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Veröffentlicht am 12.06.2024

Die dunkle Seite der Träume

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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„Vengeance“ ist der Auftaktband der Academy of Dream Analysis-Reihe. Nemesis von Winther wurde an der Acadamy of Dream Analysis angenommen. Doch im Gegensatz zu ihren Mitstudierenden liegt ihr Fokus nicht ...

„Vengeance“ ist der Auftaktband der Academy of Dream Analysis-Reihe. Nemesis von Winther wurde an der Acadamy of Dream Analysis angenommen. Doch im Gegensatz zu ihren Mitstudierenden liegt ihr Fokus nicht nur auf dem Studium, sie ist auf Rache aus. Während der Zeit lernt sie den Neffen der Leitung kennen. Und trotz der Tatsache, dass sie eigentlich nur Hass empfinden sollte, kommen die beiden sich näher.

Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Auch wurde durch das Thema nicht die einfachste Sprache verwendet, an welche man sich ebenfalls gewöhnen musste. Nach einer Weile hat es aber sehr Spaß gemacht und es hat auch sehr zur gesamten Stimmung des Buches gepasst.

Das Setting rund um die Academy gefällt mir sehr gut. Es kommt ein sehr typischer High-School-Vibe auf, der aber durch das fantastische Thema des luziden Träumens aber auch sehr ernst gehalten wird.

Das Thema rund um das Träumen und der Luziden und Schlafwandler ist super interessant. Man erfährt viel über das Träumen und auch der Aspekt der Fantasy wertet das ganze Thema noch einmal auf.

Nemesis tritt als eine überzeugende Persönlichkeit auf. Das uns ihre Stärken ebenso wie ihre Schwächen aufgezeigt werden, lässt sie sehr nahbar wirken und ermöglicht es eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Auch wenn das Thema des Buches sehr düster gehalten ist, gab es doch ein paar schaurige Überraschungen über Nemesis, die sie aber nur stärker erscheinen haben lassen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass Nemesis‘ eigentliche Pläne sehr in den Hintergrund verschwunden sind. Auch sind noch nicht alle Rätsel um sie herum gelöst, was alles hoffentlich im zweiten Band noch einmal aufgegriffen wird.

Mit Mercy erging es mir sehr ähnlich. Auch seine Stärken und Schwachstellen haben es gut ermöglicht, sich in ihn hinein zu versetzen und sehr mit ihm mitzufühlen. Auch seine Geschichte ist noch nicht ganz auserzählt und hinterließ mich öfters mit einigen Fragezeichen im Kopf. Trotz dessen hat es sehr Spaß gemacht seine Entwicklung zu verfolgen.

Ein großer, wenn nicht sogar der größte Kritikpunkt an diesem Buch sind die fehlenden Trigger-Warnungen. In diesem Buch werden verschiedenste schwere Themen angesprochen und sogar sehr explizit beschrieben. Ohne Vorwarnung wird man in gewisse Szenen reingeschmissen, was ohne eine Warnung vorher für manche Lesenden schrecklich sein kann. Eine Sache, die für die nächsten Auflagen bzw. auch die nächsten Teile, definitiv angepasst werden muss!

Zusammenfassend kann aber festgehalten werden, dass mir "Vengeance" sehr gefallen hat. Das Thema der Träume hat mich sehr gefesselt und ich bin sehr gespannt, wo das noch in den nächsten Teilen hin geht. Teilweise fand ich es dann doch etwas wirr, viele angefangene handlungsstränge, die hoffentlich im zweiten Teil ihren Abschluss finden werden. Die Protagonist*Innen haben mir ebenso gut gefallen, beide haben ihre Stärken und Schwächen und ich bin sehr gespannt wie sich ihre Beziehung weiterentwickeln wird. Hier und da muss ich Abstriche machen und besonders der Punkt mit den fehlenden Trigger-Warnungen trifft doch sehr.

Insgesamt: 4 Punkte

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2024

Die Flucht der gefallenen Prinzessin

Bloodsong 1. Odines Prophezeiung
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"Bloodsong - Odines Prophezeiung" ist der Auftaktband der Bloodsong Reihe und erzählt die Geschichte von Prinzessin Odine. An ihrem 18. Geburtstag wird sie aufgrund einer düsteren Prophezeiung aus ihrem ...

