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Veröffentlicht am 20.06.2025

Die Geschichte ist wirklich sehr finster!

Im Finsterwald
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Zum Buch: Es ist Winter 1926 in Göteborg. Das junge Kindermädchen Maj ist mit den fünf Kindern der Familie Guldin im Naturkundemuseum, als die neunjährige Alice kurz vor Museumsschließung verschwindet. ...

Zum Buch: Es ist Winter 1926 in Göteborg. Das junge Kindermädchen Maj ist mit den fünf Kindern der Familie Guldin im Naturkundemuseum, als die neunjährige Alice kurz vor Museumsschließung verschwindet. Eine aufwändige Suche beginnt, doch Alice bleibt verschwunden.
Kommissar Nordfeldt beauftragt den Hauptwachmeister Nils Gunnarsson mit den Ermittlungen. Während Nils die Mitarbeiter im Museum unter die Lupe nimmt, freundet sich seine alte Freundin, die Journalistin Ellen Grönblad, mit dem Kindermädchen an. Und dann kommen Dinge ans Tageslicht, bei denen es den Leser nur so gruselt…

Meine Meinung: Das Buch hat mich total „verzaubert“, denn es ist so atmosphärisch dicht geschrieben, dass man es kaum aus der Hand legen kann! Es ist spannend, in die Zeit von vor gut 100 Jahren einzutauchen und mitzuerleben! Ellen, die früher einmal mit Nils zusammen war, hat gerade geheiratet und muss sich in ihrer Rolle als Ehefrau auch erst zurechtfinden.
Nils sucht sein Vergnügen derweil auf dem Tanzparkett und dort lernt er dann auch die extravagante Forscherin Beate Iversen kennen, die er sehr reizvoll findet. Obwohl sein Chef mit der Verbindung nicht einverstanden ist, bändelt er mit ihr an und bekommt so einiges im Museum mit, denn Beate wohnt und arbeitet dort gerade.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und einnehmend, ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen! Man will unbedingt herausfinden, was mit Alice geschehen ist. Die Auflösung ist zwar irgendwann sehr greifbar, dennoch ist man erschüttert!

Mein Fazit: Eine unblutige und doch sehr spannende Kriminalgeschichte, die sich vor 100 Jahren wirklich so hätte abspielen können! Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, ich würde auf jeden Fall noch einen Fall aus der Feder der Autorin lesen und kann das Buch wirklich empfehlen!

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Meist sind es die Menschen, die schlecht sind...

Wer Angst sät
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Zum Buch: Ein kleiner Ort nahe Berlin im Hochsommer, der Roggen steht metergroß auf dem Feld, eine irre Hitze geht über das Land. Und dann verschwindet der jugendliche Max plötzlich auf dem Weg nach Hause. ...

Zum Buch: Ein kleiner Ort nahe Berlin im Hochsommer, der Roggen steht metergroß auf dem Feld, eine irre Hitze geht über das Land. Und dann verschwindet der jugendliche Max plötzlich auf dem Weg nach Hause. Die Ermittler aus dem Nachbarort Ella Berger und ihr Chef Nils Martenitz fangen gerade mit ihren Nachforschungen an, da taucht Max wieder auf. Völlig verstört und teerverschmiert kann er sich an nichts erinnern. Nur, dass da etwas war im Roggenfeld, etwas Unheimliches und Mächtiges…

Meine Meinung: Besonders gut hat mir hier im Buch die ganze Atmosphäre in dem kleinen Dorf gefallen. Man kann sich die Situation sehr gut bildlich vorstellen. Die flimmernde Hitze über den wogenden Roggenfeldern, die Dorfbewohner, die an alte Märchen glauben und sich gegenseitig aufstacheln. Ella kommt aus dem kleinen Ort Custrow, ist wegen ihres Vaters wieder aus Berlin zurückgekommen, um in der Polizeistation in Makow, dem Nachbarort, zu arbeiten.

Als noch ein Mädchen verschwindet und ermordet aufgefunden wird, bekommen sie Hilfe vom LKA. Die Profilerin Aya Nakamura schließt man eigentlich gleich ins Herz. Zusammen mit Ella sind sie ein wirklich tolles Team! Die alte Sage um die Roggenmuhme, die sich Kinder holt, scheint, so unglaublich das klingt, irgendetwas mit dem aktuellen Geschehen zu tun zu haben. Langsam kommen sie der Wahrheit immer näher und das ist wirklich unglaublich, was da zutage gefördert wird!
Der Schreibstil liest sich flüssig weg und die Spannung ist auch durchweg da! Eine wirklich gute Geschichte hat sich Martin Krüger hier ausgedacht!

Mein Fazit: Mir hat das Rätseln auf dem platten Land richtig Spaß gemacht! Ich vergebe für die Stimmung, die Spannung und die tollen Charaktere die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Leider nicht so gut wie Band 1!

Totenhaus
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Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss ...

Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss Blum fliehen. Was für ein Zufall, dass sie gerade die Familie ihrer bereits verstorbenen Zwillingsschwester kennengelernt hat und dort Unterschlupf findet. Doch sind sie dort alle ehrlich zu ihr? Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird ihr zum Verhängnis…

Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Teil wirklich toll fand, war ich so gespannt auf die Fortsetzung. Leider wurde ich hier jäh enttäuscht. War Blum im ersten Teil noch eine starke Frau, die ihre Trauer in Wut umgewandelt und clever gehandelt hat, ist sie hier einfach nur nervig. Fehlende Impulskontrolle und ihre Wut, die mittlerweile eigentlich verraucht sein müsste, kosten sie beinahe das Leben. Mehrmals wollte ich ins Buch hineinspringen und sie schütteln. Was ist nur aus dieser Frau geworden, die ich im ersten Teil noch fast bewundert habe? Hier handelt sie völlig irrational und denkt auch nicht im kleinsten an die Folgen. Fast hätte sie ihre ganze Familie mit hineingezogen, nur, weil sie total egoistisch handelt.

