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Veröffentlicht am 04.12.2024

Time to say Goodbye

Sie wird dich finden
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Mit “Sie wird dich finden” geht die Housemaid-Trilogie von Freida McFadden zu Ende. Band 1 ein Knaller. Band 2 auch richtig gut. Da waren meine Erwartungen an Band 3 einerseits hoch. Andererseits habe ...

Mit “Sie wird dich finden” geht die Housemaid-Trilogie von Freida McFadden zu Ende. Band 1 ein Knaller. Band 2 auch richtig gut. Da waren meine Erwartungen an Band 3 einerseits hoch. Andererseits habe ich mich aber auch gefragt, was da jetzt noch kommen soll. Trägt die Reihe wirklich noch einen weiteren Teil? Kann Freida McFadden mich nochmal überraschen? Die Antwort auf beide Fragen lautet: JA!
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Darum geht's: Millie arbeitet nicht mehr als Hausmädchen. Einige Jahre sind vergangen. Millie ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Kinder. Als die Familie in ein neues Haus zieht, ist in der neuen Nachbarschaft nicht alles eitel Sonnenschein…
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Der Schreibstil ist gewohnt flüssig. Der Thriller liest sich wieder unglaublich gut, leicht und schnell. Die Story ist auch wieder toll. Ich finde es genial, wie McFadden die Reihe hier fortsetzt und zum Abschluss nochmal auf eine ganz neue Ebene hebt. Der Zeitsprung ist ein gut gewähltes Stilmittel, denn dadurch verschieben sich die Perspektiven auf sehr faszinierende Art und Weise. Plötzlich steckt Millie selbst in der Rolle der lauernden Hausherrin. Geschichte wiederholt sich quasi. Auch in anderer Hinsicht. Aber, pssst! No Spoiler. Lest selbst. Es ist echt krass.
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Die Story beginnt mit einem Prolog, der mich gleich denken lässt: “Ach Millie, in was bist du jetzt schon wieder hineingeraten?” Bis wir im Handlungsverlauf zu dieser Stelle zurückkehren, dauert es eine ganze Weile. Aber der Weg dahin wird durch das Wissen um diese Szene getragen und ist ultra-spannend zu verfolgen. Ich habe wirklich versucht jede Info in mich aufzusaugen und wir hatten im Buddyread felsenfest vor, Freida McFadden diesmal auf die Schliche zu kommen. Und haben wir es geschafft? Nein! Denn obwohl wir sehr aufmerksam gelesen haben und auch entscheidende Szenen beim Wickel hatten, konnten wir doch nichts so zusammenführen, wie es hätte sein müssen.

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In der zweiten Hälfte des Buches folgt wieder ein Twist auf den anderen. Und mit jeder Entwicklung hat Freida McFadden noch eins draufgesetzt. Am Ende war ich von der gekonnten Erzählweise regelrecht geflasht. Ich bin hier wieder so dermaßen um den Finger gewickelt worden, dass ich einmal mehr gelieferte Hinweise zwar gesehen, aber dann doch wieder außer Acht gelassen habe. Ja, eigentlich hätte ich auf die Lösung kommen können. Aber ganz ehrlich: So hat es mir natürlich viel mehr Spaß gemacht.
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Fazit: “Sie wird dich finden” ist ein würdiger Abschlussband, der die Reihe hervorragend abrundet. Durch drei tolle Bände durfte ich Millie begleiten. Nach soviel Aufregung hat sie jetzt aber auch endlich ihre Ruhe verdient. Die nächsten drei Bücher von McFadden sind für 2025 bereits angekündigt. Dreimal dürft ihr raten, wer sie schon auf der Wunschliste hat. Klar will ich sie lesen. Gar keine Frage. Ich hoffe, dass sie mir ähnlich viel Lesefreude bringen, wie die Hausmädchen-Reihe.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Vielschichtiger Reihenauftakt

STARCK und der erste Tag
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Mit „Starck und der erste Tag“ beginnt eine neue Thriller-Trilogie von Christian Jaschinski. Der Titel ist Programm. Dreh- und Angelpunkt ist Protagonist Andreas Starck, ein ehemaliger Oberstaatsanwalt, ...

