Cover-Bild Rosskur
Band 1 der Reihe "Allgäu-Krimis"
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 15.01.2013
  • ISBN: 9783492300742
Jürgen Seibold

Rosskur

Ein Allgäu-Krimi

Die Kripo Kempten ist in hellem Aufruhr. Nach spektakulär gescheiterten Mordermittlungen soll ein neuer Hauptkommissar übernehmen – ein Niedersachse. Ein Skandal im traditionsbewussten Allgäu und denkbar schlechte Voraussetzungen für Eike Hansen. Sein erster Fall: Ein Mann soll von der Lechbrücke gestürzt sein. Doch als die Beamten am vermeintlichen Tatort eintreffen, fehlt von der Leiche jede Spur ...

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2023

Allgäuer Krimi mit viel Witz und Gewitztheit

0

Der aus Hannover stammende Hauptkommissar Eike Hansen tritt seinen Dienst an bei der Kripo Kempten. Sein Vorgänger wurde nach einer schwierigen und deshalb nicht ganz so ehrenvollen Ermittlung in den vorzeitigen ...

Der aus Hannover stammende Hauptkommissar Eike Hansen tritt seinen Dienst an bei der Kripo Kempten. Sein Vorgänger wurde nach einer schwierigen und deshalb nicht ganz so ehrenvollen Ermittlung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Keine guten Einstandsvoraussetzungen für Eike Hansen! Bei seinem ersten Fall arbeitet er mit zwei Ermittlern zusammen, die im Team bisher eher den Innendienst versehen haben. Ob es denn überhaupt ein Fall ist? Zwar wurde ein Mord gemeldet, aber dann fehlt von der Leiche jede Spur…

Der neue Hauptkommissar hat es nicht besonders gut erwischt, als er neu anfängt in Kempten. Doch es ist spannend, wie er mit dieser Situation umgeht. Wie er überhaupt in den Ermittlungen tätig wird, das hat mir sehr gut gefallen. Norddeutsche Kühle im traditionsbewussten Allgäu, das bringt der Krimi-Autor Jürgen Seibold sehr gut zusammen und schafft einen genialen Einstieg in eine Krimi-Reihe, die mit viel Witz und einer guten Story beginnt. Situationskomik gibt es jede Menge in dem Buch, das zaubert beim Lesen immer wieder ein Grinsen ins Gesicht. Humor steckt in dem Fall, der zunächst keiner zu sein scheint. Und doch nimmt der Autor jeden seiner Charaktere ernst, man lernt sie gut kennen und schätzen trotz so mancher Schwächen – bis hin zum Kater Ignaz, der der Geschichte hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Der Fall besticht mit vielen interessanten Wendungen und einer überraschenden Auflösung. Da will man gleich noch mehr lesen von diesem Ermittlerteam!

Dieser Regionalkrimi besticht mit viel Lokalkolorit, einer spannenden Ermittlung und seinen teils sehr urigen Charakteren. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und freue mich schon auf die weiteren Bände der Reihe. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2017

Pferdezucht als Krimithema

0

Eike Hansen hat es wirklich nicht leicht: er lässt sich aus familiären Gründen versetzen und seine neuen Kollegen versuchen ihm bei jeder sich bietenden Möglichkeit Steine in den Weg zu werfen. Von Anfang ...

Eike Hansen hat es wirklich nicht leicht: er lässt sich aus familiären Gründen versetzen und seine neuen Kollegen versuchen ihm bei jeder sich bietenden Möglichkeit Steine in den Weg zu werfen. Von Anfang an war mir der freundliche, ausgeglichene und einfühlsame Hansen sympathisch, und mit seiner Art können auch seine neuen Kollegen ihm nicht lange übel gesinnt sein. Mit Hanna Fischer und Willy Haffmeyer, zwei bislang komplett unterschätzten Kollegen, die deshalb auch noch bei keinen Ermittlungen mithelfen durften, holt Hansen sich zwei zwar unerfahrene aber dennoch sympathische und witzige Verstärkung mit ins Boot, die mich beim Lesen mehrfach zum Lachen gebracht haben.

Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, trotz zwischenzeitlich stockenden Ermittlungen hatte ich nie das Gefühl, aufhören zu wollen, sondern wollte wissen, wie es mit Hansen und seinem Team weitergeht. Sehr schön fand ich auch die ausgiebigen und detaillierten Beschreibungen der Landschaft und Umgebung, wodurch man das Gefühl hatte, selbst durchs Allgäu zu schlendern. Der Dialekt der Älteren rundete das Ganze ab, auch wenn ich dadurch ab und zu einen Satz mehrfach lesen musste, um ihn zu verstehen.

Endlich mal Pferde bzw Pferdezucht als Krimithema! Durch geschicktes Einbauen von Fachwissen wird dem Leser das Thema Pferdezucht erklärt und nähergebracht ohne, dass man das Gefühl hat, belehrt zu werden oder dass es gestellt wirkt.

Auch außerhalb des Kommissariats hat das Buch lauter skurrile Charaktere zu bieten: einen Alkoholiker, der fast das ganze Buch über betrunken ist, eine Motorradgang, deren Mitglieder auf dicke Hose machen, sich aber auf Hinterhöfen von Frauen verprügeln lassen, ein Kater, der Spaß daran hat Hansen alles vom Tisch zu essen, was auch nur für Sekunden aus den Augen gelassen wird oder Verdächtige mit höchst interessante Alibis … Da ist Hansen aber wirklich in einen komischen Haufen hineingeraten!

Zum Ende hin wird es dann wirklich nochmal richtig dramatisch mit einer tollen, ungeahnten Wendung. Und ein Happy End gibt es natürlich auch…zumindest für Hansen.

Fazit:

Ein Krimi, der zwar keine Höchstspannung verspricht, aber dennoch keine Langeweile aufkommen lässt. Mit lauter lustigen, wirklich gut gemachten Charakteren und einer interessanten Story, dessen Ende kaum vorhersehbar ist, ist der Krimi mehr als lesenswert. Ich freu mich schon jetzt auf den zweiten Teil rund um das Dreamteam Hansen, Haffmeyer und Fischer.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Tolle Serie

0

Eike Hansen, ein Niedersachse, übernimmt die Leitung des K1 in Kempten, da der bisherige Leiter aufgrund einer mißglückten Ermittlung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Er trifft auf Ablehnung ...

Eike Hansen, ein Niedersachse, übernimmt die Leitung des K1 in Kempten, da der bisherige Leiter aufgrund einer mißglückten Ermittlung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Er trifft auf Ablehnung innerhalb des K1, denn dort wird dem alten Leiter noch die Treue gehalten. Noch dazu ist der Neue ein Niedersachse, das geht gar nicht. Also wird sich krank gemeldet und Überstunden werden abgebummelt. Somit steht Hansen fast alleine mit den bisher gemiedenen Hanna Fischer und Willy Haffmeyer. Dann wird der Pferdezüchter Thomas Ruff von der Lechbrücke gestoßen. Doch der einzige Zeuge ist der aufgrund seines Alkoholkonsums der als nichtglaubwürdig eingestufte Pröbstl, der bereits vorher 2 Männer im Stall von Salvatore, dem vielversprechenden Zuchthengst von Ruff, gesehen hat. Als die Polizei eintrifft, ist noch dazu keine Leiche zu finden. Doch Hansen glaubt Pröbstl und nimmt die Ermittlungen mit Fischer und Haffmeyer auf. Schließlich wird die Leiche doch noch gefunden und Pröbstl hatte doch Recht...



"Rosskur" von Jürgen Seibold ist ein Regionalkrimi, der alles hält, was er verspricht. Geprägt duch die bayrische Landschaft, die wunderbar bildhaft beschrieben wird, wird der Leser ins Allgäu versetzt. Angereichert wird der Krimi durch ein wenig Dialekt, der allerdings nur minimal zum Einsatz kommt und genau zu diesen Personen paßt, denn Hochdeutsch wäre bei ihnen nicht glaubhaft. Man wird sehr gut in die Welt der Pferdezucht mitgenommen, wobei alles sehr gut erklärt wird, so daß auch der "Pferdelaie" in der Lage ist, alle Zusammenhänge zu verstehen, und sogar noch ein wenig Wissen aus dem Buch ziehen kann. Die Charaktere sind durchweg sympathisch dargestellt, man schließt sie sofort in sein Herz. Der Humor (allen voran durch Kater Ignaz) kommt nicht zu kurz, im Gegenteil. Land und Leute sind mit einigem Augenzwinkern dargestellt.

