Queere Romance mit Tiefgang: Zwei Jugendliche, die für ihre Liebe kämpfen und Vorurteile überwinden. Julya Rabinowichs neuer Jugendroman - Ausgezeichnet als »Jugendbuch des Monats« der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben – und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Julya Rabinowich erzählt in Mo & Moritz eine Liebesgeschichte von heute, ganz nah dran an den Träumen und Hoffnungen Jugendlicher!
Zum Inhalt:
Mo hat muslimische Wurzeln und beginnt eine Friseurlehre in einem Wiener Salon und lernt dadurch auch eine glamourösere Welt kennen. Als er beim Wiener Opernball hinter den Kulissen eingesetzt ...
Zum Inhalt:
Mo hat muslimische Wurzeln und beginnt eine Friseurlehre in einem Wiener Salon und lernt dadurch auch eine glamourösere Welt kennen. Als er beim Wiener Opernball hinter den Kulissen eingesetzt wird, lernt er Moritz kennen und verliebt sich in ihn. Ausgerechnet in ihn, einen jüdischen Jungen. Mo ist glücklich, hat gleichzeitig aber auch Angst, denn wie wird seine Familie damit umgehen?
Meine Meinung:
Was mir an diesem Buch so gut gefallen hat, ist das gleich mehrere Themen sehr sensibel aufgegriffen werden ohne eben kitschig zu werden. Mo, der muslimische Wurzeln hat und wo Homosexualität sicher nicht gut ankommt und sich dann auch noch in einen Juden verliebt, das wären eigentlich schon Themen genug, aber es werden eben auch die normalen Probleme der Jugendlichen aufgegriffen. Herr Franz hat mir da mit seiner Art und auch wie er Mo unterstützt so gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr gut und das Buch absolut lesenswert.
Fazit:
Tolles Buch
Ein sehr bewegendes Buch, dass unter die Haut geht. Mo ist Moslem und musste mit seiner Familie nach Wien fliehen. Er lebt beengt mit seinen Eltern, seiner Schwester, die sich gerne anpassen möchte und ...
Ein sehr bewegendes Buch, dass unter die Haut geht. Mo ist Moslem und musste mit seiner Familie nach Wien fliehen. Er lebt beengt mit seinen Eltern, seiner Schwester, die sich gerne anpassen möchte und seinem Bruder, der dieser westlichen Welt sehr kritisch gegenübersteht. Da Mo von der Schule fliegt, fängt er eine Lehre in einem angesagten Friseursalon an. Herr Franz der Meister ist eine besonderer Mensch, der sich sehr um Mo kümmert. Auf dem Opernball begegnet Mo dann einem anderen Mo, nämlich Moritz, der Jude ist und die beiden verbindet eine zarte Liebe.
Mir gefällt es besonders, wie die Autorin diese Liebe beschreibt. Besonders in die Gefühle von Mo, der sich seiner Familie und dem Meister verbunden fühlt und den es gleichzeitig zu Moritz zieht, konnte ich mich sehr gut hineinfühlen. Wie die ganze Geschichte meine Gefühle durcheinanderbrachten. Deshalb hat mich die Hoffnung zu Ende des Buches ein wenig beruhigt, denn es ist zu befürchten, dass so eine Liebe in unserer Welt keine Zukunft haben wird. Wie schön, dass „die blaue Fee“, eine alte Dame Mo so unterstützt hat.
Ein zarte Geschichte, die doch mit dem Anschlagplänen auf das Taylor Swift Konzert einen sehr realistischen Part hat.
Die Geschichte ist konfliktreich und doch voller Hoffnung. Wollen wir Mo & Moritz ganz viel Glück für ihre Zukunft wünschen.
Für mich war Mo & Moritz das erste Buch von Julya Rabinowich und hat mich davon überzeugt mehr von ihr lesen zu wollen.
Mo und Moritz sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich finden und lieben ...
Für mich war Mo & Moritz das erste Buch von Julya Rabinowich und hat mich davon überzeugt mehr von ihr lesen zu wollen.
Mo und Moritz sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich finden und lieben lernen. Doch was für den jüdischen Moritz ganz einfach ist, stellt den muslimischen Mo vor eine große Herausforderung. Seine Familie wird seine sexuelle Ausrichtung nicht so ohne weiteres akzeptieren, und doch muss er seinen Weg finden sein Leben zu leben und glücklich zu werden.
Besonders toll herausgearbeitet fand ich wie unterschiedlich sich Personen entwickeln können. So sind die Geschwister Mo, Faris und Maryam extrem unterschiedlich und verarbeiten ihre Flüchtlingsherkunft jeder auf seine eigene Art und Weise.
Auch Herrn Franz und die blaue Fee möchte ich als ganz spezielle Charaktere hervorheben. Ohne ihre feinfühlige und wertfreie Art hätte Mo niemals die Chance auf die Lehrstelle erhalten und auch nie den Mut gefunden überhaupt die Gedanken auf ein Glück mit einem Jungen zuzulassen.
Ich mochte das Buch sehr, auch wenn mir der Schreibstil an manchen Stellen zu sprunghaft, ja verwirrend erschien. Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Autorin damit die sprunghaften Gedanken eines jugendlichen Protagonisten einfangen wollte, doch mich hat das diese Stellen nur überfliegen lassen.
Ein tolles Jugendbuch vor allem für die junge Generation, aber auch für Junggebliebene, die sich mit den Herausforderungen des Lebens konfrontieren wollen.
Im Coming-of-Age-Roman „Mo & Moritz“ verbindet Julya Rabinowich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen mit einer auffallenden Dichte gesellschaftlicher Themen. Alltagsrassismus, Identität, Homosexualität, ...
