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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Wahrhaft dunkle Geheimnisse...

Der dunkle Sommer
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Zum Buch: Die Architektin Tilda kauft sich für einen Euro ein altes Haus in einem Geisterdorf auf Sardinien. Während sie noch mit der Renovierung beschäftigt ist, hört sie Klagerufe und es geschehen unheimliche ...

Zum Buch: Die Architektin Tilda kauft sich für einen Euro ein altes Haus in einem Geisterdorf auf Sardinien. Während sie noch mit der Renovierung beschäftigt ist, hört sie Klagerufe und es geschehen unheimliche Dinge. Ist sie doch nicht ganz alleine in dem Dorf? Wilde Geschichten ranken sich um die Geschehnisse in den 80er Jahren, ist da etwas Wahres dran?

Meine Meinung: Dieses Buch kommt ohne viele Protagonisten aus. Es geht um die Geschichte von Franka, in die der Leser in etwa jedem 2. Kapitel eintaucht. Sie war 1982 ein Teenager und wir erfahren, was für eine mutige, junge Frau sie war. Sie hat sich gegen das damals noch sehr vorherrschende Patriarchat in Italien gewehrt und musste dann aber leider mit den Konsequenzen leben.

Tilda dagegen hat ihre eigenen Dämonen und ist eigentlich auf der Flucht vor sich selbst. In diesem abgelegenen Ort kommt sie zur Ruhe und findet in dem Fischer Daniele einen Freund. Bis ihr Bruder Nino vor ihrer Tür steht, der einiges an Chaos stiftet. Doch insgeheim ist sie froh, denn endlich finden die beiden als Bruder und Schwester zusammen.

Es ist eine leise Geschichte, die die Autorin hier erzählt. Die Hintergründe zur Geschichte liefert eine Kultur in Italien, die es so wirklich gegeben hat und das erstaunt auf jeden Fall! Das Ende hat mich nochmal überrascht, mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet!

Mein Fazit: Der gute Schreibstil trägt einen hier durch das Buch, was auch einige Längen enthält. Aber die Geschichte dahinter fasziniert und man möchte unbedingt herausfinden, was damals wirklich geschehen ist! Ich vergebe hierfür 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Eine großartige Idee einer großartigen Schriftstellerin!

Das Geschenk
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Zum Buch: Der Präsident von Botswana macht Deutschland ein ganz besonderes Geschenk: 20.000 Elefanten lässt der Präsident in Berlin frei, um sich für das Gesetz des Einfuhrverbots von Jagdtrophäen zu bedanken. ...

Zum Buch: Der Präsident von Botswana macht Deutschland ein ganz besonderes Geschenk: 20.000 Elefanten lässt der Präsident in Berlin frei, um sich für das Gesetz des Einfuhrverbots von Jagdtrophäen zu bedanken. Klingt ironisch? Ist es auch. Was harmlos beginnt, weitet sich zu einer internationalen, europäischen Krise aus. Wie geht man jetzt damit um? Politisch und moralisch?

Meine Meinung: Wieder ein Glanzstück der Ausnahme-Autorin Gaea Schoeters! In diesem kleinen Büchlein, es umfasst nur 139 Seiten, steckt so viel Ironie, Selbstverherrlichung von Politikern, machthungrige Wirtschaftsbonzen, dass einem die Ohren schlackern!

Am Ende fragt man sich, was wirklich sinnvoll gewesen wäre und wie man selbst gehandelt hätte. Und es wird wieder klar, dass Europa für so eine Novität einfach noch nicht bereit ist! Dabei beinhaltet es wirklich gute Ideen. Aber der Mensch wäre nicht der Mensch, wenn das Buch anders ausgegangen wäre.

Mein Fazit: Ich liebe die Ideen von Gaea Schoeters und freue mich auf die nächsten Werke aus ihrer Feder! Dieses einzigartige „Geschenk“ ist auf jeden Fall sehr lesenswert und lässt den Leser schmunzelnd, aber auch nachdenklich zurück. Grandios!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Vertrauenswürdig ist hier garantiert niemand!

BAD VIBES. Deine Geheimnisse sterben nie
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Zum Buch: Als ihr ehemaliger bester Freund Jake bei einem Autounfall stirbt, wird Dahlia zur Testamentseröffnung auf das Anwesen der MacRavens eingeladen. Was niemand ahnte: Dahlia erbt einen großen Teil ...

