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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Das Licht von Ipra

Lightfall 1: Das verlorene Licht
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Bea lebt zusammen mit ihrem Großvater, dem Zauber-Eber, auf dem Planeten Ipra. Als dieser eines Tages verschwindet, muss Bea sich auf eine riskante Suche machen. Unterstützung erhält sie vom Cad, einem ...

Bea lebt zusammen mit ihrem Großvater, dem Zauber-Eber, auf dem Planeten Ipra. Als dieser eines Tages verschwindet, muss Bea sich auf eine riskante Suche machen. Unterstützung erhält sie vom Cad, einem abenteuerlustigen Galdurier, der hofft, mit Hilfe des Zauber-Ebers sein verschollenes Volk wiederzufinden. Doch Gefahr lauert in der Dunkelheit.

Lightfall 1: Das verlorene Licht von Tim Probert ist ein sehr hochwertiger Comic im Hardcoverformat. Es ist ein Fantasy-Abenteuer, in dem Mut und Freundschaft eine Rolle spielen. Es gibt ruhige, aber auch viele spannende Szenen, Kämpfe und ungewöhnliche Figuren. Im Zentrum stehen die zurückhaltende Bea und der eher unbeschwerte, wagemutige Cad. Zwei Charaktere, die mir gut gefallen haben. Daneben haben mich vor allem die Bilder dieses Buches begeistert. Diese sind detailreich und teilweise richtige kleine Kunstwerke. Die herbstliche Atmosphäre des Waldes wird beispielsweise ganz wunderbar erfasst, aber auch Kampf- und Actionszenen werden passend umgesetzt. Der Text des Buches ist vergleichsweise gering, sodass die Illustrationen die Geschichte tragen. Ideal ist das Buch somit auch für Kinder, die nicht so gerne lesen. Leider blieb für mich noch viel von der Hintergrundgeschichte rund um Schatten und Licht wortwörtlich im Dunkeln. Tatsächlich endet das Buch recht abrupt und ohne einen zufriedenstellenden Schluss. Man ist somit eigentlich gezwungen, Teil 2 der Reihe zu kaufen, wenn man die Auflösung der Geschichte erfahren möchte. Das gefällt mir gerade bei Kinderbüchern eher weniger. Auffällig ist leider auch der starke Geruch des neuen Buches, der auch nach einer Woche nicht wirklich weniger geworden ist.

Fazit: Ein wirklich toll illustriertes Buch für Kinder ab 10 Jahren. Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte im zweiten Teil weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Gespenstiges Hovenäset

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Fast tausend Tage ist es her, seit Alvas Vater überfahren wurde. Während Alva sich diese Frist gesetzt hat, um den schuldigen, flüchtigen Fahrer zu finden, hat ihre Mutter eine Strandhütte gekauft, um ...

Fast tausend Tage ist es her, seit Alvas Vater überfahren wurde. Während Alva sich diese Frist gesetzt hat, um den schuldigen, flüchtigen Fahrer zu finden, hat ihre Mutter eine Strandhütte gekauft, um ein Café zu eröffnen. Doch Alva spürt, dass an der Hütte etwas unheimlich ist. Auch eine Katze, die sie verfolgt, und ein kleines Mädchen, das meist allein unterwegs ist, stellen Alva vor Rätsel.

Gänsehaut in Hovenäset -Sternengrab- von Kristina Ohlsson ist bereits der zweite Teil dieser Kinderkrimireihe ab 11 mit hohem Grusselfaktor. Den ersten Teil muss man zum Verständnis nicht kennen. Mich hat der Schreibstil der Autorin überzeugt. Sie schaffen im Verlauf der Geschichte auf jeden Fall, Spannung aufzubauen. Anders als in anderen Kindernkrimis gibt es keine rationale Erklärung, sondern es gibt das böse Übernatürliche wirklich. Das Setting, der fast verlassene Campingplatz und das stürmige, spätherbliche Wetter verstärken die düstere Atmosphäre. Bei Alva verspürt man oft Traurigkeit aufgrund des Todes ihres Vaters, aber auch Entschlossenheit den damaligen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Das Geheimnis, welches Alva dabei aufdeckt ist definitiv entsetzlich. Aufgrund der fehlenden Leichtigkeit und der düsteren Mystery ist das Buch für sensible Kinder nicht geeignet. Hier sollte eher zugreifen, wer sich vor Schauergeschichten nicht fürchtet.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Palast der Azaleen

The Poet Empress
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Bauernmädchen Yin Wei möchte ihrem jüngeren Bruder den Besuch einer Schule ermöglichen und die Hungersnot in ihrem Dorf lindern, die bereits weiteren ihrer Geschwister das Leben gekostet hat. Aus diesem ...

Bauernmädchen Yin Wei möchte ihrem jüngeren Bruder den Besuch einer Schule ermöglichen und die Hungersnot in ihrem Dorf lindern, die bereits weiteren ihrer Geschwister das Leben gekostet hat. Aus diesem Grund versucht sie, eine der dreißig auserwählten Konkubinen des grausamen Thronfolgers Prinz Terren zu werden. Als ihr dies trotz bescheidener Herkunft gelingt, muss sie feststellen, dass der Azaleenpalast einem Schlangennest gleicht. Andere Konkubinen sowie die Kaiserin versuchen, sie aus dem Weg zu räumen und der Prinz demütigt und foltert sie. Wei stößt auf die Legende des Herzseelengedichts. Ein Zauber, der den sonst unbesiegbaren Prinzen töten könnte. Doch um dieses Gedicht zu schreiben, müsste Wei ihn wahrhaft kennen.