Im Coming-of-Age-Roman „Mo & Moritz“ verbindet Julya Rabinowich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen mit einer auffallenden Dichte gesellschaftlicher Themen. Alltagsrassismus, Identität, Homosexualität, familiäre Erwartungen, Vorurteile, Antisemitismus, Trauma, Flucht, Fremdenfeindlichkeit (und einiges mehr) stehen nebeneinander und wollen gleichzeitig erzählt werden. Dieser Anspruch ist spürbar und prägt das gesamte Buch.
Gerade diese thematische Fülle empfand ich als ambivalent. Einerseits beeindruckt der Mut, so viele relevante Fragen aufzugreifen, andererseits entsteht der Eindruck, dass das Buch zu viel auf einmal will. Mehrfach bleiben Konflikte nur angerissen, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch verlieren einige Entwicklungen an Schärfe, obwohl ihr Potenzial deutlich erkennbar ist.
Trotzdem gelingen Rabinowich starke, lebendige Momente. Besonders Mos Chef im Friseursalon bleibt hängen: als ruhiger Gegenpol zur familiären Enge, als Figur, die Wärme ausstrahlt und dem Protagonisten Halt gibt.
Auch die Beziehung zwischen Mo und Moritz ist feinfühlig angelegt und emotional nachvollziehbar. Die Perspektiven der beiden wirken authentisch, ihre inneren Konflikte sind verständlich und nahbar. Gleichzeitig fehlt es manchen Szenen an Tiefe, um diese Gefühle wirklich auszukosten. Einige Figuren und Konfliktlinien bleiben eher Skizzen als ausgearbeitete Porträts.
Rabinowichs Sprache trägt den Roman spürbar. Der Stil ist zugänglich, lebendig und nah an den Emotionen der Figuren. Von Beginn an entsteht ein Sog, der das Weiterlesen leicht macht. Diese erzählerische Kraft sorgt dafür, dass die Geschichte berührt, selbst dort, wo sie inhaltlich zu viel auf einmal schultern will.
Am Ende bleibt „Mo & Moritz“ für mich ein Jugendroman mit großem thematischem Mut und ehrlicher emotionaler Wirkung, der jedoch zeigt, wie schwer es ist, eine so dichte Stofffülle auf engem Raum wirklich auszuerzählen.
Mit „Mo & Moritz“ bringt Julya Rabinowich einen Roman auf den Markt, der weit mehr ist als eine typische Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen. Die Autorin schafft es, eine komplexe Erzählung zu ...
Mit „Mo & Moritz“ bringt Julya Rabinowich einen Roman auf den Markt, der weit mehr ist als eine typische Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen. Die Autorin schafft es, eine komplexe Erzählung zu spinnen, die nicht nur von der ersten, aufregenden Liebe erzählt, sondern auch tief in gesellschaftliche Themen eintaucht, die die Protagonisten und ihre Welt prägen. Der Roman beleuchtet Themen wie soziale Ungleichheit, kulturelle Barrieren und politische Spannungen, während die beiden Hauptfiguren ihre eigene Identität und ihren Platz in der Welt suchen.
Mo, der von seiner Schule verwiesen wurde, findet in einem Friseursalon einen neuen Lebensweg. Er ist ein nachdenklicher Charakter, der sich durch die Schatten seiner Vergangenheit kämpft und nach einem Ort sucht, an dem er akzeptiert wird. Moritz hingegen lebt in einer anderen, scheinbar unbeschwerten Welt: ein Junge aus einer wohlhabenden Familie, der an gesellschaftlichen Ereignissen wie dem Opernball teilnimmt. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensrealitäten lernen sich die beiden kennen und entwickeln eine Beziehung, die sowohl heilende als auch zerstörerische Seiten hat. Ihre Verbindung ist von der Suche nach Verständnis und Vertrauen geprägt, doch sie müssen immer wieder gegen äußere und innere Widerstände ankämpfen.
Hier geht es nicht nur um Liebe im klassischen Sinne, sondern auch um die Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Normen. Die Autorin beleuchtet die Differenzen zwischen den beiden Hauptfiguren, sei es religiöser, wirtschaftlicher oder kultureller Natur und zeigt auf, wie diese Unterschiede ihre Beziehung auf die Probe stellen.
Ein besonders dramatisches und realitätsnahes Element der Geschichte ist die Behandlung von Themen wie Antisemitismus und extremistischen Ideologien. Mo muss sich mit den Auswirkungen eines Terroranschlags auseinandersetzen, der seinen Bruder betrifft, während Moritz mit antisemitischen Angriffen konfrontiert wird, die sein Zuhause erschüttern. Diese Themen verleihen dem Buch eine gravitätische Tiefe und stellen die Protagonisten vor enorme moralische und persönliche Herausforderungen. Doch diese ernsten Themen sind nicht einfach nur zur Provokation eingeführt, sondern tragen zur Entwicklung der Charaktere und zur Schärfung des Blicks auf die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen bei.
Trotz der schweren Themen bleibt der Ton des Buches immer authentisch und ungekünstelt. Die Dialoge zwischen Mo und Moritz sind lebendig und oft von einer offenen, fast rohen Ehrlichkeit geprägt. Rabinowich gelingt es, den inneren Konflikt der beiden Jugendlichen und ihre Suche nach einem Ort der Akzeptanz und des Friedens inmitten von Chaos und Unsicherheit auf eindrucksvolle Weise darzustellen. Die Leser werden in die emotionalen Höhen und Tiefen der Protagonisten hineingezogen, ohne dass es je an Realismus verliert.