Berührender Kinderroman über Freundschaft für Kinder ab 10 Jahren
Maja Bohn (Illustrator)
Packendes Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren über Flucht und Freundschaft
Der zwölfjährige Johnny hat eine große Klappe und steckt ständig in der Klemme. Als Amin, ein Junge aus seiner Klasse, plötzlich verschwindet, wittert Johnny seine Chance: Er will beweisen, dass er der würdige Anführer seiner Schulhofbande ist. Großspurig verspricht er, den Fall zu lösen. Doch dann findet er Amins Tagebuch und schnell wird klar, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Amin lebt in einer Unterkunft für Geflüchtete. Und er schwebt in großer Gefahr. Johnny nimmt all seinen Mut zusammen und macht sich auf die Suche nach Amin.
Das Buch ist mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Maja Bohn geschmückt und auf Antolin gelistet.
Das Cover des Buches gefällt mir und ist für mich ansprechend. Die Illustration habe mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. die Haptik des Hardcover Buches wirkt sehr hochwertig.
In der Geschichte ...
Das Cover des Buches gefällt mir und ist für mich ansprechend. Die Illustration habe mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. die Haptik des Hardcover Buches wirkt sehr hochwertig.
In der Geschichte geht es um Johnny. Er ist frech, laut und möchte unbedingt Anführer seiner Schulhofbande werden.Plötzlich verschwindet eine Klassenkamerad spurlos und Johnny wittert seine Chance, Wenn er Amin wiederfindet, ist er ein würdiger Anführer. Bei seine Suche findet er immer mehr über Amin und sein Leben heraus. Der Junge wohnt in einer Flüchtlingsunterkunft. Immer wieder fragt sich Johnny, warum er nichts von Amin weiß und als er sein Tagebuch findet ändert sich nochmal alles. Amin ist in großer Gefahr und Johnny muss sich beeilen. Wird er es schaffen?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es wurden schwierige Themen sehr gut angesprochen und Johnny hat sich im Laufe der Geschichte toll entwickelt. Die Handlung war total spannend und die Charaktere wurden gut beschrieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
Dass Johnny immer wieder in Schwierigkeiten gerät, liegt nur an seinen verbuggten Genen. Und gerade jetzt geht es in seinem Leben besonders rund. Sein Klassenkamerad Amin, mit dem Johnny bisher nichts ...
Dass Johnny immer wieder in Schwierigkeiten gerät, liegt nur an seinen verbuggten Genen. Und gerade jetzt geht es in seinem Leben besonders rund. Sein Klassenkamerad Amin, mit dem Johnny bisher nichts zu tun hatte, ist nämlich spurlos verschwunden. Als Johnny erfährt, dass Amin, der aus Afghanistan stammt und ohne seine Eltern in einer Flüchtlingsunterkunft lebt, kurz vor seinem Verschwinden noch bei ihm geklingelt hat, möchte er unbedingt herausfinden, was Amin von ihm wollte und wo er steckt. Ist er etwa entführt worden? Je mehr Johnny sich in den Fall verbeißt, desto komplizierter wird es für ihn. Ob er Amin am Ende retten kann?
Die Geschichte ist in der ersten Person aus Johnnys Perspektive geschrieben. Johnny erzählt gut verständlich und unterhaltsam mit viel Humor, wie er von Amins Verschwinden erfährt und was er alles unternimmt, um ihn aufzuspüren. Das Buch ist lebendig und abwechslungsreich formuliert, so lässt es sich mühelos flüssig vorlesen. Man fühlt sich beim Lesen persönlich und direkt von Johnny angesprochen. Die Wortwahl wirkt dabei authentisch und modern, genauso könnte sich ein Kind in Johnnys Alter ausdrücken.
Ebenso wie potentielle, originelle Schlagzeilen aus Johnnys Fantasie sind im Buch immer wieder Auszüge aus einem Notizbuch Amins abgedruckt. Neben kurzen Texten in einfachem Deutsch aus Amins Sicht handelt es sich dabei auch um lustige, phantasievolle Zeichnungen von Amin, die die Seiten auflockern, neugierig machen und motivieren.
Das Buch richtet sich an Kinder ab neun, zehn Jahren, eignet sich aber auch perfekt zum Vorlesen zuhause oder in der Schule, liefert es doch einige Anlässe für spannende Gespräche.