"Bloodsong - Odines Prophezeiung" ist der Auftaktband der Bloodsong Reihe und erzählt die Geschichte von Prinzessin Odine. An ihrem 18. Geburtstag wird sie aufgrund einer düsteren Prophezeiung aus ihrem bisherigen Leben ausgestoßen. Mithilfe ihres Fecht- und Reitlehrers gelingt ihr die Flucht in die Welt auf welche sie nie vorbereitet wurde. Doch schon bald stellen sie fest, dass die Verfolgerin doch schlimmer ist als angenommen, da die Blutjägerin Oona ihre Fährte aufgenommen hat.

Die Geschichte wird durch einen Perspektivwechsel erzählt. Teilweise irritieren die sehr kurzen Kapitel, da die gleiche Situation somit aus zwei Perspektiven erzählt wird. Die Hauptstory kommt nicht schnell voran, was dazu führte, dass ich sehr lange brauchte um in das Buch einzutauchen. Andererseits erhalten die Lesenden sehr detaillierte und ausführlich geschriebene Szenen, die es einen gut ermöglichen die Situation vorzustellen und zu verfolgen. Auch die Charaktere lernt man dadurch viel genauer kennen und lieben.

Odine als gefallene Prinzessin überzeugt mich sehr. Man bekommt einen guten Eindruck wie ihr Leben vor der Flucht war und womit sie sich auseinandersetzen musste. Auch ihre verkehrten Ansichten aus dieser Zeit lassen ihr Auftreten sehr authentisch erscheinen. Ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Entwicklung finde ich umso faszinierender, da man jeden Schritt von ihr genaustens verfolgen und nachvollziehen kann.

Ihre Beziehung zu Dariel hat mich mehr verwirrt. Einzelne Phasen gefallen mir ganz gut, das Vertrauen in den jeweils anderen ist auch immer deutlich zu spüren, aber trotzdem könnten die Probleme mit einem einfachen Gespräch geklärt werden. Aber beide reagieren gar nicht so gefasst wie sie es sonst tun, weshalb das Drama etwas an den Haaren herangezerrt wirkt.

Mit Oona hatte ich Anfangs meine Probleme. Ihre kalte Art als Blutjägerin wird sehr schön aufgezeigt und lässt einen erschaudern. Die vielen Rückblicke aus ihrer Sicht haben sehr geholfen sie besser zu verstehen und sie lieben zu lernen. Auch ihre Entwicklung kann man sehr genau nachvollziehen und macht einfach nur Spaß zu verfolgen. Es gibt viele kleine Szenen, die sie sehr nahbar macht, was für den Verlauf der Geschichte sehr wichtig ist. Besonders beeindruckend waren ihre Kampfszenen, die durch den guten Schreibstil hervorragend funktioniert haben.

Zusammenfassend ist „Bloodsong 1. Odines Prophezeiung“ ein gelungener Fantasyroman. Die detailreichen Erzählungen ermöglichen eine genaue Vorstellung der Situationen und fangen die Gefühlswelten der Charaktere sehr gut ein. Alle drei Hauptpersonen haben jeweils eine eigene wichtige Geschichte, die alle gekonnt zusammengeführt wurden. Außerdem erfahren wir sehr starke Charakterentwicklungen, welche die Charaktere sehr authentisch wirken lassen. Es bleiben viele offene Fragen stehen, die als ein gelungener Teaser für den zweiten Teil der Geschichte wirken. Für alle Fantasy-Fans ist dieses Buch definitiv empfehlenswert.

Insgesamt: 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2024

Widerstand in einer Bully-Romance

Kings of Cypress Pointe - Sweet Revenge
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„Sweet Revenge“ ist der Auftaktband der Golden Boys-Reihe und erzählt die Geschichte von Blue, die an die berühmte Cypress Prep wechselt. Von Beginn an hat sie der König der Schule, West Golden, auf dem ...

