So wichtig
Ein Buch, das mit voller Wucht einschlägt - so hat sich „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl angefühlt. Für mich zählt das Buch jetzt schon zu meinen Jahreshighlights!⭐️
Der Roman wird aus drei ...
Ein Buch, das mit voller Wucht einschlägt - so hat sich „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl angefühlt. Für mich zählt das Buch jetzt schon zu meinen Jahreshighlights!⭐️
Der Roman wird aus drei Figurenperspektiven geschildert: Aus der Sicht der Influencerin Elin, aus der Sicht von Nuri, der gerade die Schule abgebrochen hat und aus der Sicht von Ruth, die als Pflegekraft im Krankenhaus arbeitet. Auch wenn zunächst kaum Berührungspunkte zwischen den Figuren bestehen, kreuzen sich ihre Wege. Gemeinsam bringen sie einander Kraft, die vorher für sie noch nie so bestanden hat.
Im Buch spielt die Idee „Was passiert, wenn Frauen nicht mehr tun, was von ihnen erwartet wird“ die zentrale Rolle. Care-Arbeit wird niedergelegt, Frauen verlassen ihre Arbeitsstelle und legen sich auf die Straße. Wie geht die Gesellschaft damit um, wenn die Struktur, die auf der Arbeit von Frauen basiert, zusammenbricht?
Besonders diese Idee hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte mich durch den Schreibstil, der an den richtigen Stellen mal sanft und mal hart ist, unfassbar schnell in die Geschichte reinfinden. Zwischen den Figurenwechseln gibt es Kapitel, die beispielsweise aus Sicht einer Pistole formuliert wurden - diese brechen die Erzählstruktur auf und tragen definitiv zum Spannungsaufbau bei! Elin, Nuri und Ruth haben mich durch das Buch begleitet und sich so schnell in mein Herz gesetzt!
Eine ganz ganz klare Leseempfehlung. Ich bin unendlich gespannt auf das neue Buch von Mareike Fallwickl, das im Herbst erscheinen wird!