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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

düstere Romantasy mit einigen Schwächen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Die Autorin entführt uns mit diesem Buch in eine dunklere Version von Oz. Man trifft die bekannten Figuren, aber alle sind irgendwie düsterer und deutlich anders, als im Original.

Hauptfigur ist auch ...

Die Autorin entführt uns mit diesem Buch in eine dunklere Version von Oz. Man trifft die bekannten Figuren, aber alle sind irgendwie düsterer und deutlich anders, als im Original.

Hauptfigur ist auch hier Dorothy, die auf einer abgelegenen Farm in Kansas aufwächst. Sie kam als Kind dorthin und hat keine Erinnerungen an ihr "früheres Leben". Es gibt lediglich immer wieder kleine Hinweise auf eine gewisse Finsternis in ihr.

Die Geschichte ist größtenteils aus ihrer Sicht geschrieben. Trotzdem hatte ich leider das Gefühl, dass man ihr nicht wirklich nah kommt. Das gilt auch für die restlichen Figuren. Sie blieben für meinen Geschmack zu diffus und einfach nicht wirklich greifbar.

Wie im Original folgt man Dorothy auf ihrer Reise zum Zauberer, nachdem sie zusammen mit ihrem Hund Toto von einem Wirbelsturm nach Oz gebracht wurde. Leider zieht sich die Geschichte teilweise etwas in die Länge. Für mich gab es zu viele unnötige Passagen. Die wechselnden Perspektiven haben mich auch teilweise aus dem Lesefluss gerissen.

Gerade zum Ende hin gibt es noch ein paar sehr überraschende Wendungen und das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger. Trotzdem weiß ich noch nicht, ob ich Band 2 wirklich lesen muss. Irgendwie konnte mich das Buch einfach nicht komplett fesseln.

Veröffentlicht am 08.05.2026

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt

Unstoppable Brain
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Das Buch wirbt damit, dass man mit seiner Hilfe endlich sein Leben komplett umkrempeln und Veränderungen bewirken kann. Dieses Versprechen kann es aber, zumindest aus meiner Sicht, nicht wirklich halten.

Anfangs ...

Das Buch wirbt damit, dass man mit seiner Hilfe endlich sein Leben komplett umkrempeln und Veränderungen bewirken kann. Dieses Versprechen kann es aber, zumindest aus meiner Sicht, nicht wirklich halten.

Anfangs geht es in erster Linie darum, was die "Habenula" eigentlich ist und wie sie funktioniert. Kurz gesagt erklärt die Autorin, dass eigentlich alles, was mit unseren Vorsätzen etc. schiefgeht, die Schuld der Habenula ist. Wir können nichts dafür. Wir sind auf Scheitern gepolt, weil die Habenula aktiv wird, ohne dass wir es überhaupt merken. Diese Ansicht wird durch diverse Beispiele - sowohl aus den Bereichen Medien und Sport, als auch aus ihrer eigenen Praxis - verdeutlicht.

Anschließend lernt man, dass keiner von den Tipps und Tricks, die wir bisher kennen, wirklich funktioniert. Kann man alles in die Tonne treten. Das zumindest habe ich zwischen den Zeilen herausgelesen.

Im letzten Teil soll man dann hilfreiche, neue Tipps bekommen, um die Habenula auszutricksen und es in Zukunft besser zu machen. Nur dass das meiste davon eben auch nicht wirklich neu ist. Irgendwie hat man alles doch schon mal gehört. Und der wirklich große Wurf ist auch nicht dabei.

Insgesamt ist mir das Buch zu technisch geschrieben. Zu viele Fachausdrücke, zu wenig echte Praxisnähe, trotz der anschaulichen Fallbeispiele. Ich hatte gerade im letzten Abschnitt auf praxisnahe Tipps gehofft. Vielleicht einen einfachen Mehr-Stufen-Plan, dem man folgen kann. Aber leider Fehlanzeige. Auch die ständigen Matrix-Zitate und Referenzen haben mich ziemlich gestört. Sorry, ich finde die Filme einfach doof und kann damit nichts anfangen.

Für mich war das Buch leider ein Reinfall. Aber das ist bei Ratgebern dieser Art natürlich immer Geschmackssache. Für manche mag es funktionieren. Für mich hat es das leider nicht.

Veröffentlicht am 08.05.2026

Cosy Crime mit britischem Humor

Mord in der Pension Möwennest
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Ich muss gestehen, dass ich den Schreibstil anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand und ein paar Seiten gebraucht habe, um richtig ins Buch zu finden. Die Schreibweise ist sehr bildhaft und für meinen Geschmack ...

Ich muss gestehen, dass ich den Schreibstil anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand und ein paar Seiten gebraucht habe, um richtig ins Buch zu finden. Die Schreibweise ist sehr bildhaft und für meinen Geschmack manchmal etwas zu ausufernd. Ein paar Kleinigkeiten fand ich auch etwas übertrieben. Aber das ist natürlich Ansichtssache und schon alles, was ich an Kritik äußern kann.

Nora ist eine wirklich spannende und sehr sympathische Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Mit ihrer direkten, teils auch sehr forschen Art, hat sie bei mir immer wieder für Lacher gesorgt. Auch die anderen Charaktere sind sehr interessant und vielschichtig.

