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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2025

Sympathisch und informativ

Hirngespinste (SPIEGEL-Bestseller)
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Viele Frauen finden erst im Erwachsenenalter heraus, dass sie ADHS haben. Dazu gehört auch die Autorin Lisa Vogel. Sie klärt vor allem auf Instagram darüber auf, was ADHS für ihren Alltag bedeutet. Dort ...

Viele Frauen finden erst im Erwachsenenalter heraus, dass sie ADHS haben. Dazu gehört auch die Autorin Lisa Vogel. Sie klärt vor allem auf Instagram darüber auf, was ADHS für ihren Alltag bedeutet. Dort habe ich sie auch zum ersten Mal gefunden. Sie ist sympathisch, lustig und ehrlich. Daher war ich auch auf ihr Buch gespannt.
Im Grunde ist es eine gute Zusammenfassung ihres Contents auf der Social Media Plattform. Lisa beschreibt ihren Weg zur Diagnose, was die Bestätigung der Störung für sie bedeutet hat und wie sie seitdem ihren Alltag erlebt. Auch im Buch kann sie das sympathisch schildern.
Neben den persönlichen Erfahrungen besteht Hirngespinste auch aus einem guten Überblick über die Fakten. Lisa beschreibt, was genau ADHS ist, wie es sich auf das Leben der Betroffenen auswirkt und welche Strategien möglich sind.
Insgesamt ist das Buch ein guter Überblick über die Fakten und ein persönlicher Erfahrungsbericht. Dabei ist alles gut verständlich geschrieben und sehr sympathisch. Eine echte Empfehlung für alle, die mehr über die angebliche Modediagnose ADHS wissen wollen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Wenn zwei schottische Schauspieler Neuseeland bereisen, wird es sehr lustig

Clanlands in Neuseeland
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Sam Heughan und Graham McTavish sind zwei schottische Schauspieler, die sich am Set der Serie Outlander kennenlernten und zu guten Freunden wurden. Neben ihren Gemeinsamkeiten sind sie aber auch ziemlich ...

Sam Heughan und Graham McTavish sind zwei schottische Schauspieler, die sich am Set der Serie Outlander kennenlernten und zu guten Freunden wurden. Neben ihren Gemeinsamkeiten sind sie aber auch ziemlich unterschiedlich und der Adrenalinjunkie Sam nimmt Graham auf wilde Abenteuer mit, die dieser mit viel Fluchen und gelegentlicher Panik übersteht. Clanlands in Neuseeland zeigt die zweite Tour, die die beiden unternehmen. Die erste fand in Schottland statt. Beides wurde auch als Serie mit dem Namen „Men in kilts“ umgesetzt.
Vor dem Lesen von Clanlands in New York habe ich weder die Serie gesehen noch das erste Buch gelesen. Das macht aber nichts, weil es inhaltlich kaum zusammenhängt. Im Buch wechseln sich Sam und Graham mit der Erzählung der Ereignisse ab. Oft schildern sie nacheinander ihre Sicht derselben Situationen. In den Textabschnitten kommen immer mal wieder kleine Einwürfe des jeweils anderen Schauspielers vor. Ich habe super oft gelacht, weil die Dynamik der beiden so gut durchkam. Sie necken sich immer wieder gegenseitig. Darüber hinaus streuen sie immer wieder Anspielungen auf Outlander und Der Herr der Ringe ein.
Die Mutproben umfassen viele unterschiedliche Dinge. Sam und Graham besuchen unter anderem extreme Seilrutschen und Schaukeln, fliegen in einem Helikopter und tauchen in einem Haikäfig. Dabei bereisen sie viele Regionen Neuseelands.
Neben den persönlichen Schilderungen der Mutproben, bekommen wir auch Nacherzählungen wichtiger Ereignisse aus Neuseelands Geschichte. Damit konnte ich als Leser dieses vielfältige Land kennenlernen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt ist Clanlands in Neuseeland ein lustiges und leicht zu lesendes Buch. Ich werde mir auf jeden Fall auch die Serie ansehen und ich möchte auch das erste Buch noch lesen.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Eine abenteuerliche und tragische Geschichte um das Geheimnis eines Sommers in Sizilien

Der dunkle Sommer
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Im Herzen von Der dunkle Sommer steht das fiktive Geisterdorf Botigalli in Sizilien. Hier treffen wir verschiedene Personen. Tilda will ihre Vergangenheit hinter sich lassen und in einem alten Haus Ruhe ...

Im Herzen von Der dunkle Sommer steht das fiktive Geisterdorf Botigalli in Sizilien. Hier treffen wir verschiedene Personen. Tilda will ihre Vergangenheit hinter sich lassen und in einem alten Haus Ruhe Frieden und einen Neuanfang finden. Enzo will das Geheimnis von Botigalli aufdecken. Silvio will als letzter Überlebender seine Geschichte erzählen, aber auch seine letzten Jahre in Ruhe verleben. Und in der Vergangenheit treffen wir auf die junge Franka, die in der männerdominierten Gesellschaft der 80er erwachsen wird.
Im Laufe der Zeit lernen wir, wie die einzelnen Charaktere und ihre Erfahrungen zusammenhängen. Dabei tun sich tiefe Abgründe auf. Viele drehen sich um einen Sommer, der auch als dunkler Sommer bezeichnet wird.
Die Geschichte hat mich immer mehr in Beschlag genommen. Ich wollte schon nach kurzer Zeit alle Hintergründe von Botigalli aufdecken. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten und mitgehofft. Tilda, Enzo, Silvio und Franka sind Figuren mit guten und negativen Eigenschaften. An der einen oder anderen Stelle habe ich einige Charaktere aber auch richtig gehasst. Sie treffen Entscheidungen, die einfach unverzeihlich sind.
Am Ende treffen sich die verschiedenen Erzählstränge. Auf dem Weg dahin wurde ich aber immer wieder überrascht. Nicht alles ist so, wie es am Anfang erscheint.
Der dunkle Sommer hat mich mit einem bittersüßen Ende zurückgelassen, das ich noch einige Zeit mit mir herumgetragen habe. Die Themen sind schwer, aber ich finde, es lohnt sich sehr. Als Leser sollte man aber mit Gewalt innerhalb der Geschichte umgehen könnte.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Eine tolle und spannende Geschichte um magische Artefakte

