Eine Ehe in der Öffentlichkeit
Seven Rules For A Perfect MarriageDie Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Jessica erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt von beiden Protagonisten erhält. Ich mag diese wechselnden Perspektiven ...
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Jessica erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt von beiden Protagonisten erhält. Ich mag diese wechselnden Perspektiven immer sehr gerne. Über jedem Kapitel steht auch extra nochmal der Name, sodass man immer direkt weiß, wer gerade erzählt. Außerdem gibt es einige Rückblicke zu verschiedenen Stationen ihrer Ehe, die thematisch zu einer ihrer sieben Regeln passen.
Ich muss gestehen, dass mir Jack deutlich sympathischer war als Jessica. Meiner Meinung nach ist er derjenige, der am meisten in die Beziehung investiert. Er tut alles, damit seine Frau glücklich ist. Er gibt sich sogar ein Stück weit selbst auf. Ich fand es ehrlich gesagt stellenweise sogar etwas nervig, wie sehr er sich ihren Wünschen unterordnet und dass er nicht den Mumm hat, für sich selbst einzustehen.
Jessica dagegen verkörpert größtenteils absolut perfekt das Klischee vom ewig nach Bestätigung heischenden Social Media Sternchen. Sie vergleicht sich dauernd mit anderen und tut wirklich alles für die perfekte Inszenierung. Die Gefühle ihres Mannes scheinen ihr oft völlig egal zu sein. Hauptsache sie bekommt ihren Willen. Sie ist sogar sauer auf ihn, weil er den Ruhm ihrer Meinung nach nicht genug zu würdigen weiß. Ehrlich gesagt fand ich die Frau größtenteils furchtbar nervig, auch wenn hier und da sympathischere Seiten an ihr aufblitzen und ich zu einem gewissen Grad sogar Verständnis für sie aufbringen konnte.
Die Geschichte ist an sich gut erzählt und auch stimmig. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Für meinen Geschmack gab es hier und da ein paar Längen oder unnötige Szenen, aber das ist natürlich immer Ansichtssache. Das Ende passt wirklich gut. Es wirkt realistisch und ist nicht zu kitschig ausgefallen.
Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre, aber sicher keins meiner Highlights dieses Jahr.