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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Eine Ehe in der Öffentlichkeit

Seven Rules For A Perfect Marriage
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Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Jessica erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt von beiden Protagonisten erhält. Ich mag diese wechselnden Perspektiven ...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Jessica erzählt, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt von beiden Protagonisten erhält. Ich mag diese wechselnden Perspektiven immer sehr gerne. Über jedem Kapitel steht auch extra nochmal der Name, sodass man immer direkt weiß, wer gerade erzählt. Außerdem gibt es einige Rückblicke zu verschiedenen Stationen ihrer Ehe, die thematisch zu einer ihrer sieben Regeln passen.

Ich muss gestehen, dass mir Jack deutlich sympathischer war als Jessica. Meiner Meinung nach ist er derjenige, der am meisten in die Beziehung investiert. Er tut alles, damit seine Frau glücklich ist. Er gibt sich sogar ein Stück weit selbst auf. Ich fand es ehrlich gesagt stellenweise sogar etwas nervig, wie sehr er sich ihren Wünschen unterordnet und dass er nicht den Mumm hat, für sich selbst einzustehen.

Jessica dagegen verkörpert größtenteils absolut perfekt das Klischee vom ewig nach Bestätigung heischenden Social Media Sternchen. Sie vergleicht sich dauernd mit anderen und tut wirklich alles für die perfekte Inszenierung. Die Gefühle ihres Mannes scheinen ihr oft völlig egal zu sein. Hauptsache sie bekommt ihren Willen. Sie ist sogar sauer auf ihn, weil er den Ruhm ihrer Meinung nach nicht genug zu würdigen weiß. Ehrlich gesagt fand ich die Frau größtenteils furchtbar nervig, auch wenn hier und da sympathischere Seiten an ihr aufblitzen und ich zu einem gewissen Grad sogar Verständnis für sie aufbringen konnte.

Die Geschichte ist an sich gut erzählt und auch stimmig. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Für meinen Geschmack gab es hier und da ein paar Längen oder unnötige Szenen, aber das ist natürlich immer Ansichtssache. Das Ende passt wirklich gut. Es wirkt realistisch und ist nicht zu kitschig ausgefallen.

Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre, aber sicher keins meiner Highlights dieses Jahr.

Veröffentlicht am 26.05.2026

konnte mich leider nicht begeistern

She’s a Star!
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Der Klappentext klang für mich total spannend, aber leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Den Anfang fand ich noch ziemlich gelungen. Man lernt Jessamyn kennen, die wirklich in ihrer eigenen ...

Der Klappentext klang für mich total spannend, aber leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Den Anfang fand ich noch ziemlich gelungen. Man lernt Jessamyn kennen, die wirklich in ihrer eigenen Welt lebt und sich die Realität gerne mal so zurechtbiegt wie sie ihr gefällt. Sie ist absolut keine Sympathieträgerin, aber das war mir eigentlich schon vom Klappentext her klar. Eine Protagonistin muss ja auch nicht immer sympathisch sein. Aber sie sollte interessant sein. Und das konnte ich von Jessamyn leider im Großen und Ganzen nicht behaupten. Anfangs fand ich ihren verdrehten Realitätssinn und ihre zynischen Gedanken ja noch ganz unterhaltsam. Aber schon bald begann sie leider, mir nur noch auf die Nerven zu gehen.

Obwohl die Geschichte komplett aus ihrer Sicht geschrieben ist, kommt man Jessamyn bis zum Schluss nicht wirklich nahe. Das fand ich total schade. Man bekommt keine Erklärung für ihr Verhalten. Ich konnte nicht nachvollziehen, was dazu geführt haben könnte, dass sie sich so entwickelt hat. Dazu plätschert die Geschichte über lange Strecken einfach so vor sich hin, ohne dass wirklich viel passiert. Und dann auch noch ständig Jessamyns innere Monologe, die sich auch noch dauernd wiederholen. Das war so langweilig und ermüdend. Ich musste mich wirklich zwingen, das Buch bis zum Ende durchzuhalten. Was ich auch nur getan habe, weil ich es im Rahmen einer Leserunde erhalten hatte. Ansonsten hätte ich es wahrscheinlich nach spätestens der Hälfte abgebrochen.

Zum Ende gibt es dann immerhin noch halbwegs einen großen Knall. Wobei mir das Ende dann doch wieder zu abrupt war und irgendwie auch einfach nur seltsam. Insgesamt fand ich vieles sehr vorhersehbar. Es gab keine wirklichen Überraschungen.

Ich habe mich seitenweise nur gelangweilt und kann das Buch leider gar nicht empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 22.05.2026

Fünf beeindruckende Frauen

Wut und Wärme
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In Wut und Wärme erzählen die Tekkal-Schwestern Tuna, Tülin, Tuğba, Tezcan und Düzen von ihrem Leben als Aktivistinnen, ihrem Alltag und von ihrer Kindheit. Die fünf stammen aus einer großen, jesidisch-kurdischen ...

In Wut und Wärme erzählen die Tekkal-Schwestern Tuna, Tülin, Tuğba, Tezcan und Düzen von ihrem Leben als Aktivistinnen, ihrem Alltag und von ihrer Kindheit. Die fünf stammen aus einer großen, jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie und haben mich mit ihrem Mut und ihrer klaren Haltung sehr beeindruckt. Man erfährt viel wissenswertes über die von ihnen gegründete Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help oder das Integrationsprojekt SCORING GIRLS, für das sie ebenfalls verantwortlich sind. Alle fünf engagieren sich stark für Frauenrechte und Integration.