„Sweet Revenge“ ist der Auftaktband der Golden Boys-Reihe und erzählt die Geschichte von Blue, die an die berühmte Cypress Prep wechselt. Von Beginn an hat sie der König der Schule, West Golden, auf dem Kieker. Doch von seinen Sticheleien und Gemeinheiten lässt sich Blue nicht einschüchtern und widersetzt sich West, was diesen sehr überrascht. Auf einmal treten neben dem Hass auch andere Gefühle auf, die die beiden nicht verstecken können.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Geschichte war einfach und doch sehr detailreich geschrieben, weshalb es einen sehr leicht fiel in die Handlung einzusteigen und diese dann weiter zu verfolgen.

Pandoras Beiträge fand ich sehr amüsant und abwechslungsreich. Man hat durch ein andere Art Medium neue Informationen bekommen. Außerdem verdeutlichte es gut die Situation in der sich die beteiligten Personen befinden. Somit konnte man gut die Ausmaße von Situationen einschätzen und einordnen.

Das Setting der Upper und Lower Class ist eine sehr interessante Basis, die viele gute Möglichkeiten bietet. Die Szenen, in denen der Unterschied auch deutlich herausgearbeitet wurde, waren sehr faszinierend und haben unheimlich viel Spaß gemacht zu lesen. Insgesamt fand ich aber, dass die Abgrenzung etwas wenig aufgetreten ist und viel mehr mit eingebracht hätte können.

Blue fand ich als Charakter sehr interessant. Ihr kompletter Gegensatz zu allen von der Cypress High ist extrem gut gelungen und bringt der ganzen Geschichte eine gewisse Würze rein. Ihre Geschichte zu all ihren Familienmitgliedern ist super spannend gehalten. Wir bekommen immer nur stückchenhaft mit, was alles passiert ist und wie es bei ihr wirklich aussieht, was als ein wunderbarer Teaser für die weiteren Teile wirkt. Etwas schade fand ich, dass das Thema rund ums Basketball spielen nur sehr wenig Platz eingenommen hat. Es schien wie ein sehr wichtiger Teil von ihr zu sein und trotzdem erfahren wir außer in wenigen Szenen nichts weiter. Ich hoffe, dass das im kommenden Band etwas mehr thematisiert wird.

West auf der anderen Seite spielt den perfekten Macho. Seine Gefühlswelt ist ein reinstes Chaos und das bekommen die Lesenden auch sehr stark vermittelt. Sein Auftreten wirkt sehr überzeugend und er wird seiner Rolle sehr gerecht. Besonders im Kontrast zu Blue und ihrem Leben wirkt seins wie von einer anderen Welt, was sehr überzeugend wirkt. Nach einer Weile hat mich seine Verschlossenheit doch etwas genervt. Es gab einige Momente, die er besser hätte lösen können und dann die Art zu erleben wie es am Ende gehandhabt wurde, missfiel mir doch etwas.

Außerdem hat mir zwischendrin etwas der rote Faden gefehlt. Es gab hier und da Anreize, was passiert, doch wurden diese eher überspielt und gelangen schnell wieder in den Hintergrund. Auf der anderen Seite gibt es dadurch sehr viele offene Handlungsstränge, die nur darauf warten beendet zu werden und die Spannung definitiv in die Höhe treiben. Es ist ein gelungener Teaser für den zweiten Band, auf den man eigentlich gar nicht mehr warten kann.

Zusammenfassend hat mir "Sweet Revenge" aber gut gefallen. Das Setting finde ich sehr gelungen und die Charaktere haben mich überzeugt. An einigen Stellen ging die Handlung etwas verloren und wichtige Elemente scheinen in den Hintergrund gerückt worden zu sein, was doch etwas auffällig war. Dadurch werden die nächsten Bände gut angeteasert, was die Freude definitiv steigen lässt. Für alle Fans der Bully-Romanzen definitiv eine Empfehlung.

Insgesamt: 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.05.2024

Mehr als Freundschaft?

Never Too Close
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„Nothing Too Close“ ist das erste Buch der Autorin Morgane Moncomble und erzählt die Geschichte von Violette. Als sie durch einen Zufall zusammen mit Loan in einem Fahrstuhl stecken bleibt, ahnte sie noch ...

