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Veröffentlicht am 23.04.2022

Unsympathische Charaktere und konstruierter Plot

Mach das Licht an
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Ich habe schon etliche begeisterte Rezensionen über dieses und andere Bücher von Sandy Mercier gelesen. Deshalb waren meine Erwartungen auch recht hoch.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch eher ...

Ich habe schon etliche begeisterte Rezensionen über dieses und andere Bücher von Sandy Mercier gelesen. Deshalb waren meine Erwartungen auch recht hoch.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch eher enttäuscht hat.

Ich bin mit den Protagonistinnen einfach nicht warm geworden. Vor allem die überwiegend schlecht gelaunte und zeternde Eva ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen. Zu Katharina konnte ich gar keine Verbindung aufbauen, so dass mir ihr Schicksal relativ egal war.

Spannung ist bei mir leider kaum aufgekommen.

Den Plot fand ich insgesamt recht konstruiert und wenig überzeugend.

Die Auflösung hätte ich mir eher im Freundeskreis vorgestellt - zumal ich die Verbindungen der Personen untereinander ganz interessant fand. Aber gerade dieses Zwischenmenschliche ist nur viel zu kurz und oberflächlich thematisiert worden. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Intensität gewünscht. Das hätte mir die Charaktere vielleicht greifbarer und sympathischer gemacht.

Positiv erwähnen kann ich immerhin den flüssigen und gut lesbaren Schreibstil. So habe ich das Buch wenigstens nicht abgebrochen ... und würde der Autorin mit einem anderen Buch durchaus noch eine 2. Lesechance geben.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Gute Elemente - Insgesamt durchwachsen

Unter meinem Bett
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Zum Buch: Emma hat in der Vergangenheit schon viel erleiden müssen. Gerade ist sie dabei, das zu verarbeiten und zu überwinden, als ein irrer Stalker in ihr Leben tritt... . Es war mein zweiter Leseversuch ...

Zum Buch: Emma hat in der Vergangenheit schon viel erleiden müssen. Gerade ist sie dabei, das zu verarbeiten und zu überwinden, als ein irrer Stalker in ihr Leben tritt... . Es war mein zweiter Leseversuch mit einem Buch von Sandy Mercier. Und leider muss ich sagen, dass es mich wieder nicht überzeugt hat. Warum? Das hat verschiedene Gründe. Ich versuche es mal zu erklären...

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Wir haben das Buch in der Leserunde in 5 Abschnitten gelesen. Jeden davon habe ich anders empfunden. Teil 1: Eine Einführung mit vielen Bezügen und Spoilern auf das Vorgängerbuch "Die Todesküsserin" - und zwar weil Charaktere aus diesem Buch in "Unter meinem Bett" wieder auftauchen. Teil 2: Der für meinen Geschmack beste Teil, weil Charaktere sehr intensiv eingefangen und entwickelt werden. Teil 3: Der richtig harte Stalker-Teil. Teil 4: Emmas Entführung. Und Teil 5: Einfach nur noch zum Ende kommen. Das Buch hat sich mir letztendlich nicht als Einheit präsentiert. . Gleich zu Beginn der Leserunde wurde viel über die teilweise derbe und sexuell geprägte Sprache diskutiert. Das ist auch nicht mein Stil - passt aber zum Inhalt. Oder wie soll ein irrer Stalker sonst denken und sprechen? Allerdings konnte ich weder zum Opfer noch zur Täterfigur eine Verbindung aufbauen. Traurig aber wahr: Emmas Schicksal hat mich nicht gepackt. Ich bin wohl bei aller körperlichen und seelischen Brutalität automatisch emotional zu sehr auf Abstand gegangen. Der Täter hat mich mit seinen Stimmungsschwankungen zwischen "Engelchen" und "Schlampe" nur genervt. Auch wenn das wahrscheinlich ein realistisches Profil ist. Mein persönlicher Lichtblick im Buch war Sabine. Eigentlich eine typische Hassfigur, die aber eine tolle Entwicklung durchmacht. . Fazit: "Unter meinem Bett" ist definitiv gut lesbar geschrieben. Die Story hat mich in ihrem ganzen Ausmaß aber nicht erreicht und mitgerissen.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Eine Perle im Thrillergenre

Die Kinder von Beara
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Auf der irischen Halbinsel Beara legt der Regen die Leiche eines Mannes frei. Unter dem Toten finden die Ermittler Knochen. Viele Knochen. Knochen von Kindern, die vor Jahren verscharrt wurden. Eine Angehörige ...

Auf der irischen Halbinsel Beara legt der Regen die Leiche eines Mannes frei. Unter dem Toten finden die Ermittler Knochen. Viele Knochen. Knochen von Kindern, die vor Jahren verscharrt wurden. Eine Angehörige verlangt nach der Berliner Anwältin Anna Schwarz...

Das Buch hat mich ins raue und mystische Irland entführt. Ariana Lambert hat es geschafft, mir die Schauplätze so anschaulich zu machen, dass ich den beißenden Wind und den Regen beinahe wirklich spüren konnte. Auch die Personen haben mich in ihren Bann gezogen. Der Tote: ein Unsympath, der mit mehreren Frauen auf einem abgeschiedenen Hof gelebt hat. Anwältin Anna Schwarz trifft vor Ort ausgerechnet auf den Garda Benjamin Black. Mit ihm verbindet sie eine unschöne, ein Jahr zurückliegende Geschichte und deshalb viele negative Gefühle. Aber auch positive. Und die sorgen dafür, dass beide trotz aller Spannungen ein tolles Team abgeben.

