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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2021

Eine spannende Charakterstudie mit vielen Abgründen...

Lieb Kind
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Zum Buch: Der 39-jährige Jens lebt allein in seinem großen Haus und arbeitet von dort aus im Baugewerbe. Vor vier Jahren wohnten dort mit ihm zusammen noch Kathrin und sein Sohn Benjamin. Doch der Kontakt ...

Zum Buch: Der 39-jährige Jens lebt allein in seinem großen Haus und arbeitet von dort aus im Baugewerbe. Vor vier Jahren wohnten dort mit ihm zusammen noch Kathrin und sein Sohn Benjamin. Doch der Kontakt brach plötzlich ab. Jens Mutter Marianne hat ein besonderes Verhältnis zu ihm. Und sie benimmt sich sehr merkwürdig. Als Jens in Pia seine große Liebe findet, ändert sich sein Leben komplett. Und er nimmt auch wieder Kontakt zu seinem Sohn auf. Aber er ahnt nicht, was er damit in Gang bringt…

Meine Meinung: In diesem Buch geht es darum, was Jens als Kind passiert ist und welche Auswirkungen das auf alles andere hat, was später in sein Leben tritt.

Die Autorin führt uns langsam und in kleinen Häppchen auf die Spur von damals. Was anfangs so toll war mit Pia, endet fast in völligem Chaos. Denn wie das Leben manchmal so spielt, gibt es in derer beiden Leben Überschneidungen.

Die Charaktere sind hier hervorragend gezeichnet. Man bekommt ein gutes Gefühl für verdrängte Erlebnisse und was diese mit dem Menschen machen können. Gerade bei Kindern ist es ja oft so, dass diese Geschehnisse verdrängen. Auch Marianne, die einem sofort als „sonderbar“ auffällt, kann man im Laufe des Buches ganz gut verstehen. Ich war erstaunt, wie Pia sich im Laufe der Zeit verwandelt hat. Leider nicht zum Positiven. Aber man kann gut verfolgen, was aus Beziehungen wird, in denen nicht über Probleme gesprochen wird.

Das Ende ist eigentlich so, wie es kommen muss und büßt nichts an Dramatik ein.

Mein Fazit: Alles in allem kann ich sagen, dass dieses Buch eine hervorragende Charakterstudie ist! Ich fand die Geschichte sehr spannend und konnte sie recht zügig durchlesen. Besonders der flüssige Schreibstil regt dazu an! Ganz klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Was sollen die Spiegelscherben ausdrücken?

Der Spiegelmörder
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Zum Buch: Ein Killer treibt sein Unwesen. Er drapiert die Toten auf eine grausame Art und Weise und legt ihnen Spiegelscherben auf die Augen. Hauptkommissar Karl Breuer hat so gut wie gar keinen Anhaltspunkt. ...

Zum Buch: Ein Killer treibt sein Unwesen. Er drapiert die Toten auf eine grausame Art und Weise und legt ihnen Spiegelscherben auf die Augen. Hauptkommissar Karl Breuer hat so gut wie gar keinen Anhaltspunkt. Darum holt er sich Hilfe von seinem Freund, dem Psychologen Professor Doktor Hornoff. Dieser kommt dem Täter in kleinen Schritten näher. Näher, als es dem Kommissar lieb ist…

Meine Meinung: Das Buch beginnt gleich mit einem spannenden Auftakt. Ein Killer tötet eine ganze Familie, außer den Vater, der bei seiner Geliebten ist. Er hätte das Blutbad verhindern können, aber er hat seine Chance nicht genutzt. Dann findet man auf einem Spielplatz ein totes schwules Pärchen mit einem kleinen Jungen. Dieser hat Perlen in seinem Hals. Was hat das alles zu bedeuten? Der Hauptkommissar Karl Breuer ist von daher froh, seinen Freund und Psychologen Hornoff mit ins Boot holen zu können. Für Hornoff ist die interessante Frage, warum der Killer das so macht.

Der Leser bekommt immer wieder Einblicke aus der Sicht des Mörders, was wirklich manchmal verstörend ist. Denn dieser hat schlimme Sachen in seiner Kindheit erlebt, die er nie verarbeiten konnte. Auch merkt man dem Mörder an, dass er immer nervöser wird und eigentlich gefasst werden möchte. Dieser Charakter ist ziemlich gut ausgearbeitet.

Auch Breuer und Hornoff sind sehr sympathisch. Es gibt wohl noch einen Teil vor diesem mit den beiden, aber den muss man nicht zwangsläufig gelesen haben, um dieses Buch hier zu verstehen.

Das einzige, was ich an dem Buch bemängeln muss, ist, dass man ab und zu mit den ganzen Opfern durcheinanderkommt. Es sind teilweise zu viele Personen involviert und da kann man als Leser schon einmal ins Schleudern kommen. Gerade weil man hier Vergangenheit von Gegenwart trennen muss. Man sollte das Buch also am besten in einem Rutsch lesen, damit es zu keinen Gedächtnislücken kommt, aber das kann man bei Noah Fitz ja immer ganz gut!

Mein Fazit: Es war auf jeden Fall wieder ein spannender Thriller, der auch echt teilweise nichts für schwache Nerven ist! Und wenn man ihn am Stück liest, hat man sicher auch keine Probleme mit den vielen Personen, die im Buch vorkommen! Ich vergebe hier gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.02.2021

Warum mussten sie sterben?

NEBEL
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Zum Buch: Weihnachten auf einem eingeschneiten, einsam gelegenen Hof. Plötzlich steht jemand vor der Tür. Einar und Erla sind gastfreundlich und nehmen den Mann auf. Aber warum ist er in ihre Einöde gekommen? ...

Zum Buch: Weihnachten auf einem eingeschneiten, einsam gelegenen Hof. Plötzlich steht jemand vor der Tür. Einar und Erla sind gastfreundlich und nehmen den Mann auf. Aber warum ist er in ihre Einöde gekommen? Und warum ist Erla so misstrauisch ihm gegenüber? Fakt ist, dass es am Ende Leichen geben wird. Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir kämpft immer noch mit ihren eigenen Problemen, da sich ihre Tochter das Leben genommen hat, als sie den Fall übernimmt. Und muss sich alles mühsam zusammenreimen…

Meine Meinung: Auch der dritte Teil der Trilogie um die Ermittlerin Hulda Hermannsdóttir hat bei mir wieder voll punkten können! Genau wie bei den Vorgängern war es wieder sehr spannend zu erleben, wie die ganzen Fakten sich am Ende zu einer Geschichte zusammenfügen. Hulda ist hier an ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt, als ihre Tochter mit nur 13 Jahren ihr Leben selbst beendet. Und die Schuldgefühle drohen Hulda zu besiegen. Einzig ihre Arbeit, wenn sie ihr auch schwerfällt, gibt ihr ein wenig Halt.

Aber im Vordergrund steht hier die Geschichte von Einar und Erla. Der Hof ist so abgeschieden gelegen, dass man, gerade im Winter, das Gefühl hat, am Ende der Welt angelangt zu sein. Der Autor beschreibt auch hier wieder sehr gut die absolute Einöde und die Stille, die damit einhergeht. Weil auch alles im Schnee versunken ist. Wirklich ein beklemmendes Gefühl, was den Leser da beschleicht. Und nach und nach ergibt auch alles einen Sinn. Der Schreibstil von Ragnar Jónasson ist hier wieder brillant! Die kurzen Kapitel laden dazu ein, noch einige Seiten mehr zu lesen und ich bin wieder so durch das Buch geflogen. Ich fand es an keiner Stelle langweilig und ich konnte es kaum an die Seite legen. Schade, dass die Trilogie jetzt zu Ende ist. Aber diesen Schriftsteller werde ich mir auf jeden Fall merken!

Mein Fazit: Die Hulda-Trilogie ist eines meiner Jahres-Highlights, das kann ich jetzt schon sagen. Mann, was bin ich durch die drei Bücher geflogen, wobei Band 2 und 3 noch spannender sind von der Story her als der erste Teil. Eine Glanzleistung und für Island-Fans auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 16.02.2021

Was ist wirklich vor zehn Jahren geschehen?

INSEL
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Zum Buch: Vier Freunde treffen sich nach fast zehn Jahren das erste Mal wieder und wollen ein Wochenende auf einer völlig abgeschiedenen Insel verbringen. Aber es kommen nur drei Freunde zurück… Mehr durch ...

Zum Buch: Vier Freunde treffen sich nach fast zehn Jahren das erste Mal wieder und wollen ein Wochenende auf einer völlig abgeschiedenen Insel verbringen. Aber es kommen nur drei Freunde zurück… Mehr durch Zufall übernimmt die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir die Ermittlungen und stößt dabei auf einen Todesfall von vor zehn Jahren, der irgendwie mit dem aktuellen Fall zusammenzuhängen scheint…

Meine Meinung: Ich hätte nicht gedacht, dass mich der zweite Teil noch begeisterter zurücklässt als der erste Teil! Von Anfang an ist das Buch mega-spannend! Die kurzen Kapitel schwenken immer hin- und her aus der Sicht der Freunde, dann wieder zurück in die Vergangenheit und Huldas Geschichte kreuzt immer mal wieder. Da alle drei Stränge für sich sehr einnehmend sind, möchte der Leser natürlich schnell wissen, wie alles zusammenhängt!