„Nothing Too Close“ ist das erste Buch der Autorin Morgane Moncomble und erzählt die Geschichte von Violette. Als sie durch einen Zufall zusammen mit Loan in einem Fahrstuhl stecken bleibt, ahnte sie noch nicht, dass sie daraufhin beste Freunde werden können. Nach einiger Zeit beschließt sie ihre Jungfräulichkeit verlieren zu wollen und fragt daraufhin ihren besten Freund um Hilfe. Loan stimmt schlussendlich zu, da nach dem einen Mal nichts weiter passieren kann, oder etwa doch.

Die Geschichte handelt im schönen Paris, doch von der Stadt selber ist nicht viel in der Geschichte eingebaut. Es wird ein stetiger Perspektivwechsel genutzt, der einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Personen ermöglicht. Gleichzeitig werden aber auch immer wieder Rückblicke eingebaut, die teilweise etwas verwirrend sind, da es keine klare Abgrenzung zu der eigentlichen Handlung gibt.

Weiterhin war die Handlung eher schwierig, da es keinen wirklichen roten Faden gab. Neben den zwischenmenschlichen Beziehungen passierte bis auf eins/ zwei Ausnahmen nicht viel, was eine gewisse Trägheit in die Geschichte mitreinbringt. Die Ausnahmen waren dann aber auch wiederum sehr bedeutend und haben wichtige und entscheidende Situationen für die Charaktere dargestellt. Dadurch wurde eine gewisse Tiefe hineingebracht, welche der Glaubwürdigkeit der handelnden Personen zugute fiel. Abgesehen davon war es eine süße und verzaubernde Handlung, doch trotzdem hätte eine Hauptthematik dem Buch nicht geschadet.

Violette als Hauptcharakterin wirkte sehr naiv. Und das ist gar nicht auf ihr sexuelles Leben zu sehen, sondern einfach von ihren Handlungen im Alltag. Sie ist nicht in ihrer ersten Beziehung und trotzdem verhält sie sich so, was ich eher störend finde. Ihr derber Humor und ihre Persönlichkeit finde ich wiederum sehr interessant und auch ihre gefühlsvolle Seite ist sehr liebenswert. Ihre Handlungen und Entscheidungen bezogen auf Loan sind dann wieder sehr schwer nachvollziehbar. Sie weiß genau wie es sich anfühlt und trotzdem entscheidet sie so, weshalb die Vergangenheit und die Erfahrungen mit ihrer Mutter eher fragwürdig erscheinen.

Loan überzeugt mich sehr, da seine ruhige, aber bestimmende Art sehr gefühlsvoll rüberkommt. Seine Loyalität gegenüber seinen Freunden und seiner Familie berührte mich sehr und machte ihn sehr nahbar. Ich hätte mir ein bisschen mehr Kontext zu seiner Familie und dem Ende seiner Beziehung gewünscht, denn so wurde es zwar angesprochen und thematisiert, doch ganz nachvollziehen konnte ich es nicht.

Außerdem wurden ein paar weitere interessante Figuren eingeführt, die sehr zur Geschichte passten. Sie brachten eine angenehme Stimmung mit hinein und bieten eine gute Grundlage für das weitere Buch.

Weiterhin werden hier wichtige Themen angesprochen und behandelt. Besonders Loan bringt zum Thema Beziehung viele wichtige Ansichten auf, auch wenn er diese teilweise wieder mit seinen Handlungen zerstört. Er hinterfragt Violettes Gefühle, was ein guter Ansatz ist, um über eine gesunde Beziehung nachzudenken.

Zusammenfassend ist „Never Too Close“ ein süßer New-Adult Roman, der aber keine klare Handlung hat. Violette hat einige Schwächen, die durch ihre Persönlichkeit aber wieder gut ausgeglichen werden. Loan finde ich super und überzeugt sehr. Ein paar sehr starke Momente führen dazu, dass eine Tiefe in die Handlung mit hineinkommt und die Charaktere dadurch sehr nahbar gebracht werden. Komplett überzeugt bin ich aber nicht vom Buch. Wer aber eine sehr leichte Geschichte mit ulkigen Personen lesen möchte, hat mit diesem Buch einen Treffer gelandet.