Die Geschichte ist klar und flüssig erzählt. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Vor allem die Ermittlungen auf dem Hof, die schweigsamen Frauen, ihr Verhalten und ihre Beweggründe haben mich gefesselt. Die ganze Story mit ihren Entwicklungen und dem fulminanten Schluss wirken über das Zuschlagen des Buches hinaus nach.

"Die Kinder von Beara" ist die Fortsetzung des Dublin-Krimis "Verrat". Es gibt immer wieder Bezüge und Erklärungen zur Vorgeschichte. So konnte ich einiges für die Story wichtige auch ohne Vorkenntnisse verstehen - obwohl mir zu diesem Handlungsstrang dadurch der emotionale Bezug gefehlt hat. Das fand ich persönlich etwas schade. Generell lässt sich "Die Kinder von Beara" aber auch einzeln gut lesen und bekommt eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Showdown in der Weihnachtszeit

Eiskalte Provence
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Kurz vor Weihnachten erschüttert ein grausiger Mord den malerischen Ort Carpentras in der Provence. Eine Wandergruppe findet in einer kleinen Hütte die Leiche einer jungen Frau – drapiert in einem Brautkleid. ...

Kurz vor Weihnachten erschüttert ein grausiger Mord den malerischen Ort Carpentras in der Provence. Eine Wandergruppe findet in einer kleinen Hütte die Leiche einer jungen Frau – drapiert in einem Brautkleid. Ex-Commissaire Albin Leclerc meldet sich aus dem Ruhestand zurück. Er schaltet sich als Berater der Polizei in den Fall ein und findet heraus, dass es hier um viel, viel Größeres geht…

„Eiskalte Provence“ ist der 6. Fall für Albin Leclerc. Bisher kannte ich die Roman-Reihe nicht. Aber sie ist es wert, entdeckt zu werden.

Albin als Hauptfigur hat es mir vom Fleck weg angetan. Der Ruhestand ist nichts für den ex-Commisaire. Natürlich muss er seine Nase in die Ermittlungen stecken. Er kann gar nicht anders. Leclerc ist ein echter Weihnachts-Grinch. Eine ärztliche Untersuchung bereitet ihm Sorgen. Und mit seinem Mops Tyson führt er herrlich-kauzige Gespräche.

Der ganze Krimi ist einfach toll. Flüssig schreibt sich Autor Pierre Lagrange durch die Story. Der Mord wird aufgeklärt. Die Polizei will den Fall eigentlich zu den Akten legen. Aber Albin Leclerc wittert mehr dahinter. Er kommt einer Sekte auf die Spur, lässt nicht locker, schleicht sich Undercover in die Höhle des Löwen und wird im Alleingang zum Retter beim großen Showdown, der wirklich filmreif ist.

Fazit: Krimis, die in Frankreich spielen, kommen für meinen Geschmack oft etwas trocken, spröde und steif daher. Das ist hier anders. Dafür sorgt die Ermittlerfigur des Albin Leclerc – ein charmanter, eigensinniger Grantler, den man einfach lieb haben muss. Zum Schluss taut der Grinch natürlich auch noch auf und es gibt ein richtig schönes Weihnachts-Happyend. Vielleicht etwas over the top, aber trotzdem schön - gerade in der Vorweihnachtszeit. Insgesamt eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Hintergründige Spannung bis zum Herzschlagfinale

Franzi
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Caro leidet unter Gesichtsblindheit. Eine Wahrnehmungsstörung, die es ihr schwer macht, Personen wiederzuerkennen. Ihr Freund Felix unterstützt sie liebevoll. Caro avanciert zur Schriftstellerin. Als sie ...

Caro leidet unter Gesichtsblindheit. Eine Wahrnehmungsstörung, die es ihr schwer macht, Personen wiederzuerkennen. Ihr Freund Felix unterstützt sie liebevoll. Caro avanciert zur Schriftstellerin. Als sie ihr erstes Buch herausbringt, tritt Franzi als Fan in ihr Leben - und wird zur Freundin. Aber kann Caro ihr wirklich blind vertrauen?

Die Geschichte spielt sich in schnellem Wechsel auf zwei Zeitebenen ab. "Heute" und "Vor sieben Jahren". Wo ist die Verbindung? Das wird Peu a Peu zusammengeführt - bis zum finalen WOW-Moment des Buches. Es gibt zwei Schlussvarianten. Der Leser hat die Wahl, welchen Weg Caro geht und entscheidet sich damit für eins von zwei möglichen Enden.

Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die Bücher von Nadine Teuber sind. Man kann kann sie nicht vergleichen. Jedes ist anders. Jedes steht für sich. In "Franzi" baut sich durch die Erzählweise auf zwei Ebenen eine hintergründige Spannung auf. Scheinbar passiert gar nicht viel ... bis letztendlich der Zusammenhang klar wird und alles einen Sinn ergibt. Der Kniff mit dem alternativen Ende ist dann ein echtes Herzschlagfinale. Vor allem, weil man natürlich hinterher doch noch liest, welchen Weg man eben nicht gegangen ist. Das ist aufwühlend und hinterlässt noch mal einen ganz besonderen Eindruck. "Franzi" sollte man sich deshalb definitiv nicht entgehen lassen!

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