Cover-Bild Die Engel von Alperton
(13)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Atrium Verlag AG
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 09.04.2025
  • ISBN: 9783855351978
Janice Hallett

Die Engel von Alperton

Roman
Stefanie Kremer (Übersetzer)

Der Fall scheint eindeutig, doch der Teufel steckt im Detail ...

Die True-Crime-Autorin Amanda Bailey weiß alles über den berüchtigten Fall der Engel von Alperton. Zahlreiche Bücher und Verfilmungen berichteten von der fanatischen Sekte, seit ihre Mitglieder vor achtzehn Jahren versuchten, ein Baby zu opfern, das sie für den Antichrist hielten. Mittlerweile scheint daher alles erzählt zu sein – doch nun ist das "Alperton-Baby" volljährig und könnte endlich interviewt werden. Amanda wittert ihre Chance auf einen echten Coup. Doch während sie immer tiefer in die Recherchen eintaucht, wird klar, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Und dass die Geschichte der Engel von Alperton noch lange nicht vorbei ist ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Ein Krimi der anderen Art

0

Ein Krimi der anderen Art

Bücher, die anders sind als der “normale” Roman, finde ich immer faszinierend.

Nachdem ich schon “Der Twyford Code” der Autorin gelesen habe, wollte ich auch unbedingt die neuen ...

Ein Krimi der anderen Art

Bücher, die anders sind als der “normale” Roman, finde ich immer faszinierend.

Nachdem ich schon “Der Twyford Code” der Autorin gelesen habe, wollte ich auch unbedingt die neuen Bücher lesen. Denn hier ist alles etwas anders als gedacht. Wir lesen keinen Fließtext, sondern eine Sammlung von Mails, Chats und anderen Dokumenten.

Wir bekommen diese aus einem Schließfach und lesen die Sammlung an eben diesen Inhalten von der Autorin Amanda Bailey. Sie bekommt den Auftrag, ein Buch über den in dem Buch wirklich passierten Fall der Engel von Alperton zu schreiben. Dieser ist fast 18 Jahre her, doch ein beteiligtes Mitglied wird bald volljährig und könnte neue Informationen dazu geben.

Man muss sich auf den Stil einlassen. Es hat etwas Voyeurismus. Wir lesen die privaten Konversationen einer Frau und dringen in ihre Gedanken ein. Lernen, wie sie ermittelt und was sie bereit ist dafür zu tun. Und dennoch hat man das Gefühl, irgendwas passt nicht. Der Aufbau ist recht lang und ja, ich kann verstehen, dass manche Leser das abschreckt. Doch für mich war es ein wirklich tolles Lesevergnügen und ich werde auch weiterhin diese Art von Büchern lesen.
Die Auflösung jedoch hat mich leider nicht ganz überzeugt. Irgendwie hätte ich mir da noch etwas mehr gewünscht. Es hat sich zwar alles irgendwie gefügt, doch für das, was vorher aufgebaut wurde, war es mir zu wenig.

Da fand ich den Twyford Code etwas besser und würde daher erstmal den empfehlen, wenn man mit den Büchern der Autorin beginnen möchte.

ISBN: 978-3855351978
Umfang: 544 Seiten
Autorin: Janice Hallett
Verlag: Atrium
Erscheinungsdatum: 09.04.25

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2025

Zwischen den Zeilen

0

Der Stil des Buchs ist absolut ungewöhnlich: Statt einem normalen Text besteht die ganze Erzählung nur aus Dokumenten in einer journalistischen Recherche-Akte. So erfährt man aus Mails, WhatsApp-Nachrichten, ...

Der Stil des Buchs ist absolut ungewöhnlich: Statt einem normalen Text besteht die ganze Erzählung nur aus Dokumenten in einer journalistischen Recherche-Akte. So erfährt man aus Mails, WhatsApp-Nachrichten, Romanauszügen und Interviews was so passiert und lernt auch nur auf diesem Weg die Charaktere der Handlung kennen.
Ich fand diese Art der Erzählung spannend und auch überwiegend angenehm zu lesen, muss aber auch dazu sagen, dass das vermutlich sehr Geschmackssache ist.
Auch muss man sich gerade am Anfang erstmal einen Überblick verschaffen, wer die ganzen Charaktere aus den Texten jetzt überhaupt sind, manchmal musste ich dafür auch zurückblättern.

Ist man aber erstmal gut im Geschehen angekommen, gibt es echt viel zu entdecken. Dies ist kein Buch, das man halb abgelenkt nebenbei lesen sollte, da hier sehr viel zwischen den Zeilen versteckt ist. Scheinbar unlogische Dinge ergeben im Kontext eines weiteren Puzzlestücks plötzlich Sinn, frühere Texte lassen sich ganz anders interpretieren.
Zwar erklärt das Buch den Großteil der versteckten Hinweise am Ende, lässt jedoch noch Raum für eigene Erkundungen, sodass man sich selbst ein eigenes Bild des Geschehens machen kann.
Ich mochte die Idee sehr und hatte auch Spaß beim eigenen Ermitteln, vor allem wenn es dann einen Aha-Moment gab.

