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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Gar nicht mehr so unrealistisch das Ganze...

Der Tower
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Zum Buch: Nova glaubt, das große Los gezogen zu haben: nachdem ihr Job weg ist und ihr auch noch die Wohnung gekündigt wurde, wird sie aus dem Lostopf von Natasho gezogen. Sie darf ein Jahr lang kostenlos ...

Zum Buch: Nova glaubt, das große Los gezogen zu haben: nachdem ihr Job weg ist und ihr auch noch die Wohnung gekündigt wurde, wird sie aus dem Lostopf von Natasho gezogen. Sie darf ein Jahr lang kostenlos im total angesagten Pram-Tower mitten auf dem Alexanderplatz in Berlin wohnen! Alles ist super-chic und modern, alles wird per KI gesteuert. Zuerst denkt sie noch, sie müsse sich erst an diese Art zu wohnen gewöhnen, aber bald merkt sie, dass da etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Und was will Konrad ihr eigentlich sagen, als er von ihrer Vormieterin spricht?

Meine Meinung: Diese Geschichte hat mich gleich von Anfang bis Ende mitgenommen! Wie Nova auch findet der Leser so nach und nach heraus, wie das Leben im Pram-Tower funktioniert. Denn Kim, die KI des Towers, lernt ständig und fällt durchaus auch mal Entscheidungen über den Willen der Bewohner hinweg. Weil es eben „besser“ ist für den Bewohner. Ich finde diese Vorstellung sehr beängstigend!

Die Charaktere auf Etage 32 sind sehr gut dargestellt. Die Bewohner müssen nämlich jede Woche ein Etagentreffen veranstalten. Ich finde, hier merkt man ganz gut, dass Luxus nicht alles ist! Ich denke, dass jeder, der einmal so gewohnt hat, mit einer ganz normalen Bude zufriedener wäre! Ich möchte nicht zu viel verraten, nur so viel: Nova bekommt Dinge heraus, die ihr sehr gefährlich werden. Und als sie begreift, ist es schon fast zu spät.

Der Schreibstil ist einfach toll, man fliegt nur so durch die Seiten. Der Autor schafft es sofort, das Bild vom Pram-Tower mit seiner „Kim“ im Kopf zu erzeugen. Und das löst direkt Beklemmungen aus! Die kurzen Kapitel tragen auch noch dazu bei, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann! Viele Wendungen erwarten den Leser, da Nova nicht wirklich sicher ist, wem sie nun trauen kann.

Mein Fazit: Eine beklemmende Geschichte, die durchweg Spannung bietet! Man kann nicht anders, als mit Nova mitzufiebern, möchte sie aber auch manchmal schütteln. Aber das liegt wohl daran, dass man selber einfach zu viele Thriller gelesen hat, nicht wahr? Von mir gibt es auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Mehr Wildnis geht schon fast gar nicht...

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Zum Buch: Kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann Lars wird Julia von ihrer besten Freundin Nicki noch einmal zum Wandern eingeladen. Es soll endlich der Kungsleden-Weg in Schweden bezwungen werden. ...

Zum Buch: Kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann Lars wird Julia von ihrer besten Freundin Nicki noch einmal zum Wandern eingeladen. Es soll endlich der Kungsleden-Weg in Schweden bezwungen werden. Julia zögert erst, doch da die Freundinnen sich in der letzten Zeit nicht mehr so oft gesehen haben, willigt sie schließlich ein. Doch Nicki ist schweigsam und verhält sich komisch. Bis sie eines Morgens einfach nicht mehr neben Julia im Zelt liegt! Wie soll Julia allein den Weg zurückfinden? Und wo ist Nicki?

Meine Meinung: Ein ziemlicher Albtraum, der hier geschildert wird! Denn Nicki ist eigentlich die Person mit der guten Orientierung, nicht Julia. Und durch die von der Autorin schön geschilderte Landschaft weiß der Leser ungefähr, dass in Julias Nähe außer der schönen Landschaft nicht viel ist. Es ist kurz vor der Wintersaison, die Wege sind eh nicht mehr gut besucht und Nicki hatte die tolle Idee, abseits der Wanderwege ihre Zelte aufzuschlagen. Julia verirrt sich im strömenden Regen im Wald, verliert ihr Handy und auch fast ihr Leben. Denn es ist schon lebensgefährlich, ohne Schutz dort in der Kälte auszuharren. Aber Julias Überlebenswille ist stark. Und so macht sie sich auf die Suche. Doch was sie findet, war nicht das, was sie auch nur annähernd gesucht hat: die Wahrheit.

