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Veröffentlicht am 23.04.2022

Ross' Anleitung zum Glücklichsein

Gute Laune glänzt und glitzert
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Ich freue mich immer besonders, wenn ich hier bei Leserunden auch mal Bücher kennenlerne, die ich mir wahrscheinlich eher nicht selbst kaufen würde. So ein Buch ist "Gute Laune glänzt und glitzert" von ...

Ich freue mich immer besonders, wenn ich hier bei Leserunden auch mal Bücher kennenlerne, die ich mir wahrscheinlich eher nicht selbst kaufen würde. So ein Buch ist "Gute Laune glänzt und glitzert" von Ross Antony. Das Buch hat mich nicht komplett überzeugt - aber insgesamt betrachtet hat es mir doch ganz gut gefallen.

Ross Antony legt hier eine Mischung aus Ratgeber und Biografie vor. Wobei mir der Ratgeber-Anteil weniger gefallen hat. Gerade den Einstieg fand ich mit teilweise wissenschaftlichen Betrachtungen eigentlich recht untypisch für Ross. Da war ich schon etwas gefrustet. Zum Glück hat das Buch dann aber noch eine andere Richtung eingeschlagen.

Im autobiografischen Teil des Buches - der dann Gott sei Dank überwiegt - wird es sehr interessant. Ross erzählt von teilweise schweren Schicksalsschlägen. Bewundernswert, wie er später mit dem eigenen Misshandlungs-Schicksal und seinen Peinigern umgegangen ist. Gefallen haben mir auch die durchaus positiven Momente, die er dem Tod seines Hundes und seines Vaters abgewinnen kann. Da ist man einerseits tief berührt und möchte andererseits lauthals lachen. Herrlich!

Ich habe auch einiges erfahren, was ich nicht über Ross wusste. Das er und sein Mann Paul Kinder haben, ist total an mir vorbeigegangen. Wie beide bei aller Öffentlichkeit für ihr Privatleben einstehen ist schon toll. Überhaupt erscheint mir die Beziehung der beiden trotz oder gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit doch sehr harmonisch. Ich wünsche ihnen definitiv, dass es so bleibt.

Das Buch endet nochmal mit einem Corona-Kapitel und einer Art Zusammenfassung in Form von 30 Fragen an Ross, deren Antworten man aber im Buch schon erfahren hat.

Fazit: Das Buch gewinnt durch seinen starken Mittelteil. Die autobiografischen Erzählungen sind interessant. Da habe ich zu 100% Ross gespürt. Die Ratgeber-Elemente waren mir dagegen zu unpersönlich, teilweise mit erhobenem Zeigefinger und zu eindimensional geschildert. Also: Ein gutes Buch mit ein paar Schwächen. Insgesamt habe ich es aber lesenswert und habe viele interessante Einblicke in Ross Gedanken- und Gefühlswelt bekommen.


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Veröffentlicht am 23.04.2022

Klassische und unterhaltsame Krimikost

Beanstock - Mord auf Parsley Manor (1. Buch)
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Endlich bin ich dazu gekommen, mal in die Beanstock-Reihe einzusteigen. Da bekomme ich gleich drei Dinge auf einmal: Cosy Crime in Agatha Christie-Manier mit Downton Abbey-Ambiente.
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Hier geht es auf ...

