Cover-Bild Und alle so still
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 11.11.2025
  • ISBN: 9783499009235
Mareike Fallwickl

Und alle so still

Roman | Auf der Shortlist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025

Ein großer feministischer Gesellschaftsroman über Widerspruchsgeist und Solidarität, wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.

Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?

Was wäre, wenn alle Frauen sich verweigern und in einen Care-Streik treten würden? Das Narrativ, dass Frauen einander die ärgsten Feindinnen seien, ist auserzählt. Zeit für neue Geschichten!

«Ein hoffnungsvolles Plädoyer, in dem die Menschlichkeit das höchste Ziel darstellt.» NDR Kultur

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Was wäre wenn... beeindruckende Hypothese die nachdenklich macht (Hörbuch)

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Beeindrucken schildert die Mareike Fallwickl, was wäre, wenn die Frauen aufhören Care-Arbeit zu leisten. Gelesen wurde das Buch von Marie-Isabel Walke, Astrid Kohrs und Henning Nöhren. Jeder der Leser ...

Beeindrucken schildert die Mareike Fallwickl, was wäre, wenn die Frauen aufhören Care-Arbeit zu leisten. Gelesen wurde das Buch von Marie-Isabel Walke, Astrid Kohrs und Henning Nöhren. Jeder der Leser übernahm einen der drei Hauptfiguren. Elin ist Anfang zwanzig und flüchtet gerne in Sex, zu Beginn des Buches wurde ihr Gewalt angetan. Oder ist doch keine Gewalt, wenn man zu Sex eingewilligt hat und der Partner einfach das Kondom wegwirft? Es sind Fragen über Schuld und Lebenssinn und die Sprecherin schafft es stark, ihren Werdegang zu verfolgen und zu vertiefen. Denn Elin wird zu ihrer Großmutter gerufen, sie macht einen stillen Prozess und legt sich vor ein Krankenhaus einfach hin. Das Warum, ist erschreckend und wird im Buch eindringlich erzählt.
Im Grunde geht es um die toxische Männlichkeit, dieses Selbstverständnis, dass wir Frauen Kochen, Putzen, Kinder erziehen, minderwertige Jobs ausführen und am Ende noch die Eltern pflegen. Es ist die Selbstverständlichkeit, dass es Männer gibt, die unsere Identität nicht anders erkennen und sehen wollen. Und diese Selbstverständlichkeit finde ich sehr bedrückend.

Ruth, ist eine Krankenschwester, in ihren Blickwinkel wird ohne Scham und Schönreden, das Pflegen, die Überarbeitung der Pflegekräfte bis zur völligen Erschöpfung und darüber hinaus beschrieben. Im Laufe des Buches kommt es zu einer ersten Anbandlung einer Liebesbeziehung, welche tragisch endet. In ihren Passagen wird auch thematisiert, wenn man alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes ist. Es ist traurig und leider so realistisch, denn ‘Ironie an’ wie kann man den nur, ein behindertes Kind auf die Welt setzen ‘Ironie aus’... Auch sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und wird ein wichtiger Part der Sisterhood.

Und dann wäre da noch der Gegenpart oder in meinem Auge, der Change Breaker, denn nicht nur Frauen machen Care-Arbeit, auch Männer. In Fall des Buches ist es Nuri. Er kommt aus einer prekären Situation und versucht über Wasser zu bleiben und auch er wird mit den Füßen getreten. Er muss Arbeiten erledigen, die sind unter aller Würde, er hat mehrere Jobs gleichzeitig, bekommt nicht das Geld, dass ihn zusteht und macht die niederen Jobs. Er zeigt auf, was passiert, wenn die Frauen von heute auf morgen nicht mehr ihren Teil der Arbeit erledigen, und er bringt es doch auch auf den Punkt. Müssen wir Männer immer so sein, wie die Gesellschaft uns haben will?

Ein sehr bedrückender Roman, der durch die Sprecher an Tiefe bekam und ich oft nachdenklich am System das Zweifeln beginn. Vor allem finde ich hier die Thematik Sisterhood großartig herausgearbeitet.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

zum Nachdenken

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Rezension

Buchname: Und alle so still
Autor: Mareike Fallwickl
Seiten: 368 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: ‎ ‎ Rowohlt Taschenbuch
Sterne: 4

Cover:
Das Cover ...

Rezension

Buchname: Und alle so still
Autor: Mareike Fallwickl
Seiten: 368 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: ‎ ‎ Rowohlt Taschenbuch
Sterne: 4

Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in dunklen bzw schwarzfarbenen Buchstaben im ganzen Bereich. Man kann sehr viele rote kleine Punkte über dem Titel auf dem Cover erkennen.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.

Klappentext: (aus Amazon übernommen)

Ein großer feministischer Gesellschaftsroman über Widerspruchsgeist und Solidarität, wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.
Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?
Was wäre, wenn alle Frauen sich verweigern und in einen Care-Streik treten würden? Das Narrativ, dass Frauen einander die ärgsten Feindinnen seien, ist auserzählt. Zeit für neue Geschichten!
«Ein hoffnungsvolles Plädoyer, in dem die Menschlichkeit das höchste Ziel darstellt.» NDR Kultur

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.

Charaktere:

Die Hauptprotagonistin ist Elin, Nuri und Ruth

Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Des weiteren gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen.
Meinung:

!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!

Mir hat „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl hat mir persönlich ganz gut gefallen. Es war mal komplett anders, als ich sonst normalerweise lese. Und das hat mir echt gut gefallen. In diesem Buch geht es um die drei Frauen Elin, Nuri und Ruth. Alle drei Protagonistinnen sind unterschiedlich alt und haben ein unterschiedliches Leben. Die Welt gerät ins Wanken als alle Frauen an einem Sonntag still und regungslos auf der Straße liegen – in einem Protest. Es ist der Beginn einer Revolte, bei der die Frauen nicht mehr das tun, was sie normalerweise tun. Damit gerät auch das ganze System ins Wanken.. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Mir hat das Buch echt gut gefallen. Denn die Geschichte hat mich sehr zum nachdenken und überdenken angeregt. Ich fande auch die ganze Art und Weise von Mareike total interessant. Sie hat einen tollen unverkennbaren Schreibstil, der anders aber dennoch leicht und locker war. Für mich war es „spannend“ zu lesen, deshalb bin ich auch nur so durch die Seiten geflogen. Ich konnte die drei Hauptprotagonisten Elin, Nuri und Ruth auf einer Weise total verstehen und nachfühlen und das wiederum haben für mich die Figuren sehr authentisch und realistisch gemacht. Es war absolut und schonungslos ehrlich geschrieben. Teilweise ein bisschen zu ehrlich – aber dennoch absolut wahr. Ich bin begeistert. Deshalb bekommt „Und alle so still“ von mir auch verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Fazit:

Toller und faszinierender Roman über das Schicksal der Frau.

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