Journalistin Amanda selbst war mir jedoch nicht so sympathisch, auch wenn man ihren Charakter ja nur aus den Mails etc. rauslesen konnte. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass auch viele echte Journalisten so skrupellos sind, von daher war es auch wieder irgendwie authentisch.
Kritisieren muss ich aber noch, dass ich manche Abschnitte doch ein wenig zu lang fand. Manche Handlungspassagen haben sich etwas gezogen, andere haben sich nach Wiederholung angefühlt.
Insgesamt hatte ich jedoch viel Spaß mit diesem Buch und fand die ungewöhnliche Erzählmethode echt spannend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein etwas anderer Krimi

0

Die True-Crime-Autorin Amanda bittet ihre Agentin um ein neues Projekt, abseits ihres gewohnten Schemas „tote Blondine, ahnungslose Polizei, sich überschlagende Medien und feixender Psychopath“. Ihr Wunsch ...

Die True-Crime-Autorin Amanda bittet ihre Agentin um ein neues Projekt, abseits ihres gewohnten Schemas „tote Blondine, ahnungslose Polizei, sich überschlagende Medien und feixender Psychopath“. Ihr Wunsch geht in Erfüllung. Das neue Buch soll von einer kleinen Sekte handeln, den „Engeln von Alperton“, deren Gemeinschaftsselbstmord vor 18 Jahren die Menschen verwirrte. Damals befreite die Polizei zwei Jugendliche und ein Baby aus den Fängen der Fanatiker, die sich für Engel in Menschengestalt hielten. Aktuell wird der gerettete Säugling, dessen Identität geheim ist, volljährig. Ein Interview mit ihm wäre der geniale Aufhänger für Amandas neues Buch. Blöd nur, dass ein anderer Autor Ähnliches plant. Ihr Rivale ist ausgerechnet Oliver Menzies, ein Journalistenkollege, mit dem sie noch eine Rechnung offen hat. Der Wettstreit beginnt.

„Die Engel von Alperton“ ist ein Roman der britischen Autorin Janice Hallett. Für mich war es das erste Buch der Autorin.

Amanda beginnt mit der Recherche für ihr Buch und versucht, das „Alperton Baby“ zu finden. Bald fallen ihr Diskrepanzen zwischen den Berichten und Aussagen auf. Können sich die Zeugen nach so langer Zeit nicht mehr korrekt erinnern oder steckt mehr dahinter? Trotz des Aufsehens, das der Fall seinerzeit hervorgerufen hatte, wurde ungewöhnlicherweise bislang kein einziger True-Crime-Roman zu diesem Thema geschrieben. Warum? Während ihrer Recherchen stößt Amanda auf mysteriöse Todesfälle und ein befreundeter Hobbydetektiv fällt einem Wohnungsbrand zum Opfer. Manche ihrer Interviewpartner mahnen sie zur Vorsicht oder warnen sie sogar.

Mit Amanda wurde ich nicht richtig warm. Von Beginn an entsteht der Eindruck, dass sie alles tut, um ihr Ziel zu erreichen, sei es schmeicheln, lügen oder drohen. Zu echten Beziehungen scheint sie nur bedingt fähig. Als beispielsweise ihre Bekannte Minnie auf ein Fake hereinfällt und beim Verlag in Ungnade gerät, schließt sich Amanda diesem Boykott sofort an. Mit der Zeit erfährt der Leser Vorkommnisse aus ihrer Vergangenheit (u.a. Missbrauch), die manches erklären. Die anderen Charaktere bleiben blass.

Das Besondere an diesem Krimi ist die Herangehensweise der Autorin. Hallett stellt hier eine Erzählung zusammen, die ausschließlich aus WhatsApp- und Textnachrichten, Transkripten von Interviews, Haftnotizen, E-Mails, Dokumenten, Telefonprotokollen und Berichten besteht. Hinzu kommen ein paar Artikelentwürfe Amandas und die mal mehr, mal weniger launigen Anmerkungen der Transkriptorin Ellie. Das wirkt vor allem am Anfang neu und erfrischend. Was einerseits zunächst überrascht, ermüdet aber mit der Zeit und führt zwangsläufig zu vielen Wiederholungen. Dadurch kommt es zu Längen, die der Spannung und dem Lesefluss nicht gut bekommen. Auch die Vielzahl von Personen und Verwicklungen erweist sich im Nachhinein als nicht zwingend erforderlich. Der Schluss dagegen hat mich überrascht und nicht enttäuscht.

