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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

Was manchmal in Wäldern lauert...

Das Baumhaus
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Zum Buch: Henrik, Nora und der kleine Fynn freuen sich sehr, als sie in dem schwedischen Ferienhaus ankommen, das ihnen Henriks Opa vererbt hat. Henrik hofft, hier in Ruhe sein nächstes Kinderbuch schreiben ...

Zum Buch: Henrik, Nora und der kleine Fynn freuen sich sehr, als sie in dem schwedischen Ferienhaus ankommen, das ihnen Henriks Opa vererbt hat. Henrik hofft, hier in Ruhe sein nächstes Kinderbuch schreiben zu können und Nora erhofft sich einfach ein wenig Ruhe und Abstand ihres stressigen Jobs. Der kleine, lebhafte Fynn ist einfach nur begeistert, dass die Tiere und Monster, von denen sein Vater ihm immer erzählt, hier fast zur Wirklichkeit werden. Doch die Idylle trügt. Denn es gibt ein Geheimnis in diesen Wäldern und die hat nichts mit Bullerbü-Romantik zu tun. Als plötzlich Fynn verschwindet, vermutet jeder sein eigenes Monster dahinter…

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich begeistert! Besonders der Erzählstil ist für diese Geschichte genau richtig! Denn die Geschichte wird aus der Sicht der jeweiligen Personen erzählt. Besonders Rosa, die von der Polizei angeheuert wurde, weil sie gut darin ist, Totes aufzuspüren, hat es mir angetan! Ich mag diese junge Frau, die so anders ist als andere Frauen in ihrem Alter und trotzdem kompromisslos ihren Weg geht.

Henrik mag man auch von Anfang an, er ist im Herzen immer ein Kind geblieben. Doch Nora findet das manchmal schwer zu ertragen, gerade, wenn sie sich Hilfe von Seiten ihres Mannes erhofft. Als dann noch Henriks Vater auf der Bildfläche erscheint, ist das Chaos perfekt. Man weiß nicht mehr, wem man was glauben soll. Von der Auflösung war ich dann wirklich überrascht, auch, wenn ich mir vielleicht ein anderes Ende gewünscht hätte.

Mein Fazit: Hier handelt es sich um einen tollen Thriller mit unterschiedlichen Perspektiven, so dass der Leser selber nicht mehr weiß, wo oben und unten ist! Hat mir sehr gut gefallen und von mir gibt es 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Monster der ganz anderen Art...

Kummersee
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Zum Buch: Die Polizistin Lena und ihr Kollege Malik sind als Schutz für ein Vermesserteam zuständig, das im Kummersee im Wendland prüft, ob man nicht dort ein Atommüll-Endlager stationieren kann. Die Bewohner ...

Zum Buch: Die Polizistin Lena und ihr Kollege Malik sind als Schutz für ein Vermesserteam zuständig, das im Kummersee im Wendland prüft, ob man nicht dort ein Atommüll-Endlager stationieren kann. Die Bewohner sind natürlich nicht erfreut, aber diese offene Feindseligkeit hängt mit etwas Anderem zusammen. Lena kommt nämlich aus Horlow, dem kleinen Örtchen direkt im deutsch-deutschen Grenzgebiet und ihr Bruder Tom ist vor dreißig Jahren dort im See ertrunken. Was für Lena einen Abschluss mit der ganzen Sache bilden soll, verselbständigt sich zu einer viel größeren Geschichte…

Meine Meinung: Was für ein Debüt! Hier geht der Cold Case von Tom einher mit Atommüll-Gegnern und verschwiegenen und feindseligen Dorfbewohnern! Was lauert dort im See? Es kann ja nicht wirklich ein Monster sein, das Lena im zarten Alter von 9 Jahren damals gesehen haben will. Als plötzlich auch noch einer der Vermesser ermordet am Ufer aufgefunden wird, kursieren die wildesten Gerüchte. Das lockt auch die Presse an. Doch wem kann Lena aus ihrer Heimatgemeinde vertrauen? Denn selbst ihre Mutter nimmt sie nicht besonders herzlich auf. Ein aufregendes Katz- und Maus-Spiel beginnt!

Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen und ich habe die knapp 530 Seiten innerhalb von drei Tagen durchgelesen! Anfangs zieht es sich ein wenig, aber dann gibt es kein Halten mehr und ich konnte das Buch nur noch schwer aus der Hand legen! Man will ja selber auch wissen, was wirklich in dem See passiert ist!
Mit der Hauptprotagonistin Lena konnte ich gut mitfühlen, doch kann ich mir auch vorstellen, dass der Umgang mit ihr nicht immer ganz einfach ist. Das liegt an ihrem unverwüstlichen Trotz, dem sie sich selbst immer wieder stellt. Sie möchte ganz einfach nicht mehr die hilflose neunjährige Lena sein. Auch die anderen Charaktere fand ich ziemlich stark und authentisch dargestellt, obwohl es am Ende noch einige Überraschungen gibt! Das Ende versöhnt dann wieder!

Mein Fazit: Ein richtig tolles Erstlingswerk ist dem Autor hier gelungen! Ich glaube, den Namen müssen wir uns merken! Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Gute Geschichte, guter Schreibstil, leider keine Spannung...

Die Schanze
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Zum Buch: Mitten in der Nacht wird ein Mann zu einer Skischanze gekarrt und dort an einem Seil heruntergestoßen – Genickbruch. Morgens wird die Leiche gefunden. Auch die Ärztin Ellen sieht sie. Und sie ...

Zum Buch: Mitten in der Nacht wird ein Mann zu einer Skischanze gekarrt und dort an einem Seil heruntergestoßen – Genickbruch. Morgens wird die Leiche gefunden. Auch die Ärztin Ellen sieht sie. Und sie kennt den Toten. Was niemand weiß: sie selbst hat das größte Motiv für diese Tat. Aber damals wie heute wird in dem kleinen Dorf geschwiegen…

Meine Meinung: Ich muss sagen, dass das Buch für ein Debüt nicht schlecht ist. Ich fange mit der positiven Sache an: der Schreibstil ist sehr flüssig, so dass man unheimlich schnell durch die Seiten fliegt! Leider geht mir nach dem Prolog, der mich auch bei der Leseprobe so gefesselt hat, die Spannung verloren!

Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Es geht um eine alte Geschichte, die unter den Teppich gekehrt wurde. Vielleicht in so einem kleinen Ort nicht gänzlich unrealistisch, da jeder jeden kennt, aber dennoch konnte ich dem Autor das so nicht abnehmen.
Hinzu kommt noch eine völlig unsympathische Hauptprotagonistin, die meiner Meinung nach mit ihren psychischen Störungen nicht als Ärztin praktizieren sollte! In dieser Geschichte sind irgendwie alle Figuren Meister der Vertuschung und Verdrängung. Und wirken für mich aufgrund dessen unglaubwürdig.

Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend. Man hatte schon vorher so eine Idee.

Mein Fazit: Schade, dass der Autor es in meinen Augen nicht geschafft hat, die Spannung, die im Prolog durchaus gegeben ist, hier weiter aufrecht zu erhalten. Denn der Schreibstil gefällt mir wirklich gut! Also, vielleicht geht es beim nächsten Buch besser, ich gebe dem Autor auf jeden Fall noch eine Chance!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Menschliche Abgründe Teil 4...

Der Schlachter (Tom-Bachmann-Serie 4)
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Zum Buch: Auf dem Wochenmarkt wird frühmorgens eine brutal zerschnittene Leiche aufgefunden. Dem Mann wurde ein Stück aus dem Bauch geschnitten. Handelt es sich hier vielleicht um einen Fall von Kannibalismus? ...

