Erlebnis.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2020

Nicht wirklich ein Thriller

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Nachdem Ally einen Flugzeugabsturz überlebt hat, ist sie auf sich gestellt. In den Tiefen des Rocky Mountains muss sie ihren Weg in die Zivilisation finden, während ihre Mutter alles daran setzt, ihre ...

Nachdem Ally einen Flugzeugabsturz überlebt hat, ist sie auf sich gestellt. In den Tiefen des Rocky Mountains muss sie ihren Weg in die Zivilisation finden, während ihre Mutter alles daran setzt, ihre Tochter aufzuspüren. Dabei taucht sie in das Leben ihrer Tochter ein, mit der sie zuvor aufgrund einer Auseinandersetzung mehrere Jahre keinen Kontakt mehr hatte, und stellt fest, dass ihr Leben einen radikalen Wandel genommen hat.

Ich bin ein großer Fan von Survival-Thrillern/Büchern und deshalb hat mich der Klappentext von "Freefall" sofort angesprochen. Leider ist der Überlebenspart in diesem Buch doch eher begrenzt, da der Großteil der Geschichte Allys düsterer Vergangenheit einnimmt. Dadurch erhält man als Leser viele Informationen, die für die Aufklärung der Geschichte von Nöten, aber nicht immer unbedingt spannend sind. Dadurch fiel es mir während des Lesens zwischenzeitlich etwas schwer, gespannt bei der Sache zu bleiben. Meiner Meinung nach kann man das Buch deshalb nicht ganz als "Thriller" auszeichnen, auch wenn der Schluss sehr actionreich ist. Dennoch fehlt es mir an Gänsehaut- und Spannungsmomenten. Gerade was Allys Überleben in der Wildnis anbelangt, hätte man noch mehr herausholen können. Das ist schade.

FAZIT:
Nicht unbedingt ein Thriller, nicht unbedingt ein Survival-Buch, aber trotzdem eine interessante Geschichte, die seine Höhen hatte, wenngleich es mir meistens doch zu ruhig und informationsfüllig war, da die Vergangenheitsrückblicke zu zahlreich waren. Daher vergebe ich 3 Sterne.

  • Cover
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Veröffentlicht am 19.01.2020

Anders...

Miroloi
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Bei "Miroloi" handelt es sich um einen Roman, der in seinem sehr außergewöhnlichem Stil geschrieben ist und bestimmt nicht jedem Leser zusagt. Die Sprache ist melodisch, erinnert stellenweise an ein gesummtes ...

Bei "Miroloi" handelt es sich um einen Roman, der in seinem sehr außergewöhnlichem Stil geschrieben ist und bestimmt nicht jedem Leser zusagt. Die Sprache ist melodisch, erinnert stellenweise an ein gesummtes Lied und baut eine fremdartige und faszinierende Atmosphäre auf, auf welche man sich aber einlassen muss. Allein schon vom Schreibstil kann man ableiten, dass "Mirolei" kein Buch ist, das den Geschmack von jeden trifft. Es ist eben ein bisschen... anders.

Anders ist auch die Protagonistin, welche aufgrund der strengen Regeln des Dorfes, in dem sie lebt, keinen Namen trägt, da sie von ihrer Mutter ausgesetzt wurde. Sie lebt als eine Art Findelkind beim "Betvater" und sieht sich tagtäglich den hämischen Worten und Beschimpfungen der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie in dessen Kreis ganz und gar nicht willkommen ist. Neben der Regel mit den Namen, gibt es noch zahlreiche weitere Regeln, welche das Dorfleben bestimmen und welche unangefochten von der Dorfgesellschaft hingenommen werden. Nun ja, nicht ganz. Die Protagonistin sieht nämlich nicht ein, warum es zum Beispiel Frauen untersagt ist, Lesen und Schreiben zu lernen oder warum sie keinen Namen haben darf, da doch alle Menschen und Objekte um sie herum benannt sind. Langsam beginnt sich in ihr ein Widerstand aufzubauen, der sich immer mehr verhärtet, je mehr sie über die Führer der Dorfgesellschaft herausfindet.

Wie schon gesagt, ist das Buch etwas speziell. Mir hat dieser außergewöhnliche Stil sofort zugesagt und ich mich konnte der Schreibstil der Autorin absolut überzeugen. Genauso hat mich anfangs auch die Handlung gefesselt und ich wollte immer mehr über die Protagonistin und die Geschehnisse im Dorf erfahren. Doch gegen Ende hin, wurde die Begeisterung, die ich für die Geschichte empfand, immer schwächer, da es einige Punkte gab (auf die ich jetzt nicht genauer eingehe, um nichts zu spoilern), die für mich nicht stimmig wirkten, beziehungsweise auch eine Enttäuschung bei mir auslösten. Die Autorin baut die Erwartungen des Lesers in den ersten Kapiteln immer mehr auf, während man am Schluss doch eher fallen gelassen wird. Das fand ich sehr schade. In der Handlung steckt so viel Potenzial, welches am Ende nicht genutzt wurde. Das fand ich schade. Aber da mir die ersten 2/3 des Buches wirklich unbeschreiblich gut gefallen haben (schon nach den ersten hundert Seiten, erwog ich bereits, ob es sich vielleicht um eines meiner Jahreshighlights 2019 handeln könnte, doch diesen Gedanken habe ich dann im letzten Drittel wieder verworfen, leider) habe ich mich doch entschieden, das Buch mit 4 Sterne zu bewerten, da die Geschichte wirklich etwas besonderes und berührendes an sich hat und mir der außergewöhnliche Stil bestimmt noch eine Weile im Herzen bleiben wird.

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Absolutes Herzensbuch!

Ich und die Menschen
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'Was ist der Sinn des Lebens?' Diese Frage versucht der Außerirdische zu beantworten der in den Körper des Erdenmenschens Andrew geschickt wird. Die Menschen sind für den Außerirdischen ein großes Rätsel. ...

'Was ist der Sinn des Lebens?' Diese Frage versucht der Außerirdische zu beantworten der in den Körper des Erdenmenschens Andrew geschickt wird. Die Menschen sind für den Außerirdischen ein großes Rätsel. Wesen die nur primitivste Technik, mittelmäßige Intelligenz und keinerlei Sinn fürs Wesentliche besitzt. Doch dann bemerkt er was die Menschen ausmacht: die Menschlichkeit. Ein herzenswarmer Roman, zum schmunzeln, nachdenken und begreifen. Ich habe das Buch mittlerweile bereits dreimal gelesen und werde auch in Zukunft noch oft zu dieser Geschichte zurückkehren, da sie mir einfach guttut.

  • Cover
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