Leben in Erinnerungen
Das Buch der verlorenen StundenEine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ...
Eine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ebenso faszinierende wie gefährliche Fähigkeit. Was folgt ist ein schöner Mix aus Ausflügen in vergangene Epochen, viel Fantasie und Emotionen, Politik und Spionage und zuletzt auch ein wenig Liebe.
Für mich lag die Stärke dieses Buches hauptsächlich in seiner Grundidee sowie der geschaffenen Atmosphäre. Es wird alles eher ruhig erzählt ohne "klassische" Spannung, mit einem leicht poetischen Schreibstil. Man kann gut in diese Welt der Erinnerungen und Bücher eintauchen, verliert dabei aber auch nie den Bezug zu der Realität und den uns bekannten historischen Ereignissen.
Dies führt jedoch auch dazu, dass manche Passagen dann doch etwas langsam erscheinen, dies hat mich jedoch nicht übermäßig gestört.
Das Grundkonzept war schön umgesetzt, allerdings war nicht immer alles sehr eindeutig, besonders hinsichtlich der magischen Elemente. Dies war vor allem zu Beginn des Buches manchmal noch etwas verwirrend und beim Lesen ging es mehr um die hervorgerufene Stimmung als um das komplette Verstehen.
Dafür hat die Geschichte gut zum Nachdenken angeregt, man konnte immer wieder mal innehalten und die Worte auf sich wirken lassen.
Eine schöne und interessante Geschichte, der jedoch noch das gewisse Etwas fehlt.