Ich vergebe 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2025

Leider zu verworren und langatmig

0

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell fasziniert, denn ich lese sehr gerne Krimis und True Crime und das Buch hat sich richtig spannend angehört! Leider konnte das Buch für mich aber nicht ...

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell fasziniert, denn ich lese sehr gerne Krimis und True Crime und das Buch hat sich richtig spannend angehört! Leider konnte das Buch für mich aber nicht ganz halten was es versprochen hat.

Inhaltlich geht es um die True-Crime-Autorin Amanda Bailey, die alles über den berüchtigten Fall der Engel von Alperton weiß. Zahlreiche Bücher und Verfilmungen berichteten von der fanatischen Sekte, seit ihre Mitglieder vor achtzehn Jahren versuchten, ein Baby zu opfern, das sie für den Antichrist hielten. Mittlerweile scheint daher alles erzählt zu sein – doch nun ist das "Alperton-Baby" volljährig und könnte endlich interviewt werden. Amanda wittert ihre Chance auf einen echten Coup. Doch während sie immer tiefer in die Recherchen eintaucht, wird klar, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Und dass die Geschichte der Engel von Alperton noch lange nicht vorbei ist.

Ich bin war anfangs überraschte von dem Schreibstil, denn das Buch ist kein Fließtext, sondern setzt sich aus WhatsApp- Nachrichten, E-Mails und Protokollen zusammen. Zunächst fand ich das abwechslungsreich und mal was anderes und habe die Geschichte deshalb auch mit Interesse verfolgt. Leider wurde die Geschichte aber auch bald etwas zäh und langatmig zu lesen, da immer wieder unwichtige Nachrichten dazwischen plaziert wurden und sich anderes immer wieder wiederholt hat. Auch mit den vielen Namen wurde es immer anstrengender sich zu merken wer nun wer ist.

Die Protagonistin ist zwar sehr ehrgeizig, war mir aber unsympathisch, da sie mehrmals gezielt lügt und manipuliert um ihr Ziel zu erreichen. Ihr Kollege Oliver ist auch nicht viel sympathischer, und driftet ab der Mitte ungefähr sehr in abstruse Geschichten ab.

Das Thema des Buches kann faszinieren aber je weiter man liest, desto häufer wiederholen sich Passagen und machen das Lesen anstrengend. Hier hätte deutlich gekürzt werden dürfen.

Auch das Ende konnte mich nicht ganz zufrieden stellen, da es durch die vielen Personen verworren wirkt und es zu viele Zufälle gibt und es sich deshalb konstruiert angefühlt hat. Natürlich ist dies nur eine persönliche Meinung und anderen Lesern kann die Geschichte dennoch deutlich besser gefallen, ich kann aber leider nur 3 Sterne geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2025

tolle Idee, leider schlecht umgesetzt

0

Also die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich klasse. Der Anfang hat mir auch noch sehr gut gefallen. Ich fand den Schreibstil total interessant, da man hier keine normale Erzählung hat, sondern sich ...

Also die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich klasse. Der Anfang hat mir auch noch sehr gut gefallen. Ich fand den Schreibstil total interessant, da man hier keine normale Erzählung hat, sondern sich das gesamte Buch aus Interview-Transkriptionen, sowie Mail- und Chat-Verläufen zusammensetzt. Ein bisschen wie eine moderne Form von Dracula.

Leider nutzt sich dieser Stil hier jedoch ziemlich schnell ab. Es gibt viele Wiederholungen und man bekommt auch keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren. Hauptfigur Amanda fand ich eigentlich ziemlich unsympathisch. Sie ist absolut skrupellos und tut wirklich alles, um an Informationen zu kommen. Auch die wenigen Informationen, die man zwischendrin zu ihr und ihrer Vergangenheit bekommt, machen sie nicht unbedingt liebenswerter. Die restlichen Charaktere bleiben eher blass und nicht wirklich greifbar.

Ich finde auch, dass sich das Buch unnötig in die Länge zieht. Da gibt es einiges, was man meines Erachtens gut hätte weglassen können. Einige Passagen habe ich irgendwann nur noch überflogen oder direkt ganz überblättert, weil ich sie so nervig fand. Das stört natürlich auch den Spannungsbogen.

Ich fand es zwar interessant, mitzurätseln was denn nun hinter dem Ganzen steckt und auch die Tatsache, dass sich die Zeugenaussagen oft gänzlich widersprechen war gut gemacht, aber leider wird die Handlung im Verlauf des Buches immer wirrer. Die Geschichte weicht immer mehr vom ursprünglichen Thema ab. Es tauchen immer neue Figuren auf und es wird alles immer absurder.

Das Ende war eine totale Überraschung. Aber nicht unbedingt im positiven Sinn. Vieles ergab für mich tatsächlich gar keinen Sinn mehr und ich fand die Auflösung auch ziemlich enttäuschend.