Der Schreibstil von Ragnar Jónasson ist richtig gut zu lesen und ich finde, er versteht es prächtig, uns die Schönheit, aber auch die Einsamkeit von Islands Natur rüberzubringen! Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, so dass man später genau weiß, wer wie tickt. Besonders Hulda, unsere Hauptprotagonistin, hat einen Charakter, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mag oder bewundere. Ihre Hartnäckigkeit, mit der sie oft aneckt, bringt sie aber auch immer zum Ziel. Und ihre persönliche Geschichte hat mich in diesem Teil auch wieder sehr berührt.

Man sollte aber trotzdem den ersten Teil gelesen haben, sonst entgehen einem wirklich viel Informationen und auch Emotionen von Hulda. Ich freue mich nun auf den dritten und letzten Teil und frage mich, ob die Geschichte noch zu toppen ist…

Mein Fazit: Von mir gibt es volle Punktzahl und eine ganz klare Leseempfehlung! Das Leben von Hulda Hermannsdóttir und das auch noch rückwärts gelesen sollte man sich nicht entgehen lassen! Ein sehr spannendes Buch, welches ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe!

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Veröffentlicht am 15.02.2021

Der zweite Fall mit Karen Eiken Hornby!

Doggerland. Tiefer Fall (Ein Doggerland-Krimi 2)
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Zum Buch: Die Kommissarin Karen Eiken Hornby war verletzungsbedingt nach ihrem letzten Einsatz lange zuhause. Von daher ist sie fast froh, als auf der Nachbarinsel Noorö ein Mann zu Tode kommt und sie ...

Zum Buch: Die Kommissarin Karen Eiken Hornby war verletzungsbedingt nach ihrem letzten Einsatz lange zuhause. Von daher ist sie fast froh, als auf der Nachbarinsel Noorö ein Mann zu Tode kommt und sie einspringen muss. Schnell wird klar, dass es sich hierbei um Mord handelt. Personell völlig unterbesetzt, fängt Karen mit den Behörden vor Ort an zu ermitteln. Das ist nicht so leicht, denn zusätzlich zum personellen Engpass zwischen Weihnachten und Neujahr kommt noch eine Schlechtwetter-Front. Dass sie auf Noorö Verwandtschaft hat, macht die Ermittlungen nicht unbedingt leichter… Und dann passiert ein zweiter Mord, hängen die beiden Fälle zusammen?

Meine Meinung: Dieses Buch ist der zweite Teil der Doggerland-Trilogie mit Karen Hornby. Was mich an dieser Reihe fasziniert, sind die örtlichen Begebenheiten. Doggerland besteht aus drei Inseln, der Hauptinsel Heimö mit der Hauptstadt Dunker und die beiden anderen Inseln Noorö und Frisel. Ich kann mir die fiktiven Inseln zwischen Großbritannien und Dänemark so gut vorstellen! Die Autorin hat ein Händchen dafür, den Leser dort mit hin zu nehmen.
Die Hauptfigur ist die Kommissarin Karen Eiken Hornby, die vor einigen Jahren ihren Mann und ihren Sohn verlor. Das wissen aber nur ihre engsten Freunde. Und das ist ein völlig zusammengewürfelter Haufen. Diese Runde ist mir schon im ersten Teil sehr sympathisch aufgefallen! So unterschiedlich sie auch alle sind, wenn es drauf ankommt, halten sie zusammen!

Die Zusammenarbeit von Karen, die auf der Hauptinsel in Dunker arbeitet mit den Polizisten auf Noorö ist nicht so einfach. Die ländliche Polizei hat einfach das Gefühl, dass man ihr nichts zutraut. Das Vertrauen muss sich Karen also erst verdienen. Ihre Familie väterlicherseits, die auf Noorö wohnt, hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Schnell wird klar, dass die Familie ihr etwas verheimlicht. Und das wirft Karen natürlich in einen persönlichen Zwiespalt. Hinzu kommt noch, dass ihre ehemals beste Freundin in großen Schwierigkeiten steckt. Das alles zusammen macht die Story unheimlich vielschichtig und spannend!

Mein Fazit: Ich war gedanklich wieder auf Doggerland und am Ende wieder regelrecht enttäuscht, dass diese Inseln nur im Kopf der Autorin existieren! Beste schwedische Unterhaltung!

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