Endlich bin ich dazu gekommen, mal in die Beanstock-Reihe einzusteigen. Da bekomme ich gleich drei Dinge auf einmal: Cosy Crime in Agatha Christie-Manier mit Downton Abbey-Ambiente.
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Hier geht es auf den Stammsitz der Baronets Parsley. Ihnen steht besonderer Besuch ins Haus. Ein Empfang wird vorbereitet. Aber alles läuft anders als erwartet. Letztendlich gibt es eine Leiche.
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Hauptfigur der Reihe ist Butler Arthur Reginald Beanstock. Er ist seines Zeichens Dreh- und Angelpunkt im Haushalt seiner Herrschaft. Außerdem ist Beanstock noch leidenschaftlicher Krimileser. Selbstverständlich ermittelt er auf eigene Faust, als die örtliche Polizei doch etwas überfordert zu sein scheint. Butler Beanstock ist einfach herrlich. Ich mag es ja, wenn das Personal in solchen Geschichten vornehmer ist, als die adeligen Arbeitgeber. Allerdings mochte ich auch den eher lauten, derben und polterigen Baron Parsley besonders gerne.
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Die Stimme von Hörbuch-Sprecher Omid-Paul Eftekhari fand ich angenehm. Unaufgeregt, aber nicht ermüdend. Stilvoll wird hier die angebrachte Noblesse verströmt. Auch wenn ich zwischendurch über ein paar Intonationen gestolpert bin - insgesamt konnte ich hier echt gut zuhören und folgen.
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Fazit: Ein Krimi in historischer Atmosphäre und vornehmem Ambiente. Das Genre wird hier nicht neu erfunden. Die Autorin bedient meiner Meinung nach genau das, was man erwarten darf. Das sorgt zwar nicht für den großen Wow-Effekt, aber für angenehme Unterhaltung. Parsley Manor und seinen Bewohnern statte ich bestimmt mal wieder einen Besuch ab.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Vampir-Fantasy, bei der ich eindeutig das Hörbuch bevorzuge

Crush
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Das Hörbuch zu „Crush“ ist 23 Stunden lang. Was für ein Brett! Ganz ehrlich: Den Roman mit >700 bibel-dünnen Seiten hätte ich nie gelesen. Vampir-Fantasy-Lovestorys sind insgesamt nicht so meins. Den ersten ...

Das Hörbuch zu „Crush“ ist 23 Stunden lang. Was für ein Brett! Ganz ehrlich: Den Roman mit >700 bibel-dünnen Seiten hätte ich nie gelesen. Vampir-Fantasy-Lovestorys sind insgesamt nicht so meins. Den ersten Teil „Crave“ hatte ich – ebenfalls als Hörbuch – auch nur angefangen, weil ich den Klappentext nicht richtig gelesen hatte. Und dann hat Sprecherin Diana Gantner mich so begeistert, dass ich einfach drangeblieben bin – und sogar die Fortsetzung hören wollte.

Diana Gantner höre ich so gerne zu, dass ich schlichtweg über alle Genre-Animositäten hinweghören kann. Bei „Crush“ hat sie mich mit ihrer tollen Interpretation der Geschichte, sofort wieder hineingezogen und mitgerissen. Und diesmal hat sie es sogar geschafft, mich noch mehr zu begeistern. In „Crush“ beherbergt Protagonistin Grace eine zweite Person in ihrem Körper. Mit dieser führt sie innere Dialoge voller Humor und Sarkasmus. Und vor allem: mit einem herrlichen british accent!

Die männliche Sprecher-Stimme taucht auch in „Crush“ erst wieder zum Schluss der Geschichte auf. Als ich gelesen habe, dass diesmal nicht Marios Gavrilis als Sprecher mit von der Partie ist, war ich erst enttäuscht. Aber das hat Hand und Fuß. In Band 2 gehört der Part aus der anderen Perspektive nämlich gar nicht zu Jaxon - sondern zu Hudson. Und dem gibt Matthias Hoff seine Stimme. Er muss allerdings gegen die geniale Hudson-Interpretation von Diana Gantner im Großteil des Hörbuchs ansprechen. Diese Aufgabe ist etwas undankbar. Bitte, wo ist plötzlich der british accent hin? Aber nichtsdestotrotz ist die Stimme stark. Und der Perspektivwechsel gibt der Story nochmal einen anderen Dreh – wie man es schon aus „Crave“ kennt.