Zum Buch: Auf dem Wochenmarkt wird frühmorgens eine brutal zerschnittene Leiche aufgefunden. Dem Mann wurde ein Stück aus dem Bauch geschnitten. Handelt es sich hier vielleicht um einen Fall von Kannibalismus? Das BKA-Team für besonders grausame Fälle unter der Leitung von Tom Bachmann fängt an zu ermitteln. Als die nächste Leiche auftaucht und ähnliche Muster aufweist, haben die Ermittler den Verdacht, dass die Fälle zusammenhängen, doch wie? Es scheint keine Gemeinsamkeiten zu geben…

Meine Meinung: Die Fälle, die der Fallanalytiker Tom Bachmann auf den Tisch bekommt, sind allesamt grausam, aber dieser hier besonders! Es ist der mittlerweile vierte Fall und wer die Vorgänger gelesen hat, weiß, aus welchem familiären Hintergrund Tom kommt und warum er es so gut versteht, wie Täter ticken. Hier bekommt er zusätzliche Amtshilfe von dem Psychologen Nils Steger und zusammen kommen sie dem Täter näher…

Der Fall ist zwar in sich abgeschlossen, aber gerade bei dieser Reihe finde ich es wichtig, dass man sie in der richtigen Reihenfolge liest. Der Hintergrund von Tom Bachmann ist so dermaßen anders und spannend, das darf man sich auch nicht entgehen lassen! Der Autor schafft es zwar, ein wenig über die Vergangenheit mit einzustreuen, aber ich kann mir vorstellen, dass doch das Vorwissen fehlt.
Ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig, man fliegt quasi über Nacht durch das Buch und ehe man sich versieht, ist man schon wieder am Ende angelangt! Jetzt fiebere ich dem nächsten Teil entgegen!

Mein Fazit: Einer der sehr krassen Fälle, obwohl das eigentlich alles, was Tom Bachmann angeht, betrifft! Und hier tun sich noch einmal mehr menschliche Abgründe auf… Volle Punktlandung bei mir und ich empfehle die ganze Reihe unbedingt weiter!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Seiner Herkunft kann man einfach nicht entkommen...

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von ...

Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von Späth, seine Ehefrau. Vieles deutet darauf hin, weil die am Ende schien. Der Rechtsanwalt Dr. Anton Pirlo übernimmt den Fall trotzdem, weil er ihn dringend braucht. Einmal, weil er beruflich vor dem Aus steht und andererseits braucht er privat Geld. So aussichtslos der Fall auch scheint - irgendetwas gibt es immer. Zusammen mit der jungen Strafverteidigerin Sophie Mahler findet er auch etwas…

Meine Meinung: Nachdem ich „Gegenspieler“ von Ingo Bott und Arno Strobel gelesen habe, wurde ich neugierig auf diesen doch recht unkonventionellen Anwalt Pirlo. Und wurde nicht enttäuscht! Denn ich habe hier die ganzen Hintergründe von seiner Familie erfahren und wie mit Sophie Mahler alles begann. Manchmal scheint Pirlo wirklich ein selbstverliebtes Arschloch zu sein, aber irgendwie muss man ihn auch mögen. Denn er kann auch sehr charmant sein. Auch Sophie hat einen schwierigen familiären Hintergrund. Und gerade das macht die beiden sehr authentisch!

Der Fall scheint ausweglos, und doch finden die beiden etwas in den Firmenakten, was jemand anderen belastet als die Ehefrau. Da der Autor selber Jurist ist, bekommt man als Leser einen guten Eindruck, wieviel Arbeit wirklich hinter so einem Fall steckt. Durch wie viele Akten und Urteile man sich quälen muss. Das hat mir sehr gut gefallen!

Der Schreibstil ist locker und liest sich trotz der ganzen Juristerei sehr flüssig. Einzig in der Mitte gab es mal einen Durchhänger, da die beiden auch nicht wirklich weitergekommen sind. Aber dann wurde es wieder sehr spannend! Ich werde die Reihe weiterlesen, weil mir die Charaktere ans Herz wachsen könnten!

Mein Fazit: Der erste Fall von Pirlo hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil sagt mir zu! Ich vergebe hier gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung, wenn man Justiz-Krimis mag! Ich werde die beiden weiterverfolgen, denn ich wurde sehr gut unterhalten!

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