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Veröffentlicht am 07.02.2026

Geheimnisse & Illusionen

Illusion – A Lie Worth Believing
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Mit ILLUSION – A LIE WORTH BELIEVING beginnt Janine Ukena ihre neue NA- Suspense-Dilogie. Der Klappentext konnte mich nicht ganz so überzeugen. Aber weil ich die Sylt-Reihe der Autorin sehr mochte und ...

Mit ILLUSION – A LIE WORTH BELIEVING beginnt Janine Ukena ihre neue NA- Suspense-Dilogie. Der Klappentext konnte mich nicht ganz so überzeugen. Aber weil ich die Sylt-Reihe der Autorin sehr mochte und deren zweiter Band sogar ein Highlight für mich war, wollte ich ILLUSION dann doch eine Chance geben.
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Darum geht’s: Stella wird von dem Illusionisten Levin als Sängerin in seiner spektakulären Las Vegas-Show angeheuert. Stellas Vorgängerin ist auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Ehe Stella sich versieht, steckt sie mittendrin in undurchschaubaren Geheimnissen.
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Zunächst mal ist das Buch wunderschön gestaltet. Cover und Farbschnitt sind ein Hingucker und auch im Inneren setzt sich der ansprechende Eindruck mit liebevollen Details fort. Schon allein mit ihrer Widmung konnte Janine Ukena mich einfangen. Und so ging es weiter. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und habe ich mich hier direkt wieder in Worten und Sätzen verloren. Schnell war klar, dass ich dieses Buch nicht einfach nur im Schnelldurchlauf hinter mich bringen, sondern es ganz bewusst und gerne auch etwas länger genießen will. Genau das war vielleicht ein kleiner Fehler meinerseits, denn ich bin momentan in einer Phase, in der Bücher mich verlieren, wenn ich über einen gewissen Zeitraum hinaus in ihnen stecke. ILLUSION hat mich dann zwar nicht verloren, aber im Verlauf doch etwas von der anfänglichen Faszination eingebüßt. Aber, wie gesagt, das schreibe ich eher mir selbst als dem Buch zu.
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Schnell habe ich im Buch einen gewissen Crush auf Levin entwickelt, wodurch ich Stellas Empfindungen absolut nachvollziehen konnte. Hier war es mal wieder so, dass ich eine andere Buchfigur bzw. den dazugehörigen Schauspieler ständig vor Augen hatte. Das hat Levin für mich zum absoluten Schmachtobjekt gemacht. Passend dazu beinhaltet die Story viel Romance – angereichert durch Geheimnisse, Spannungselemente und Twists. Das Feeling der Show und Bühnen-Performance hätte meiner Meinung nach noch mehr rüberkommen können. Aber insgesamt habe ich die Geschichte gerne verfolgt und bin nach dem Cliffhanger neugierig auf die Fortsetzung, die im Mai erscheint.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Puh!

Das Signal
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Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für ...

Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für mich … tja, leider überraschend langweilig.
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Darum geht’s: Viola verliert bei einem Unfall ein Bein. Sie ist daraufhin erstmal gefangen im eigenen Haus und hat mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Sie misstraut ihrer Pflegerin und zunehmend auch ihrem Mann. Viola beginnt Adam zu tracken…
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Ursula Poznanski setzt in ihren Thrillern auf Themen, die am Nabel der Zeit sind. Vergleichbar mit Strobel. Der hat mich in den letzten Jahren allerdings immer mehr verloren. Und dieses Schicksal erleidet jetzt wohl leider auch Ursula Poznanski. Auch ihr will es bisher einfach nicht gelingen mich mit der Herangehensweise an Themen wie KI und GPS-Tracking zu begeistern.
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Was ich Ursula Poznanski nicht absprechen kann und will, ist ihr guter und flüssig zu lesender Schreibstil. Aber darüber hinaus hat mich DAS SIGNAL einfach Null erreicht. Das digitale Katz-und-Maus-Spiel hat auf mich wenig prickelnd gewirkt. Die einbeinige Protagonistin Viola fand ich zu Beginn noch recht interessant, weil einfach mal anders. Aber irgendwie hat sie mich dann mit ihrem insgesamt sehr unterkühlt wirkenden Denken und Handeln überhaupt nicht mitgenommen.
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Für mich war DAS SIGNAL nicht das, was versprochen wurde - weder ein Domestic Noir-Psychothriller vom Feinsten noch ein Technologie-Thriller, der mir vor Spannung den Atem raubt. Auf beiden Ebenen ist nicht viel bei mir angekommen. Ursula Poznanski kann es wirklich besser. Ihre sich stetig steigernde Krimi-Trilogie um die Wiener Mordkommission (STILLE BLUTET, BÖSES LICHT & TEUFELSTANZ) mochte ich zum Beispiel gerne. Die Hoffnung, dass mich also auch ein Stand Alone von ihr begeistern kann, stirbt zuletzt…