Die Pension fand ich als Setting einfach großartig. Man kann sich diesen mysteriösen, leicht verwahrlost wirkenden Ort mit seinen schrulligen Bewohnern super vorstellen. Ebenso das Küstenstädtchen, dass immer noch Touristen anzieht, obwohl es die besten Tage bereits hinter sich hat.

Was mir sehr gut gefallen hat war auch das Zusammenspiel der Charaktere. Jeder in der Pension hat (mindestens) ein Geheimnis. Sogar Nora selbst. Diese werden erst nach und nach gelüftet, was es dem Leser erlaubt, mitzurätseln und eigene Theorien aufzustellen. Ich zumindest hatte großen Spaß daran. Die Auflösung fand ich sehr gut gemacht und absolut glaubwürdig. Und auch die Mischung aus ernsten, bzw. tragischen und lustigen Szenen war wirklich perfekt.

Für alle Fans von Cosy Crime ein echtes Highlight.

Veröffentlicht am 06.05.2026

Farbenfroh

Dopamine Style
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Die Autorin und Influencerin Rachel Verney zeigt mit ihrem Buch, wie man sein Zuhause mit Hilfe von Farben schöner und fröhlicher gestalten kann. In der Einleitung gibt sie Einblick in ihr Privatleben ...

Die Autorin und Influencerin Rachel Verney zeigt mit ihrem Buch, wie man sein Zuhause mit Hilfe von Farben schöner und fröhlicher gestalten kann. In der Einleitung gibt sie Einblick in ihr Privatleben und erklärt, wie sie zur Expertin wurde und ihren Instagram-Account aufgebaut hat. Anschließend wir gut verständlich erklärt, was "Dopamin-Dekor" eigentlich bedeutet und was die Vorteile davon sind.

Schön fand ich den kleinen Test gleich zu Anfang, mit dessen Hilfe man herausfinden soll, welcher Deko-Typ man ist. Anschließend folgen übersichtlich unterteilt die Kapitel zu den jeweiligen Typen. Das Buch beinhaltet jede Menge schöne Fotos (wobei mir manches dann doch zu knallig oder zu bunt war), Do-it-yourself Anleitungen und Tipps für Gestaltung und Deko. Wobei mir sehr gut gefallen hat, dass sie auf Möglichkeiten eingeht, wie man sein Zuhause auch mit kleinem Geldbeutel renovieren kann. Die Anleitungen sind sehr gut verständlich geschrieben und ebenfalls mit hilfreichen Bildern versehen, sodass man sie leicht umsetzen kann.

Wer es gerne farbenfroh mag und nach Inspiration sucht, wird mit diesem Buch seine helle Freude haben. Auch für DIY-Interessierte kann ich es sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 28.04.2026

humorvoll und sehr authentisch

And they were roommates
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"And they were roommates" hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die Geschichte ist aus der Sicht von Protagonist Charlie geschrieben, einem Trans-Jungen, der an einem Elite-Jungen-Internat ...

"And they were roommates" hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die Geschichte ist aus der Sicht von Protagonist Charlie geschrieben, einem Trans-Jungen, der an einem Elite-Jungen-Internat aufgenommen wird und nicht nur mit dem Leistungsdruck, sondern auch mit seinem ungewollten Mitbewohner zu kämpfen hat.

Charlie habe ich wirklich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Er wirkt unglaublich sympathisch und auch total authentisch. Seine Gedanken und Ängste sind absolut nachvollziehbar. Ich glaube, dass sich viele Trans-Personen in ihm wiederfinden können. Auf mich zumindest wirkte er sehr realistisch und ich habe wirklich das ganze Buch hindurch mit ihm mitgelitten.

Sein Mitbewohner Jasper dagegen wirkt anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Mit seiner extrovertierten und oft auch selbstverliebten Art ist er das genaue Gegenteil zum ruhigen, schüchternen Charlie. Er hat mich auf jeden Fall immer wieder zum Lachen gebracht und das Zusammenspiel dieser beiden so unterschiedlichen Charaktere ist absolut genial. Auch die Nebencharaktere sind einfach großartig und wirken auf mich sehr echt.

Das Setting an dem sehr strengen Elite-Internat fand ich großartig gemacht. Man konnte sich alles bildlich vorstellen und den Druck, der auf den Schülern lastet, absolut spüren. Ganz wunderbar fand ich auch die Entwicklung, die Charlie im Verlauf der Geschichte durchmacht und wie er und die anderen langsam zusammenwachsen. Insgesamt war das Tempo sehr schön. Auch dass anfangs die gemeinsame Vergangenheit von Charlie und Jasper nur angedeutet wird und man erst nach und nach genaueres erfährt war sehr gut gemacht.

Das Buch widmet sich auf sehr einfühlsame Weise ernsten Themen, aber der Humor kommt dabei nie zu kurz. Nachdenkliche oder traurige Szenen wechseln sich mit lustigen ab. Diese Mischung fand ich absolut gelungen. Am Ende hätte ich mir bei ein paar Sachen eine etwas ausführlichere Auflösung gewünscht, aber alles in allem fand ich den Abschluss sehr gelungen.

Ich habe das Buch wirklich geliebt und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. Einzig das Cover hat meinen Geschmack nicht wirklich getroffen. Für mich war es zu comic-haft und übertrieben. Aber das ist natürlich immer Ansichtssache.

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