Insgesamt: 3,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2024

Das Ende von Maxton Hall

Save Us
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„Save Us“ ist der dritte und letzte Band der Maxton-Hall Trilogie, der uns ein letztes Mal in die Welt der Schülerinnen und Schüler der Maxton Hall bringt. Nach der drastischen Offenbarung und anschließenden ...

„Save Us“ ist der dritte und letzte Band der Maxton-Hall Trilogie, der uns ein letztes Mal in die Welt der Schülerinnen und Schüler der Maxton Hall bringt. Nach der drastischen Offenbarung und anschließenden Suspendierung von Ruby, muss einiges geklärt werden. Sie möchte partout nicht glauben, dass James dahintersteckt, obwohl alles drauf hinweist. So versucht sich Ruby zurück an die Maxton Hall zu kämpfen, während James gleichzeitig mit seinen familiären Verpflichtungen zu hadern hat.

Wir starten in dieses Buch mit der Aufarbeitung des extremen Cliffhangers aus dem vorherigen Teil. Dadurch wird direkt eine gewisse Spannung aufgebaut, da es zu einer schwierigen Situation wird, die so schnell nicht zu lösen scheint. Auch danach gibt es weitere Spannungsfelder, die immer wieder auftreten und die Spannung im gesamten Buch oben halten.

Mona Kastens Schreibstil unterstützt das extrem. Durch ihre sehr leichte und angenehme Art schwebt man förmlich durch das Buch und gerät nie an einen Punkt der Langeweile.

Ruby steht vor vielen schwierigen Entscheidungen. Mittlerweile kennt man sie aber so gut, dass auch hier ihre Entscheidungen sehr nachvollziehbar waren. Es gab bei ihr nichts was aus der Reihe fiel und ihre Entwicklung machte mir sehr viel Spaß zu verfolgen. Betrachtet man das ganze Buch fällt auf, dass sie insgesamt etwas in den Hintergrund geraten ist, obwohl die Geschichte sich hauptsächlich um sie dreht, was ich etwas schade finde.

James hingegen hat mich von all den drei Teilen zum ersten Mal komplett überzeugt. Seine Entwicklung, die wir auch schon in den Bänden davor beobachten konnten, nimmt nun richtig Fahrt auf. Die einzelnen Schritte und Prozesse zu beobachten machen ihn sehr interessant und nahbar. Auch sein allgemeiner Umgang war sehr stimmig. Insgesamt empfand ich ihn in diesem Teil am angenehmsten und wunderbarsten.

Weiterhin treffen wir auch hier wieder auf viele unterschiedliche Perspektiven der Charaktere.

Auf der einen Seite finde ich das sehr gut, da es die Möglichkeit schafft viele der Ansichten und Meinungen miteinzubinden. Das wiederum ermöglicht es viele Aktionen, Situationen und Handlungen nachvollziehen zu können. Außerdem hat man den einen oder anderen Charakter noch einmal sehr viel näher kennen und lieben gelernt. Auf der anderen Seite entstanden dadurch aber auch extrem viele POVs, die in die Geschichte miteingebaut wurden. Es gab sehr viele kleinere Handlungsstränge, die zwar abgeschlossen werden, aber die Hauptstory doch etwas in den Hintergrund geraten lassen. Somit verliert man etwas den Blick für einige Charaktere und deren momentane Situation.

Zusammenfassend ist „Save Us“ ein gelungener Abschluss der Reihe. Viele offene Handlungsstränge werden sinnvoll abgeschlossen. Ruby tritt leicht in den Hintergrund, was ich etwas unpassender finde. Dafür hat James eine gute Entwicklung aufgezeigt, die sehr viel Spaß macht zu verfolgen. Insgesamt ist es etwas unübersichtlicher als die ersten beiden Teile, macht aber trotzdem aufgrund des wunderbaren Schreibstils von Mona Kasten unheimlich Laune. Als Abschlussband ist dieses Buch wirklich gelungen und für alle Fans der Reihe definitiv empfehlenswert.

Insgesamt: 4 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere