Cover-Bild Der Tunnelbauer
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gerstenberg Verlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 01.02.2024
  • ISBN: 9783836992268
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Maja Nielsen

Der Tunnelbauer

Berlin 1961: Für Achim könnte es eigentlich nicht besser laufen – das Abitur hat er in der Tasche, einen Studienplatz sicher und Chris, das Mädchen, das er heimlich liebt, scheint auch ihn zu mögen. Doch über Nacht ändert sich alles. Mit dem Bau der Mauer schlägt das DDR-Regime einen härteren Ton an. Misstrauen, Verfolgung und Verhaftungen sind an der Tagesordnung. Als einer seiner Freunde im Gefängnis landet, fasst Achim einen schweren Entschluss: Er muss raus aus Ostberlin und alle, die er liebt, zurücklassen.
Drüben angekommen, setzt er alles daran, Menschen aus der DDR bei ihrer Flucht zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Helfern gräbt er Tunnel von West- nach Ostberlin – in ständiger Angst, von der Stasi entdeckt zu werden, und voller Hoffnung, Chris eines Tages wiederzusehen.
Ein packender Roman über die legendären Tunnelfluchten aus der DDR, erzählt nach einer wahren Geschichte

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2025

Sehr vielseitig und gut geschrieben!

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Die Geschichte wie mehrere Tunnel unter der Berliner Mauer gegraben wurde ist so ähnlich wie in diesem Buch beschrieben tatsächlich passiert, was die Geschichte, die auch ohne geschichtlichen Hintergrund ...

Die Geschichte wie mehrere Tunnel unter der Berliner Mauer gegraben wurde ist so ähnlich wie in diesem Buch beschrieben tatsächlich passiert, was die Geschichte, die auch ohne geschichtlichen Hintergrund schon richtig spannend und toll zu lesen ist, nochmal mehr tiefe und emotionale Betroffenheit gibt!
Ich fand dieses Werk einfach grandios, denn es beleuchtet so viele seiten und zeigt ohne Dinge zu beschönigen wie es damals gewesen sein muss!
Für alle die bewegende Literatur über die Vergangenheit mögen, für alle Fans von Klaus Kordon.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Von Freundschaft und Mut

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Basierend auf den Tunnelfluchten aus der DDR erzählt Maja Nielsen die Geschichte von Achim. Als die DDR 1961 die Mauer hochzieht und ein Freund wegen einer Kleinigkeit verurteilt wird, steht für ihn und ...

Basierend auf den Tunnelfluchten aus der DDR erzählt Maja Nielsen die Geschichte von Achim. Als die DDR 1961 die Mauer hochzieht und ein Freund wegen einer Kleinigkeit verurteilt wird, steht für ihn und seinen besten Freund fest - wir müssen hier raus. Die Flucht gelingt und um dies mehr Menschen zu ermöglichen, schließt er sich der Flüchtlingshilfe an. Deutsch-Deutsche Geschichte wird hier in kompakten Kapiteln und ruhigem Schreibstil nahe gebracht, eine bewegende Geschichte von Freundschaft und Mut.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Flucht aus der DDR: Ein Drama nach wahren Begebenheiten

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Das Buch "Der Tunnelbauer" von Maja Nielsen ist ein eindrucksvoller und bewegender Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert und die dramatische Zeit des Mauerbaus in Berlin 1961 lebendig werden lässt.
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Das Buch "Der Tunnelbauer" von Maja Nielsen ist ein eindrucksvoller und bewegender Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert und die dramatische Zeit des Mauerbaus in Berlin 1961 lebendig werden lässt.
Im Mittelpunkt steht Achim, ein junger Mann aus Ostberlin, der gerade am Beginn eines vielversprechenden Lebens steht, doch mit dem plötzlichen Bau der Berliner Mauer ändert sich alles. Die Freiheit, die er sich erhofft hatte, wird ihm genommen. Aus persönlicher Betroffenheit heraus trifft Achim eine mutige Entscheidung: Er flieht in den Westen, lässt alles hinter sich und beginnt von dort aus, anderen zur Freiheit zu verhelfen – mit bloßen Händen, unter Lebensgefahr, indem er Tunnel gräbt.
Was besonders heraussticht, ist die Perspektivenvielfalt: Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, was den Leser noch tiefer in die inneren Konflikte, Hoffnungen und Ängste der Figuren hineinzieht. Die Charaktere wirken dadurch sehr real und greifbar. Nielsen schafft es, historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen zu verbinden – emotional und gleichzeitig authentisch.
Der Roman ist durchgehend spannend erzählt, teilweise atemlos, weil man mit den Figuren mitfiebert, wenn wieder ein Tunnel gegraben oder eine Flucht geplant wird. Gleichzeitig bleibt genug Raum, um über die Themen Freiheit, Mut und Verlust nachzudenken. Besonders beeindruckend ist, wie viel Risiko Menschen auf sich genommen haben, um andere zu retten. Dieses wird in diesem Buch greifbar und nachvollziehbar geschildert.
Insgesamt ist "Der Tunnelbauer" ein fesselndes Zeitzeugnis und ein großartiges Buch für Jugendliche wie Erwachsene, das nicht nur informiert, sondern auch tief berührt. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Geschichte wird lebendig

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1961, Berlin - Achim hat den Schulabschluss in der Tasche und kann in Kürze sein Studium beginnen. Bevor jeder seinen neuen Lebensabschnitt beginnt, verbringen Achim und seine Freunde einige gemeinsame ...

