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Veröffentlicht am 08.05.2026

Chaotische Familiengeschichte

Verlorene Schäfchen
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Bei der Familie Flynn handelt es sich um alles andere als eine gewöhnliche Familie. Mutter und Vater stecken in einer Ehekrise und handfesten Affären, während ihre drei Töchter mit ihren eigenen Problemen ...

Bei der Familie Flynn handelt es sich um alles andere als eine gewöhnliche Familie. Mutter und Vater stecken in einer Ehekrise und handfesten Affären, während ihre drei Töchter mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Abigail beginnt eine Beziehung mit einem fragwürdigen Jungen, Louise lässt sich von ihrem Online-Freund immer mehr in ein religiöses Denkmuster zwängen und die jüngste namens Harper meint, einer Verschwörung auf der Spur zu sein.

Das wichtigste bei einer guten Familiengeschichte sind die Personen und in diesem Buch hat die Autorin es wunderbar geschafft, einzigartige Persönlichkeiten zu schaffen, die man schnell ins Herz schließt. Die Handlung ist zwar nicht immer realistisch, dafür aber spannend und wenn man möchte, kann man auch eine tiefere Bedeutung in den Roman hinein interpretieren. Es geht darum, seinen Platz in dieser viel zu lauten und verrückten Welt zu finden. Sei es an der Seite eines ehemaligen Soldatens, der doch nicht so tough ist, wie er zu sein scheint, oder als Liebhaber einer alleinstehende Dame, die eine Selbsthilfegruppe leitet. Es war schön zu verfolgen, wie die Charaktere über sich hinauswachsen und die zerüttete Familie wieder etwas mehr zusammenfindet. Auch wenn mir die einzelnen Punkte nicht immer schlüssig erschienen und manche Wendungen etwas abstrus scheinen, so hat das Buch durchaus Charme und weiß, zu unterhalten. Ich werde die die Geschichte jedenfalls in guter Erinnerung halten und möchte gerne noch mehr von der Autorin lesen.

Fazit:
Wer Familiengeschichten und außergewöhnliche Charaktere mag, ist bei diesem Buch auf jeden Fall gut aufgehoben!

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein Buch rund um Schmetterlinge

Das Jahr der Schmetterlinge
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Die Autorin des Buches beschließt aus einer Laune heraus, dass sie innerhalb eines Jahres alle in Dänemark heimischen Schmetterlingsarten sehen möchte. Was als Idee beginnt, wird schließlich zu einem festen ...

Die Autorin des Buches beschließt aus einer Laune heraus, dass sie innerhalb eines Jahres alle in Dänemark heimischen Schmetterlingsarten sehen möchte. Was als Idee beginnt, wird schließlich zu einem festen Vorhaben, das einige Herausforderungen mit sich bringt.

Der Klappentext des Buches hat mich sehr neugierig gemacht, da ich es immer spannend finde, Menschen auf einem Abenteuer zu begleiten und dazu kann auch die Beobachtung und das Finden von Schmetterlingen werden, wie die Autorin beweist. Ich erfreue mich, wenn zufällig mal ein Zitronenfalter vorbeiflattert, doch sie macht mich wirklich auf die Suche und unternimmt sogar kurze Reisen, um ihre Liste abzuarbeiten.

Das Vorhaben an sich habe ich mit großem Interesse verfolgt und die Autorin schildert sehr mitreißend, wie es ihr bei den Ausflügen geht, welche Begeisterung sie erlebt, wenn sie ein Exemplar findet und wie ihre Begeisterung für Schmetterlinge wächst und wächst. Davon abgesehen nimmt ein großer Teil des Buches aber Faktenwissen über Schmetterlinge und das Feld der Schmetterlingsforschung ein. Anfangs war es noch interessant, aber da ich mich nicht auf ein Sachbuch eingestellt habe und - ehrlich gesagt - mich nicht vertiefend mit Schmetterlingen beschäftigen möchte, war mir die Informationsfülle zu viel. Hier hätte die Autorin gerne etwas sparsamer und dafür ausgewählter mit den Fakten umgehen können oder dem Buch mehr Raum für ihre Schmetterlingssuchaktionen einräumen können. Meine Erwartungen wurden somit nicht ganz getroffen, dennoch war das Buch gut zu lesen und ich konnte ein paar spannende Fakten über diese wunderschönen geflügelten Wesen aufschnappen. Apropos wunderschön: Das Buch enthält auch Illustrationen der Schmetterlinge, die in ihrer Detailfülle den Originalen in nichts nachstehen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Roman über Verlust und Freundschaft

Unter Wasser
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Marissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt ...

