Veröffentlicht am 16.02.2026
Der Kriminalroman „Tainted Love“ von Vincent Thal überzeugt bereits im Prolog mit einer dichten, bedrohlichen Atmosphäre. Eine Frau wird bedroht, doch man weiß weder von wem noch, was tatsächlich mit ihr ...
Der Kriminalroman „Tainted Love“ von Vincent Thal überzeugt bereits im Prolog mit einer dichten, bedrohlichen Atmosphäre. Eine Frau wird bedroht, doch man weiß weder von wem noch, was tatsächlich mit ihr geschehen wird. Diese Ungewissheit erzeugt sofort Spannung und zieht einen direkt in die Geschichte hinein.
Im ersten Kapitel verlagert sich der Fokus auf die eindrucksvoll beschriebene Landschaft Nordhessens im Jahr 1986, nahe der innerdeutschen Grenze zur DDR. Das Setting wirkt authentisch und trägt stark zur Atmosphäre bei. Hier lernt man auch Martin kennen, der neu nach Bad Soden-Eimdorf gezogen ist. Er arbeitet als Bibliothekar, liebt die Natur und fotografiert gerne. Noch ist völlig offen, welche Rolle er spielen wird – und genau das macht neugierig.
Besonders hervorzuheben ist die Sprache des Romans: nicht platt oder oberflächlich, sondern bildreich und sorgfältig. Es entstehen kleine, eindrückliche Bilder im Kopf. Insgesamt greifen Prolog und erstes Kapitel sehr stimmig ineinander – ein vielversprechender, spannender Auftakt, der Lust auf mehr macht.