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Klufti geht immer (noch)

Lückenbüßer
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LÜCKENBÜßER ist der 13. Band aus der Kluftinger-Krimireihe von Klüpfel/Kobr. Die Reihe verfolge ich von Anfang an – und habe immer noch viel Spaß an ihr. Trotzdem musste dieser Fall stolze eineinhalb Jahren ...

LÜCKENBÜßER ist der 13. Band aus der Kluftinger-Krimireihe von Klüpfel/Kobr. Die Reihe verfolge ich von Anfang an – und habe immer noch viel Spaß an ihr. Trotzdem musste dieser Fall stolze eineinhalb Jahren warten, bis er von mir gelesen wurde. Aber jetzt war es endlich soweit.
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Diesmal geht Kluftinger unter die Politiker und kandidiert für den Gemeinderat – genauso wie sein Intimfeind (oder doch Freund?) Martin Langhammer. Gleichzeitig hat Kluftinger es mit dem Tod eines Kollegen zu tun, der während einer Übung in den Bergen ums Leben gekommen ist…
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Was mag ich nun an den Kluftinger-Krimis? Vor allem den Humor. Und genau von dem habe ich hier wieder jede Menge geliefert bekommen. Ich habe während des Lesens so oft lauthals gelacht. Klufti manövriert sich einmal mehr in unzählige saukomische Situationen… und der Spaß, den es machen muss, sich diese Szenen auszudenken, sprüht aus jedem Wort, dass das Autorengespann hier zu Papier gebracht hat.
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Die Ermittlungen in dem Kriminalfall habe ich auch wieder gerne verfolgt – auch, wenn dieser Handlungsstrang gefühlt nicht mehr als eine nette Zugabe war. Ich könnte tatsächlich auch einen Kluftinger-Krimi nur mit den bekannten Personen und launigen Geschehnissen rund um sie lesen, ohne einen Kriminalfall zu vermissen. Nichtsdestotrotz liefern Klüpfel/Kobr immer ein stimmiges Gesamtpaket. Und auch in der 13. Runde steht am Ende die Erkenntnis, dass der Klufti mir immer noch jede Menge Spaß macht, auch wenn ich ihn und seine Verhaltensweisen mittlerweile in- und auswendig kenne. Der Wiedererkennungswert macht in solchen Reihen ja irgendwie gerade den Reiz aus. Deshalb freue ich mich, dass die Autoren trotz ihrer jeweiligen Einzelprojekte hier nach wie vor an einem Strang ziehen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Humorvolle Krimi-Unterhaltung

Prost, auf die Fischer
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Mit PROST, AUF DIE FISCHER geht eine meiner liebsten Krimireihen mittlerweile in die 12. Runde. Wenn alle Stricke reißen, ist ein Buch von Friedrich Kalpenstein immer eine sichere Bank was den Unterhaltungsfaktor ...