1961, Berlin - Achim hat den Schulabschluss in der Tasche und kann in Kürze sein Studium beginnen. Bevor jeder seinen neuen Lebensabschnitt beginnt, verbringen Achim und seine Freunde einige gemeinsame Tage an der Ostsee. Es ist eine wunderschöne zeit, in der sich Achim auch in Chris verliebt. Zarte Gefühle bahnen sich an. Doch am letzten Tag kist einer der Freunde nicht auffindbar. Achim bekommt heraus, dass Randale auf einem Dorffest im Nachbarort zu Verhaftungen geführt haben. Die Freunde gehen davon aus, dass ihr Kamerad als Zeuge vernommen wird. Doch er ist auch Tage später noch verschwunden. Schließlich erfahren sie, dass er verhaftet wurde als Rädelsführer bei dem Konflikt auf dem Dorffest. Achim beschließt, nach Westberlin zu gehen und ihm gelingt die Flucht wenige Monate nach dem Bau der Mauer. Für die im Osten zurückgebliebenen bleibt dies nicht ohne Folgen. Chris wird nahegelegt für die Stasi zu arbeiten, um ihre Freundinnen zu retten. Und auf der anderen Seite setzt Achim alles daran seine Lieben zu sich zu holen. So kommt es, dass er sich zunächst in der Fluchthilfe engagiert und kurze Zeit später beginnt, über Tunnel die Flucht aus Ost-nach Westberlin zu ermöglichen. Doch auch hier hat die Stasi ihre Fühler ausgestteckt und man muss mit Verrat und und Misstrauen rechnen.

Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und lässt mich sprachlos zurück. Das Thema Mauerbau, Flucht, DDR ist zwar nicht neu und über viele Schicksale wurde schon berichtet. Und doch bin ich immer wieder ergriffen, weil es eben real war und nicht ein erfundener Plot. Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Ich hatte die rund 170 Seiten an einem Tag durch. Dabei wechselt die Perspektive anfangs zwischen Dem Tag der Flucht und Rückblicken und pendelt sich dann mit dem Tunnelbau in einer Zeitebene ein. Die Flucht von Achim und auch anderen wird wirkloch spannend geschildert, insbesondere am Ende habe ich selbst fast die Luft angehalten. Es ist ein Buch, welches Geschichte lebendig und greifbar macht und so wie es geschrieben ist, ist es durchaus für jugendliche Leser passend. Daumen hoch.👍🏻

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Lebendige Zeitgeschichte

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2024 jährte sich die Gründung der beiden deutschen Staaten zu 75. Mal, und es sind genau 60 Jahre vergangen, seit durch den erfolgreichsten aller Fluchttunnel 57 Menschen in den Westen gelangten. Passend ...

2024 jährte sich die Gründung der beiden deutschen Staaten zu 75. Mal, und es sind genau 60 Jahre vergangen, seit durch den erfolgreichsten aller Fluchttunnel 57 Menschen in den Westen gelangten. Passend hierzu erschien das Buch "Der Tunnelbauer" von Maja Nielsen, in dem die bewegende Geschichte von Joachim (Achim) Neumann erzählt wird, der selbst kurz nach dem Mauerbau mit 18 Jahren in den Westen floh und am Bau mehrerer Fluchttunnel beteiligt war, unter anderem an dem erwähnten Tunnel 57.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Achim und seiner Freundin Christa, der Achim von Westberlin aus zur Flucht aus der DDR verhelfen möchte, erzählt.

Maja Nielsen hat den Inhalt perfekt auf eine jugendliche Zielgruppe ab ca. 14 Jahren abgestimmt. Geschickt verwebt sie Informationen über die ideologische Ausgangssituation in der DDR, das gesellschaftliche Klima und die Gefahren einer Republikflucht für den Flüchtenden und seine Angehörigen mit einer spannend erzählten Geschichte. Beim Lesen fiebert man mit den Fluchthelfer:innen und Flüchtenden mit, die emotionale Belastung und Anspannung aller Beteiligten wird spürbar. Es ist wirklich beeindruckend, welche enormen Risiken und Anstrengungen alle Beteiligten auf beiden Seiten der Mauer auf sich genommen haben.

Alle im Buch genannten Personen hat es tatsächlich gegeben, aus Datenschutzgründen werden sie aber bis auf Christa und Achim nicht mit ihrem richtigen Namen genannt. Im Anhang erfährt man, was aus den realen Vorbildern der Fluchthelfer geworden ist. Eine Chronik der Mauer, ein Glossar der wichtigsten Begriffe sowie persönliche Fotos der Tunnelbauer und eine Karte runden das Buch perfekt ab.

Fazit: Gleichzeitig lehrreich und sehr lebendig erzählt "Der Tunnelbauer" ein beeindruckendes Stück deutscher Geschichte. Ich möchte es jedem Jugendlichen und auch allen Lehrern der Mittel- und Oberstufe dringend ans Herz legen. Sehr empfehlenswert ist auch das Hörbuch „Der Tunnelbauer“, in dem der echte Joachim Neumann am Anfang und Ende selbst zu Wort kommt.

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