Wäre Johnny mein eigenes Kind, kostete das sicher ganz schön viele Nerven. Der aufgeweckte Junge zieht das Chaos scheinbar magisch an. So gerät er in der Schule immer wieder in Konflikte und ist beim Direktor schon fast Stammgast. Definitiv trifft Johnny nicht immer die vernünftigsten Entscheidungen, aber im Buch heißt es sehr treffend: „Dummheiten muss man machen, solange man jung ist. Später wird man ekelhaft vernünftig.“ Und im Grunde ist Johnny ein absolut patenter Junge, der genau weiß, was richtig und falsch ist und der das Herz am rechten Fleck hat. Er lernt im Verlauf nicht nur einiges über Amin, sondern auch über das Leben. Dabei wird er auch für andere zum echten Helden, weil er endlich die Aufmerksamkeit erhält, die er schon viel länger verdient und gebraucht hätte. Und auch der stille Amin, der Leuten direkt „ins Herz sehen kann“ rückt aus dem Hintergrund ins Geschehen und wird nun gesehen. Die beiden Jungen sind tolle Charaktere, die es nicht einfach haben und mit so manchen Widrigkeiten zu kämpfen haben. Nicht nur die Erwachsenen schränken sie ein und unterstützen sie zu wenig, auch Klassenkamerad Matteo legt ihnen Steine in den Weg und versucht sogar Johnny in der Klasse zu isolieren. Unverhofft erhält Johnny aber auch Hilfe von Menschen, die ganz anders sind als gedacht.
Extrem spannend und aufregend, was Johnny bei der Suche nach Amin erlebt. Ein echter Abenteuerkrimi! Hauptfigur Johnny ist ein liebenswerter, herrlich chaotischer Held, den man sich vielleicht nicht direkt als Vorbild nehmen sollte, aber von dem auch Erwachsene noch einiges lernen können. Gemeinsam mit Johnny erfahren die Leser viel über die Situation von Flüchtlingskindern, die hier anhand Amins Beispiel sehr eindrucksvoll und mitfühlend aus Johnnys unvoreingenommener, kindlicher Sicht dargestellt wird. Johnny mag mitunter naiv wirken, macht sich aber viele kluge Gedanken. So erkennt er zum Beispiel, wie kompliziert die Sache mit der Wahrheit ist, denn die ist genausowenig schwarz und weiß wie das Leben selbst. Und Kinder wie Johnny machen es definitiv noch bunter. Die Welt könnte durchaus ein paar Johnnys mehr vertragen.
„Von Null auf Held“ ist ein mitreißendes, einfühlsam und herrlich leicht und erfrischend erzähltes Kinderbuch über kleine große Helden und wahre Freundschaft. Hier werden aktuelle Probleme einmal direkt aus der Sicht von Betroffenen beleuchtet und Schwache erhalten eine Stimme. Absolut lesenswert!
Jonas, von allen nur Johnny genannt, ist der Anführer der Sheriffs. Mit seiner großen Klappe stolpert er von einer Situation in die nächste und sorgt damit nicht nur in der Schule für Aufsehen. Doch als ...
Jonas, von allen nur Johnny genannt, ist der Anführer der Sheriffs. Mit seiner großen Klappe stolpert er von einer Situation in die nächste und sorgt damit nicht nur in der Schule für Aufsehen. Doch als sein Mitschüler Amin plötzlich verschwindet, wird alles ernst. Johnny stößt auf dessen Tagebuch und erfährt, dass Amin ohne seine Familie in einer Flüchtlingsunterkunft lebt und in großer Gefahr ist. Aus einer scheinbar harmlosen Mutprobe entwickelt sich für Johnny eine Suche, die ihm nicht nur Mut abverlangt, sondern ihn auch zwingt, vieles mit neuen Augen zu sehen.
Mir hat die Mischung aus kindlichem Humor, Spannung und den ernsten Themen richtig gut gefallen. Johnny ist nicht perfekt, manchmal unbedacht und laut, aber gerade deshalb wirkt er so authentisch. Seine Entwicklung vom Sprücheklopfer zum Jungen, der Verantwortung übernimmt, fand ich sehr gelungen. Besonders stark fand ich, wie ernsthafte Themen wie Flucht, Ausgrenzung und Zusammenhalt kindgerecht vermittelt wurden, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Auch die Tagebucheinträge von Amin mit den Illustrationen haben die Geschichte noch lebendiger gemacht.
Ein Buch, das bewegt und gleichzeitig fesselt. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Freundschaft, Toleranz und Zivilcourage sind. Für mich ein echtes Highlight, das nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene lesen sollten. Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen.
„...Ich heiße Jonas. Aber alle nennen mich Johnny. Vielleicht steht meine Name bald in der Zeitung. So was wie:
Mumie identifiziert – sein Name war Johnny
Vielleicht sind das hier meine letzten Worte.:::“
Mit ...
„...Ich heiße Jonas. Aber alle nennen mich Johnny. Vielleicht steht meine Name bald in der Zeitung. So was wie:
Mumie identifiziert – sein Name war Johnny
Vielleicht sind das hier meine letzten Worte.:::“
Mit diesen Zeilen beginnt ein spannendes, tiefgründiges und sehr aktuelles Kinderbuch. Johnny erzählt die Geschichte selbst. Der Schriftstil ist kindgerecht. Es gibt ernste, aber auch humorvolle Abschnitte. Und Johnny hat kein Problem, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Er weiß um seine Schwächen.