Ein sehr empfehlenswertes, unterhaltsames Buch! Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung "Gnadenhof"!

Veröffentlicht am 23.01.2020

Gut - Rosskur

0

Nette Geschichte mit viel Lokalkolorit, Humor und Dialekt, welcher jedoch mMn auch ohne besondere "Fremdsprachenkenntnisse" verständlich sein dürfte. Anfangs ein wenig zäh und durch verschiedenen Polizeibehörden ...

Nette Geschichte mit viel Lokalkolorit, Humor und Dialekt, welcher jedoch mMn auch ohne besondere "Fremdsprachenkenntnisse" verständlich sein dürfte. Anfangs ein wenig zäh und durch verschiedenen Polizeibehörden zugehöriges umfangreiches Personalaufgebot etwas verwirrend, ging es mir am Schluss beinahe zu rasch mit der zwar logisch nachvollziehbaren aber doch auf mich leicht "hektisch aus dem Hut gezaubert" wirkenden Aufklärung. Sympathischer Protagonist lebt sich gut ein, beweist Empathie, Spürsinn und Teamfähigkeit und scheint in ein amouröses Abenteuer hinein zu schlittern. Mein "Held" war allerdings Kater "Ignaz".

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2016

Mörderisches Allgäu

0

Als der ehrgeizige 46-jährige Pferdezüchter Thomas Ruff von seiner Gelieb-ten Kerstin Wontarra aus Gründl heimwärts zieht, wird er von der Lech-brücke gestoßen und später tot im Premer Filz gefunden. Der ...

Als der ehrgeizige 46-jährige Pferdezüchter Thomas Ruff von seiner Gelieb-ten Kerstin Wontarra aus Gründl heimwärts zieht, wird er von der Lech-brücke gestoßen und später tot im Premer Filz gefunden. Der ortsbekannte Trinker Horst Pröbstl will das ganze beobachtet haben. Der neue Leiter des K1 in Kempten Kriminalhauptkommissar Eike Wilhelm Hansen möchte den Beobachtungen von Pröbstl nachgehen, muss sich seine Mitarbeiter aber erst zusammensuchen, da seine Mannschaft sich krankgemeldet bzw. Über-stunden-Urlaub eingereicht hat. Hansen ist genervt, findet aber mit Hanna Fischer und Willy Haffmeyer, zwei Schreibtischermittler, die mit Energie, Eifer und Fleiß an die Sache ran gehen und immer neue Spuren auftun. Der Deckhengst Salvatore, den Ruff seinem Bruder vor der Nase weggeschnappt hat, scheint bei diesem Mordfall auch eine Rolle zu spielen...


Mit seinem Allgäuroman "Rosskur" ist Jürgen Seibold ein spannendes Erstlingswerk gelungen, dass ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Von Sonntag, dem 2. Juni bis Samstag, den 22. Juni haben der neue Kommissar Eike Hansen und dessen zwei engste Mitarbeitern, vor allem aber Hanna Fischer, mein Leseherz im Sturm erobert. Und natürlich Kater Ignaz, der mich mit seinen kleinen Streichen immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Die Protagonisten mit ihren kleinen Schwächen und Eigenheiten sind allesamt so liebevoll und detailliert gezeichnet, manches Mal auch über-zeichnet, dass ich sie mir vor meinem geistigen Auge sehr gut vorstellen kann und es mir leicht gefallen ist, meine Sympathien und auch Antipathien schnell zu vergeben. Mein Kopfkino hatte viel zutun und ich habe mich bei manchen Ermittlungsansätzen köstlich amüsiert. Die Geschichte war für mich zu keinem Zeitpunkt vorhersehrbar - im Gegenteil - ich bin immer wieder auf falsche Fährten gelangt, die mich nicht zum Täter geführt haben. Um so erstaunlicher für mich war dann das Ende.


FAZIT:
Ich habe einen spannenden, amüsanten und leicht zu lesenden Krimi gelesen, den ich gerne weiter empfehle.