Zum Buch: Als ihr ehemaliger bester Freund Jake bei einem Autounfall stirbt, wird Dahlia zur Testamentseröffnung auf das Anwesen der MacRavens eingeladen. Was niemand ahnte: Dahlia erbt einen großen Teil von Jakes Vermögen, das er sich als Bestseller-Autor verdient hat. Die Familie, ein alter Clan in Schottland, ist außer sich. Hat sie in dem Familienanwalt Evan einen Verbündeten oder kann sie ihm nicht trauen? Es prickelt zwischen den beiden. Dahlia ist davon überzeugt, dass Jakes Tod kein Unfall war und forscht im Geheimen. Denn Jake hatte die Angewohnheit, alles, was innerhalb der Familie geschah, in seinen Notizbüchern festzuhalten. Doch natürlich wollen die Familienmitglieder nicht, dass die Geheimnisse aufgedeckt werden. Und so hat Dahlia das Gefühl, in einer Schlangengrube zu sitzen…

Meine Meinung: Es gibt ziemlich viele Charaktere hier, alle Familienmitglieder werden erwähnt – aber, es gibt einen Stammbaum vorne im Buch, was sehr hilfreich ist! Was sofort auffällt, wenn man sich diesen ansieht, dass schon ziemlich viele Familienmitglieder der Tod ereilt hat… Ja ja, genau. Eine große Familie hat viele dunkle Geheimnisse!

Hilfe bekommt Dahlia unerwartet von Ayden, ein alter Freund der Familie. Das Vertrauen zwischen ihnen beiden ist nicht immer hundertprozentig gegeben und doch können sie nicht voneinander lassen. Auf die eine oder andere Art und Weise… Ja, es wird auch spicy. Mir teilweise in etwa der Hälfte des Buchs schon etwas zu viel. Darum und nur deshalb ziehe ich einen Stern ab. Für mich hätte es das nicht in der Menge gebraucht, aber das ist reine Geschmackssache.

Ich habe das Buch wirklich sehr gemocht, weil ich mir erstens die Charaktere so richtig gut vorstellen konnte und zweitens es tierisch Spaß macht, auf Geheimnissuche zu gehen! Und hier hat wirklich fast jeder irgendeinen Dreck am Stecken! Aber, der Fairness halber muss ich sagen, hat auch Dahlia ein Geheimnis. Es ist ein Ränkespiel, das am Ende eigentlich nur einen Gewinner hergeben kann. Und die Parteien spielen sich den Ball zu und es läuft auf ein wirklich krasses Ende zu und… Tja, liebe Leser, das müsst ihr nun wirklich selbst herausfinden!

Mein Fazit: Das war wirklich gute Unterhaltung! Ich mochte dieses Getue der Charaktere, die Lügen und Intrigen und die ganzen Geheimnisse! Und wer es dann auch noch ein wenig mehr spicy mag, der ist hiermit sehr gut beraten! Ich vergebe vier Sterne!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Dieser Fall wird wieder persönlich für Munch...

Federgrab
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Zum Buch: In einem Waldstück wird Camilla Green tot aufgefunden. Sofort fallen den Ermittlern die Federn auf, mit denen die Tote geschmückt wurde. Ansonsten sieht der Körper dünn und ausgemergelt aus. ...

Zum Buch: In einem Waldstück wird Camilla Green tot aufgefunden. Sofort fallen den Ermittlern die Federn auf, mit denen die Tote geschmückt wurde. Ansonsten sieht der Körper dünn und ausgemergelt aus. Camilla kommt aus einem naheliegenden Jugendheim. Die Ermittler beginnen mit den Befragungen. Aber sie kommen nicht so richtig weiter, die Jugendlichen sind ziemlich verschlossen. Dann wird der Computerspezialist der Einheit, Gabriel, von einem alten Hackerfreund kontaktiert. Dieser hat ein Video von Camilla im Darknet gefunden. Das lenkt den Verdacht noch einmal in ganz andere Richtungen…

Meine Meinung: Ich mag die Reihe alleine schon wegen der Ermittler. Hier hat jeder so seine Ecken und Kanten. Mia hat besonders viele und ich finde sie schwer traumatisiert. Was man durchaus verstehen kann, wenn man ihren Hintergrund kennt. Holger muss höllisch auf sich aufpassen, er lebt sehr ungesund und ist genau im richtigen Alter für einen Herzinfarkt. Die beiden mögen sich halt auf eine ganz besondere Art und verzeihen sich viel, das mag ich bei den beiden besonders gern. Aber auch der Kollege Curry hat ganz eigene Probleme.