Der Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen. In kurzen Kapiteln gehen wir mit den beiden Freundinnen den Weg gemeinsam. Die Erzählform ist aus der Ich-Perspektive. Ich persönlich mag das ja, es bringt mir die Charaktere noch näher. Manche Kapitel erzählen in Tagebuch-Form eine alte Geschichte von einer der Freundinnen. Diese Erzählung hat mich auch sehr aufgewühlt. So nach und nach kommt man der Wahrheit näher, bis sie mir wie ein Brett vor den Kopf geschlagen ist! Was für eine Erkenntnis! Dann nimmt die Geschichte noch einmal so richtig Fahrt auf und bringt den Kreislauf in Wallung! Mit dem Ende bin ich persönlich sehr zufrieden.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die nicht viele Protagonisten braucht und trotzdem spannend ist! Das hat mir gut gefallen und ich vergebe hier sehr gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Bitterböser Horror mit überraschenden Wendungen!

Das Grauen von Cape de Ville
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Zum Buch: Der Schriftsteller Xander Ripley hat eine Schreibblockade. Da trifft es sich gut, dass sein Bruder Howard ihm einen sehr abgelegenen Ort vermitteln kann. Und zwar der Leuchtturm von Cape de Ville. ...

Zum Buch: Der Schriftsteller Xander Ripley hat eine Schreibblockade. Da trifft es sich gut, dass sein Bruder Howard ihm einen sehr abgelegenen Ort vermitteln kann. Und zwar der Leuchtturm von Cape de Ville. Er soll verkauft werden und steht leer. Xander kann sein Glück kaum fassen, als die Wörter wie von alleine aus ihm heraussprudeln, sobald er im Leuchtturm sitzt. Da kann man die merkwürdigen Vorkommnisse auch mal ausblenden. Er fragt sich nur, warum die Einwohner von Cape de Ville so feindselig sind. Einzig Sonja, die Nichte des hiesigen Supermarkthändlers und der Dorfsäufer Pierce reden mit ihm. Pierce warnt ihn sogar und rät ihm, schnell das Weite zu suchen…

Meine Meinung: Ja hallo Horror! Eine klassische Horrorstory mit feindlich gesinnten Menschen und einem abgelegenen Ort. Viel mehr braucht der geneigte Horrorleser eigentlich gar nicht, um die Phantasie im Kopf anzukurbeln! Die Charaktere sind super beschrieben, Xander schließt man gleich ins Herz, auch Sonja, die die Wohnung ihres verstorbenen Onkels ausmistet, ist sehr sympathisch. Bei Pierce war ich mir nicht so sicher, denn seine Erscheinung ist, nun ja, ein wenig ambivalent… Der Rest der Dorfbewohner tut so, als wäre Xander der Teufel in Person.

Im Leuchtturm selber geschehen merkwürdige Dinge. Xander glaubt sich völlig übernächtigt, als ihm die Familie des letzten Leuchtturmwärters erscheint, doch warum sind morgens immer noch nasse Spuren auf dem Boden zu sehen? Und was hat es mit den vielen Krähen auf sich? Natürlich poltert es auch im Turm, aber Xander ignoriert es weitgehend. Bis sein Bruder Howard ums Leben kommt. Da reicht es ihm aber und er rennt sehenden Auges in sein Unglück…

Mein Fazit: Tolle Horrorstory, die mich sehr angesprochen hat und die mich das Buch in kürzester Zeit hat auslesen lassen! Packende Wendungen und ein böses Ende, so etwas mag ich! 4 Sterne gibt es von mir!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Weitere menschliche Abgründe...

Mit kalter Hand
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Zum Buch: Die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao bekommt wieder einen Sondereinsatz. Und zwar geht es dieses Mal um den Pferderipper von Lübars. Der Täter verfeinert seine Mordtechnik und es gibt begründeten ...

