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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 22.07.2011
  • ISBN: 9783838710341
Jon Osborne

Töte mich

Thriller
Axel Merz (Übersetzer)

Sei bereit. Sei schnell. Sei gnadenlos. Nathan Stiedowe hat einen Plan: Er will der perfekte Killer sein. Seine Vorbilder sind "Meister" ihres Fachs, kaltblütige Monster wie Charles Manson. Nathan ahmt ihre Taten nach und begeht die grausamsten Morde der Geschichte ein zweites Mal, jedoch ohne die Fehler zu machen, derentwegen seine Idole geschnappt wurden. Sein Meisterwerk soll eine Frau werden, die ihm vor vielen Jahren entkommen ist. Sie ist ein schwieriges Ziel, denn ihr Job ist es, Serienkiller zur Strecke zu bringen. Die FBI-Agentin Dana Whitestone steht in einer Blutlache. Vor ihr liegt der aufgeschlitzte Torso eines Mädchens. Der "Cleveland-Slasher" hat wieder zugeschlagen. Dieser Teufel ist der beste Killer, der Dana in ihrer Karriere begegnet ist, und Dana ist schon lange im Geschäft. Als junges Mädchen musste Dana mitansehen, wie ein Serienmörder ihre Eltern tötete. Die Jagd nach diesen Bestien wurde zu ihrem Lebensinhalt, und die Opfer besuchen Dana in ihren Träumen. Nur der Alkohol lässt ihre Schreie verstummen. Das Einzige, auf das sich Dana verlassen kann, ist ihr Jagdinstinkt. Und dieser Instinkt verheißt nichts Gutes. Denn der Killer hat jedem seiner Opfer einen Plastikbuchstaben in die Bauchhöhle eingenäht. Zusammengefügt ergeben sie ein Wort: D A N A

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2020

Ist Rache ein Gericht, das kalt genossen werden will?

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Kalt, kälter, am kältesten - meine Adern und Venen verwandelten sich in Eislaufbahnen - schaurig gut und unheimlich fesselnd! Klasse!

Nathan Stiedowe wie von großem Ehrgeiz angetrieben. Er möchte Richard ...

Kalt, kälter, am kältesten - meine Adern und Venen verwandelten sich in Eislaufbahnen - schaurig gut und unheimlich fesselnd! Klasse!

Nathan Stiedowe wie von großem Ehrgeiz angetrieben. Er möchte Richard Ramirez, den BTK - Killer, Richard Speck, den Son of Sam und John Wayne Gacys Verbrechen nachahmen, aber mit einem entscheidenden Unterschied. Die Fehler, die ihnen zum Verhängnis wurden, wird er nicht wiederholen. Er geht präzise und akribisch vor, geradezu unheimlich.

Special Agent Dana Whitestone, Ende 30, Single, ohne Kinder, nur mit Kater Oreo lebend, arbeitet in der Außenstelle des FBI in Cleveland / Ohio. Sie jagt den Cleveland Slasher, der schon fünf kleine Mädchen auf dem Gewissen hat. Als ob diese Jagd nicht schon alptraumhaft genug wäre, findet sich am jüngsten Tatort ein Bild einer Hand, mit einem Pentagramm in der Innenfläche. Zuerst können sie das nicht zuordnen, aber als in Los Angeles eine ältere Frau ermordet wird, in genau derselben Weise wie Ramirez, der Nightstalker seinen ersten Mord beging, zieht der Fall erschreckende Kreise.

Dana ahnt noch nicht, daß sie quer durch die USA wird reisen müssen, immer darauf aus, den Killer zu schnappen. Sie argwöhnt schon bald, daß eine wie auch immer geartete Verbindung zum Serienkiller bestehen könnte. Aber sie kann sich nicht einmal in ihren düstersten Alpträumen ausmalen, wie diese ist und daß sie schon bald den heißen Atem des Killers im Nacken spürt. Wer ist nun Jäger, wer Gejagter? Und was ist der ganze Zweck dahinter? Denn der Killer hat einen Masterplan ..

Jon Osborne ist hier ein wahrhaft fieser Serienkillerthriller gelungen. Beide sind traumatisiert. Dana und Nathan, der in Finsternis wandelt. Die Kindheit beider war schlimm, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nur nach und nach enthüllt der Autor die Hintergründe von Danas Vergangenheit und ihrer Nemesis Nathan. Heißt er überhaupt Nathan? Gute Frage!

Er schreibt in einem atemlosen, unmittelbaren Schreibstil, der einen direkt an die Nieren geht und die Nerven ordentlich beben läßt. Das Timing ist nahezu perfekt und was er über diverse Serienkiller schreibt, ist sehr gut recheriert.

Sehr gewiefte Thrillerleser werden einen entscheidenden Twist vorhersehen, aber das tut dem Leseerlebnis keinen Abbruch, weil man dann erst recht wissen will, wie es weitergeht.