Der Fall zieht auf jeden Fall größere Kreise, als man anfangs vermuten mag. Alles hängt irgendwie zusammen und Mia sieht wieder die Verbindungen. Schade nur, dass sie dabei immer so viel Alkohol braucht, um ihre wirren Gedanken zusammen zu bringen… Hier spielt auch Miriam, Holgers Tochter, eine große Rolle, den Handlungsstrang habe ich auch interessiert verfolgt!

Der Autor hat es wieder geschafft, von Anfang an Spannung einzubauen, die durch die vielen losen Fäden auch nicht abreißt! Und wie üblich gibt es den Showdown am Ende. Der geht dieses Mal leider nicht für alle gut aus… von daher bin ich schon sehr gespannt auf den nächsten Band!

Mein Fazit: Ich bin froh, diese Reihe und den Autor für mich entdeckt zu haben! Der Schreibstil gefällt mir und die Ermittler sowieso! Ich vergebe die volle Punktzahl und freue mich auf Band 3!

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Von Monstern und Menschen...

Verirrt
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Zum Buch: Felizitas schafft es endlich, ihren gewalttätigen Mann Marc zu verlassen. Mitten in der Nacht schnappt sie sich ihre Tochter Vicki und flieht zu ihrer Mutter. Diese wohnt irgendwo einsam mitten ...

Zum Buch: Felizitas schafft es endlich, ihren gewalttätigen Mann Marc zu verlassen. Mitten in der Nacht schnappt sie sich ihre Tochter Vicki und flieht zu ihrer Mutter. Diese wohnt irgendwo einsam mitten im Wald an einem See. Obwohl Felizitas den Kontakt vor vielen Jahren abgebrochen hat, nimmt ihre Mutter Beatrix sie gerne auf. Plötzlich weiß Felizitas wieder, warum sie böse auf ihre Mutter war. Sie erzählt schlimme Geschichten von Monstern, die Kinder fressen und das zeigt auch schon Wirkung, Vicki wird immer ängstlicher. Und warum schließt ihre Mutter sich beim Malen immer ein?

Meine Meinung: Die Autorin schafft hier eine wirklich gruselige Atmosphäre. Mir fällt auf bei ihren Büchern, dass sie einen großen Bezug zur Natur haben und das gefällt mir wirklich gut! Sie beschreibt die Gegend mit dem Nebel über dem See, der immer undurchdringlicher wird und den Wald, der immer dichter wird, so gut, dass man das Gefühl hat, mitten drin zu stehen!

Felizitas, aus deren Sicht das meiste erzählt wird, war mir gleich sympathisch. Sie hat selbst immer Probleme gehabt, zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, zumal ihre Mutter eine geübte Kräuterhexe ist und ihre Tees durchaus eine Wirkung erzielen. Einzig bei Kili, dem jungen Förster, der auch dort in einer kleinen Hütte wohnt, fühlt sie sich frei und ungezwungen. Obwohl er auch etwas seltsam ist. Und irgendwann gehen Felizitas die Augen auf. Hatte sie zuerst sehr große Angst, dass ihr Mann sie findet, merkt sie dann, dass sie andere Menschen fürchten muss!

Hier geht es um Monster, die wir uns selber erschaffen, die wir erkennen und loslassen müssen. Die ganze Geschichte funktioniert ohne große Effekthascherei, einfach nur durch die Stimmung.

Mein Fazit: Auch mit diesem Buch hat Michaela Kastel mich wieder voll von ihrer Schreibkunst überzeugt! Eine gruselige, dichte Atmosphäre, die einem an manchen Stellen Gänsehaut verursacht, macht dieses Buch zu einem wahrhaften Pageturner! Volle Punktzahl von mir, ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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