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Veröffentlicht am 15.07.2019

Schwacher Reihenauftakt

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Inhalt
Veronica (Ronnie) James – Mathelehrerin mit einem bekennenden Reinlichkeitszwang – erhält nach über vier Jahren einen Anruf von ihrer Halbschwester, der ihr ganzes Leben verändert. Völlig unvorbereitet ...

Inhalt
Veronica (Ronnie) James – Mathelehrerin mit einem bekennenden Reinlichkeitszwang – erhält nach über vier Jahren einen Anruf von ihrer Halbschwester, der ihr ganzes Leben verändert. Völlig unvorbereitet wird sie in eine Welt gestoßen, von der sie nicht einmal zu träumen wagte, weil sie doch so abstrus ist. Unterstützung in ihrer neuen übernatürlichen Aufgabe erhält sie von ihrer Kindheitsfreundin Teresita und dem gutaussehenden neuen Nachbarn Ian. Doch ist Ian der, der er vorgibt zu sein?

Meine Meinung
Katie MacAlister und ich kennen uns bereits seit sieben Jahren. Ich bin also quasi ein Fan der ersten Stunde und habe mich demzufolge umso mehr auf eine neue Reihe von ihr gefreut. „Dragon Hunter Diaries – Drachen bevorzugt“ ist jedoch ein Reihenauftakt, den ich so nicht von ihr erwartet hatte.
Er überzeugt mit ihrem so üblichen und erfrischend ehrlichen Humor, der sich im Laufe der Handlung jedoch immer näher der Klamauk-Grenze neigt...
Die Story ist neu, spannend und bietet durchaus eine ganze Menge Potenzial, das aber leider nicht genutzt wird…
Die Charaktere wirken unausgereift, so wird einfach nicht ganz klar, warum Ian so ein gequälter Mann ist. Und Ronnies Reinlichkeitsfimmel der höchsten Klasse, wird zwischendurch einfach mal vergessen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven dargestellt. Wo Ians Kapitel geradlinig und strukturiert sind, sind Ronnies vollgepackt mit Chaos, unzusammenhängenden Gedanken und etlichen Fragen. Gerade in diesen Kapiteln habe ich mich öfter dabei erwischt, ganze Zeilen überlesen zu haben.
Durch die teilweise langen Überschriften, die einzeln betrachtet auch amüsant sind, wird der Lesefluss leider erheblich gestört. Die komplette Handlung findet innerhalb weniger Tage statt, jedoch liest man nur etwa einmal, wie die Figuren tatsächlich schlafen. Insgesamt wird an unterschiedlichen Stellen Spannung aufgebaut oder es werden Fragen aufgeworfen, die bis zum Schluss leider nicht beantwortet werden. Auch der erwähnte Spannungsbogen verläuft einfach ins Leere, weil die Situation mit der Spannung aufgebaut wurde, einfach nicht mehr relevant ist bzw. erwähnt wird.
Die Anziehung zwischen Ronnie und Ian ist mir leider auch ein Rätsel geblieben. Sie war einfach plötzlich da, für mich als Leser aber leider überhaupt nicht spürbar. Demzufolge sind die erotisch prickelnden Szenen leider auch recht fad gewesen.

Fazit
Leider kann ich diesem Buch wirklich nichts abgewinnen. Es hat mich ab der Hälfte tatsächlich nur noch genervt. Ich werde dem zweiten Band dennoch eine Chance geben, weil ich einfach besseres von Katie MacAlister gewohnt bin und die Grundidee ja auch wirklich interessant ist. Wer noch kein Buch von Katie MacAlister gelesen hat, dem empfehle ich herzlichst von diesem Buch die Finger zu lassen. Eingefleischten Fans gilt es sich ein eigenes Bild zu machen oder den Rezensionen zu vertrauen.