Marissa verbrachte ihre Kindheit in Thailand und lernt dabei ihre beste Freundin Arielle kennen. Bei einer verherrenden Naturkatastrophe kommt Arielle ums Leben und der Verlust ihrer engen Freundin lässt Marissa einfach nicht los.

Die Handlung des Buches setzt viele Jahre nach der Naturkatastrophe ein, Marissa ist bereits erwachsen. Schnell merkt man, dass bei der jungen Frau eine gewisse Melancholie mitschwingt, die sich erst durch die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit verstehen lässt. Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise, die tiefe Verbundenheit, die zwischen Marissa und ihrer Freundin Arielle besteht, zu zeigen und die Gefühle der Protagonistin nachvollziehbar zu machen. Bücher über Verluste gibt es viele, aber nur selten wird der Verlust einer Freundin oder eines Freundes porträtiert, der lange Jahre nachhallt. In einer Stelle des Buches fragt sich Marissa, ob es berechtigt ist, so lange zu trauern, obwohl es sich bei Arielle "nur" um eine Freundin und kein Familienmitglied handelt. Diese Szene ist mir sehr in Erinnerung geblieben. Ansonsten verläuft sich die Handlung leider ein wenig und mir fehlte eine klare Linie. Die Autorin schafft es zwar sehr gut, die Atmosphäre und Gefühle der Figuren einzufangen, schöpft aber nicht immer das ganze Potential der Geschichte aus. Im Großen und Ganzen würde ich das Buch aber weiterempfehlen und hätte auch Lust, mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Schöne, realitätsnahe Geschichte

Ich erzähle von meinen Beinen
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Wally wird in die Schule gerufen, da ihre Tochter am Schulhof ihre ADHS-Medikamente an die Mitschülerinnen und Mitschüler weitergibt. Ein Glück, dass es sich bei den vermeintlichen Medikamenten nur um ...

Wally wird in die Schule gerufen, da ihre Tochter am Schulhof ihre ADHS-Medikamente an die Mitschülerinnen und Mitschüler weitergibt. Ein Glück, dass es sich bei den vermeintlichen Medikamenten nur um harmlose Nahrungsergänzungsmittel handelt, die Wally ihrer Tochter anstelle der Medikamente verabreicht. Tatsächlich ist sie es, die ab und zu die ihrer Tochter verschriebenen Medikamente einnimmt. Es hilft ihr, etwas Ordnung in dem Chaos, das sich täglich in ihrem Kopf abspielt zu finden.

ADHS ist momentan in der Buchwelt ein oft aufgegriffenes Thema. Als Mutter ist man ohnehin oft am Limit, die Herausforderungen des täglichen Lebens dann auch noch mit Formen von ADHS zu meistern, ist eine Challenge der Wally gegenüber steht. Als Leserin bin ich ihr durch den Alltag gefolgt und habe erfahren, wie sie die Welt sieht und erlebt. Die Erfahrungen haben sich für mich sehr authentisch angefühlt und das Buch hat mich durchwegs in den Bann gezogen. Auch wenn nicht immer ein roter Faden erkennbar war, habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt und Wally Seite für Seite mehr ins Herz geschlossen. Ein wirklich schönes und realistisches Buch!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Spannend!

Happy Head
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Seb darf am Programm "Happy Head" mitmachen. Bei diesem sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie sie zu glücklichen Menschen werden und sich dabei unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen stellen.

Das ...

Seb darf am Programm "Happy Head" mitmachen. Bei diesem sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie sie zu glücklichen Menschen werden und sich dabei unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen stellen.

Das Setting des Buches erinnerte mich sehr an die erfolgreiche Netflix-Serie Squid Game. Nur sind es hier statt emotionslose Männer und Pink Psychologen, die den Jugendlichen Anweisungen geben und schon von Beginn an, zweifelt man als Leserin bzw. Leser, dass das Programm tatsächlich nur das Wohl der Jugendlichen im Sinn hat. Das Camp ist sehr futuristisch und nach dem Belohnungsprinzip aufgebaut: wenn du den Anweisungen Folge leistest, steigst du auf und erhälst Benefits. Mir hat diese dystopische Stimmung gut gefallen, wobei sich das Buch meiner Meinung nach eher an eine jugendliche Zielgruppe richtet.

Die Charaktere sind sehr einfach gestrickt. Es gibt die typische Streberin, den Rebellen, der sich gegen die Regeln auflehnt und die Unruhestifter. Hinsichtlich der Personen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, aber davon abgehen, habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt.

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