Mit „Starck und der erste Tag“ beginnt eine neue Thriller-Trilogie von Christian Jaschinski. Der Titel ist Programm. Dreh- und Angelpunkt ist Protagonist Andreas Starck, ein ehemaliger Oberstaatsanwalt, der fünf Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen hat. Wir starten mit ihm an Tag 1 wieder in Freiheit. Starck rollt seinen eigenen Fall nochmal neu auf. Schnell wird deutlich: Die Sache ist komplex und weit verzweigt. Und so reicht ein Buch wahrlich nicht aus, um die Geschichte vollständig zu erzählen. Teil 1 ist also erst der Appetizer, der Lust auf mehr macht.
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Jaschinski ist es sofort gelungen, mich in die Geschichte hineinzuziehen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Kurze Kapitel treiben die Handlung sehr dynamisch voran und es geht gleich gut zur Sache. Es gibt auch etliche interessante Charaktere. Protagonist Starck ist ein tragischer Held, dem ich dabei zur Seite stehe, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und die Wahrheit aufzudecken. Hinzu kommt eine Fülle weiterer Figuren, die allesamt toll gezeichnet sind. Ganz besonders mochte ich Starcks Knastkumpan Duncan. Auch die Szenen aus der Sicht der neugierigen Frau Nachbarin Moira St. John-Smythe (was für ein Name!) habe ich sehr gerne gelesen. Ihr Sohn, der Kommissar Jobst Stukenbröker, ist auch ne ganz spezielle Type. Dann gibt es den mysteriösen Auftragsmörder sowie diverse Groß- und Kleinkriminelle. Und jeder trägt einen wichtigen Teil zur Geschichte bei. Die ist ebenso vielfältig wie die Charaktere. Es werden viele Fässer aufgemacht. Die unterschiedlichen Thematiken haben mich mal mehr, mal weniger angesprochen. Das, was ganz nah und persönlich an Starck dran ist, ist für mich der bisher interessanteste Part der Handlung. Wie Starck wieder bei seiner Mutter einzieht, die Eltern seiner verstorbenen Frau aufsucht und seine Tochter wiedersehen will – diesen Teil der Geschichte habe ich als besonders intensiv empfunden und mit Begeisterung gelesen. Andere Aspekte rund um das Bankenwesen, Wirtschaftskriminalität und Korruption mit vielen suspekten Gestalten war für mich auf Anhieb weniger leichtgängig. Ich habe mich hier in einer für mich undurchschaubaren und komplizierten Welt bewegt, die ihre Geheimnisse, wenn überhaupt, nur sehr langsam preisgibt. Da musste ich mich erst mal drauf einlassen und die verschiedenen Ansatzpunkte zwischendurch teilweise in Ruhe sortieren. Daraus ergibt sich dann ein großes Ganzes, von dem ich in Band 1 vermutlich gerade mal die Spitze des Eisberges gesehen habe.
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Der Thriller ist temporeich und intensiv. Der Reihenauftakt macht neugierig auf mehr. Noch ist nicht ansatzweise irgendwas geklärt. Entsprechend gespannt bin ich, wie die Starck-Reihe noch weitergeht.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Vom Schneesturm in den Nachtwald

Nachtwald
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Triona Walsh kann Atmosphäre. Das hat sie vor einem Jahr bereits mit SCHNEESTURM unter Beweis gestellt. Jetzt legt sie mit ihrem neuen Thriller NACHTWALD nach.
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Ein Herrenhaus mitten im Wald. Ein unerwarteter ...

Triona Walsh kann Atmosphäre. Das hat sie vor einem Jahr bereits mit SCHNEESTURM unter Beweis gestellt. Jetzt legt sie mit ihrem neuen Thriller NACHTWALD nach.
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Ein Herrenhaus mitten im Wald. Ein unerwarteter Gast. Ein Wochenende, das zum Albtraum wird… Der Beginn des Klappentextes sagt schon das Wichtigste. Und ja, das hat man so oder so ähnlich schon x-mal gelesen. Aber wenn es gut gemacht und geschrieben ist, lese ich so etwas eben gerne auch noch x weitere Male. Und Triona Walsh macht es hier definitiv gut.
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Was mir positiv aufgefallen ist: Die Autorin hat sich weiterentwickelt und an entscheidenden Stellen nachgebessert. Im Vergleich zum Vorgänger kommt die Geschichte in NACHTWALD deutlich schneller zur Sache. Sie hat auch insgesamt etwas mehr Drive, wie ich finde. Außerdem gibt es diesmal keine ungewöhnlichen irischen Begriffe und Namen, die einen beim Lesen unnötig aufhalten. Das geht einerseits zu Lasten der irischen Atmosphäre, ist aber andererseits gut für den Lesefluss.
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In anderer Hinsicht bleibt Walsh ihrem Stil treu. Sie arbeitet auch in NACHTWALD mit einem überschaubaren Personenkreis. Wir haben sieben Charaktere, die in einem atmosphärisch inszenierten Setting platziert sind. Das hat mich auch diesmal wieder an Agatha Christie erinnert. Obwohl NACHTWALD ein Thriller und kein Krimi ist, erinnert die Machart schon irgendwie an einen klassischen Locked Room-Mystery – nur eben in die Moderne transportiert. Der Handlungsverlauf macht entsprechend großen Spaß. Die Autorin hat Spuren gelegt, denen ich folgen konnte. Teilweise haben sie mich in die Irre geführt. Aber es gibt auch zahlreiche scheinbar lapidar eingestreute Hinweise, durch die man tatsächlich auf die Lösung kommen kann. Man hat also eine reelle Chance zum Mitraten.
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Mit NACHTWALD hat Triona Walsh einen gelungenen zweiten Thriller veröffentlicht. Ich mag den Schreibstil der Autorin und die Art, wie sie ihre Geschichten aufbaut. Die Handlung verläuft insgesamt eher ruhig. Dabei wird aber durchweg ein gewisses Spannungslevel gehalten. Und die Wendungen, die der Plot nimmt, sind für meinen Geschmack auch gelungen.
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NACHTWALD ist ein lesenswerter Thriller und hat mir gut gefallen. Ich glaube, dass Triona Walsh aus dem Setting und den Charakteren sogar spielend noch mehr hätte rausholen können. Vielleicht gelingt es ihr beim nächsten Mal, da noch eins draufzusetzen.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Grusel für Einsteiger