The Poet Empress von Shen Tao ist asiatische Fantasy, düster, grausam, aber auch philosophisch und fast schon poetisch. Es ist die Geschichte eines Bauernmädchens, das lernen muss, sich in einem Palast voller Intrigen durchzusetzen. Es ist die Geschichte von einem schüchternen Jungen, der zu einem Monster wird, und von Brüdern, welche die Rivalität um die Krone entzweit. Das Setting rund um den königlichen Hofe, sowie das Magiesystem, das auf poetischen Segen und Gaben der königlichen Familie beruht, hat mir gut gefallen. Wei ist eine Protagonistin, die viel ertragen muss, Entscheidungen treffen muss, die ihre eigenen moralischen Werte infrage stellen, aber dennoch an ihren Zielen festhält. Prinz Terren ist grausam, mörderisch und innerlich gebrochen. Die Geschichte der beiden ist definitiv keine Liebesgeschichte. Wer hier leichte Romantasy sucht, ist falsch. The Poet Empress hat mich mit seiner Atmosphäre, der poetischen Magie und den höfischen Intrigen vollkommen überzeugt und verdient für mich fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Lucias Ankunft in Flammaris

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
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Die dreizehnjährige Lucia entwickelt plötzlich Feuermagie. Ein Zustand, der sie besorgt, denn Feuermagier verschwinden auf ungeklärte Weise spurlos. Bald ist auch ein gefährlicher Nebelwolf hinter ihr ...

Die dreizehnjährige Lucia entwickelt plötzlich Feuermagie. Ein Zustand, der sie besorgt, denn Feuermagier verschwinden auf ungeklärte Weise spurlos. Bald ist auch ein gefährlicher Nebelwolf hinter ihr her. Kann Lucia dem Frostjungen Finn trauen, der sie an die geheime Feuerakademie Fenicia einlädt?

Lucia, ''Flüsterin der Flammen" von Sarah Fleury ist feurig, spannende Fantasy für Kinder ab ca. 10 Jahren. Das Setting zunächst rund um Catania und den Ätna, später im nebelverschlungenen Feuerland Flammaris, hat mir sehr gut gefallen. Wie in einigen Büchern entwickelt der Hauptcharakter plötzlich Magie und wird in einer magischen Schule aufgenommen. Dieser Aspekt der Geschichte ist nicht ganz neu. Leider blieb mir die Darstellung der Feuerakademie etwas zu oberflächlich, gerne hätte ich mehr über weitere Unterrichtsstunden und Lehrer erfahren. Mit Lucia konnte ich mitfiebern. Sie ist mutig und eine gute Freundin. Besonders an einer Stelle handelt sie jedoch sehr impulsiv und unbedacht und bringt so die Schule und die Revolution gegen die Nebelhexe in Gefahr. Finn, der Frostmagie beherrscht, mochte ich fast lieber als Lucia. Zwischen beiden scheinen sich zarte Gefühle zu entwickeln. Absolutes Highlight war für mich der Süßigkeiten liebende, etwas freche Feuersalamander Yuki, sowie die anderen magischen Feuerwesen. Band 1 ist nicht in sich abgeschlossen, was mir bei Kinderbüchern weniger gut gefällt, und endet für Lucia in einer heiklen Situation. Der Epilog bietet dann noch einmal einen hoffnungsvollen Lichtblick. Auf die Fortsetzung der Reihe bin ich daher gespannt. Vom Schreibstil und Spannungsverlauf her finde ich die Geschichte für Kinder ab 10 sehr geeignet und vergebe daher vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Schattenseiten eines tropischen Paradieses

Heaven's Gate
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Der ehemalige Surfprofi Caruso, chronisch pleite und dem Alkohol zugetan, schlägt sich auf der philippinischen Insel Surogao als Surflehrer und Privatdetektiv durch. Die attraktive und reiche Spanierin ...

Der ehemalige Surfprofi Caruso, chronisch pleite und dem Alkohol zugetan, schlägt sich auf der philippinischen Insel Surogao als Surflehrer und Privatdetektiv durch. Die attraktive und reiche Spanierin Angel bietet Caruso einen lukrativen Auftrag an. Ihr erwachsener Sohn ist seit Wochen spurlos verschwunden. Caruso beginnt zu ermitteln und stößt auf ein Geflecht aus Gewalt, Drogen und Korruption.

Heaven's Gate von Daniel Faßbender ist ein ungewöhnlicher Krimi, der mich sofort fesseln konnte. Der Autor stellt seine Figuren und das Setting der tropischen Insel mit Urlaubsflair ganz klar in den Vordergrund. Es geht hier mehr um die hintergründigen kriminellen Machenschaften, die im Schatten der Postkartenidylle verborgen sind, als um den Kriminalfall selbst. Durch den lebendigen Schreibstil taucht man komplett in Carusos Surogao ein, surft durch die Tubes und erlebt das Nachtleben. Es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang, rund um den ehemaligen Drogenboss Diego, der erst kürzlich aus einer zwanzigjährigen Haft entlassen wurde und von einem Buchvertrag träumt. Sowohl Caruso als auch Diego sind ungewöhnliche Charaktere mit Ecken und Kanten, die mir im Gedächtnis bleiben werden. Die Handlung wird im Verlauf schon düster und ist für mein Empfinden auch nicht frei von Klischees. Caruso kommt nicht ohne körperliche und emotionale Verletzungen davon. Tatsächlich würde mich am Ende des Buches interessieren, wie es mit Caruso weitergeht. Vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Spannung, exotisches Setting und unkonventionelle Antihelden mögen.

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