Sehr schön fand ich, dass im Buch abwechselnd jede der Schwestern zu Wort kommt. Sie sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und gerade das Zusammenspiel untereinander hat mich wirklich begeistert. Wie sehr sie einander unterstützen und sich perfekt ergänzen. Das trifft allerdings auf die gesamte Familie zu, auch wenn diese fünf hauptsächlich im Vordergrund stehen.

Auch die Geschichten aus ihrer Kindheit fand ich total interessant. Wie es für sie war in einer so großen Flüchtlingsfamilie aufzuwachsen und wie ihnen schon ihr Vater vorgelebt hat, wie wichtig es ist, sich für das einzusetzen, was einem wichtig ist. Auch die Religion der Jesiden wird in einem Kapitel näher erläutert, was ich ebenfalls wirklich interessant fand. Ich kannte zwar den Begriff Jesiden, aber ich wusste bisher nichts näheres darüber.

Das Buch und vor allem die klare Haltung und die Stärke dieser Frauen hat mich schwer beeindruckt. Ich denke, wir alle können viel von ihnen lernen. Gerade in der heutigen Zeit braucht es Vorbilder wie diese. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen.

Veröffentlicht am 22.05.2026

Liebesgeschichte überzeugt nicht - ansonsten recht gut

Seamere College 1. Strange Familiars
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Dieses Buch hat mich eingentlich total angesprochen. Es klang so gut. Die Umsetzung hat mich dann aber leider ein wenig enttäuscht.

Das Worldbuilding ist wirklich gut gemacht. Die Idee mit der Magie im ...

Dieses Buch hat mich eingentlich total angesprochen. Es klang so gut. Die Umsetzung hat mich dann aber leider ein wenig enttäuscht.

Das Worldbuilding ist wirklich gut gemacht. Die Idee mit der Magie im Allgemeinen und besonders der magischen Tiermedizin ist gut durchdacht und beschrieben. Ich konnte mir das Ganze sehr gut vorstellen. Auch die Universität mochte ich sehr gern und man merkt total, dass die Autorin Ahnung von Tiermedizin hat, die hier eingeflossen ist.

Die Charaktere konnten mich dagegen nur so halb überzeugen. Gwendolynne war mir zwar auf Anhieb sympathisch, hat aber im Verlauf der Geschichte dann doch wieder Sympathie eingebüßt. Harrisford dagegen entspricht etwas zu sehr dem Klischee des armen, reichen Jungen. Am besten fand ich eigentlich die Nebencharaktere. Und mein persönliches Highlight war sowieso Kater Percy.

Was mich leider gar nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte zwischen Harrisford und Gwen. Das Gefühl kam für mich einfach nicht rüber und dieses ständige hin und her hat mich etwa ab der Hälfte des Buches einfach nur noch genervt. Auch die beiden Sexszenen (die übrigens sehr detailliert ausfallen - sicher auch nicht jedermanns Sache) haben für mich einfach gar nicht gepasst.

Die Ermittlung zu den magischen Entladungen immerhin war sehr spannend und das Ende hat mich total überrascht. Es war gut gemacht, aber leider in Teilen auch wieder übertrieben und einfach nicht glaubwürdig. Zumindest für meinen Geschmack.

Trotz des Cliffhangers bin ich nicht sicher, ob ich Band 2 wirklich lesen muss. Eigentlich hat mir das eine Buch gereicht.

Veröffentlicht am 13.05.2026

düstere Romantasy mit einigen Schwächen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Die Autorin entführt uns mit diesem Buch in eine dunklere Version von Oz. Man trifft die bekannten Figuren, aber alle sind irgendwie düsterer und deutlich anders, als im Original.

Hauptfigur ist auch ...

Die Autorin entführt uns mit diesem Buch in eine dunklere Version von Oz. Man trifft die bekannten Figuren, aber alle sind irgendwie düsterer und deutlich anders, als im Original.

Hauptfigur ist auch hier Dorothy, die auf einer abgelegenen Farm in Kansas aufwächst. Sie kam als Kind dorthin und hat keine Erinnerungen an ihr "früheres Leben". Es gibt lediglich immer wieder kleine Hinweise auf eine gewisse Finsternis in ihr.

Die Geschichte ist größtenteils aus ihrer Sicht geschrieben. Trotzdem hatte ich leider das Gefühl, dass man ihr nicht wirklich nah kommt. Das gilt auch für die restlichen Figuren. Sie blieben für meinen Geschmack zu diffus und einfach nicht wirklich greifbar.

Wie im Original folgt man Dorothy auf ihrer Reise zum Zauberer, nachdem sie zusammen mit ihrem Hund Toto von einem Wirbelsturm nach Oz gebracht wurde. Leider zieht sich die Geschichte teilweise etwas in die Länge. Für mich gab es zu viele unnötige Passagen. Die wechselnden Perspektiven haben mich auch teilweise aus dem Lesefluss gerissen.

Gerade zum Ende hin gibt es noch ein paar sehr überraschende Wendungen und das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger. Trotzdem weiß ich noch nicht, ob ich Band 2 wirklich lesen muss. Irgendwie konnte mich das Buch einfach nicht komplett fesseln.