Dieses Buch packt einen emotional und gibt ein unterschwelliges Gefühl von Unruhe. Eva ist keine makellose Heldin, sondern eine Frau, die nach traumatischen Ereignissen verzweifelt versucht, wieder Halt ...
Dieses Buch packt einen emotional und gibt ein unterschwelliges Gefühl von Unruhe. Eva ist keine makellose Heldin, sondern eine Frau, die nach traumatischen Ereignissen verzweifelt versucht, wieder Halt zu finden – beruflich, familiär und innerlich.
Das nächtliche Auftauchen des fremden Mannes und seiner hochschwangeren Tochter trifft mitten in dieses fragile Gleichgewicht von Eva. Die Situation ist gleichzeitig medizinisch vertraut und emotional beängstigend, und als Nina trotz der Entwarnung um Hilfe bittet, entsteht ein Sog, dem ich mich nicht entziehen kann. Diese eine Botschaft auf dem Spiegel ist leise, intim und doch alarmierend.
Dass Nina am nächsten Tag verschwunden ist und Eva beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen, verstärkt für mich den Reiz der Geschichte. Es geht nicht nur um einen Vermisstenfall, sondern um Schuld, Verantwortung und die Frage, wie weit man gehen würde, um jemandem zu helfen, oder sich selbst zu retten. Die Andeutung eines Netzes aus Angst, Gewalt und Lügen verspricht psychologische Tiefe statt bloßer Spannung. Genau diese Mischung aus persönlichem Drama und düsterem Thriller macht mich neugierig und lässt mich das Buch unbedingt weiterlesen wollen.