Fazit: Große Kunst, wenn eine Sprecherin es schafft, einen beim Zuhören – noch dazu eines ungeliebten Genres – so bei der Stange zu halten. Kompliment an Diana Gantner. Wirklich eine grandiose Arbeit. Das Buch hätte ich nie im Leben durchgezogen. Dem Hörbuch verdient aufgrund der herausragenden Sprecher-Leistung aber die volle Punktzahl. Teil 3 kann kommen!


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Veröffentlicht am 23.04.2022

Psychologisch ausgefeilt und sehr wendungsreich

Das Klagen der Möwen
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"Das Klagen der Möwen" ist der mittlerweile 26. Thriller von Daniela Arnold. Diesmal geht es wieder nach Sylt.

Der brutale Mord eines jungen Mädchens erschüttert die Sylter. Marie und Carsten hatten das ...

"Das Klagen der Möwen" ist der mittlerweile 26. Thriller von Daniela Arnold. Diesmal geht es wieder nach Sylt.

Der brutale Mord eines jungen Mädchens erschüttert die Sylter. Marie und Carsten hatten das Opfer als Babysitter für ihren Sohn Theo engagiert. Schnell gerät Carsten unter Mordverdacht. Eine regelrechte Hetzjagd beginnt. Aber Marie glaubt an ihren Mann und kämpft, damit die Wahrheit ans Licht kommt.

Wie alle Thriller von Daniela Arnold ist auch dieser hier wieder gelungen. Die Autorin überzeugt einmal mehr mit flüssiger Schreibe und einem durchdachten Plot. Die Kapitel erzählen im Wechsel aus der Sicht von Marie sowie von Ermittlerin Rieke, was gut Spannung aufbaut.

Der Thriller zieht den Leser in einen Strudel alptraumhafter Erlebnisse. Im Verlauf der Handlung offenbaren sich immer neue Details in dem Fall. Wendung folgt auf Wendung. Gerade gegen Ende geht es dermaßen Schlag auf Schlag, dass fast keine Verschnaufpause bleibt. Die Story setzt bis zum Schluss immer noch eine Überraschung drauf. Ganz schön viel, was man da verarbeiten muss. Irgendwann habe ich gedacht: Okay, jetzt wird es mit den Twists aber übertrieben. Der Plot ist aber durch und durch psychologisch ausgefeilt und alles wird letztendlich schlüssig aufgelöst, so dass ich über fieses etwas too much mal hinwegsehe.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Dynamisch und spannend

ANvisiert
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Auf Gran Canaria werden zwei Jugendliche tot aus dem Meer geborgen. Selbstmord? Oder steckt etwas anderes dahinter? Eine besorgte Mutter schaltet die Privatermittler Sven und Jenny ein. Und schon verschwindet ...

Auf Gran Canaria werden zwei Jugendliche tot aus dem Meer geborgen. Selbstmord? Oder steckt etwas anderes dahinter? Eine besorgte Mutter schaltet die Privatermittler Sven und Jenny ein. Und schon verschwindet der nächste Junge...

Kurze Kapitel. Schnelle Perspektiv- und Zeitenwechsel. Da muss man sich erst mal kurz orientieren ... aber das geht recht zügig. Und schon bin ich als Leser atemlos von Seite zu Seite geflogen.

Die Story hat vom Anfang bis zum Ende eine unglaubliche Dynamik. Mal wird aus der Sicht der Detektive erzählt, mal aus der Sicht der Opfer, mal aus der des Täters. Mal ist man in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit. So ein Mischmasch glückt nicht immer ... hier ist es aber gelungen. Es gibt keine Verwirrung, sondern spannungsreiche Abwechslung. Hinzu kommt der flüssige und sehr gut lesbare Schreibstil der Autorin. Drea Summer leitet den Leser durch eine Geschichte, die immer größere Ausmaße annimmt. Bis zum Finale gibt es für den Leser keine Atempause.

Fazit: Wieder mal eine Reihe, in die ich erst verspätet mit Band 3 eingestiegen bin. Das war aber gar kein Problem. Das Buch ist super geschrieben, hat eine spannende Story und spielt vor toller Kulisse. Von mir auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung.

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