Zum Buch: Die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao bekommt wieder einen Sondereinsatz. Und zwar geht es dieses Mal um den Pferderipper von Lübars. Der Täter verfeinert seine Mordtechnik und es gibt begründeten Verdacht, dass er nur an den Pferden übt und sich dann an Menschen vergreift. Da gilt es natürlich, ihn so schnell wie möglich zu fassen.
Als wenn das nicht schon schwer genug wäre, findet die Kommissarin Monti im Spandauer Forst vereinzelte Leichenteile. Doch der Torso, der am meisten Aufschluss über die Todesursache geben könnte, fehlt bislang.

Meine Meinung: Für Sabine Yao ist es diesmal so richtig spannend, denn mit Tier-Rechtsmedizin hatte sie bislang noch nicht zu tun. Das war schon ganz interessant. Doch wie sie hier dem Täter wieder auf die Spur kommen, ist einfach toll. Da merkt man, was technisch schon möglich ist!

Auch bei dem zweiten Fall wissen die Ermittler bei den einzelnen Teilen schon, dass der Körper zusammengehört, aber ohne den Torso können sie keine Todesursache ausmachen. Eine harte Nuss für die Ermittler! Der Leser schaut natürlich die ganze Zeit schon hinter die Fassade und weiß, wer die Teile dort ausgelegt hat. Was da am Ende herauskommt, lässt einen schon ein wenig an der Menschheit zweifeln!

Mir hat auch dieser Teil wieder sehr gut gefallen, weil man einfach total locker in das Thema Rechtsmedizin einsteigt und viel darüber erfährt. Die beiden Fälle fand ich zwar spannend, aber den Vorgänger fand ich einfach noch ein wenig spannender! Nichtsdestotrotz wurde ich sehr gut unterhalten. Ich bewundere Sabine Yao jedes Mal und frage mich, ob ihr Tag nicht vielleicht länger ist als meiner. Denn sie schafft ein unglaubliches Arbeitspensum!

Mein Fazit: Nicht der allerbeste Fall, aber trotzdem spannend geschrieben und wieder gefüllt mit Dingen, die wir aus der Rechtsmedizin lernen! Ich finde es einfach toll, wie der Autor es geschafft hat, so viele Menschen für Rechtsmedizin zu begeistern!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Wer ist hier Opfer und wer Täter?

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod?
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Zum Buch: Die Mathelehrerin Eve Bennett hat große Sorge, als sie erfährt, dass ausgerechnet die Schülerin Addie im Englischkurs ihres Mannes Nate sitzt. Denn ein Kollege musste die Schule verlassen, weil ...

Zum Buch: Die Mathelehrerin Eve Bennett hat große Sorge, als sie erfährt, dass ausgerechnet die Schülerin Addie im Englischkurs ihres Mannes Nate sitzt. Denn ein Kollege musste die Schule verlassen, weil es hieß, er hätte etwas mit Addie. Nun ist Nate ein sehr beliebter und attraktiver Lehrer und sie macht sich Sorgen, dass ihm etwas Ähnliches passieren könnte. Wenn sie da geahnt hätte, was noch alles passieren wird…

Meine Meinung: Das ist wieder so ein typischer McFadden! Ein Pageturner erster Klasse! Sie schreibt einfach so locker leicht mit kurzen Kapiteln, dass man als Leser nur so durch die Geschichte fliegt! Man merkt natürlich recht schnell, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheint.
Nate und Eve könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie die kühle Mathematikerin, er der charmante und leicht verträumte Englischlehrer. Addie ist eine typische 16-jährige, die es in ihrem Leben bisher nicht leicht hatte. Leider ist sie immer wieder Mobbing-Opfer, obwohl sie versucht, sich unsichtbar zu machen.

Die Geschichte ist ein Verwirrspiel. Wenn man denkt, man hat die Lösung, wird man doch wieder überrascht! Besonders das Ende, Kinder, mir ist die Kinnlade heruntergeklappt und ich musste einen Absatz zweimal lesen!

Mein Fazit: Auch mit „Der Lehrer“ konnte die Autorin mich wieder vollends überzeugen! Es ist sicherlich keine Weltliteratur, aber die überraschenden Plots und gerade die einfache Sprache lassen den Leser durch die Seiten fliegen! Ich fand es wieder grandios!

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