Das vergessene Museum
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Ein Mord, Magie, Geschichte und ein ahnungsloser Protagonist. Aus diesen Zutaten hat Andreas Suchanek eine fantastische und spannende Geschichte geschaffen. Der Fahrradkurier Liam muss ein Paket an ein ...

Ein Mord, Magie, Geschichte und ein ahnungsloser Protagonist. Aus diesen Zutaten hat Andreas Suchanek eine fantastische und spannende Geschichte geschaffen. Der Fahrradkurier Liam muss ein Paket an ein Privatmuseum liefern. Der Kurator, der das Paket in Empfang nimmt, wird vor seinen Augen tödlich verletzt. Und überträgt ihm kurz vor seinem Tod die Verantwortung für das Museum.
Liam nimmt die Herausforderung an und merkt schnell, dass er kein normales Museum betreten hat. Hier werden magische Artefakte gesammelt, die einen bedeutsamen historischen Hintergrund haben. Und Liam kann durch diese Gegenstände magische Kräfte erwerben.
Diese Ausgangslage finde ich schon unglaublich interessant. Diese Spannung zieht sich aber auch durch das ganze Buch. Denn der Konflikt mit dem Mörder ist noch lange nicht vorbei.
Ich liebe die Charaktere in Das vergessene Museum. Liam nimmt sich nicht zu wichtig, er kennt seine Grenzen und ist sich bewusst, dass ihm noch viel Wissen fehlt. Gleichzeitig ist er mutig, lernt schnell und versucht sein Bestes, um das Museum und die Artefakte zu beschützen. Die anderen Figuren haben Stärken und Schwächen, die sich von Liams deutlich unterscheiden. Dadurch ergänzen sie sich gut und es entstehen interessante Beziehungen, die auch viel Witz in die Geschichte bringen. Dabei macht aber keine Figur böse Witze auf Kosten eines anderen Charakters.
Neben diesen Witzen sind auch immer wieder verschieden Referenzen zu andern nerdigen Geschichten eingebracht. Es hat viel Spaß gemacht, sie zu entdecken.
Ein Aspekt hat mir aber nicht so gut gefallen. Das Buch endet auf einem fiesen Cliffhanger und ich würde am liebsten direkt weiterlesen. Ich freue mich auf Band 2 und bin gespannt, was uns im Verlauf der Geschichte noch erwartet.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Lesenswerte Mischung aus Liebes- und Fantasyroman mit einem guten Schuss Philosophie

Das Buch der verlorenen Stunden
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Das Buch der verlorenen Stunden hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Ich habe eine Welt entdeckt, in der die Menschen im sogenannten Zeitraum die Erinnerungen und die Geschichtsschreibung beeinflussen ...

Das Buch der verlorenen Stunden hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Ich habe eine Welt entdeckt, in der die Menschen im sogenannten Zeitraum die Erinnerungen und die Geschichtsschreibung beeinflussen können. Die junge Lisavet wird von ihrem Vater an diesen Ort gebracht, um ihr Leben zu retten. Anders als versprochen taucht er aber nicht auf, um sie wieder abzuholen.
Daher erkundet sie den Zeitraum, der wie eine riesige Bibliothek aufgebaut ist. Im Laufe der Zeit entdeckt Lisavet, dass sie nicht der einzige Mensch an diesem Ort ist. Immer wieder tauchen andere Menschen auf und einige zerstören bestimmte Bücher und mit ihnen die bewahrten Erinnerungen. Unter diesen Personen ist auch Ernest, der für Lisavet zum wichtigsten Menschen wird.
Die Geschichte ist für mich eine unglaublich gute Mischung aus verschiedenen Elementen. Zum einen haben wir eine sehr schöne Liebesgeschichte, die aber auch viel Dramatik beinhaltet. Dann gibt es den fantastischen Aspekt, der auch Zeitreisen nicht außen vor lässt. Zusätzlich stellt der Roman die Frage, ob Menschen die Erinnerungen der ganzen Welt beeinflussen sollten. Dadurch erhält der Roman noch eine philosophische Komponente.
Ein gutes Buch braucht für mich auch immer überzeugende und vielschichtige Charaktere. Lisavet und Ernest sind das auf jeden Fall. Sie treffen gute und schlechte Entscheidungen, sie hinterfragen sich und fühlen mit dem ganzen Herzen. Die Beziehung der beiden ist echt und hat Höhen und Tiefen.
Obwohl es keine großen Plottwists gab, war die Geschichte doch immer spannend. Alles ist lebendig beschrieben, sodass ich direkt Bilder im Kopf hatte. Sie wurden zu einem emotional reichen Film in meinen Gedanken. Das beschreibt mein Lesegefühl am besten.
Ich kann Das Buch der verlorenen Stunden allen Menschen empfehlen, die eine vielschichtige Mischung verschiedener Themen mögen und sich gerne von einem Buch in eine andere Welt tragen lassen.

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