Die Story ist eigentlich richtig gut. Denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hatte. Diese hat zu Lebzeiten bestimmt, dass ihr toter Körper durch den Künstler und Plastinator Leo Kuhn ausgestellt wird. Auch den Bruder ihrer Schwester Björk, Ingmar und dessen Vater lernt sie kennen. Sie leben seit dem Tod der Mutter und Schwester völlig zurückgezogen in einem großen, stillgelegten Hotelkomplex. Genau dort wird Blum die nächste Zeit verbringen, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Mich hat nur ihr Verhalten geärgert, da ihr die Menschen ja nur helfen wollen und sie immer wieder alle gegen sich aufbringt.

Mein Fazit: Leider hat mir Blum hier in dem Buch gar nicht gefallen. Ich musste mich so oft über sie aufregen. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Teil und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Ein wahrer Albtraum für Isak...

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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Zum Buch: Isak und Madde leben ein überschaubares, einfaches Leben in einer Kleinstadt in Smaland. Isaks Vater, zu dem er seit dem schlimmen Brand, bei dem seine Mutter und seine kleine Schwester ums Leben ...

Zum Buch: Isak und Madde leben ein überschaubares, einfaches Leben in einer Kleinstadt in Smaland. Isaks Vater, zu dem er seit dem schlimmen Brand, bei dem seine Mutter und seine kleine Schwester ums Leben kamen, keinen Kontakt mehr hat, meldet sich plötzlich bei ihm. Er hat Krebs im Endstadium und möchte Isak und Madde noch ein paar Tage um sich haben. Nach langem Überlegen fahren die beiden schließlich nach Gotland. Dort wartet eine völlig andere Welt auf Isak und er verliert sich fast selbst…

Meine Meinung: Das Buch hat mich gleich von Anfang an in Beschlag genommen und bis zum Schluss auch nicht mehr losgelassen! Total spannend erzählt der Autor die Reise von Isak und Madde. Man merkt ziemlich schnell, warum der Großvater Anders, bei dem Isak dann aufgewachsen ist, davon abgeraten hat, den Kontakt zu Fredrik wieder aufzunehmen. Denn Isak wird plötzlich wieder vermehrt von Albträumen geplagt, weiß manchmal nicht, was wahr ist und was er sich einbildet. Denn der Alkohol fließt gut und man denkt auch immer, dass Isak unter Drogen gesetzt wird.

Es ist wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, durch die Isak hier geschleudert wird. Da vergeht auch dem Leser Hören und Sehen! In Rückblenden erfährt der Leser auch mehr von der Vergangenheit. Es kommt, wie es kommen muss, der große Showdown bleibt auch hier nicht aus und alles klärt sich endlich auf. Den Weg dorthin fand ich extrem spannend zu lesen! Man möchte gerne ins Buch springen und Isak schütteln, weil man genau merkt, wie er manipuliert wird. Eigentlich müsste auf dem Cover „Psychothriller“ stehen, denn Psycho bekommt man hier eindeutig!

Mein Fazit: Hier erwartet den Leser eine Geschichte, die einem nicht enden wollenden Albtraum gleicht! Bis man am Ende mit einem tiefen Seufzer das Buch an die Seite legen kann! Für mich ein absoluter Pageturner, den ich allen empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Wie sehr Trauer die Menschen von der Realität wegrücken kann...

Zeiten des Verfalls
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Zum Buch: Sandy und Thomas passiert das Schlimmste, was Eltern passieren kann, ihre zweijährige Tochter Anna stirbt. Besonders schlimm daran ist, dass Thomas die kleine Anna im Auto vergessen hat, während ...

Zum Buch: Sandy und Thomas passiert das Schlimmste, was Eltern passieren kann, ihre zweijährige Tochter Anna stirbt. Besonders schlimm daran ist, dass Thomas die kleine Anna im Auto vergessen hat, während er bei einem Bierchen gechillt hat… Während Sandy Mitgefühl bei ihrer Familie findet, zu der sie kurzerhand mit dem fünfjährigen Luis gezogen ist, bekommt Thomas Besuch. Und zwar – von der kleinen Anna. Doch sie ist doch tot, wie kann das sein? Als er Sandy informiert, schmiedet sie einen irren Plan…

Meine Meinung: Dieses Buch ist für die Autorin Simone Trojahn ein sehr persönliches, wie sie im Nachwort erklärt. Natürlich hat man sofort Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ vor seinem geistigen Auge. Aber hier geht es hauptsächlich um die Trauer der Menschen. Wir lesen nicht nur über das Schicksal der kleinen Anna, sondern auch andere Personen verlieren einen wichtigen Menschen. Was dann in diesen Personen vorgeht, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, darum geht es. Sie hängen irgendwie zwischen der Realität und Wunschdenken fest.

Von den Maden abgesehen, die ich wirklich immer echt eklig finde, war das jetzt nicht der Wahnsinns-Pageturner für mich. Aber ich wurde dennoch gut unterhalten und habe den Sinn hinter diesem Buch auch verstanden! Das Ende ist dann wieder fiktiv, aber es kommt schließlich, wie es kommen muss!

Mein Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, die man zwischendurch gut lesen kann. Gefühlvoll erzählt die Autorin, was Trauer mit Menschen machen und den völligen Verlust der Realität zur Folge haben kann. Einzig diese Maden, die die Toten immer so mit sich bringen…

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