Johnny hat das Talent, sich laufend in Schwierigkeiten zu bringen. Seine Freunde Tobi, Ali und Tim erwarten dann, dass er die Suppe auch auslöffelt, die sie sich gemeinsam eingebrockt haben. Der Direktor bringt es auf den Punkt.
„...Dir steht der Ärger bis zum Hals, und trotzdem schützt du deine Freunde? Würden sie das Gleiche auch für dich tun?...“
Eines Tages steht die Polizei in der Schule. Sie kommt aber nicht wegen Johnny. Amin, ein Klassenkamerad, ist verschwunden. Amin gehörte in der Klasse zu den Stillen, die keiner wirklich wahrnimmt. Als Matteo Johnny provoziert, stellt der sich der Aufgabe, Amin zu finden.
Johnny bekommt mit, dass Amin im Asylbewerberheim lebt. Er gehört zu den unbegleiteten Kindern.
Als Johnny Amins Tagebuch durch Zufall in die Hand bekommt, erfährt er dessen Geschichte, aber auch von seinen Träumen und Wünschen. Hier wird den Kindern auf eindringliche und kindgemäße Art aufgezeigt, was Flucht bedeutet und was dem meist vorausgegangen ist. Anschaulich wird das Ganze durch Amins Schwarz-Weiß-Zeichnungen.
Amin war einer, der zwar in der Klasse nichts gesagt hat, aber dafür ein feines Gespür für die unterschwelligen Geschehnisse hatte. Auch das hat er notiert.
„...Matteos Vater ist groß. Und er macht andere Menschen klein. Auch Matteo. Vielleicht ist Mattro deshalb so gemein zu allen...“
Sehr schön wird dargestellt, wie sich Johnnys Einstellung in vielen Dingen wandelt. Als er mit seinen Freunden mit Nerf Blastern spielt, sagt ihm Zaki, ein Freund von Amin:
„...Da, wo ich herkomme, ist Krieg. Sogar Kinder müssen kämpfen, nicht nur Erwachsene. Sie werden gezwungen, andere zu erschießen...“
Dann erfährt Johnny, dass sich Amin in Düsseldorf aufhalten soll. In einem Dorf müsste er ja zu finden sein. Also fährt er kurzerhand hin. Das Eingangszitat formuliert Johnny in dem Moment in Düsseldorf, wo er nicht mehr weiter weiß. Es ist kalt, es wird dunkel, der Akku vom Handy ist leer und Geld für eine Rückfahrkarte hat er auch nicht. Wie soll er Amin finden?
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es geht um Freundschaft, um Zusammenhalt, um Mut, aber auch darum, dass nicht jedes Gerücht der Wahrheit entspricht. In der Rezension konnte ich nur wenige Punkte anreißen. Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.
„Von Null auf Held oder Wer ist eigentlich Amin?“ ist ein Kinder- und Jugendbuch, das mich wirklich beeindruckt hat. Es eignet sich für Leserinnen und Leser ab etwa neun Jahren, spricht aber auch ältere ...
„Von Null auf Held oder Wer ist eigentlich Amin?“ ist ein Kinder- und Jugendbuch, das mich wirklich beeindruckt hat. Es eignet sich für Leserinnen und Leser ab etwa neun Jahren, spricht aber auch ältere Kinder und Erwachsene an. Die Geschichte ist spannend erzählt und gleichzeitig sehr tiefgründig.
Besonders bewegend fand ich die Themen Eifersucht, Neid und die Flucht aus dem eigenen Zuhause. Es geht um ein Leben, das man sich in einer neuen und unbekannten Welt völlig neu aufbauen muss. Die Autorin schafft es, diese ernsten Themen auf eine kindgerechte und trotzdem ehrliche Weise darzustellen. Die Geschichte wirkt nie überfordernd, aber auch nie oberflächlich.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Entwicklung der Hauptfigur Johnny. Er macht viele neue Erfahrungen und lernt, sich erst selbst ein Bild zu machen, bevor er sich eine Meinung bildet. Diese Veränderung wird sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben.
Auch das Ende des Buches hat mich überzeugt. Es passt sehr gut zur Geschichte und verbindet alle Fäden, die im Laufe der Handlung aufgegriffen wurden. Ich finde es außerdem gelungen, dass es ein offenes Ende ist und kein typisches abgeschlossenes Happy End. Das zeigt jungen Leserinnen und Lesern, dass das Leben auch nach einer positiven Wendung weitergeht und neue Herausforderungen bereithält. Gerade bei einem so wichtigen Thema wie Flucht und Integration finde ich das sehr realistisch und lehrreich.
Insgesamt ist es eine sehr gelungene Geschichte. Sie regt zum Nachdenken an, bleibt dabei aber stets verständlich und spannend. Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das Thema interessieren oder einfach eine besondere Geschichte über Freundschaft, Mut und Veränderung lesen möchten.