düsterer Nordland-Krimi
Einsam wie der Tod"Einsam wieder Tod" von Bernhard Stäber ist der dritte Teil um den Ermittler Wolf Larsen. Es handelt sich um keinen Cosy Crime/Wohlfühlkrimi, sondern das Gegenteil (Harsh-Crime? ColdCrime? Einfach nur ...
"Einsam wieder Tod" von Bernhard Stäber ist der dritte Teil um den Ermittler Wolf Larsen. Es handelt sich um keinen Cosy Crime/Wohlfühlkrimi, sondern das Gegenteil (Harsh-Crime? ColdCrime? Einfach nur Crime...). Von der ersten Seite an ist der Krimi düster, spannend und emotional aufwühlend, und bleibt es bis zur allerletzten Seite. Auch das Setting passt zum Inhalt, denn der Krimi spielt in der Telemark und auf den vom Wetter gepeitschten Orkneys.
Sanna und Elin Björnstadt wachsen mit ihrem religiös-fanatischen, grausamen und missbräuchlichen Vater und ihrer unterdrückten Mutter auf, bis die Situation völlig eskaliert und der Vater anschließend augenscheinlich umkommt.
Dis Schwestern sind beide für ihr weiteres Leben schwer traumatisiert, Sanna entwickelt eine multiple Persönlichkeit und Elin lebt in einer psychiatrischen Einrichtung
Jahre später enthüllt ein True-Crime-Podcaster, dass er über Informationen verfügt, die zeigen, dass Sannas und Elins Vater noch am Leben sein könnte; Sanna arbeitet für den ehemaligen Polizisten und Privatermittler Wolf Larsen, und engagiert ihn, Recherchen zu diesen Informationen einzuholen. Wolf, Sanna und Elin ermitteln alle in einem Fall, der ausschließlich unschönes ans Licht bringt.
Für mich war es ein sehr spannender, nordisch düsterer Krimi, der einem wirklich unter die Haut geht.