Mit PROST, AUF DIE FISCHER geht eine meiner liebsten Krimireihen mittlerweile in die 12. Runde. Wenn alle Stricke reißen, ist ein Buch von Friedrich Kalpenstein immer eine sichere Bank was den Unterhaltungsfaktor und die Kurzweiligkeit angeht.
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Ich war also ein weiteres Mal in Brunngries unterwegs. Diesmal habe ich das Ermittlerteam zu Beginn auf einem Betriebsausflug begleitet. Dabei kommt es, wie es kommen muss: Tischler, Fink & Co finden eine Leiche. Der Fischer Halrald Lorenz wird tot aus dem Frillensee gezogen…
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Mit großem Spaß habe ich einmal mehr die überaus launigen Ermittlungen verfolgt. Der Fall ist spannend und das ganze Drumherum wieder absolut göttlich. Ob private Entwicklungen bei den Protagonisten, Nebenhandlungen rund um andere liebgewonnene Charaktere oder sonst noch eingestreute kurze Episoden… Auch dieser Abstecher nach Brunngries hat sich wieder gelohnt. Mit seinem neuen Provinzkrimi setzt Friedrich Kalpenstein die Reihe in gewohnter Qualität fort. Hier bekomme ich einfach immer das, was ich erwarte. Ich mag die lockere Schreibweise des Autors. Und auch auf die Charaktere ist immer wieder Verlass. Ich liebe einfach jeden Brunngrieser mit seinen ganz persönlichen Eigenheiten.
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Fazit: Das war wieder eine herrlich entspannende Auszeit. Und wie immer gilt auch diesmal wieder: Ich freue mich schon auf die nächsten Ermittlungen in Brunngries!

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Gelungener Nachschlag

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Mit DER BOSS hat der Heyne Verlag zügig den Nachschlag zu Iliana Xanders Thriller-Debüt LOVE, MOM herausgebracht. Dass die Optik des Buches gegenüber der ursprünglichen Ankündigung verändert wurde, hat ...

Mit DER BOSS hat der Heyne Verlag zügig den Nachschlag zu Iliana Xanders Thriller-Debüt LOVE, MOM herausgebracht. Dass die Optik des Buches gegenüber der ursprünglichen Ankündigung verändert wurde, hat mich zwar enttäuscht, aber inhaltlich hat Iliana Xander mir genau das gegeben, was ich erwartet habe. DER BOSS ist ein Thriller, der sich einfach und schnell runterlesen lässt. Er ist wie ein netter Kinoabend inmitten des alltäglichen Wahnsinns – nur eben in Buchform. Angenehme Berieselung und gute Unterhaltung, ohne die grauen Gehirnzellen überzustrapazieren.
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Ich für meinen Teil kann sagen: DER BOSS ist gut. Nicht überragend. Aber Iliana Xander hat hier absolut mein aktuelles Lesebedürfnis bedient. Hey, das schmale Büchlein umfasst gerade mal 332 Seiten, wovon man aufgrund des Drucks getrost nochmal ein paar Seiten abziehen kann. Das lässt sich also wirklich mit einem 90-minütigen Film vergleichen – und von dem erwarte ich mir nun mal einen knackig-simplen Zwischendurch-Genuss und keine epische Tiefe. Und genau so verhält es sich auch mit DER BOSS. Es geht zackig rein in die Geschichte. Geschenkt, dass da gefühlt doch sehr der Zufall herhalten muss, um die Story ans Laufen zu kriegen. Geschenkt auch, dass ich hier keinen besonders vielschichtig ausgearbeiteten Handlungsverlauf präsentiert bekomme, sondern einfach einen Speedy Gonzales-Read, der mir persönlich viel Spaß gemacht hat.
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Mit DER BOSS verfestigt sich bei mir der Vergleich von Iliana Xander mit Freida McFadden. Die Bücher haben den gleichen Vibe und sind in meinen Augen auch vom Anspruch her durchaus vergleichbar. Der inflationäre Gebrauch des Wortes Schätzchen in DER BOSS, hat mich an die Schildkröten-Thematik in McFaddens Thriller DIE KOLLEGIN erinnert. Aber, wie gesagt, wenn ich ein Buch einfach mit Freude in Null Komma Nix durchlese, kann ich über vieles hinwegsehen. Klar, könnten Geschichte und Charaktere ausgefeilter sein, mehr Tiefe und einen größeren Anspruch haben… aber, so what? Das ist mir in diesem Fall sowas von egal.
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Fazit: DER BOSS ist ein sehr kurzweiliger Thriller. Er ist sicherlich kein literarischer Knaller. Aber hier die Negativ-Keule zu schwingen wäre zumindest aus meiner Sicht hochgradig ungerecht. Iliana Xander hat mich sehr gut unterhalten. Das war’s. Danke dafür!

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