Geister in Blackwood House
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Herzlich Willkommen im Grusel-Genre! Rechtzeitig vor Jahresende habe ich hier nochmal außerhalb meiner Komfortzone gelesen. Mit „Geister in Blackwood House“ habe ich das für mich vermutlich perfekte Buch ...

Herzlich Willkommen im Grusel-Genre! Rechtzeitig vor Jahresende habe ich hier nochmal außerhalb meiner Komfortzone gelesen. Mit „Geister in Blackwood House“ habe ich das für mich vermutlich perfekte Buch für den Einstieg ausgewählt.
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Darum geht’s: Mara braucht dringend eine neue Bleibe. Blackwood House wird zu einem Spottpreis verhökert. Der Grund: Hier hat ein Serienmörder gelebt. Neue Besitzer haben allesamt nach kürzester Zeit die Flucht ergriffen. Mara hat jeglichem Aberglauben abgeschworen. Also kauft sie Blackwood House, um daraus ein wohligs Zuhause zu machen…
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Auf der Suche nach Büchern aus dem Grusel-Genre, kommt man am Festa-Verlag nicht vorbei. Auch der Name Darcy Coates ist in meiner Buch-Bubble immer wieder aufgeploppt. Um mich nun endlich mal an das Genre heranzuwagen, habe ich direkt zu ihrem neusten Buch gegriffen. Das war für mich eine gute Entscheidung, denn „Geister in Blackwood House“ ist kein Schocker. Das hätte mich überfordert. Schließlich möchte ich mich erstmal herantasten und langsam herausfinden, wohin die Reise in diesem Genre für mich führen könnte.
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Zunächst ein Wort zur Aufmachung des Buches. Hut ab, lieber Festa-Verlag. Hier habt ihr euch etwas tolles einfallen lassen. Ein Buch in dieser Haptik, die ihr selbst als lederartig bezeichnet, stand bisher noch nicht bei mir im Regal. Und der Einband hält, was ihr versprecht: Das Buch ist nach dem Lesen noch wie neu. Außerdem gefällt mir auch eure Idee, das Buch als Rezensionsexemplar persönlich mit Namen zu stempeln. Das hat was. Die Covergestaltung ist spooky und erinnert an Schauergeschichten im alten Stil. So eine Geschichte in die Moderne verlegt, habe ich hier bekommen.
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Gleich zu Beginn habe ich gemerkt, dass ich den Schreibstil von Darcy Coates mag. Er ist eingänglich und bildhaft und hat mich sofort mitgenommen. Das Kopfkino ist angesprungen und es war beim Lesen tatsächlich, als würde ich einen Film anschauen. Weil ich zunächst nicht einschätzen konnte, was mich erwartet, habe ich es langsam angehen lassen und abends auch vorsichtshalber erst mal mit dem Lesen aufgehört. Ein Schaukelstuhl, der sich von selbst bewegt und Schritte auf dem Dachboden haben bei mir für Gänsehaut gesorgt. Wo soll das noch hinführen, habe ich mich gefragt. Es wird aber weniger extrem, als erwartet. Das Buch ist kein Horrortrip – auch wenn eine Film-Version spielend einen daraus machen könnte. Würde ich mir dann allerdings nicht angucken. In der vorliegenden Form war das Buch für mich aber gut lesbar. Es ist trotz Geistergeschichte fast schon bodenständig. Dazu tragen auch die Romance-Elemente in der Handlung bei. Mara und ihr Freund Neil sind noch recht frisch zusammen. Neil ist lieb, treuherzig und steht Mara in allen Belangen teilweise schon fast treudoof zur Seite. Jedenfalls angesichts der Tatsache, wie sie in zuweilen behandelt. Herrje, die Gute hat manchmal in Sekundenschnelle Wutausbrüche, die sich gewaschen haben und sie nicht gerade sympathisch machen. Aber gut, in ihrer Situation wäre ich vermutlich auch angespannt und hätte eine kurze Zündschnur. Ich konnte Mara also wiederum auch irgendwie verstehen. Wie sich die Geistergeschichte im Einzelnen entwickelt, müsst ihr natürlich selbst lesen. Alles weitere dazu wäre gespoilert und ihr könntet euch das Buch sparen. Ich möchte euch aber natürlich neugierig darauf machen.
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Mein Fazit: „Geister in Blackwood House“ hat mich auf jeden Fall ermutigt, mich im Grusel-Genre langsam weiter vorzutasten. Ich ahne, was da noch alles möglich ist und hier vergleichsweise massentauglich verpackt wurde. Für mich war es für den Einstieg nicht zu viel des Guten. Letztendlich kann ich sagen, dass ich sogar noch ein bisschen mehr Grusel und Gänsehaut abgekonnt hätte. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass Kenner des Genres hier vielleicht schon weniger auf ihre Kosten kommen. Mir als Neuling hat es aber gefallen.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Winter-Nordlicht