Beide, Dana als auch ihr Antagonist Nathan sind im Grunde genommen gebrochene Menschen. Dana spricht dem Alkohol ein wenig zu sehr zu, was aber unter den Umständen nicht weiter verwunderlich ist. Nathan hat nicht nur eine grauenhafte Kindheit hinter sich, sondern mußte als junger Erwachsener einen weiteren unsäglichen Horror erleben, der etwas in ihn zerbrochen hat und ihn endgültig triggerte die Dunkelheit in sich auszuleben.

Der Autor jedoch entschuldigt keineswegs die Taten Nathans. Er behält die Perspektive des neutralen Erzählers bei. Dana ist diejenige, die expressiv ihre Emotionen äußert.

Die Spannung ergibt sich aus der Jagd auf den Täter, aber ebenso aus den Innenansichten verschiedener Finsternisse - Danas, bei der aber Hoffnung auf eine Dämmerung besteht und Nathans, der scheinbar in der ewigen Nacht verloren ist.

Das Buch ist fesselnd und unheimlich bis zum Ende!

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Veröffentlicht am 29.04.2020

Endlich mal wieder ein Einzelbuch

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Nathan hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will der beste Serienkiller aller Zeiten werden. Ein Ereignis vor vielen Jahren hat ihn dazu gebracht. Nun kopiert er die Morde berühmter Serienkiller, stets darauf ...

Nathan hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will der beste Serienkiller aller Zeiten werden. Ein Ereignis vor vielen Jahren hat ihn dazu gebracht. Nun kopiert er die Morde berühmter Serienkiller, stets darauf bedacht, die Fehler, durch die sie schließlich überführt wurden, zu vermeiden.
Sein endgültiges Ziel ist FBI-Special Agent Dana Whitestone. Als sie vier Jahre alt war, wurden ihre Eltern in ihrem eigenen Haus brutal ermordet, sie selbst wurde von dem Killer verschont. Später ging sie zum FBI, um Täter wie diesen zu jagen und zur Strecke zu bringen.
Als in Cleveland nacheinander fünf junge Mädchen ermordet werden, ruft die Polizei das FBI zu Hilfe. Aber selbst Dana steht vor einem Rätsel, denn es gibt keine einzige Spur an den Tatorten. Bis es bei genaueren Autopsien Hinweise darauf gibt, dass der sogenannte "Cleveland Slasher" anscheinend mit Absicht in Danas Zuständigkeitsbereich mordet. Denn in jeder der gefundenen Leichen wird ein Plastikbuchstabe gefunden und diese ergeben ein Wort: DANA.

Normalerweise geht es in Thrillern um die Jagd der Gesetzeshüter nach einem unbekannten Serienkiller. Der Leser erscheint mit ihnen an den Tatorten, wenn alles schon "vorbei" ist. Hier wird die Geschichte auch aus der Sicht des Mörders erzählt, seine Vorgehensweise, seine Motivation. Mitunter wird dadurch für ihn manchmal sogar Sympathie geweckt, zumindest ein gewisses Verständnis für seine Entscheidungen.
Die zweite Person, aus deren Sicht erzählt wird, ist Dana.
Zwischendurch gibt es Rückblicke in die Vergangenheit beider und nach und nach erfährt man, wie alles zusammenhängt.

Osbornes Schreibstil ist lebendig, das Buch ist von Anfang an spannend geschrieben. Durch den Wechsel in der Erzählperspektive und manchem Cliffhanger am Ende eines Kapitels bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende bestehen.

"Töte mich" ist ein Pageturner, der mich gut unterhalten hat und den man prima mal einfach so "weglesen" kann. Und es ist - soweit ich weiß - tatsächlich ein Einzelbuch und nicht mal wieder ein Teil einer Reihe.

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Veröffentlicht am 01.09.2019

Töte mich

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Nathan Striedow ist großer Fan von grausamsten und kaltblütigen Mördern. Aber diese haben Fehler begangen, wurden festgenommen und verurteilt. Doch Nathan ist besser als sie und stellt ihre Taten nach. ...

Nathan Striedow ist großer Fan von grausamsten und kaltblütigen Mördern. Aber diese haben Fehler begangen, wurden festgenommen und verurteilt. Doch Nathan ist besser als sie und stellt ihre Taten nach. Ihm passieren diese Fehler nicht. Sobald er alle Morde nachgestellt hat, die er sich vorgenommen hat, will er als großes Finale sich um die FBI-Agentin Dana Whitestone kümmern. Sie ist ihm auf den Fersen, kommt jedoch immer zu spät, um seine Taten zu verhindern.

Leider ist die Geschichte nicht ganz so spannend, wie sie im ersten Moment klingt. Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Jeder Teil beinhaltet die Nachahmung eines Mordes. Dazwischen gibt es Rückblicke in die Vergangenheiten von Nathan und Dana.

Die einzelnen Charaktere bleiben sehr oberflächlich. Zwar versucht der Autor Jon Osborne, durch die passenden Worte emotionale Bezüge aufzubauen, was bei mir jedoch nicht funktionierte. Die Geschichte fließt ohne größere Wendungen dahin.

Einige Sackgassen während der Ermittlungsphase sind gut gemacht und regen zum Nachdenken über den Täter an. Insgesamt betrachtet ist „Töte mich“ ein einigermaßen gutes Buch.