stellenweise recht wirr und völlig überzogen
DoppelspielIch hatte bisher noch kein Buch von Arne Dahl gelesen. Aber da ich sehr viel Gutes über den Autor gehört habe, hatte ich mir von "Doppelspiel" wirklich viel erwartet. Und wurde umso mehr enttäuscht.
Mit ...
Ich hatte bisher noch kein Buch von Arne Dahl gelesen. Aber da ich sehr viel Gutes über den Autor gehört habe, hatte ich mir von "Doppelspiel" wirklich viel erwartet. Und wurde umso mehr enttäuscht.
Mit Protagonist Tom konnte ich einfach nicht warm werden. Er blieb mir ein Rätsel. Seine Motive kaum nachvollziehbar. Einmal agiert er total analytisch, dann wieder völlig kopflos. Mal wirkt er abgeklärt, dann wieder komplett naiv. Das hat alles nicht zusammengepasst. Polizistin Olivia ist nicht besser. Sie kommt durchweg unsympathisch rüber und wird für ihr ständiges Fehlverhalten nicht einmal bestraft. Insgesamt kommen gerade die Frauenfiguren in diesem Buch nicht gut weg. Aber auch die anderen Charaktere bleiben blass und zum Teil sehr klischeehaft.
Da ich nicht spoilern will, kann ich auf die Handlung hier leider nicht großartig eingehen. Also nur soviel: Für mich hat vieles einfach keinen Sinn ergeben. Vieles hat sich zu perfekt gefügt. Andere Dinge waren völlig unnötig für die Handlung und haben das Buch grundlos in die Länge gezogen. Die Auflösung am Ende wirkte auf mich total unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen.
Ich hatte wirklich Mühe, mich durch das Buch durchzukämpfen und kann es leider überhaupt nicht empfehlen. Die Grundidee mag ja gut gewesen sein, aber die Umsetzung ist einfach nicht gelungen.