Nordlicht - Das kalte Grab
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Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Mord. 2019 hat meine Liebe zu Grenzfällen begonnen. Mit Band 1 der Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs. Jetzt war ich wieder mit dem dutsch-dänischen Ermittlerteam unterwegs. ...

Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Mord. 2019 hat meine Liebe zu Grenzfällen begonnen. Mit Band 1 der Nordlicht-Reihe von Anette Hinrichs. Jetzt war ich wieder mit dem dutsch-dänischen Ermittlerteam unterwegs. “Das kalte Grab” ist der sechste Fall für Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg.
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Darum geht’s: Doppelmord auf der dänischen Insel Als. Ist das deutsche Ehepaar Opfer eines Überfalls geworden? Eine weitere Leiche sorgt für eine unerwartete Wendung in dem Fall…
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Anette Hinrichs Nordlicht-Krimis gehören fest auf meinen Leseplan. Es ist für mich die beste Grenzfall-Reihe auf dem Markt. Auch diesmal bekomme ich wieder genau das, was diese Art von Krimi für mich ausmacht. Solide Ermittlungsarbeit mit viel Lokalkolorit und einem Schuss Privatleben der Protagonisten.
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Wie es in einem Krimi sein soll, steht der Fall im Mittelpunkt. Dazu werden die beiden Ermittler jeweils interessant weiterentwickelt. Im Fall von Rasmus endet das Buch diesmal sogar mit einem Cliffhanger, der mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung macht. Und auch in Bezug auf Vibeke bin ich gespannt, wie es weitergeht.
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Was die Krimis für mich so besonders macht, ist die Schilderung der örtlichen Gegebenheiten. Anette Hinrichs fängt auch diesmal wieder viel dänisches Flair ein. So scheinbar ganz nebenbei und leicht verständlich, bekomme ich etwas über Sehenswürdigkeiten und geschichtliche Hintergründe erklärt. Diesmal gibt es auch noch einen aktuelleren Zeitbezug, mit der Ankündigung der Abdankung von Königin Margrete an Silvester. Aber auch die dänische Vergangenheit spielt eine Rolle. Der Eiswinter 1978/79 wird sehr eindrücklich beschrieben. Überhaupt wird im Krimi viel Atmosphäre über Wetterbedingungen transportiert. Da schlägt man den Jackenkragen beim Lesen automatisch hoch und genießt die Wärme zuhause gleich viel intensiver.
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Mit gewohnt leichtgängiger Schreibe führt Anette Hinrichs mich durch diesen Fall. Die Ermittlungen sind spannend zu verfolgen. Im Verlauf ergeben sich Wendungen und Zusammenhänge, die ich so nicht vermutet habe. Die Auflösung hat sich dann zwar allmählich angebahnt, konnte mich letztendlich aber doch überraschen.
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Fazit: “Das kalte Grab” ist ein weiterer gelungener Nordlivht-Fall, in einer insgesamt sehr empfehlenswerten Reihe. Ich habe hier nichts auszusetzen. Absolute Leseempfehlung!

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